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Bildungserfolg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Sekundarstufe II unter besonderer Betrachtung des Berufskollegs

Titre: Bildungserfolg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Sekundarstufe II unter besonderer Betrachtung des Berufskollegs

Epreuve d'examen , 2009 , 86 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Claudia Raulf (Auteur)

Didactique - Didactique générale, Objectifs de l'éducation, Méthodes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Deutschland ist das Land mit den meisten Zuwanderern in Europa, derzeit hat jeder vierte Jugendliche unter 25 Jahren einen Migrationshintergrund. Schätzungen zufolge werden im Jahre 2050 mindestens ein Drittel aller Personen in Deutschland unter 30 Jahren einen Zuwanderungshintergrund aufweisen. Kinder und Jugendliche aus nicht-deutschen Familien machen folglich einen großen Teil der Schülerschaft im deutschen Bildungssystem aus und werden auch zukünftig das Gesellschaftsbild mit prägen. Doch wie sieht es bezüglich ihrer Bildungsaspiration und ihres tatsächlichen Bildungserfolges aus?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausgangslage

2.1 Deutschland, europäischer Spitzenreiter unter den Zuwanderungsländern -kurzer historischer Abriss

2.2 Aktuelle Daten zur ausländischen Bevölkerung/ Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Deutschland

2.3 Begriffsbestimmung

3. Bildungsbeteiligung und Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem

3.1 Die Bedeutung des Bildungssystems in modernen Leistungsgesellschaften

3.2 Statistisch problematische Begriffsbestimmung

3.3 Bildungsbeteiligung und Bildungserfolg an allgemeinbildenden Schulen

3.4 Berufliche Schulen

3.4.1 Die unterschiedlichen Bildungsgänge am Berufskolleg

3.4.2 Bildungsbeteiligung und Bildungserfolg am Berufskolleg

4. Ausländische Jugendliche/ Jugendliche mit Migrationshintergrund in der beruflichen Bildung

4.1 Die Bedeutung der Berufsausbildung auf dem deutschen Arbeitsmarkt

4.2 Übergang Schule - Berufswelt: Ausbildungs- und Berufschancen für ausländische Jugendliche/ Jugendliche mit Migrationshintergrund

4.3 Zusammenfassende Ergebnisse

5. Ursachen und Erklärungsansätze für die Nachteile von jungen Menschen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungs- und Ausbildungssystem

5.1 Begründung durch kulturelle Defizite

5.2 Die humankapitaltheoretische Erklärung

5.3 Rationale Bildungsentscheidungen und Strategien

5.4 Stereotypisierung als sozialpsychologische Erklärung

5.5 Institutionelle Diskriminierung

5.6 Arbeitsmarktdiskriminierung

5.7 Kurzes Zwischenfazit zum Stand der Forschung bzgl. der Erklärungsversuche über den mangelnden Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen aus Migrantenfamilien

6. Besondere Betrachtung der Situation junger Frauen mit Migrationshintergrund im deutschen Schul- und Ausbildungssystem

6.1 Ausgangslage: Bessere Schulabschlüsse aber schlechtere Chancen am Ausbildungsmarkt

6.2 Mögliche Ursachen für die schlechte Ausbildungsbeteiligung

6.3 Empfehlungen zur Verbesserung der Situation junger Migrantinnen

6.4 Konkrete Projekte unterstützt durch die Bundesregierung

7. Ansätze zur Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

7.1 Warum ist die Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund für die deutsche Gesellschaft von so großer Bedeutung?

7.1.1 Integration durch Bildung

7.1.2 Ökonomischer und gesellschaftspolitischer Nutzen

7.2 Ziele von Fördermaßnahmen

7.3 Ansatzpunkte zur Förderung und Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

7.3.1 Förderung vor Schuleintritt

7.3.2 Förderung im Schulalltag

7.3.3 Förderung im Unterricht

7.3.3.1 Anforderungen an das Lehrpersonal im Unterricht mit ausländischen Schülern/Schülern mit Migrationshintergrund

7.3.3.2 Interkulturelle Pädagogik

7.4 Förderung beim Übergang Schule - Berufsleben: Förderprogramme und Initiativen der Bundesregierung im Rahmen des Nationalen Integrationsplans

7.4.1 Pilotprojekt Berufseinstiegsbegleitung

7.4.2 Förmig: Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

7.4.3 Das Ausbildungsstrukturprogramm JOBSTARTER

7.4.4 Aktion zusammen wachsen

7.5 Zwischenfazit zur Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bildungsbeteiligung und den Bildungserfolg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im deutschen Schul- und Ausbildungssystem, mit einem speziellen Fokus auf das Berufskolleg, um strukturelle Benachteiligungen und deren Ursachen sowie mögliche Förderansätze zu identifizieren.

  • Analyse des Bildungsstandes und der Hürden für Jugendliche mit Migrationshintergrund
  • Diskussion theoretischer Erklärungsansätze (kulturelle Defizite, Humankapitaltheorie, institutionelle Diskriminierung)
  • Besondere Untersuchung der Situation junger Frauen mit Migrationshintergrund
  • Evaluierung von staatlichen Förderprogrammen und Integrationsansätzen

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Bedeutung des Bildungssystems in modernen Leistungsgesellschaften

„Bildung ist eine zentrale Ressource für Lebenschancen“. (Geißler 2006: 273) Aus diesem Grund bezeichnet der französische Soziologe Pierre Bourdieu das Bildungsniveau auch als „capital scolaire“, also als Bildungskapital (Bourdieu zitiert nach Geißler 2006: 273). Vom Schulabschluss und Bildungsniveau hängen der Zugang zu verschiedenen Erwerbstätigkeiten und damit zu unterschiedlichen sozialen Positionen ab. Damit einher gehen die Zugehörigkeit zu verschiedenen sozialen Schichten der Gesellschaft und zu bestimmten Privilegien bzw. Benachteiligungen. Schulabschluss und Bildungsniveau beeinflussen ebenfalls die Möglichkeit des sozialen Auf- bzw. Abstiegs. Diese Zuweisung von Lebenschancen eine wichtige Funktion des Bildungssystems in der deutschen Leistungsgesellschaft und wird als Platzierungsfunktion bezeichnet. Mit dieser Funktion ist eine weitere eng verbunden: die Auslesefunktion, auch Selektionsfunktion genannt. Bildungssysteme selektieren nach Leistung, d. h. wer ein bestimmtes Bildungs- bzw. Leistungsniveau nicht erreicht, dem wird der Zugang zu bestimmten gesellschaftlichen Positionen verwehrt. Im Bildungssystem findet aber immer auch - bewusst und unbewusst - eine soziale Auslese statt. Daher ist nicht nur die reine Leistung von Bedeutung, sondern auch soziale Merkmale der Betroffenen, wie z. B. die ethnische und soziale Herkunft, die Religionszugehörigkeit, das Geschlecht etc., die ihrerseits wiederum die Leistung beeinflussen können (Geißler 2006: 273). Die Selektionsfunktion und die Platzierungsfunktion des Bildungssystems beeinflussen damit „das Ausmaß der vertikalen sozialen Mobilität einer Gesellschaft.“ (Geißler 2006: 273) Die selektive Wirkung des Bildungssystems wird dann zum Problem, wenn man sie aus der Perspektive der Chancengleichheit betrachtet. Falls soziale Merkmale wie ethnische, soziale und regionale (Stadt vs. Land) Herkunft, Geschlecht etc. allein schon zu unterschiedlichen Bildungschancen und damit zukünftigen Lebenschancen führen, wird die Grundlage der Chancengleichheit eindeutig verfehlt (Geißler 2006: 273). Das folgende Kapitel soll die unterschiedliche Bildungsbeteiligung und den Bildungserfolg von jungen Menschen mit Migrationshintergrund näher untersuchen und aus der Sichtweise der Chancengleichheit beleuchten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die wachsende Bedeutung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund für die deutsche Gesellschaft und skizziert das Ziel der Arbeit, deren Bildungsbenachteiligung zu untersuchen.

2. Ausgangslage: Dieses Kapitel liefert einen historischen Abriss der Zuwanderung in Deutschland, präsentiert aktuelle statistische Daten zur ausländischen Bevölkerung und definiert die zentralen Begriffe der Arbeit.

3. Bildungsbeteiligung und Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem: Hier wird die Bedeutung von Bildung als Ressource erläutert und die problematische Bildungsbeteiligung von Migrantenkindern in verschiedenen Schulformen analysiert, inklusive einer Vertiefung zum Berufskolleg.

4. Ausländische Jugendliche/ Jugendliche mit Migrationshintergrund in der beruflichen Bildung: Dieses Kapitel beleuchtet den Übergang von der Schule in die Berufswelt und zeigt die schwierigen Ausbildungs- und Berufschancen für Jugendliche mit Migrationshintergrund auf.

5. Ursachen und Erklärungsansätze für die Nachteile von jungen Menschen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungs- und Ausbildungssystem: Es werden verschiedene theoretische Perspektiven wie kulturelle Defizite, Humankapitaltheorie, rationale Entscheidungsstrategien, Stereotypisierung und institutionelle Diskriminierung auf ihre Erklärungsgehalte geprüft.

6. Besondere Betrachtung der Situation junger Frauen mit Migrationshintergrund im deutschen Schul- und Ausbildungssystem: Dieses Kapitel fokussiert auf die spezifischen Benachteiligungen junger Migrantinnen am Bildungs- und Arbeitsmarkt und stellt relevante Förderprojekte vor.

7. Ansätze zur Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund: Hier werden die Gründe für die Notwendigkeit der Förderung sowie konkrete pädagogische und politische Ansatzpunkte zur Verbesserung der Integrationschancen diskutiert.

8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die systematische Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zusammen und kritisiert die bisher unzureichende empirische Forschungslage sowie die Wirksamkeit bisheriger Fördermaßnahmen.

Schlüsselwörter

Bildungsbeteiligung, Bildungserfolg, Migrationshintergrund, Berufskolleg, Chancengleichheit, Institutionelle Diskriminierung, Humankapital, Übergang Schule-Beruf, Ausbildungsmarkt, Integration, soziale Herkunft, Bildungsbenachteiligung, Förderung, Jugendliche, Selektion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungs- und Ausbildungssystem und untersucht die Ursachen dieser Problematik sowie Ansätze zu deren Lösung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Bildungsbeteiligung an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, der Übergang in die Berufsausbildung, theoretische Erklärungsmodelle für Bildungsungleichheit sowie spezifische Förderstrategien für benachteiligte Gruppen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, ob Jugendliche mit Migrationshintergrund im deutschen System benachteiligt sind und wie sich ihre Zugangsmöglichkeiten zu höheren Abschlüssen und qualifizierten Ausbildungsplätzen gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse und wertet statistische Daten aus Bildungs- und Migrationsberichten aus, um die Problemlage empirisch zu untermauern und theoretisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine Bestandsaufnahme der Bildungsbeteiligung, eine Analyse der Ursachen für Benachteiligungen (Diskriminierung, kulturelle Aspekte etc.), einen speziellen Fokus auf die Lage junger Frauen sowie eine Bewertung von Fördermaßnahmen und Integrationsprojekten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Bildungsbeteiligung, Migrationshintergrund, Chancengleichheit, institutionelle Diskriminierung, Berufskolleg, Ausbildungschancen und Integration.

Warum wird das Berufskolleg in der Arbeit besonders betrachtet?

Das Berufskolleg ist ein zentraler Ort für die berufliche Bildung, an dem sich die schwierige Übergangssituation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund besonders deutlich widerspiegelt.

Welche Rolle spielt die institutionelle Diskriminierung bei der Erklärung der Bildungsungleichheit?

Die institutionelle Diskriminierung beschreibt, wie Strukturen innerhalb von Bildungseinrichtungen – etwa durch Selektionsmechanismen bei Schulübergängen – Benachteiligungen reproduzieren, unabhängig von der individuellen Leistung der Kinder.

Was ist das Fazit der Arbeit bezüglich der staatlichen Fördermaßnahmen?

Die Autorin kommt zu einem kritischen Schluss: Zwar gibt es zahlreiche Förderansätze, jedoch sind diese oft nicht gezielt genug auf die betroffene Gruppe zugeschnitten, erreichen nur eine kleine Minderheit oder verbleiben in Form von Modellprojekten ohne flächendeckende Wirkung.

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Résumé des informations

Titre
Bildungserfolg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Sekundarstufe II unter besonderer Betrachtung des Berufskollegs
Université
University of Münster  (Institut für Soziologie)
Note
2,0
Auteur
Claudia Raulf (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
86
N° de catalogue
V132788
ISBN (ebook)
9783668799073
Langue
allemand
mots-clé
bildungserfolg jugendlichen migrationshintergrund sekundarstufe betrachtung berufskollegs
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Claudia Raulf (Auteur), 2009, Bildungserfolg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Sekundarstufe II unter besonderer Betrachtung des Berufskollegs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132788
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