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Gewaltspiele im öffentlichen Diskurs

Eine diskursanalytische Untersuchung

Titre: Gewaltspiele im öffentlichen Diskurs

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 49 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Manfred Schoberth (Auteur), Michael Hagl (Auteur)

Sociologie - Divers
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Seit den Amokläufen von Emsdetten und Winnenden ist in Deutschland eine nie dagewesene Debatte um und über gewalthaltige Computerspiele entfacht, die schließlich zur Beschränkung der rechtsstaatlichen Verfugnisse jugendlicher und volljähriger Spieler führen sollte. In dieser Arbeit werden die Grundstrukturen jenes Diskurses um die durch Politik und Medien ins Leben gerufenen "Killerspiele" analysiert, und daraus Rückschlüsse auf Funktionsweise und gesamtgesellschaftliches Zusammenwirken von massenmedialer Repräsentation und Gesetzgebung gewonnen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Diskursanalytische Vorgehensweise

2.1 Der Diskurs in der Sozialforschung

2.2 Ansätze der Diskursforschung

2.3 Der Datenkorpus

2.4 Computergestützte Verfahren der Datenanalyse

3 Auswertung

3.1 Kontra-Positionen

3.2 Differenzierende Positionen

3.3 Zusammenfassung und Interpretation

4 Schlussbetrachtung

5 Quellenverzeichnis

6 Anhang: Datenmaterial

6.1 (www: 1) Killerspiele verbieten - Das ist der falsche Reflex

6.2 (www: 2) Eine Frage der Moral

6.3 (www: 3) Wer aggressiv ist, spielt mehr

6.4 (www: 4) Interview mit Dr. Peter Vorderer

6.5 (www: 5) Expertenstreit um Killerspiele?

Zielsetzung & Themen der Untersuchung

Die vorliegende Arbeit untersucht den öffentlichen Diskurs über Gewalt in und durch Computerspiele, wobei nicht die moralische Bewertung der Spiele im Fokus steht, sondern die soziologische Analyse, wie dieser Diskurs strukturiert ist und welche gesellschaftlichen Funktionen er erfüllt.

  • Strukturanalyse des öffentlichen Diskurses über „Killerspiele“
  • Untersuchung von Kontra-Positionen und differenzierenden Expertenmeinungen
  • Einsatz computergestützter qualitativer Sozialforschung (MaxQDA)
  • Rekonstruktion von Deutungsmustern und Machtstrukturen im Diskurs
  • Reflexion des Einflusses von Politik, Medien und Wissenschaft auf die öffentliche Meinung

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Diskurs in der Sozialforschung

In seiner sozialen Praxis ist der Diskurs „[...] zum einen Gegenstand von Konflikten, weil in und mit Diskursen Deutungsvorgaben für politische und soziale Ereignis- und Handlungszusammenhänge produziert werden, die darüber entscheiden, wie diese Ereignis- und Handlungszusammenhänge wahrgenommen und bewertet werden. Diese Deutungsvorgaben sind umstritten, weil sie das Richtige vom Falschen, das Gute vom Bösen, das Angemessene vom Unangemessenen oder das Normale vom Abweichenden trennen und damit soziales und politisches Handeln legitimieren.“ (Schwab-Trapp 2001, S. 263)

Der Diskurs wird umso notwendiger, je mehr Wissensanschauungen und Wissensvorräte von Individuen oder Interessengruppen miteinander konkurrieren, und je differenzierter diese ausgeprägt sind, „[...] weil nur dort, wo konkurrierende Ansprüche auf Definitionsmacht erhoben werden, diskursive Prozesse vorangetrieben werden. Wo jedermann davon überzeugt ist, dass weiß weiß und schwarz schwarz ist und auf der Grundlage dieser Überzeugung handelt, braucht niemand mehr sagen, dass weiß weiß und schwarz schwarz ist. Der Diskurs bestünde in diesem Fall aus einem verbindlichen und 'geheiligten' Text, der allenfalls kommentarlos weitergeschrieben würde. (Schwab-Trapp 2001, S. 263f)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Brisanz der Thematik vor dem Hintergrund realer Amokläufe und der damit verbundenen medialen sowie politischen Debatte um gewalthaltige Computerspiele.

2 Die Diskursanalytische Vorgehensweise: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Diskursanalyse und beschreibt das gewählte methodische Vorgehen sowie die Auswahl des Datenkorpus.

3 Auswertung: Hier werden die identifizierten Diskursstränge und Positionen – von strikten Verbotspositionen bis hin zu differenzierten Ansätzen – detailliert analysiert und interpretiert.

4 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die Rolle von Computerspielen in der modernen Gesellschaft und hinterfragt die Legitimität staatlicher Eingriffe.

5 Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten theoretischen Literatur und der herangezogenen Internetquellen.

6 Anhang: Datenmaterial: Dokumentation der primären Quellentexte aus Interviews und Medienartikeln, die der Diskursanalyse zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Diskursanalyse, Killerspiele, Computerspiele, Gewalt, Sozialforschung, Medienwirkung, MaxQDA, Diskurs, politische Legitimation, Expertenstreit, Amoklauf, Jugendkultur, Medienkompetenz, Deutungsmuster, Machtstrukturen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den öffentlichen Diskurs, der sich in Deutschland um gewalthaltige Computerspiele („Killerspiele“) entwickelt hat, insbesondere nach medialen Ereignissen wie Amokläufen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Thematisiert werden die Argumentationsstrukturen von Politikern, Medienvertretern, Spielern und Wissenschaftlern hinsichtlich der Wirkung von Gewaltspielen auf den Menschen und die Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die diskursiven Mechanismen und Deutungsmuster aufzuzeigen, mit denen die Teilnehmer ihre jeweiligen Positionen legitimieren, ohne die Spiele selbst moralisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen eine diskursanalytische Vorgehensweise, unterstützt durch die qualitative Analyse-Software MaxQDA, um die Texte und Experteninterviews systematisch zu kategorisieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert gegensätzliche Positionen (Kontra-Positionen vs. differenzierende Positionen) und untersucht, wie Experten und politische Akteure den Diskurs beeinflussen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Diskursanalyse, Gewalt in Computerspielen, Machtstrukturen, Deutungsmuster und Medienkompetenz.

Welche Rolle spielt die Software MaxQDA in der Arbeit?

MaxQDA dient als Werkzeug zur effizienten Verwaltung, Codierung und Strukturierung des umfangreichen Datenmaterials, um diskursive Zusammenhänge sichtbar zu machen.

Wie bewerten die Autoren die Rolle von Günter Beckstein?

Beckstein wird als Beispiel für einen Akteur analysiert, der seine politische Position nutzt, um den Diskurs durch Polemik und Expertenverweise in Richtung eines Verbots zu lenken.

Wie unterscheidet sich die Position von Dr. Peter Vorderer?

Vorderer argumentiert differenziert aus wissenschaftlicher Sicht und weist auf das Fehlen eindeutiger langfristiger Beweise für eine monokausale Wirkung von Computerspielen auf Gewalt aus.

Was ist die Kernbotschaft der Schlussbetrachtung?

Die Autoren betonen, dass der öffentliche Diskurs oft von moralischen Werturteilen und politischem Machtstreben geprägt ist, während eine differenzierte wissenschaftliche Auseinandersetzung häufig in den Hintergrund tritt.

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Résumé des informations

Titre
Gewaltspiele im öffentlichen Diskurs
Sous-titre
Eine diskursanalytische Untersuchung
Université
LMU Munich  (Institut für Soziologie)
Cours
Computergestützte Verfahren der qualitativen Sozialforschung
Note
1,7
Auteurs
Manfred Schoberth (Auteur), Michael Hagl (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
49
N° de catalogue
V133044
ISBN (ebook)
9783640395347
Langue
allemand
mots-clé
Killerspiele Amoklauf Emsdetten Diskursanalyse Rechtsstaat Verbot labile Persönlichkeiten Spieler Gamer Sozialforschung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Manfred Schoberth (Auteur), Michael Hagl (Auteur), 2008, Gewaltspiele im öffentlichen Diskurs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133044
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Extrait de  49  pages
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