Businessplan: Infotainment im Wartezimmer

Individuelle Lösungen für Patienteninformationssysteme


Studienarbeit, 2009

70 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Executive Summary

2. Unternehmenskonzept & Geschaftsmodell
2.1. Firmenprofil
2.2. Geschaftszweck
2.3. Leistungsinhalt & Leistungsanspruch
2.3.1. Software
2.3.2. Hardware
2.3.3. Service

3. Unternehmensstruktur & Leistungserstellung
3.1. Unternehmen
3.1.1. Unternehmensmission & Unternehmensvision
3.1.2. Aufbauorganisation
3.1.3. Ablauforganisation
3.2. Standortwahl
3.3. Personal

4. Markt & Wettbewerb
4.1. Marktsituation und Marktprognose
4.2. Wettbewerbsanalyse
4.3. Marktpositionierung
4.4. Kundenpotentialanalyse

5. Marketing & Vertrieb
5.1. Product
5.2. Pricing
5.3. Placement
5.4. Promotion

6. Absatzprognose & Umsatzplanung
6.1. Absatz
6.2. Umsatz

7. Kostenplanung & Kostenrechnung

8. Kalkulation & Preisfindung
8.1. Preisfindung
8.2. Break-Even-Point-Analyse

9. Finanz- und Kapitalbedarfsplanung

10. Gewinn - und Verlustrechnung

11. Liquiditatsplanung

12. Chancen & Risiken

13.Anhang

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung 1: Saulen des Geschaftsmodells

Abbildung 2: Phasen der Geschaftsentwicklung

Abbildung 3: Unternehmensvision

Abbildung 4: Organigramm

Abbildung 5: Bedeutung von Praxismarketing

Abbildung 6: Anteil der Arztgruppen an privatarztlichen Leistungen

Abbildung 7: Umsatz kummuliertje Quartal

Abbildung 8: Umsatz je Produkt und Quartal

TABELLENVERZEICHNIS

Tabelle 1: Standortfaktorenanalys

Tabelle 2: Monatliches Gehalt Mitarbeiter

Tabelle 3: Ermittlung des monatl. Geschaftsführerlohns

Tabelle 4: Starken-/Schwachenanalyse der Wettbewerber

Tabelle 5: Arztpraxen in OWL

Tabelle 6: Produktportfolio

Tabelle 7: Kalkulationspreise

Tabelle 8: Absatzprognose kummuliert auf Monatsbasis

Tabelle 9: Absatzprognose kummuliert auf Quartalsbasis

Tabelle 10: Umsatz kummuliert auf Monatsbasis

Tabelle 11: Umsatz kummuliert auf Quartalsbasis

Tabelle 12: Leasingkosten Hardware

Tabelle 13: Kosten gesamt

Tabelle 14: Kosten 2009

Tabelle 15: Kosten 2010

Tabelle 16: Kosten 2011

Tabelle 17: Marktpreismatrix

Tabelle 18: Kostenpreise

Tabelle 19: Verkaufspreise

Tabelle 20: Kosten-Erlös-Vergleich

Tabelle 21: Investitionskosten

Tabelle 22: Kreditkonditionen

Tabelle 23: Tilgungsplan

Tabelle 24: GuV 1. Geschaftsjahr

Tabelle 25: GuV 2. Geschaftsjahr

Tabelle 26: GuV 3. Geschaftsjahr

Tabelle 27: Kennzahlen

Tabelle 28: Liquiditatsvorschau 1. Geschaftsjahr

Tabelle 29: Liquiditatsvorschau 2. Geschaftsjahr

Tabelle 30: Liquiditatsvorschau 3 Geschaftsjahr

Tabelle 31: Stellenprofil IT

Tabelle 32: Stellenprofil Content

Tabelle 33: Stellenprofil Technik

1. EXECUTIVE SUMMARY

Die PRAXIS-CI GMBH in Bielefeld ist Anbieter von digitalen Patienteninformationssystemen für Gesundheitseinrichtungen der ambulanten Versorgung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Geschaftsfeld

Als Arzt müssen Sie die Hemmung verlieren, mit Patienten über Geld zu reden. Weg vom Helfersyndrom hin zum Verkaufer."[1] Vorbei sind die Zeiten, in denen ausschlieBlich der Patient eine Behandlung nach- fragt. „Arzte konkurrieren um Selbstzahler und so halt Wettbewerb Einzug in die Arztpraxen. War noch vor wenigen Jahren der Begriff „Werbung" für Praxen tabu, haben sich die Zeiten geandert - nicht zu- letzt durch die mittlerweile anerkannte Differenzierung zwischen re- klamehafter Anpreisung und sinnvoller Patienteninformation"[2] - getreu dem Slogan von Praxis-CI\ Eindruck ohne Nachdruck!

Leistung

Mit der Produktserie Wartezimmerwelt bietet Praxis-CI Individual- lösungen für die gezielte Vermarktung von Selbstzahlerleistungen, die inzwischen integraler Bestandteil der Existenzsicherung für die Mehr- zahl aller niedergelassenen Arzte sind. Das Leistungspaket besteht aus einer Fernsehprogrammschleife mit Kurzbeitragen, die den Patienten über das Tagesgeschehen und die Praxis sowie deren Selbstzahlerleis­tungen informiert und durch Kurzfilme aus den Bereichen Reise, Kultur oder Veranstaltungen die gefühlte Wartezeit reduziert. Für eine profes- sionelle Visualisierung sorgen entsprechende LCD-TV-Gerate.

Kundennutzen

Somit erfolgt die Erstansprache des Patienten fachlich-qualitativ und zudem patientengerecht - ohne penetrante Dauerwerbung. Der Arzt profitiert nicht nur von den Mehrerlösen aus den Selbstzahlerleis­tungen, sondern ebenfalls von einem Zeitgewinn dadurch, dass ihm die fortwahrende Predigt der Sprechzeiten, Notdienste und Behandlungs- leistungen seiner Praxis erspart bleibt. Alle Inhalte werden individuell auf die Praxis abgestimmt. Es gilt das „rundum-sorglos-Prinzip" - der Kunde wünscht und Praxis-CI erfüllt und das ohne Mindestvertrags- laufzeit.

Zielgruppe

Angesprochen werden zunachst die Arztgruppen mit dem höchsten Selbstzahlerleistungsanteil - Hausarzte, Frauenarzte und Augenarzte. Sukzessive wird der Zielkundenkreis um weitere Fachdisziplinen erwei- tert und von Bielefeld aufden GroBraum OWL ausgedehnt.

Zielmarkt

Praxismarketing in Form von digitalen Informationssystemen als Teil- bereich des e-Health-Marktes zahlt zu den am rasantesten wachsenden Wirtschaftszweigen in Deutschland. Lagen die Gesamtausgaben für e-Health vor einigen Jahren noch um etwa 200 Millionen €, so sind es inzwischen deutlich über 1 Milliarde €[3]. Dieser Trend spiegelt sich auch in den Arztpraxen wieder. Immer mehr Arzte geben an, künftig mehr in WerbemaBnahmen zu investieren.

Geschaftsziele

Praxis-CI möchte mit seinem Produktportfolio die Marktführerschaft im GroBraum Ostwestfalen-Lippe übernehmen. Das Geschaft ist auf konti- nuierliches Wachstum ausgerichtet. Mit der Erweiterung der Zielgruppe ist auch eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl im Anschluss an die Plan­periode von 36 Monaten vorgesehen. Ziel ist es, etwa zur Halfte des Planungszeitraumes die Gewinnschwelle zu passieren. Nach Amortisa­tion der Investitionskosten und des Fixkostenanteils sind die Weichen für eine nachhaltige Gewinnerwirtschaftung gestellt. Dieses ehrgeizige Ziel kann nur erreicht werden, wenn es gelingt, monatlich mindestens vier Neukunden zu gewinnen. Der Umsatz sollte gleichzeitig quartals- weise um 10-15 % steigen.

Chancen

Das Geschaftskonzept verspricht deshalb Erfolg, weil sich Praxis-CI in einem Markt mit enormem Wachstumspotential bewegt. Viele Leis-tungserbringer im Gesundheitswesen erkennen inzwischen die Bedeu- tung von MarketingmaBnahmen und sind bereit, eigens dafür ein Wer- bebudget einzurichten. Auf dem Gebiet des Dienstleistungsmarketings sind Kundennahe und Servicequalitat essentielle Erfolgsfaktoren. Praxis-CI kombiniert eine individuelle, auf Kundenbedürfnisse ausge- richtete Konzeption mit einem HöchstmaB an Service.

Risiken

Es bleibt abzuwarten, ob Praxis-CI sich gegen die überregional agie-renden Mitbewerber durchsetzen und bei den niedergelassenen Arzten der Region etablieren kann. Bereits innerhalb kurzer Zeit wird sich zei- gen, ob der gebotene Service den Verzicht auf eine Mindestvertrags- laufzeit legitimiert.

2. Unternehmenskonzept & Geschaftsmodell

2.1. Firmenprofil

Die Praxis-CorporateIdentity GmbH - kurz Praxis-CI - mit Sitz in Bielefeld ist Anbieter von individuellen Lösungen für digitale Patienteninformationssysteme in der Arztpraxis und agiert somit auf dem Wachstumsmarkt des Praxismarketings Der Leistungsfokus liegt auf der Erstellung eines kundenspezifischen Marketing- konzepts für Selbstzahlerleistungen, die niedergelassene Arzte ihren Patienten an- bieten.

2.2. Geschaftszweck

Die so genannten „individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL)" sind nicht Bestand­teil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherungen - müssen folg- lich von den Patienten selbst getragen werden. Für Arzte stellt diese Art von Be- handlungsleistungen aber eine attraktive Einnahmequelle dar. Denn infolge konti- nuierlich zunehmender Budgetierung und daraus resultierenden HonorareinbuBen sind die Arzte mehr denn je darauf angewiesen Zusatzeinkünfte aus IGeL zu gene- rieren.

Genau hier setzt das Konzept von Praxis-CI an! Mit „Wartezimmerwelt" hat sich Praxis-CI zum Ziel gesetzt, seinen Kunden eine individuelle, exakt auf das Leis- tungsangebot der jeweiligen Praxis abgestimmte Werbestrategie als eine Art „Wartezimmerfernsehen" anzubieten. Die von uns zur Verfügung gestellte Soft­ware liefert - ahnlich einem Fernsehsender - einen Themenmix von Patientenin- formationen in Form von kurzen Filmsequenzen. Zusammen mit der Hardware werden die Inhalte optimal transportiert und professionell dargestellt. Dazu wer­den den Kunden Komplettpakete bestehend aus einem Marken-LCD-TV und einem Nettop angeboten.

Praxis-CI stöBt mit seinem Angebot auf einen noch sehr jungen, wachstumsstar- ken Markt vor. Für eine rasant steigende Anzahl von Arzten wird das Praxismarke­ting zum unverzichtbaren Bestandteil des Tagesgeschafts.

2.3. Leistungsinhalt & Leistungsanspruch

Behandlungsleistungen werden von Patiënten nachgefragt, so ein entsprechendes Bedürfnis vorliegt. IGeL müssen zunachst kommuniziert werden, bevor sie nach­gefragt werden können. Der Arzt möchte aber nicht die Rolle eines Verkaufers ein- nehmen, sondern sich vielmehr auf sein Kerngeschaft - namlich die Behandlung von Patienten - konzentrieren. Praxis-CI sorgt dafür, dass nicht der Arzt um Nach- frage, sondern der Patient um seine Leistung wirbt!

Von dem WARTEZiMMERWELT-Konzept profitieren alle Beteiligten - sowohl der Leis- tungserbringer als auch der Leistungsempfanger. Mithilfe von Wartezimmerwelt steigert der Arzt den Absatz von IGeL und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Existenzsicherung sowie zur Optimierung der Wirtschaftlichkeit seiner Praxis. Darüber hinaus erhalt er eine Plattform zur Selbstdarstellung und Kommu- nikation von wichtigen Informationen, was auf der einen Seite die Möglichkeit er- weitert, das Vertrauensverhaltnis zwischen Arzt und Patient weiter zu intensivieren und auf der anderen Seite mit einer immensen Zeitersparnis verbunden ist, wenn der Patient bereits mit allgemeinen Informationen ausgestattet dem Arzt gegenü- bertritt. Der Patient seinerseits heiBt jede Ablenkung wahrend seines Aufenthaltes im Wartezimmer herzlich willkommen. Dabei legt Praxis-CI Wert drauf, dass sich der Patient durch Wartezimmerwelt nicht gestört oder durch Werbung penetriert fühlt. Deshalb erfolgt die Prasentation der Themenbeitrage überwiegend visuell - ohne Ton - und die Programmschleife ist völlig werbefrei. Stets getreu dem Motto „Eindruck ohne Nachdruck"!

2.3.1.Software

Infotainment lautet das Schlagwort für das persönliche Wartezimmerfernsehen von Praxis-CI, das auf drei verschiedene Informationskanale setzt. Die Patienten wer­den über das Tagesgeschehen informiert, durch kurze Beitrage mit Unterhal- tungswert aufgelockert und ihnen werden die von der Praxis angebotenen IGeL vorgestellt sowie ihre medizinischen Hintergründe in verstandlicher Weise darge- stellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Saulen des Geschaftsmodells

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Einmal eingerichtet, müssen sich die Kunden um nichts mehr mühen! Sie wahlen aus dem bereits bestehenden Themenportfolio an IGeL-Beitragen entsprechend den von ihm angebotenen Leistungen. Die Themenbeitrage werden vom PRAXis-Ci-Fachpersonal indi- viduell auf die jeweilige Arztpraxis abgestimmt bzw. völlig neu konzipiert. Noch nicht vorhandene Beitrage werden kostenlos nachproduziert.

Die Nachrichten- und Unterhaltungsbeitrage werden in Form von RSS-Feeds[4] als Pod­casts[5] oder Newsfeeds[6] in die Software integriert. GroBe Zeitungen, Magazine, Fernseh- sender, Rundfunkanstalten und Nachrichtenagenturen stellen diese Feeds kostenfrei zur Nutzung auf ihren Websites zur Verfügung. Somit kann PRAXis-CI seinen Kunden jeder- zeit via Internet aktuelle Informationen liefern und aus einem Pool von Anbietern wahlen - von der FAZ und dem Spiegel über NDR bis hin zu n.tv und Discovery Channel.

Samtliche IGeL-Beitrage werden als Prasentation oder 3D-Animation erstellt. Auf diese Weise werden dem Patienten die angebotenen Leistungen anschaulich und verstandlich kommuniziert. Für die Integration der verschiedenen Inhalte sorgt ein Content- Management-System[7], das gleichzeitig als Plattform der WARTEZiMMERWELT-Software fun- giert. Hierüber werden alle Inhalte miteinanderverknüpft und standig aktualisiert.

2.3.2. Hardware

Um Wartezimmerwelt auch angemessen in Szene zu setzen, bietet PRAXis-Ci ein Komp- letthardwarepaket an. Darin enthalten sind ein High-End-LCD-TV und eine platzsparen- de, flüsterleise Rechnereinheit, auf der die Software installiert wird. Ideal auf jedes War- tezimmer zugeschnitten, verfügt das Produktportfolio über LCD-Gerate in allen GröBen- ordnungen. Um dem Wartezimmer auch optisch zu mehr Glanz zu verhelfen, wird be­sonderen Wert auf designvolle Gerate gelegt.

Es kann jedoch auch auf eigene, bereits bestehende Infrastruktur zurückgegriffen wer­den. In diesem Fall liefert Praxis-CI nur die Software und steht mit seinen Serviceleis- tungen zur Verfügung. Auf Wunsch wird auch ein Internetanschluss eingerichtet[8], der für die mehrmals taglich online aktualisierten Nachrichten benötigt wird.

2.3.3. Service

Unser Anliegen ist es für vollste Zufriedenheit zu garantieren. Weil nicht nur wir von un- serem Konzept überzeugt sind, sondern auch davon ausgehen, dass dieses auch unsere Kunden überzeugen wird, besteht keine Mindestvertragslaufzeit. Die Kündigung kann jederzeit zum Monatsende ohne Angabe von Gründen erfolgen. Volle 100 % Leistung, 0 % Risiko!

Kundennahe und Flexibilitat werden bei uns groB geschrieben! Die Inhalte zu den IGeL- Beitragen werden in Kooperation mit unseren Kunden festgelegt und entwickelt. Es ist jederzeit möglich neue Inhalte zu produzieren und das bestehende Leistungsportfolio anzupassen.

Unsere Kunden wünschen - Praxis-CI erfüllt! Von derAuftragsbestatigung an übernimmt Praxis-CI den Hardwareeinkauf, die Installation und Einrichtung vor Ort sowie wie den fortwahrenden technischen Support.

Die Vorteile von Praxis-CI auf einen Bliek ...

-praxisindividuell abgestimmte Inhalte - sie wünsehen wir bieten!
-„rundum-sorglos-Serviee" - Installation, Betreuung, Reparatur!
-ein Mehr an Praxisattraktivitat dureh designvolle TV-Gerate!
-Zufriedenheitsgarantie - jederzeit kündbar!
-fürjede PraxisgröBe das riehtige Konzept
-lautlos - stört nieht, sondern fesselt!
-komplett werbefrei!

3. Unternehmensstruktur & Leistungserstellung

3.1. Unternehmen

Praxis-CI soil als GmbH gegründet und im September 2009 ins Bielefelder Han­delsregister eingetragen werden. Zeitgleich erfolgt auch die Anmeldung des Ge- werbes beim zustandigen Gewerbeamt in Bielefeld.

Insgesamt belauft sich der Gesamtkapitalbedarf, der für Investitionen und Deckung der Jahresfehlbetrage wahrend der ersten drei Jahre auf 86.000 €. Der Gründer bringt Eigenkapital in Höhe von 15.000 € in das Unternehmen ein. Die restliche Finanzierung soll über einen Förderkredit der KfW-Bank, der speziell auf die Bedürfnisse von Existenzgründern ausgerichtet ist sichergestellt werden.

3.1.1. Unternehmensmission & Unternehmensvision

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Phasen der Geschaftsentwicklung

Grundstein für das Start-Up ist die Entwicklung der Praxissoftware als Kernstück des Unternehmenskonzeptes von Praxis-CI. Wahrend der Entwicklungsphase kann bereits mit dem Marketing begonnen werden, um zeitnah über einen Kunden- stamm zu verfügen. Dabei setzt Praxis-CI auf einen professionellen Internetauf- tritt, Direktmailing, Flyerwerbung in den Arztpraxen sowie auf individuelle Bera- tungsgesprache.

Das Software-roll-out soil facharztgruppenspezifisch erfolgen. Zunachst liegt der Fokus auf Allgemeinmedizinern in Bielefeld, spater sollen weitere Fachdisziplinen wie Frauenarzte und Augenarzte erschlossen sowie der Aktionsradius auf den ge- samten Wirtschaftsraum OWL ausgeweitet werden. Dies gewahrleistet, dass mit dem anfangs begrenzten IGeL-Themenpool der gröBte Kundenkreis, namlich die „Hausarzte", angesprochen werden kann, weil sich die dort angebotenen IGeL überwiegend ahneln.

Zeitgleich zur Softwareentwicklung wird Wartezimmerwelt in einem Pilotprojekt in einigen Praxen getestet, bevor es in Marktreife angeboten werden kann. Sobald die ersten Wartezimmerfernseher auf Sendung gehen, wird mit Nachdruck an der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Software gearbeitet. Nach der erfolgrei- chen Etablierung von Wartezimmerwelt im ambulanten Sektor binnen der ersten Planperiode von 36 Monaten, ist eine Ausweitung auf die stationare Versorgung geplant.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Unternehmensvision

-Marktführerschaft im Bereich der Patienteninformationssysteme in der Region OWL
-Erreichen des Break-Even-Points nach Ablauf der Halfte der Planperiode von 36 Monaten
-mindestens vier Neukunden pro Monat
-Umsatzplus von > 10 % je Quartal
-langfristige Kundenbindung durch guten Service gewahrleisten
-Kerngeschaft der Patienteninformations­systeme soweit festigen, dass eine Erweiterung des Produktportfolios erwagt werden kann.

Organisation

3.1.2. Aufbauorganisation

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Organigramm

Geführt wird das Unternehmen vom Gründer, der sich zugleich als Vermittler zwischen den Unternehmenssparten IT und Produktentwicklung sieht. Als B.A. Ge- sundheitswirtschaft verfügt der Gründer über die nötigen kaufmannisch- betriebswirtschaftlichen Kenntnisse. Das Unternehmen setzt sich zusammen aus den Abteilungen IT, technischem Dienst und Content. Beschaftigt wird zu Anfang je ein Mitarbeiter pro Sparte. Für die jeweilige Stelle wird eine entsprechende in- formationstechnologische, technische bzw. medizinische Qualifikation verlangt. Geplant ist, nach erfolgreichem Verlauf der 36 monatigen Planperiode nochmals einen Mitarbeiter im IT- und einen im Contentbereich einzustellen.

3.1.3. Ablauforganisation

Die Unternehmenssparte IT zeigt sich zustandig für technisch-gestaltende Tatig- keiten. Hier ist im unmittelbaren Anschluss an die Gründungsphase vorrangig Ent- wicklungsarbeit zu leisten. Das Softwarekonzept für Wartezimmerwelt muss ent- wickelt werden, der Internetauftritt muss schnellstmöglich fertig gestellt werden und die ersten Themenbeitrage müssen in die Software integriert werden. In den Tatigkeitsbereich fallen ebenso der Hardwareeinkauf sowie die Installationsarbei- ten vor Ort - zumindest in der Anfangsphase des Geschaftsbetriebs.

Zur Halfte der Planperiode wird eigens eine Teilzeitkraft angestellt, die ausschlieB- lich den technischen Service übernimmt. Dazu zahlt in erster Linie die Installation der Geratschaften beim Kunden aber auch der Support bei technischen Problemen und Fragestellungen.

Im Content-Bereich dagegen wird inhaltlich-konzeptionelle Arbeit geleistet. Zu- nachst werden die Wünsche der Auftraggeber im Kundengesprach ermittelt, Inhal- te recherchiert und als Textvorgabe an die IT-Abteilung übergeben.

Der Geschaftsleitung obliegen die strategische Ausrichtung und Positionierung des Unternehmens am Markt sowie die Aufgabenbereiche Controlling, Buchführung und Marketing. Dabei wirken die Mitarbeiten aus den Geschaftsabteilungen unter- stützend mit.

3.2. Standortwahl

Als Unternehmensstandort wurde der Technologiepark Bielefeld ausgewahlt. Die dortigen Voraussetzungen passen ideal zu den von Praxis-CI gestellten Anfor- derungen und bieten spezielle Konditionen für Existenzgründer. Bielefeld eignet sich aufgrund seiner Lage inmitten in der „Gesundheitsregion OWL" bestens fürdie Umsetzung des Geschaftskonzeptes.

Die „Start-Up-Büros" im Technologiepark sind speziell für Unternehmensgründun- gen konzipiert, verfügen bereits über eine Grundausstattung an Mobiliar und ste- hen auf 9 Monate befristet zu einem Vorzugspreis an Miete von monatlich 125 € zurVerfügung. AnschlieBend besteht die Option ein benachbartes Büro im selben Haus zu einer Kaltmiete von 400 für 45 m[2] im Monat zu beziehen. Die Nebenkos- ten werden mit 150 € monatlich kalkuliert.

[...]


[1] Interview mit Dr. Dieter Haack: Der IGEL-Katalog in der Praxis, in: http://www.miao-medical.de/service305.php?tno=21, Zugriff am 06.01.2009

[2] Gesellschaft für Gesundheitsmarktanalyse (2008), in: Arzte im Zukunftsmarkt der Ge-sundheit 2008, S. 7

[3] vgl. www.studie-deutschland-online.de/do4/7200.html, Zugriff am 06.01.2009

[4] Engl. Abkürzung für „Really Simple Syndikate“ (wirklich einfache Verbreitung). RSS-Feeds funktionieren wie Nachrichtenticker. Als eine Art Abonnement erhalt der Nutzer somit kontinuierlich aktualisierte Schlagzeilen mit einem kurzen Textanriss. Aufgrund des standardisierten Formats lassen sich die RSS-Feeds mittels RSS- Parserprogrammen (Ausleseprogrammen) einfach in Content-Management-Systeme, Websites, etc. integrie- ren.

[5] Engl. Abkürzung für „iPOD Broadcasting" (Bewegtbilddatei). Kurze Videosequenz, in der beispielsweise Fernsehsender die Tagesnachrichten in einem Kurzbeitrag zusammenstellen.

[6] Engl. für „Nachrichtenabonnement“ auf Basis eines RSS-Feeds.

[7] Engl. für „Inhaltsverwaltungssystem“, welches das gemeinschaftliche Erstellen und Bearbeiten von Text und Multimedia erlaubt.

[8] Übernommen wird lediglich die Beantragung und Einrichtung. Die laufenden Kosten sind vom Kunden selbst zu tragen.

Ende der Leseprobe aus 70 Seiten

Details

Titel
Businessplan: Infotainment im Wartezimmer
Untertitel
Individuelle Lösungen für Patienteninformationssysteme
Hochschule
Fachhochschule des Mittelstands
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
70
Katalognummer
V133081
ISBN (eBook)
9783640415465
ISBN (Buch)
9783640407309
Dateigröße
943 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Der vorliegende Businessplan behandelt eine fiktive Geschäftsidee. Das Unternehmen Praxis-CI ist in der Form nicht existent, sondern diente als Modell-Unternehmen für die Entwicklung des Geschäftsmodells. Alle Angaben zu Preisen, Produkten, etc. sind vor kalkulatorischem Hintergrund und auf Basis von Marktanalysen und Planungsszenarien entstanden (Stand 01/2009).
Schlagworte
Businessplan, Geschäftsidee, Marketing, Praxismarketing, Geschäftsplan, Wartezimmerwerbung, Arzt, Arztpraxis, Werbung, Formatvorlage Businessplan, Vorlage Businessplan
Arbeit zitieren
Christian Offermann (Autor), 2009, Businessplan: Infotainment im Wartezimmer , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133081

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