Aufgabe des Deutschunterrichts ist es, den Schülerinnen und Schüler die Funktionen des Schreibens zu vermitteln, damit sich jenen bedeutsame Zugänge zum Erfolg in Schule, Studium und Beruf, zur Teilhabe an der Gesellschaft und zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit eröffnen. Darüber hinaus ist beim fachlichen Umgang mit Sprache heutzutage auch der Einsatz von digitalen Medien von großer Bedeutung, da digitale Medien immer mehr Einfluss auf das alltägliche und berufliche Leben nehmen.
Die Kultusministerkonferenz beschreibt im Zusammenhang von digitalen Schreibfähigkeiten daher, dass es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei, den Schülerinnen und Schülern Medienkompetenz durch Medienbildung zu vermitteln, welche nur im Zusammenwirken von Schule und Elternhaus bewältigt werden könne.
Auch der Medienkompetenzrahmen NRW aus dem Jahre 2022, welcher etwa beschreibt, dass verschiedene digitale Werkzeuge kreativ, reflektiert und zielgerichtet eingesetzt sowie Medienprodukte adressatengerecht geplant, gestaltet und präsentiert werden sollen, lässt sich im Kontext des digitalen Schreibens heranziehen. Ziel dieser Arbeit soll es daher sein, zu untersuchen, inwiefern sich die (digitale) Schreibkompetenz von Kindern und Jugendlichen durch sogenannte Schreibarrangements fördern lässt.
Zunächst soll nach jener kurzen Einführung in die Thematik somit in einem zweiten Schritt eine Begriffsdefinition von Schreibkompetenz erfolgen, um anschließend die Notwendigkeit und Funktionen des (digitalen) Schreibens sowie die Modellierung des (digitalen) Schreibprozesses zu visualisieren. In einem dritten Schritt sollen in knapper Form Studien zur Schreibkompetenz von Kindern und Jugendlichen der Sekundarstufe I vorgestellt werden, um auf die Dringlichkeit der Förderung (digitaler) Schreibkompetenzen hinzuweisen. In einem vierten Schritt wird schließlich das Augenmerk auf die Förderung der (digitalen) Schreibkompetenz von Kindern und Jugendlichen durch Schreibarrangements gelegt, um in einem fünften Schritt ein Fazit zu ziehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Schreibkompetenz: Definition; Notwendigkeit und Funktionen; Modellierung
2.1 Definition Schreibkompetenz
2.2 Notwendigkeit und Funktionen des (digitalen) Schreibens in der Gesellschaft
2.3 Modellierung des (digitalen) Schreibprozesses
3 Studien zur Schreibkompetenz von Kindern und Jugendlichen der Sekundarstufe I
4 Förderung der (digitalen) Schreibkompetenz von Kindern und Jugendlichen durch Schreibarrangements
4.1 Grundlagen eines kompetenzorientierten Schreibunterrichts
4.2 Schreibarrangements: Definition und Merkmale von profilierten Schreibaufgaben
4.2.1 Merkmale
4.2.2 Studien zur Wirksamkeit von Aufgabenarrangements im Schreibunterricht
4.3 Analyse und Optimierung einer (digitalen) Schreibaufgabe für den Deutschunterricht
4.3.1 Analyse
4.3.2 Optimierung
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie die Schreibkompetenz von Schülern der Sekundarstufe I durch gezielte Schreibarrangements gefördert werden kann, wobei ein besonderer Fokus auf dem digitalen Schreiben und der Optimierung praxisnaher Schreibaufgaben liegt.
- Grundlagen der Schreibkompetenz und deren Modellierung
- Bedeutung von Schreibarrangements im kompetenzorientierten Unterricht
- Kriterien für motivierende und wirksame Schreibaufgaben
- Integration digitaler Medien und Schreibprozesse
- Analyse und praktische Optimierung von Schreibaufgaben
Auszug aus dem Buch
4.2.1 Merkmale
Schreibarrangements besitzen laut Steinhoff (2018:3) zunächst als Erstens ein angemessenes Lernziel, welches stets vom Curriculum sowie den institutionell schulischen Bedingungen und den kognitiven Ressourcen der Lerngruppe abhängt. Jenes Lernziel muss im Unterricht hinreichend transparent gemacht werden sowie didaktisch-methodisch konsequent realisiert werden (vgl. ebd.). Als Zweites besitzen Schreibarrangements stets eine funktionsspezifische Situierung (vgl. ebd., 4). Schreibaufgaben machen also im Zusammenhang der Situierung zunächst transparent, welche Funktion der zu schreibende Text hat (vgl. ebd.). In diesem Zusammenhang lässt sich zwischen sozialen Funktionen, epistemischen Funktionen, memorativ-konservierenden Funktionen, psychischen Funktionen und ästhetischen Funktionen unterscheiden (vgl. ebd.). Lehrpersonen sollten bei der Entwicklung von Schreibarrangements laut Steinhoff (ebd.) eine klare Entscheidung für eine bestimmte Schreibfunktion oder Kombination von Schreibfunktionen treffen und diese Funktion bzw. Funktionskombination im Unterricht durchgehend akzentuieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Relevanz der Schreibförderung im Deutschunterricht und legt die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit dar.
2 Schreibkompetenz: Definition; Notwendigkeit und Funktionen; Modellierung: Hier werden theoretische Grundlagen zur Schreibkompetenz erarbeitet, ihre gesellschaftliche Notwendigkeit unterstrichen und ein Modell des digitalen Schreibprozesses vorgestellt.
3 Studien zur Schreibkompetenz von Kindern und Jugendlichen der Sekundarstufe I: Das Kapitel verweist kurz auf Schulleistungsstudien, welche die Dringlichkeit einer verbesserten Förderung der Schreibkompetenz belegen.
4 Förderung der (digitalen) Schreibkompetenz von Kindern und Jugendlichen durch Schreibarrangements: Dieser Hauptteil analysiert die Grundlagen kompetenzorientierten Unterrichts, definiert Merkmale wirksamer Schreibarrangements und leitet daraus eine Analyse sowie Optimierung einer konkreten Schreibaufgabe ab.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung ab, die die Wirksamkeit von Schreibarrangements für die Förderung der Eigenverantwortung und Schreibkompetenz von Schülern hervorhebt.
Schlüsselwörter
Schreibkompetenz, Schreibarrangements, digitales Schreiben, Kompetenzorientierung, Schreibförderung, Schreibprozess, Deutschunterricht, Medienkompetenz, Lernaufgaben, Textproduktion, Lernzielorientierung, Kooperatives Schreiben, Schreibmotivation, Sprachförderung, Sekundarstufe I.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Förderung der Schreibkompetenz von Schülern in der Sekundarstufe I durch den gezielten Einsatz von Schreibarrangements.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung von Schreibkompetenz, das digitale Schreiben, die Qualitätsmerkmale von Schreibaufgaben und deren praktische Umsetzung im Deutschunterricht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es zu untersuchen, wie Schreibarrangements gestaltet sein müssen, um die Schreibfähigkeit von Lernenden nachhaltig zu fördern und wie Aufgabenstellungen theoretisch fundiert optimiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Modelle (u.a. Leijten et al., 2014) mit didaktischen Kriterien (nach Steinhoff, 2018) kombiniert, um eine konkrete Unterrichtsaufgabe zu analysieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte der Schreibkompetenz sowie Schreibarrangements definiert und anschließend die Analyse sowie Optimierung einer konkreten Beispielaufgabe vorgenommen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind unter anderem Schreibkompetenz, Schreibarrangements, digitales Schreiben, Kompetenzorientierung und Schreibprozess.
Wie unterscheidet sich die ursprüngliche Schreibaufgabe von der optimierten Version?
Die ursprüngliche Aufgabe mangelte es an einem klaren Lernziel, prozeduralen Hilfen und Kooperationsmöglichkeiten, während die optimierte Version diese Aspekte systematisch integriert.
Welche Rolle spielt das digitale Modell nach Leijten et al. (2014) in der Analyse?
Das Modell dient als theoretischer Rahmen, um die verschiedenen Ebenen des Schreibprozesses (control, process, resource level) zu verorten und gezielte Verbesserungen vorzunehmen.
- Citar trabajo
- Luisa Büdenbender (Autor), 2022, Digitale Schreibkompetenz von Kindern und Jugendlichen der Sekundarstufe I. Förderung durch Schreibarrangements, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1327965