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Der moralische Status nichtmenschlicher Tiere in der philosophischen Diskussion

Titre: Der moralische Status nichtmenschlicher Tiere in der philosophischen Diskussion

Thèse de Bachelor , 2021 , 43 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem moralischen Status nichtmenschlicher Tiere aus pathozentrischer Sicht und verfolgt dabei zwei Fragestellungen: Welche Argumente begründen eine moralische Berücksichtigung von Tieren und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die gegenwärtigen Praktiken der Nutztierhaltung und unseren Fleischkonsum? Somit ist das Ziel dieser Arbeit herauszuarbeiten, inwieweit die Nutzung von Tieren zu Nahrungszwecken und ökonomischen Vorteilen angesichts der gegenwärtigen Tierhaltungsbedingungen moralisch vertretbar ist. Hierfür werden drei Philosophen herangezogen, deren Moraltheorien mithilfe ihrer eigenen Werke und Sekundärliteratur erläutert werden.

Da Tiere als empfindungsfähige Wesen definiert wurden, wurden Tiere erstmals in die moralische Gemeinschaft miteinbezogen. Die Unterschiede zwischen Mensch und Tier erwiesen sich hierbei als graduell. Mit Blick auf die gegenwärtigen Tiernutzungsformen wird diese Ansicht aktuell jedoch keineswegs vertreten. In Deutschland erfolgen stets jährlich über 50 Millionen Schlachtungen von Schweinen, welche in Massenbetrieben unter inhumanen Bedingungen gehalten werden. Im Mittelpunkt steht dabei ihr Nutzen und ihre Produktivität, sodass es häufig zu Fehlbetäubungen kommt, wodurch die Tiere unerträgliche Schmerzen erleiden. Doch nicht nur das Leben von Schweinen ist von erheblichem Leid geplagt, sondern auch das von allen anderen 200 Millionen Nutztieren, die derzeit in Deutschland gehalten werden. Auch Versuchstiere müssen ein schmerzvolles Leben in Kauf nehmen, um die Entwicklung neuer Produkte voranzutreiben, von welchen sie selbst nicht einmal Gebrauch machen können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 | Einleitung

2 | Definitionen

2.1 Tierethik

2.2 Moralischer Status

2.3 Tierrechte

3 | Gegenwärtige Praktiken der Tiernutzung

3.1 Die Schlachtung am Beispiel von Mastschweinen

3.2 Nutztierhaltung

3.3 Konsequenzen und Risiken für Tiere

4 | Tierethische Position: Peter Singer

4.1 Ethische Einstellung

4.2 Präferenzutilitarismus und Gleichheit

4.3 Personales und Nichtpersonales Leben

4.4 Konsequenzen für den Umgang mit Tieren

4.5 Kritik

5 | Tierethische Position: Tom Regan

5.1 Ethische Einstellung

5.2 Moral agents und moral patients

5.3 Das Schadensprinzip

5.4 Der inhärente Wert

5.5 Konsequenzen für den Umgang mit Tieren

5.6 Kritik

6 | Tierethische Position: Peter Carruthers

6.1 Ethische Einstellung

6.2 Kontraktualismus

6.3 Das Argument der sozialen Stabilität

6.4 Die Relevanz der Spezieszugehörigkeit

6.5 Konsequenzen für den Umgang mit Tieren

6.6 Kritik

7 | Vergleich der Ansätze

8 | Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den moralischen Status nichtmenschlicher Tiere aus pathozentrischer Sicht, um zu klären, welche Argumente eine moralische Berücksichtigung von Tieren begründen und welche Konsequenzen sich daraus für die Nutztierhaltung und den Fleischkonsum ergeben.

  • Analyse des moralischen Status von Tieren in der zeitgenössischen Philosophie.
  • Kritische Beleuchtung heutiger Nutztierhaltungsformen und ihrer Auswirkungen.
  • Vergleichende Untersuchung der tierethischen Ansätze von Peter Singer, Tom Regan und Peter Carruthers.
  • Bewertung der moralischen Vertretbarkeit der Tiernutzung zu ökonomischen Zwecken.
  • Ableitung von Konsequenzen für den menschlichen Fleischkonsum und gesellschaftliche Praktiken.

Auszug aus dem Buch

4.2 Präferenzutilitarismus und Gleichheit

Singers Präferenzutilitarismus unterscheidet sich vom klassischen Utilitarismus, welcher von Jeremy Bentham und John Stuart Mill entwickelt wurde und von der Vermehrung von Lust und die Verminderung von Leid handelt, unabhängig davon, ob die Beteiligten konkrete Präferenzen dazu haben (vgl. Singer 2013: 41). Präferenzen liegen als „Bedürfnisse, Wünsche und Interessen“ (ebd.: 39) vor. Wie hoch der Nutzen einer Handlung ist, wird im klassischen Utilitarismus an der Gesamtsumme des Glücks gemessen. Das allgemeine Glück setzt sich dabei aus dem Glück einzelner Menschen zusammen. Das empfundene Glück einer Handlung stellt somit den Nutzen einer Handlung dar und ist dabei immer subjektiv. Der klassische lustorientierte Utilitarismus wird von Singer jedoch aufgrund der Einbeziehung subjektiver Empfindungen kritisiert. Mit der Hervorhebung von Präferenzen als Grundlage in allen moralischen Entscheidungen grenzt er sich von diesem ab, da für ihn bei einer Handlungsentscheidung eine weitestgehende Befriedigung der Präferenzen aller Beteiligten entscheidend ist (vgl. ebd.: 40). Der Präferenzutilitarismus verfolgt somit nicht „die Herstellung bestimmter subjektiver Zustände, sondern die Herstellung bestimmter Weltzustände“ (Birnbacher 2011: 101).

Singers Präferenzutilitarismus ist mit dem Prinzip einer Waagschale vergleichbar, da Waagen keine Rücksicht auf die Träger der Interessen nehmen, sondern „die Seite begünstigen, auf der das Interesse stärker ist oder verschiedene Interessen sich zu einem Übergewicht über eine kleinere Anzahl ähnlicher Interessen verbinden“ (ebd.: 53). Bei einer Handlungsentscheidung wird somit eine Abwägung zwischen den eigenen Präferenzen und den von der Entscheidung betroffenen Personen vorgenommen, da alle Präferenzen die gleiche Berücksichtigung verdienen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 | Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des moralischen Status von Tieren ein und stellt die Forschungsfragen sowie den methodischen Aufbau der Arbeit vor.

2 | Definitionen: Hier werden die zentralen Fachbegriffe Tierethik, moralischer Status und Tierrechte definiert, um das theoretische Fundament für die folgenden Analysen zu schaffen.

3 | Gegenwärtige Praktiken der Tiernutzung: Dieses Kapitel beleuchtet kritisch die industriellen Bedingungen der Schlachtung und Haltung von Mastschweinen, Hühnern und Rindern sowie deren psychische und physische Folgen.

4 | Tierethische Position: Peter Singer: Singer wird als Vertreter des Präferenzutilitarismus vorgestellt, der Interessen als Grundlage für moralische Berücksichtigung sieht und zwischen personalen und nichtpersonalen Wesen unterscheidet.

5 | Tierethische Position: Tom Regan: Regan wird als Schlüsselfigur der Tierrechtsdebatte erläutert, der Tiere als empfindende Subjekte eines Lebens mit inhärentem Wert betrachtet, denen moralische Rechte zukommen.

6 | Tierethische Position: Peter Carruthers: Dieser Abschnitt beschreibt Carruthers' kontraktualistischen Ansatz, der Tiere aufgrund fehlender Rationalität aus der moralischen Gemeinschaft ausschließt, jedoch indirekte Pflichten zum Schutz der Tiere fordert.

7 | Vergleich der Ansätze: Die drei behandelten Positionen werden einander gegenübergestellt, um ihre Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Empfindungsfähigkeit und ihre Differenzen bezüglich der Schlussfolgerungen herauszuarbeiten.

8 | Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die moralische Vertretbarkeit aktueller Tiernutzungspraktiken sowie die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens.

Schlüsselwörter

Tierethik, moralischer Status, Tierrechte, Nutztierhaltung, Präferenzutilitarismus, Peter Singer, Tom Regan, Peter Carruthers, kontraktualistische Theorie, Speziesismus, inhärenter Wert, empfindungsfähige Wesen, Fleischkonsum, Tierschutzgesetz, Schlachtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der moralischen Bewertung des Verhältnisses zwischen Menschen und Tieren, insbesondere im Kontext von Nutztierhaltung und ökonomischer Verwertung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die theoretische Begründung eines moralischen Status für Tiere sowie die ethische Analyse industrieller Tiernutzung aus Sicht verschiedener philosophischer Strömungen.

Welches primäre Ziel oder welche Forschungsfrage verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit die heutige Nutzung von Tieren zu Nahrungszwecken moralisch vertretbar ist, basierend auf den Theorien von Singer, Regan und Carruthers.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Arbeit, die auf Literaturanalyse basiert, um moraltheoretische Prinzipien zu erfassen und diese auf die moderne Nutztierhaltung anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der industriellen Tiernutzung sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Ethikkonzepten von Peter Singer, Tom Regan und Peter Carruthers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Tierethik, moralischer Status, Präferenzutilitarismus, kontraktualistischer Ansatz, inhärenter Wert und Speziesismus.

Wie unterscheidet sich Singers Position von der Regans bei der Rechtfertigung von Tiernutzung?

Während Singer (als Präferenzutilitarist) die Nutzungsfrage von Konsequenzen und Interessenabwägungen abhängig macht, lehnt Regan (als Tierrechtsvertreter) jegliche Nutzung von Tieren aufgrund ihres inhärenten Wertes kategorisch ab.

Warum spielt die Spezieszugehörigkeit bei Peter Carruthers eine so entscheidende Rolle?

Carruthers argumentiert, dass rationale Akteure und das soziale Stabilitätsargument menschliche Gemeinschaften begründen, wobei Tiere aufgrund fehlender Rationalität und fehlender emotionaler Bindungen ausgeschlossen werden.

Welche Rolle spielt die Empfindungsfähigkeit in den verschiedenen untersuchten Theorien?

Sie gilt bei Singer und Regan als notwendige Voraussetzung für moralische Berücksichtigung, während sie bei Carruthers die moralische Inklusionsfrage nicht direkt entscheidet.

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Résumé des informations

Titre
Der moralische Status nichtmenschlicher Tiere in der philosophischen Diskussion
Université
University of Flensburg  (Interdisziplinäres Institut für Umwelt-, Sozial- und Humanwissenschaften)
Note
1,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
43
N° de catalogue
V1328823
ISBN (PDF)
9783346816115
ISBN (Livre)
9783346816122
Langue
allemand
mots-clé
Ethik Massentierhaltung Fleischkonsum Vegan Vegetarisch Tom Regan Peter Singer
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2021, Der moralische Status nichtmenschlicher Tiere in der philosophischen Diskussion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1328823
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Extrait de  43  pages
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