Ist die Europäische Währungsunion bislang eine "Erfolgsgeschichte"?


Hausarbeit, 2008

21 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellenvereichnis

1. Einleitung

2. Einführung des Euro
2.1. Gründe
2.2. Startschwierigkeiten

3. Auswirkungen seit dem Euro
3.1. Anleihenmarkt
3.2. Aktienmarkt
3.3. Finanzdienstleistungsmarkt
3.4. Konsumenten
3.5. Unternehmen
3.6. Länderbeispiel

4. Die internationale Rolle des Euro

5. Der Fall England

6. Abschluss

7. Abkürzungsverzeichnis

8. Quellenangeben

Tabellenvereichnis

1: Becker, Werner (2007): Internationale Reservewährung Euro im Aufwind, Deutsche Bank Research EU-Monitor, Nr. 46

1. Einleitung

Mit der Einführung einer gemeinsamen Währungsunion im Jahr 1999 verfolgten die einzelnen europäischen Staaten nicht nur das Ziel, die europaweiten Handelsaktivitäten zu erhöhen, sondern auch den hiesigen Markt durch Beseitigung von Wechselkursschwankung zu stabilisieren, den Wettbewerb im innereuropäischen Markt zu verbessern, sowie den Wachstum in einzelnen Wirtschafts- und Privatbereichen zu fördern. Doch ob eine solche Währungsunion, welche als Gesamtheit der Länder definiert wird und in der eine einheitliche und gemeinsame Währungs- und Geldpolitik ausgeübt wird, zum erfolgreichen Erreichen solch hochgesteckter Ziele bislang geführt hat, oder ob diese nicht verwirklicht werden konnten, wird durch aktuelle Berichte und Analysen geklärt werden.

Zielsetzung dieser Hausarbeit ist es, den entstandenen Nutzen und die Auswirkungen seit der wertneutralen Währungsumstellung auf den Euro zu untersuchen. Analysiert werden insbesondere die bisherigen Auswirkungen im Bereich des Finanzsektors mit den Anleihen und Aktien. Weiterhin werden die Aggregatgrössen Unternehmen und Konsumenten geprüft, gefolgt von einem Länderbeispiel. Im dritten Teil soll auf die internationale Rolle des Euros eingegangen werden. Da Scheine und Münzen in England bislang noch in nationaler Währung zirkulieren, wird hierüber im vierten Teil kritisch diskutiert.

2. Einführung des Euro

Die Idee der Schaffung einer gemeinsamen Währung entstand im Jahr 1960 mit dem Fortschritt einer europäisch wirtschaftlichen Integration. 1969 brachte die Europäische Kommission den Barre Plan vor, der nun das Ziel dieser einzigen gemeinsamen Währung verfolgte. Auf dieser Basis forderten die Staats- und Regierungschefs den Ministerrat auf, eine Strategie zur Realisierung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion zu entwickeln. Die damaligen neun Mitgliedsstaaten der EWG kurbelten durch die Gründung dieser Gemeinschaft den Prozess der Währungskooperation an. Das Hauptaugenmerk lag auf dem Wechselkursmechanismus, welches ein System fester, aber veränderbarer Wechselkurse mit gegenseitiger Interventionsverpflichtung bei den Währungen der EWG war. (Thilo Sarrazin: Der Euro – Chancen oder Abenteuer,1998) Dies erforderte nun eine Anpassung der Währungs- und Wirtschaftspolitik zur Gewährleistung der Wechselkursstabilität. Innerhalb des Europäischen Währungssystems gelang es den Teilnehmern eine Zone der zunehmenden Währungsstabilität, wie auch eine allmähliche Entspannung der Kapitalverkehrskontrolle zu erzeugen. Ein weiterer Antrieb für die Verfolgung einer einheitlichen Währung und der EWWU stellte die Einführung der Einheitlichen EEA 1986 dar. Diese Akte setzte einen Zeitrahmen für die Entstehung des Binnenmarktes und bestätigte nochmals die Notwendigkeit nach der EWWU. 1988 verifizierte der Europäische Rat die EWWU als Ziel und ordnete des Weiteren eine Expertengruppe für die Währungspolitik an, sowie einen Zentralbankendirektor zur Führung der EWWU. Der Delors-Bericht zur Wirtschafts- und Währungsunion stellte einen Drei-Stufen-Plan zur Verwirklichung der Währungsunion auf.

1. Stufe: Abbau von noch vorhandenen Kapitalverkehrskontrollen.

Liberalisierung des Kapitalmarktes.

Gegenseitige Abstimmung der Währungspolitik der einzelnen beteiligten Länder.

2. Stufe: Gründung des EWI am 01.01.1994 in Frankfurt.(Thilo Sarrazin: Der Euro – Chancen oder Abenteuer, 1998)

Festlegung einer erfolgreichen Verwirklichung der Währungsunion, durch die Erarbeitung der Preisstabilität.

- Verbot von Finanzierungen von Haushaltsdefiziten durch finanzielle Mittel.
- Verbot der Haftung – no-boil-out – der Gemeinschaft und der Mitgliedsstaaten für öffentliche Verbindlichkeiten anderer Gemeinschaftsländer.
- Sicherstellung von einheitlichen innerstaatlichen Rechtsvorschriften bis zur Errichtung des ESZB

3. Stufe: Eigentlicher Beginn der Währungsunion am 01.01.1999 in Übereinstimmung mit den Konvergenzbedingungen. Anhörung des Europäischen Parlamentes über die teilnehmenden Länder an der EWU und die Weiterleitung der Stellungnahme an den Europäischen Rat. (Friedrich Eber Stiftung: Die Währungsunion - Chance für Europa : Handbuch zur Europäischen Währungsunion, 1999)

Übergabe der Verantwortung an den Regierungsrat der EZB zur Leitung der Geld- und Kreditpolitik für den Eurobereich.

Des Weiteren machte Delors-Bericht deutlich, wie wichtig es sei eine Angleichung der Zinsen, Inflationsraten und Wechselkurse zu erzielen. (Thilo Sarrazin: Der Euro – Chancen oder Abenteuer, 1998) Dieser Bericht führte letztlich zum Vertrag von Maastricht, der am 07.02.1992 unterschrieben wurde. Damit wurde die Europäische Gemeinschaft zur Europäischen Union. Ziel der EU war es, nach der formellen Verwirklichung des Binnenmarktes am 01.01.1993, eine Europäische Wirtschafts- und Währungsunion zu schaffen. Die Bestimmungen hierzu sind ebenfalls Teil des in Maastricht geänderten Vertrags zur Europäischen Gemeinschaft, der am 01.11.1993 in Kraft getreten ist. (Die Bundesregierung: Vertrag über die Europäische Union, Maastricht Vertrag, 22.11.2005) Der bisherige geldpolitische Kenntnisstand der Mitgliedsstaaten sollte auf die Union übergehen. Hierzu wurde die eigenständige Handlungsfähigkeit in diesem Politikbereich untersagt und der Institution - der Europäischen Zentralbank - übertragen. Anfang Mai 1998 erfolgte die Bekanntgabe der elf Mitgliedsstaaten (Belgien, Deutschland, Irland, Spanien, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Finnland) von damals 15, die an der Währungsunion teilnehmen. Schweden, Dänemark und Großbritannien konnten sich zu dieser Zeit nicht zu einer Teilnahme und Zusammenarbeit entschließen. (Thilo Sarrazin: Der Euro – Chancen oder Abenteuer, 1998) Bereits ein Jahr später wurde die Euro-Währung in den oben genannten Mitgliedsstaaten als offizielles Buchgeld und offizielle Recheneinheit eingeführt. (Europäisches Parlament: Etappen Europäische Einigung) In der Übergangsperiode bis zur völligen Währungsumstellung, wurden die nationale Währung und der Euro analog von der EZB gesteuert. (Hans Tietmeyer: Die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion, 1992), Mit einer Einführung von Banknoten und Münzen, wurde die erste Umstellung auf den Euro am 1.1.2002 vollzogen. Zwischenzeitlich, am 01.02.2001, trat Griechenland der Euro-Zone bei, gefolgt von Slowenien im Januar 2007, als auch von Malta und Zypern am 1.1.2008. (European Central Bank: Preparation of Economic and Monetary Union)

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Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Ist die Europäische Währungsunion bislang eine "Erfolgsgeschichte"?
Hochschule
Hochschule Furtwangen; Standort Villingen-Schwenningen
Veranstaltung
Regionale Dimensionen
Note
2,7
Autoren
Jahr
2008
Seiten
21
Katalognummer
V132524
ISBN (eBook)
9783640387885
Dateigröße
464 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Europäische, Währungsunion, Erfolgsgeschichte
Arbeit zitieren
Judith Blaß (Autor)Manuela Kovacic (Autor), 2008, Ist die Europäische Währungsunion bislang eine "Erfolgsgeschichte"?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132524

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