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Königliche Landfriedenspolitik und ständische Einungen unter König Wenzel

Título: Königliche Landfriedenspolitik und ständische Einungen unter König Wenzel

Trabajo Escrito , 2019 , 24 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Alexander Helmut Schweda (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Landfriedenspolitik sowie mit den ständischen Einungen unter König Wenzel von seiner Amtseinführung 1378 bis zu seiner Absetzung im Jahr 1400. Das Wirken König Wenzels kann nur verbunden mit der Vorgeschichte betrachtet und bewertet werden, weswegen zu Beginn dieser Abhandlung eine zeitliche sowie thematische Einordnung stattfindet. Im Anschluss folgt eine Betrachtung der Herrschaft von König Wenzel und seinen Bemühungen im Heiligen Römischen Reich den Landfrieden herzustellen. Dabei wird herausgestellt, welche Bedeutung den Städtebünden im Kontext der königlichen Landfriedenspolitik zukommt. Besondere Aufmerksamkeit wird in diesem Zusammenhang vor allem dem Nürnberger Landfriedensentwurf, der Heidelberger Stallung, der Mergentheimer Stallung, dem ab 1387 losbrechenden Städtekrieg und dem von Wenzel eingesetzten Egerer Landfrieden geschenkt. Da der Landfrieden zu Eger mit seinen Bestimmungen den Abschluss dieser Arbeit darstellt und dieser den süddeutschen Raum und Teile des Rheinlandes betraf, werden die königlichen Landfriedensbemühungen in anderen Teilen des Reiches nicht weiter thematisiert.

Die Arbeit stützt sich auf das von Heinz Angermeier verfasste Werk „Königtum und Landfriede“. Im Zuge der Auseinandersetzung mit Angermeiers Analyse findet auch an geeigneter Stelle eine kritische Reflektion seiner Thesen unter Zuhilfenahme neuerer Literatur statt. In einem abschließenden Fazit werden die Kernaussagen dieser Arbeit zusammengefasst und das Handeln Wenzels vor dem Hintergrund der Ausgangssituation bewertet und die Nachwirkungen seiner Amtszeit aufgezeigt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Landfriedens- und Städtebundpolitik unter Karl IV. – Weichenstellungen für Wenzels Herrschaft

2.1. Zum Verhältnis zwischen König, Ständen und Städtebünden

3. Wenzels Herrschaft, 1378 – 1400

3.1. Nürnberger Landfriedensentwurf, 1383

3.2. Städtekrieg, 1387 – 1389

3.3. Egerer Landfrieden, 1389

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Landfriedenspolitik und die ständischen Einungen unter König Wenzel von seiner Amtseinführung 1378 bis zu seiner Absetzung im Jahr 1400. Ziel ist es, Wenzels Herrschaft vor dem Hintergrund der durch seinen Vorgänger Karl IV. geprägten Ausgangslage zu bewerten, die Rolle der Städtebünde zu analysieren und die Entwicklung von einer königlichen Landfriedenshoheit hin zu dezentralen, ständischen Einungen nachzuvollziehen.

  • Analyse der königlichen Landfriedensbemühungen unter Wenzel
  • Untersuchung des Spannungsverhältnisses zwischen Städten, Fürsten und Krone
  • Diskussion der Bedeutung des Nürnberger Landfriedensentwurfs und des Egerer Landfriedens
  • Betrachtung der institutionellen Entwicklungen und deren Einfluss auf die spätere Reichsreformdebatte

Auszug aus dem Buch

Nürnberger Landfriedensentwurf

Tatsächlich war Wenzel an einer Entschärfung des Konflikts interessiert, da die Reichsstädte als bedeutende Einnahmequelle für sein Königsamt nach der Verpfändungspolitik wichtiger denn je geworden waren und der Konflikt das Reich in seiner Gesamtheit doch sehr belastete. Die Debatte, die 1383 im (gescheiterten) Nürnberger Landfriedensentwurf endete, begann bereits auf dem Frankfurter Reichstag 1381. Wenzel legte einen fürstenfreundlichen Landfriedensentwurf vor, der die Teilnehmer auf Papst Urban VI. festlegte und eine Neugliederung der Landfriedensgebiete beinhaltete. Die eigentliche Besonderheit fand sich aber in einer weitest gehenden Negierung königlicher Einflussmöglichkeiten nach dem Abschluss des Landfriedens. So wurde die Exekution des Landfriedens und das Gericht völlig den Teilnehmern überlassen; Wenzel verzichtete sogar auf die Ernennung des Landfriedenshauptmanns und auf die Einsetzung eines Schiedsgerichts.

Wenzel beabsichtigte die Auflösung der Städtebünde und die Beendung der Spannungen zwischen Städten und Fürsten. Der Entwurf, der auf dem Nürnberger Reichstag im September 1383 verhandelt wurde, verlangte als Bedingung für die Mitgliedschaft im königlichen Landfrieden die Auflösung aller Bündnisse, die nicht durch den König bestätigt worden waren. In der Folge traten nur Fürsten und Herren dem Bund bei, die Städte lehnten Wenzels Vorschlag ab und hielten ihre Bündnisse aufrecht. Der „Nürnberger Herrenbund“ war geboren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema, die Forschungsziele sowie das methodische Vorgehen dar und definiert zentrale Begriffe wie Fehde, Landfrieden und Einung.

2. Landfriedens- und Städtebundpolitik unter Karl IV. – Weichenstellungen für Wenzels Herrschaft: Das Kapitel beleuchtet die Politik Karls IV. sowie das komplexe Verhältnis zwischen dem Königtum und den aufstrebenden Städten als Grundlage für die nachfolgende Regierungszeit Wenzels.

2.1. Zum Verhältnis zwischen König, Ständen und Städtebünden: Hier wird die rechtliche und machtpolitische Debatte um die Stellung der Städte im Reichsgefüge sowie die ambivalente Haltung des Königs zu städtischen Bündnissen erörtert.

3. Wenzels Herrschaft, 1378 – 1400: Dieser Abschnitt analysiert die spezifischen Entwicklungen unter der Herrschaft Wenzels, wobei besonders auf die finanziellen Nöte und die Versuche zur Institutionalisierung des Friedens eingegangen wird.

3.1. Nürnberger Landfriedensentwurf, 1383: Es wird der Versuch Wenzels dargelegt, mittels eines fürstenfreundlichen Entwurfs landfriedensrechtliche Spannungen abzubauen, was jedoch zur Polarisierung in Form des Nürnberger Herrenbundes führte.

3.2. Städtekrieg, 1387 – 1389: Dieses Kapitel behandelt den Ausbruch und Verlauf des Städtekrieges sowie die kriegerischen Niederlagen der Städte, die zu einer Schwächung deren Machtstellung führten.

3.3. Egerer Landfrieden, 1389: Es werden die Bestimmungen, die historische Bewertung und die Auswirkungen des Egerer Landfriedens auf die königliche Friedenshoheit untersucht.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet Wenzels Landfriedenspolitik im Hinblick auf deren institutionellen Beitrag zur Reichsreformdebatte.

Schlüsselwörter

König Wenzel, Landfrieden, Städtebund, Reichspolitik, Einung, Fehde, Nürnberger Landfriedensentwurf, Egerer Landfrieden, Stände, Reichsverfassung, Landfriedenshoheit, Spätmittelalter, Städtekrieg, Reichsreform, Heidelberger Stallung

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Landfriedenspolitik und den ständischen Einungen unter König Wenzel im Zeitraum von 1378 bis 1400.

Welche Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen das Spannungsverhältnis zwischen dem römisch-deutschen Königtum, den Fürsten und den erstarkenden Städten sowie die Entwicklung rechtlicher Rahmenbedingungen für Friedensordnungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Es soll analysiert werden, wie Wenzel auf die Ausgangslage seines Vaters Karl IV. reagierte und welche Auswirkungen seine Politik auf die Stabilität des Reiches sowie die Machtstellung der Städte hatte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Quellen und greift auf die Fachliteratur (insbes. Heinz Angermeier) zurück, um eine kritische Reflektion der landfriedensrechtlichen Entwicklungen vorzunehmen.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch und inhaltlich die Stadien der Landfriedenspolitik unter Wenzel, insbesondere den Nürnberger Landfriedentwurf, den Städtekrieg und den Egerer Landfrieden.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Begriffe sind Landfrieden, Einung, Städtebund, Fehde und das Verhältnis zwischen ständischen Interessen und königlicher Autorität.

Wie bewertet der Autor Wenzels Verzicht auf königliche Machtbefugnisse?

Der Autor interpretiert diesen Verzicht als pragmatische Reaktion auf die politische Ausgangslage, die jedoch zur Institutionalisierung von Regionalvorgängen beitrug und somit den Weg zur späteren Reichsreform ebnete.

Welche Rolle spielte der Egerer Landfrieden von 1389?

Er wird als Höhepunkt der Landfriedenspolitik Wenzels angesehen, der versuchte, ständische und adlige Bünde zu überwinden, indem er Aufgaben an lokale Kommissionen und Obmänner delegierte.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Königliche Landfriedenspolitik und ständische Einungen unter König Wenzel
Universidad
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Curso
Königliche und landesfürstliche Regierung im Deutschen Reich des 14. Jahrhunderts im Vergleich
Calificación
2,0
Autor
Alexander Helmut Schweda (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
24
No. de catálogo
V1329322
ISBN (PDF)
9783346826589
ISBN (Libro)
9783346826596
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mittelalter Landfrieden Einungen Spätmittelalter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alexander Helmut Schweda (Autor), 2019, Königliche Landfriedenspolitik und ständische Einungen unter König Wenzel, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1329322
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