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Jugendliche Gewalttäter als Klienten der Bewährungshilfe

Titel: Jugendliche Gewalttäter als Klienten der  Bewährungshilfe

Hausarbeit , 2009 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nina Bethke (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung
Im Rahmen des Seminars in Modul 02 „Entwicklung der sozialen Arbeit dargestellt am Arbeitsfeld der Bewährungshilfe“ ‚Jugendliche Gewalttäter als Klienten der Bewährungshilfe’ entschieden.
Werden Jugendliche gewalttätig, das heißt kriminell, können verschiedene Rechtsfolgen auf sie zukommen. Viel wichtiger ist es jedoch, nach den Hintergründen des gewalttätigen Verhaltens zu fragen, um Möglichkeiten zu erkennen, dieses soziale Problem unserer Gesellschaft erfolgreich zu lösen oder zumindest zu verringern. Erfolgreich heißt in diesem Zusammenhang, den Jugendlichen zu resozialisieren, ihm also zu einem konformem und sozial akzeptiertem Leben zu verhelfen.
Aus diesem Grund werde ich die Gliederung meiner Hausarbeit wie folgt gestalten.
Ich werde zunächst grundsätzlich auf das Thema Jugendkriminalität eingehen. In diesem Zusammenhang werde ich mich mit der Entwicklung Jugendlicher zu einem gewalttätig ausgeführten Verhalten beschäftigen und weiterhin einige Theorien zur Erklärung dieser Verhaltensweisen vorstellen.
Das darauffolgende Kapitel befasst sich mit dem Hauptthema Rechtfolgen. Hier werde ich zunächst allgemein auf formelle Rechtsfolgen, die eintreten können, wenn ein Jugendlicher gewalttätig wird, eingehen. Weiterhin werde ich dieses Kapitel in den Teilaspekt Jugendbewährungshilfe und dessen allgemeine Beschreibung einteilen und mich anschließend mit den ambulanten Maßnahmen beschäftigen. Hierbei werde ich den ‚Täter-Opfer-Ausgleich’ und die soziale Gruppenarbeit kurz vorstellen.
Der letzte Punkt beinhaltet eine Gegenüberstellung von Jugendarrest und ambulanten Maßnahmen.
Das anschließende Fazit soll einen kleinen Ausblick auf die momentane und zukünftige Situation des Themas geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Jugendkriminalität

2.1 Entwicklung junger Menschen

2.2 Theorien zur Entstehung

3. Rechtsfolgen

3.1 Jugendbewährungshilfe

3.1.1 Formen der Strafaussetzung

3.1.2 Aufgaben des Bewährungshelfers

3.2 Ambulante Maßnahmen

3.2.1 Täter-Opfer-Ausgleich

3.2.2 Soziale Gruppenarbeit/Sozialer Trainingskurs

4. Gegenüberstellung

4.1 Jugendarrest und ambulante Maßnahmen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Situation jugendlicher Gewalttäter im Kontext der Bewährungshilfe mit dem Ziel, Möglichkeiten der Resozialisierung jenseits des Jugendstrafvollzugs aufzuzeigen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie durch alternative pädagogische Maßnahmen das Rückfallrisiko minimiert und eine gesellschaftliche Reintegration gefördert werden kann.

  • Entwicklungspsychologische Aspekte und Ursachen von Jugendkriminalität
  • Strukturen des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) und rechtliche Sanktionen
  • Die Doppelrolle der Bewährungshilfe zwischen Betreuung und Kontrolle
  • Effektivität ambulanter Maßnahmen gegenüber stationären Haftstrafen
  • Resozialisierung als zentrales Leitmotiv der pädagogischen Arbeit

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Aufgaben des Bewährungshelfers

„Der Richter unterstellt den Jugendlichen in der Bewährungszeit für höchstens zwei Jahre der Aufsicht und Leitung eines hauptamtlichen Bewährungshelfers. Er kann ihn auch einem ehrenamtlichen Bewährungshelfer unterstellen, wenn dies aus Gründen der Erziehung zweckmäßig erscheint.“ (§ 24 (1) JGG)

In dieser Zeit übernimmt der Bewährungshelfer die ‚Aussicht und Leitung des Jugendlichen oder Heranwachsenden’ (Sonnen 2003, S.114). Dabei wird das doppelte Mandat, welches auf dem Bewährungshelfer lastet, deutlich. Denn einerseits soll er seinem Klienten ‚helfend und betreuend’ (§ 24 (3) JGG) zur Seite stehen, andererseits ist es seine Aufgabe, die eventuell auferlegten Weisungen und Auflagen zu überwachen und sich bei Verstößen dem Richter mitzuteilen. Auch muss er den Richter in bestimmten Zeitabständen über die Lebensführung des Jugendlichen unterrichten. Es herrscht somit eine Diskrepanz zwischen der Betreuung und der Kontrolle des jeweiligen Probanden. „Der Bewährungshelfer ist wesentlicher Bestandteil des strafrechtlichen Systems sozialer Kontrolle, vor dem er seinen Probanden nicht bewahren kann. Diese Kombination von Repression und Sozialpädagogik, dies Arbeiten mit dem ‚Damoklesschwert’, kann als struktureller Rollenkonflikt nur in der Weise bewältigt werden, dass die Bewährungshelfer nicht ‚juristischer’ Handeln als die Richter.“ (Sonnen 2003, S. 147)

Im Hinblick auf die Erfüllung der vom Gericht auferlegten Bedingungen, begleitet der Bewährungshelfer den Jugendlichen beispielsweise zu bestimmten Trainingskursen oder wirkt unterstützend bei Maßnahmen wie dem Täter-Opfer-Ausgleich mit. Seine Aufgaben ist es also, die Erziehung des Jugendlichen zu unterstützen und ihn in ein straffreies Leben zurückzuführen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Arbeitsfeld der Bewährungshilfe bei jugendlichen Gewalttätern und skizziert die methodische Vorgehensweise der Hausarbeit.

2. Jugendkriminalität: Dieses Kapitel erläutert die Entwicklungsphasen junger Menschen und stellt verschiedene kriminologische Theorien zur Entstehung abweichenden Verhaltens vor.

3. Rechtsfolgen: Es werden die formalen gesetzlichen Rahmenbedingungen nach dem JGG sowie spezifische Aufgaben der Bewährungshilfe und ambulante Interventionsmöglichkeiten analysiert.

4. Gegenüberstellung: Dieses Kapitel vergleicht den stationären Jugendarrest kritisch mit ambulanten Maßnahmen hinsichtlich ihrer erzieherischen Wirkung und Resozialisierungschancen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz ambulanter Maßnahmen zusammen und plädiert für eine verstärkte Kooperation sozialer Institutionen zur Vermeidung von Haftschäden.

Schlüsselwörter

Jugendkriminalität, Bewährungshilfe, Resozialisierung, Jugendgerichtsgesetz, JGG, ambulante Maßnahmen, Täter-Opfer-Ausgleich, Jugendstrafvollzug, Sozialpädagogik, Entwicklungsaufgaben, Gewaltprävention, Strafaussetzung, Rollenkonflikt, Rückfallvermeidung, Kriminalprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Bewährungshilfe bei der Betreuung von Jugendlichen, die durch Gewalttaten straffällig geworden sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Ursachenforschung bei Jugendkriminalität, die gesetzlichen Grundlagen des JGG sowie die Wirksamkeit ambulanter versus stationärer Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jugendliche durch ambulante, erzieherische Maßnahmen statt durch isolierenden Haftvollzug erfolgreich resozialisiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von Konzepten und Statistiken zur Jugendkriminalität und Bewährungshilfe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Entstehungstheorien, die Darstellung der Rechtsfolgen, die Aufgaben der Bewährungshelfer und eine Gegenüberstellung von Arrest und ambulanten Ansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Jugendkriminalität, Resozialisierung, Bewährungshilfe, JGG, Täter-Opfer-Ausgleich und ambulante Maßnahmen.

Welcher strukturelle Rollenkonflikt wird für Bewährungshelfer beschrieben?

Der Autor beschreibt das Spannungsfeld zwischen der helfenden, betreuenden Rolle des Sozialpädagogen und der kontrollierenden, überwachenden Funktion als Organ der staatlichen Justiz.

Warum wird der Jugendarrest im Text kritisch bewertet?

Der Autor argumentiert, dass der Jugendarrest als "künstliche Umgebung" die Gefahr birgt, soziale Kompetenzen zu mindern und Haftschäden zu verursachen, anstatt echte Erziehung zu leisten.

Welchen Stellenwert nimmt der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) ein?

Der TOA wird als eine effektive ambulante Maßnahme hervorgehoben, die auf Freiwilligkeit basiert und zur tatsächlichen Konfliktschlichtung sowie Wiedergutmachung beiträgt.

Welchen Ausblick gibt die Autorin für die Zukunft der Bewährungshilfe?

Die Autorin fordert eine stärkere Verlagerung hin zu ambulanten Maßnahmen und eine engere Vernetzung der sozialen Institutionen, um das Gewaltpotenzial nachhaltig zu senken.

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Details

Titel
Jugendliche Gewalttäter als Klienten der Bewährungshilfe
Hochschule
Fachhochschule Dortmund
Veranstaltung
Entwicklung der Sozialen Arbeit dargestellt am Arbeitsfeld der Bewährungshilfe
Note
1,3
Autor
Nina Bethke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
16
Katalognummer
V133804
ISBN (eBook)
9783640455621
ISBN (Buch)
9783640455591
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendliche Gewalttäter Klienten Bewährungshilfe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nina Bethke (Autor:in), 2009, Jugendliche Gewalttäter als Klienten der Bewährungshilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133804
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