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Leben im Netz - Philosophie und Realität

Die virtuelle Identität und ihr Bezug zum realen Ich im Konsens der virtuellen Welten

Title: Leben im Netz - Philosophie und Realität

Bachelor Thesis , 2008 , 86 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Simone Lackerbauer (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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Summary Excerpt Details

Leben im Netz – Philosophie und Realität: Fragestellung, Vorgehensweise und Zielsetzung

In dieser Arbeit geht es um die Frage, inwieweit philosophische Ansätze bezüglich der Virtualität in all ihren Facetten mit den tatsächlichen Lebenswelten von Nutzern synthetischer Welten übereinstimmen und in welchen Bereichen sie divergieren.

Es soll auf der Basis von theoretischen und empirischen Ansätzen dargestellt werden, ob virtuelle Welten zur Erweiterung der eigenen Identität beitragen, oder ob das „Ich“ im virtuellen Raum in der anonymen, vernetzten Masse untergeht. Unter Berücksichtigung der Entstehungsgeschichte virtueller Räume soll veranschaulicht werden, welche Bereiche dem Internetnutzer heute zur Verfügung stehen, um die eigene Identität zu konstatieren und zu erweitern. Die bei der Identitätsbildung ablaufenden Prozesse sollen anhand der Einflüsse durch virtuelle Räume und anhand der individuellen Motive der Nutzer analysiert und in ihrer Wirkungsweise beschrieben werden. Auf Basis der Erkenntnis der ständigen Wechselwirkungen zwischen realem und virtuellem Selbst soll festgestellt werden, inwieweit der Internet-Alltag positiven oder negativen Einfluss auf die Entwicklung der eigenen Identität nehmen kann und inwieweit diese in ihrer Substanz greifbar ist. Anhand der Analyse sozialer Beziehungen auf der Basis von computervermittelter Kommunikation soll die Bedeutung von sozialen Netzwerken dargestellt werden, um das Gesamtbild der vernetzten Identität abzurunden.

Diese Arbeit versucht zu zeigen, dass der Umgang mit virtuellen Welten im Bewusstsein der Existenz eines realen Lebens außerhalb des Internet als positiv einzustufen ist. Zudem soll dargestellt werden, dass es vielfältige Möglichkeiten gibt, das Zweitleben im Internet mit dem normalen Leben in Verbindung zu bringen, ohne dass der Bezug zur Wirklichkeit und ohne dass das Individuum als reale Person verloren geht. Unter Berücksichtigung der Argumente für und gegen den intensiven Umgang mit Online-Netzen soll erläutert werden, dass Möglichkeiten der Selbstdarstellung für den Einzelnen im virtuellen Raum vorhanden sind und dass die Bildung von aus dem realen Leben adaptierten virtuellen Sozialstrukturen Auswirkungen auf die Wahrnehmung sozialer Beziehungen hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fragestellung, Vorgehensweise und Zielsetzung

3. Zum Grundkonzept virtueller Welten

3.1 Begriffliche Eingrenzung

3.1.1 Virtualität. Begriffsdefinition und -gebrauch

3.1.2 Erweiterte und virtuelle Realität

3.2 Was ist Cyberspace?

3.2.1 Cyberspace: Eine Begriffsdefinition

3.2.2 Die Entstehung des Mythos Cyberspace

3.2.3 Höhepunkte und Niedergang der Ära Cyberspace

3.2.4 Begriffsverwendung in der heutigen Zeit

3.2.5 Die Etablierung des Internet

3.3 Synthetische Welten

3.3.1 Was sind synthetische Welten?

3.3.2 Textbasierte synthetische Welten

3.3.3 Soziale Software und Netzwerke

3.3.4 Die Bedeutung der Online-Games

3.3.5 Medienkompetenz zwischen Simulation und Realität

4. Identitätsbildung und Selbstinszenierung

4.1 Identitätsbildung

4.1.1 Identität in virtuellen Welten

4.1.2 Zum Verhältnis von Flexibilität und Stabilität

4.2 Selbstinszenierung

4.2.1 Der Nickname

4.2.2 Der Avatar, das virtuelle Abbild

4.2.3 Die Bedeutung virtueller Werte

4.2.4 Das Rollen-Spiel

4.2.5 Screenshots: Virtuelle Fotografien

5. Zum Umgang mit virtuellen Räumen

5.1 Kommunikationsmodi in Online-Netzwerken

5.1.1 Computervermittelte Kommunikation

5.1.2 Sprache in der computervermittelten Kommunikation

5.1.3 Emotionen in textbasierter Kommunikation

5.2 Ansätze zur Internetnutzung

5.2.1 Erste Erfahrungen im Netz

5.2.2 Integration des Internet in den Alltag

5.2.3 Nutzergruppen im Internet

5.2.4 Passive, aktive und soziale Nutzung des Internet

6. Online-Communities und ihre Bedeutung für das Individuum

6.1 Prozesse in einer Online-Community

6.1.1 Die Identität einer Online-Community

6.1.2 Ansätze zum Aufbau von Beziehungen

6.2 Feste Spielergemeinschaften

6.2.1 Gründung und Nutzen einer Gilde

6.2.2 Hierarchische Stufen und Gruppenprozesse

6.2.3 Vertiefung der Beziehungen

7. Fazit und Ausblick: „Bin ich viele?“

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen philosophischen Ansätzen zur Virtualität und den tatsächlichen Lebenswelten von Internetnutzern. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob virtuelle Räume zur Identitätserweiterung beitragen oder zur Entfremdung des Individuums führen, und dabei die Wechselwirkungen zwischen dem realen und dem virtuellen Selbst zu beleuchten.

  • Identitätsbildung und Selbstinszenierung in virtuellen Welten
  • Die Rolle von Avataren und Nicknames als Ausdruck der Persönlichkeit
  • Soziale Dynamiken und Identitätskonstruktion in Online-Communities und Gilden
  • Der Einfluss von computervermittelter Kommunikation auf soziale Beziehungen
  • Anpassungsprozesse und die Bedeutung von Medienkompetenz im Internetalltag

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Was sind synthetische Welten?

Allgemein betrachtet sind synthetische Welten durch Software und die Partizipation der Nutzer ins Leben gerufene, gemeinsame Aktionen in computervermittelten Räumen. Doch hinter dem Terminus verbirgt sich mehr als nur das technisch reglementierte Miteinander. So beschreibt auch Schmidt (2006) das Verständnis von künstlichen Welten.

Die künstlichen Welten (…) sind Orte der Begegnung und des Austausches von natürlichen Personen. Sie haben nachweislich große Auswirkungen auf unsere physische Welt, und müssen deshalb als „echt“ angesehen werden. (S. 34)

Der Autor nennt hier wichtige Aspekte, die es im Umgang mit synthetischen Welten zu beachten gilt, denn hinter jedem Nutzer online steht ein realer Mensch mit eigenen Absichten und einer eigenen Identität. Die Welten leben von der Kommunikation dieser Menschen, die sich in verschiedenen Netzen zusammenschließen, gemeinsame Identitäten bilden und als Individuen ihr konstruiertes Selbst repräsentieren. Aufgrund der engen Verbindungen vieler Nutzer zu ihren persönlichen Online-Netzwerken und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Identitätsbildung, können synthetische Welten nicht auf ihre technische Komponente reduziert werden. Der soziale Kontext der Kommunikation ist Ausschlag gebend für die Partizipation der Nutzer und diese wiederum ist die Voraussetzung für die Weiterentwicklung synthetischer Welten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Identitätsforschung in virtuellen Welten ein und diskutiert erste Herangehensweisen an das Internet als Raum für Identitätsbildung.

2. Fragestellung, Vorgehensweise und Zielsetzung: Das Kapitel definiert den Untersuchungsgegenstand, nämlich das Verhältnis zwischen philosophischer Virtualitätstheorie und der gelebten Realität der Nutzer.

3. Zum Grundkonzept virtueller Welten: Hier werden zentrale Begriffe wie Virtualität, Cyberspace und synthetische Welten definiert und deren historische sowie technische Entwicklung kontextualisiert.

4. Identitätsbildung und Selbstinszenierung: Dieses Kapitel analysiert, wie Nutzer durch Nicknames, Avatare und Rollenspiele im Internet ihre Identität konstruieren und nach außen darstellen.

5. Zum Umgang mit virtuellen Räumen: Es wird untersucht, wie unterschiedliche Kommunikationsmodi und Nutzungsansätze die Art der Internetnutzung und das individuelle Erleben im Netz prägen.

6. Online-Communities und ihre Bedeutung für das Individuum: Hier werden soziale Prozesse in Online-Gemeinschaften und die Bedeutung von Gilden als feste soziale Ankerpunkte für die Nutzer analysiert.

7. Fazit und Ausblick: „Bin ich viele?“: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über das menschliche Denken im Zwiespalt zwischen Rationalität und Emotionalität in einer technisierten Welt.

Schlüsselwörter

Identitätsbildung, Selbstinszenierung, Virtualität, Cyberspace, Synthetische Welten, Online-Community, Avatar, Nickname, Computervermittelte Kommunikation, Medienkompetenz, Soziale Netzwerke, Rollenspiel, Gilde, Internetnutzung, Digitale Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Identitätsbildung von Menschen in virtuellen Umgebungen und der Frage, wie diese virtuellen Erfahrungen das reale Ich beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Konzepte des Cyberspace, die Rolle synthetischer Welten sowie die psychologischen Prozesse der Identitätskonstruktion und Selbstpräsentation online.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Es soll untersucht werden, ob philosophische Annahmen über virtuelle Welten mit der tatsächlichen Praxis der Nutzer übereinstimmen und welchen Stellenwert diese für das Individuum haben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus theoretischen Ansätzen der Kommunikationstheorie und empirischen Einblicken durch Interviews, Internettagebücher sowie Analysen von Screenshots und Online-Diskussionen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil besonders behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Begriffskonzepten, Identitätsarbeit durch Avatare und Nicknames sowie die soziale Bedeutung von Online-Communities und Spielergemeinschaften.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Identitätsbildung, Selbstinszenierung, virtuelle Welt, Avatar, Online-Community und computervermittelte Kommunikation.

Welche Rolle spielt die Gilden-Struktur in Online-Spielen?

Gilden fungieren als soziale Gefüge, die weit über das Spielziel hinausgehen und für viele Spieler ein essenzieller Teil ihres sozialen Lebens und ihrer Identitätsbildung sind.

Wie verändert das Internet die Art und Weise, wie wir unsere Identität wahrnehmen?

Durch die Möglichkeit, sich in verschiedenen Rollen und virtuellen Räumen zu bewegen, wird Identität dynamischer und pluralistischer, was sowohl Chancen zur Selbsterfahrung als auch Risiken einer Fragmentierung bietet.

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Details

Title
Leben im Netz - Philosophie und Realität
Subtitle
Die virtuelle Identität und ihr Bezug zum realen Ich im Konsens der virtuellen Welten
College
University of Passau  (Medienpädagogik)
Course
Hauptseminar Ästhetische Bildung und Medienerziehung
Grade
1,0
Author
Simone Lackerbauer (Author)
Publication Year
2008
Pages
86
Catalog Number
V133434
ISBN (eBook)
9783640415502
ISBN (Book)
9783640411146
Language
German
Tags
MMOG Internet Identität Second Life virtuelle Welten Ragnarok Online World of WarCraft virtuelle Realität Virtual Life Real Life Cyberspace Online-Games Community Social Networks Internet-Sprache Avatar Selbstinszenierung Nickname Rollenspiel Gilde Soziologie Medienwissenschaft Kommunikationswissenschaft Kommunikation Medien Realität Fiktion Medienrealität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simone Lackerbauer (Author), 2008, Leben im Netz - Philosophie und Realität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133434
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