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Die erste Verschwörung gegen die neue Republik oder die Jugend im Bann der Licentia!

Titus Livius, Ab urbe condita, liber II, 3, 2-4

Title: Die erste Verschwörung gegen die neue Republik oder die Jugend im Bann der Licentia!

Seminar Paper , 2004 , 21 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Konrad Maas (Author)

Latin philology - Literature
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Summary Excerpt Details

Livius' Darstellung der Verschwörung von Brutus' Söhnen gegen die neu erschaffene Republik und gegen den eigenen Vater, der den letzten König, Tarquinius Superbus, vertrieben hatte.
Livius bedient sich dramatischer und szenischer Strukturen in seiner historischen Geshcichtsschreibung, um seine "Erzählung" durch Visualisierung zu intensivieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Text mit kritischem Apparat

3. Hauptteil

3.1 Analyse der Textstelle

3.2 Juristische Reflexionen in Livius Text auf seine Gegenwart

3.3 Livius´ Verhältnis zu Augustus

3.4 Ein Vergleich von Livius Erzählstruktur und der römischen Komödie

4. Ergebnis: Die Übersetzung

5. Fazit

6. Bibliographie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die Schilderung der ersten Verschwörung gegen die neu gegründete römische Republik bei Titus Livius (Ab urbe condita II, 3, 2-4). Ziel ist es, die literarische Gestaltung der Verschwörer durch den Autor, die juristischen Implikationen sowie die Parallelen zu zeitgenössischen politischen Spannungsfeldern am Übergang vom Prinzipat zur Republik zu untersuchen.

  • Literarische Analyse der oratio obliqua zur Charakterisierung der Verschwörer.
  • Untersuchung juristischer Begriffsfelder wie libertas, licentia, ius und iniuria.
  • Gegenüberstellung der historischen Darstellung bei Livius und Augustus' Res gestae.
  • Vergleichende Analyse der Erzählstruktur mit Elementen der antiken Komödie.
  • Reflektion des inneren Konflikts der römischen Aristokratie am Vorabend des Prinzipats.

Auszug aus dem Buch

3.1 Analyse der Textstelle:

Livius widmete sich bei seinem Werk dem Topos der annales. Er erzählt die römische Geschichte in chronologischer Reihenfolge, durchbricht dieses Schema aber immer wieder, um kleine Episoden einzufügen. Er erzählt unter anderem Mythen, die in der römischen Tradition ein fester Bestandteil der eigenen Geschichte waren. Livius´ eigenes Ziel ist die Vermittlung von in seinen Augen richtigen Werten. Diese werden wiederum durch Darstellungen bedeutender Persönlichkeiten der römischen Geschichte nebst ihrer Handlungsmotivationen verkörpert. Sie sollten Vorbilder sein.

… ad illa mihi pro se quisque acriter intendant animum, quae uita, qui mores fuerint, per quos uiros quibusque artibus domi militaeque et partum et auctum imperium sit; … (Liv., 1, praefatio, 9).

Livius beschreibt die adulescentes, welche an der Verschwörung für die Wiedereinsetzung eines Königs teilnehmen. Er beginnt mit erant, dem klassischen Anfang einer Erzählung. Auch das gewählte Tempus Imperfekt unterstützt den Charakter eines Narrativ.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Werks Ab urbe condita ein und erläutert den historischen Kontext der Verschwörung, die als Reflexion des Konflikts zwischen republikanischen Werten und monarchischen Tendenzen dient.

2. Text mit kritischem Apparat: Dieser Abschnitt bietet die philologische Grundlage des untersuchten lateinischen Quelltextes inklusive methodischer Anmerkungen zum kritischen Apparat.

3. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Textstelle, eine Untersuchung juristischer Reflexionen, die Relation zwischen Livius und Augustus sowie einen Vergleich der Erzählstruktur mit der römischen Komödie.

3.1 Analyse der Textstelle: In diesem Kapitel wird der erzählerische Stil des Livius beleuchtet, insbesondere der Einsatz der oratio obliqua und die bewusste Verwendung von Tempus und Wortwahl zur Charakterisierung der adulescentes.

3.2 Juristische Reflexionen in Livius Text auf seine Gegenwart: Dieses Kapitel verknüpft die Argumentation der Verschwörer mit zeitgenössischen juristischen Diskursen über Monarchie und Rechtstaatlichkeit.

3.3 Livius´ Verhältnis zu Augustus: Hier werden die Parallelen zwischen den in der Arbeit behandelten historischen Figuren und dem Wirken des Augustus sowie Livius' subtile Kritik an dessen Regierungsstil untersucht.

3.4 Ein Vergleich von Livius Erzählstruktur und der römischen Komödie: Das Kapitel arbeitet heraus, wie Livius durch die Verwendung komödientypischer Charaktertypen die moralische Dramatik seines Berichts über die Verschwörung verstärkt.

4. Ergebnis: Die Übersetzung: Hier wird der analysierte lateinische Textabschnitt in eine präzise deutsche Übersetzung überführt, die die Nuancen der livianischen Sprache wiedergibt.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Livius die historische Episode nutzt, um konservative republikanische Werte gegen die Unsicherheiten des aufkommenden Prinzipats zu verteidigen.

6. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die verwendeten Textausgaben, Übersetzungen, Kommentare und Nachschlagewerke auf.

Schlüsselwörter

Titus Livius, Ab urbe condita, Römische Republik, Augustus, libertas, licentia, Verschwörung, oratio obliqua, Prinzipat, römische Komödie, Brutus, Rechtsgeschichte, monarchische Ordnung, Aristokratie, historische Narration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Erzählung der ersten Verschwörung gegen die römische Republik im zweiten Buch des Werks Ab urbe condita von Titus Livius.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die literarische Darstellung der jungen Verschwörer, die juristische Auseinandersetzung zwischen Monarchie und Republik sowie die Reflexion der politischen Zeitgeschichte unter Augustus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, wie Livius durch literarische Mittel – etwa den Einsatz der oratio obliqua und Anleihen bei der Komödie – den Konflikt zwischen Freiheit und Willkürherrschaft darstellt und damit erzieherische Absichten verfolgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philologische und historische Analyse, die Textstellen sprachlich exegiert, in den rechtshistorischen Kontext einbettet und mit zeitgenössischen historischen Dokumenten vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Analyse der Textstelle, den juristischen Reflexionen auf die Gegenwart des Autors, dem Verhältnis von Livius zu Augustus und strukturellen Vergleichen mit der römischen Komödie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem libertas, licentia, Prinzipat, oratio obliqua, Brutus und die konservative Wertewelt der alten römischen Republik.

Inwiefern beeinflusst der Vergleich mit der römischen Komödie die Interpretation?

Der Autor zeigt auf, dass Livius bewusst mit Rollenschablonen der Komödie spielt, um die Verschwörer als Anti-Helden zu inszenieren und ihre Rebellion gegen den Staat als dramatisch-moralisches Warnsignal hervorzuheben.

Wie bewertet der Autor die Haltung von Livius gegenüber Augustus?

Konrad Maas arbeitet heraus, dass Livius zwar die Errungenschaften der Pax Augusta anerkennt, jedoch als Vertreter konservativer republikanischer Werte feine Spitzen gegen die Alleinherrschaft setzt und deren Gefahren für die Freiheit aufzeigt.

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Details

Title
Die erste Verschwörung gegen die neue Republik oder die Jugend im Bann der Licentia!
Subtitle
Titus Livius, Ab urbe condita, liber II, 3, 2-4
College
Humboldt-University of Berlin  (Klassische Philologie)
Course
PS: „Livius – Ab urbe condita“
Grade
1.0
Author
Konrad Maas (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V132880
ISBN (eBook)
9783640408078
ISBN (Book)
9783640408290
Language
German
Tags
Verschwörung Republik Jugend Bann Licentia Titus Livius
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Konrad Maas (Author), 2004, Die erste Verschwörung gegen die neue Republik oder die Jugend im Bann der Licentia!, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132880
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