Buchrezension "Das politische System Deutschlands" von Manfred G. Schmidt


Rezension / Literaturbericht, 2008
10 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Rezension des Einführungswerkes „Das politische System Deutschlands“
von Manfred G. Schmidt

Der Autor des zu rezensierenden Buches „Das politische System Deutschlands“, Manfred G. Schmidt, wurde am 25. Juli 1948 in Donauwörth geboren und arbeitet heute als Universitätsprofessor für Politische Wissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg (vgl. http://www.ipw.uni-heidelberg.de/mgschmidt/ vom 6. Dezember 2008). Neben zahlreichen Publikationen wie „Der Wohlfahrtsstaat. Eine Einführung in den historischen und internationalen Vergleich“ oder das „Wörterbuch zur Politik“ (vgl. http://www.ipw.uni-heidelberg.de/mgschmidt/ vom 6. Dezember 2008) zählt das bereites oben erwähnte Werk „Das politische System Deutschlands“ wohl zu den bekanntesten Herausgaben von Manfred G. Schmidt, weshalb im Anschluss eine Rezension dieses Einführungs- und Grundlagenwerk erfolgen soll.

Bei dieser Rezension wird die Struktur und der Inhalt des Buches näher betrachtet, wobei besonderer Fokus auf das Kapitel 10 gelegt wird, welches die politische Führungsschicht Deutschlands untersucht. Um eine genaue Betrachtung und Untersuchung dieses Kapitels zu ermöglichen, wird Wolfgang Rudzios Werk „Das politische System der Bundesrepublik Deutschland“ zum Vergleich herangezogen.

Des Weiteren soll geklärt werden, in welchem Umfang Manfred G. Schmidt sich bei seiner Analyse des politischen Systems Deutschlands auf die vier analytischen Ebenen – empirische, konzeptionell-typologische, erklärend-theoretische und normative Ebene – bezieht.

Außerdem wird in dieser Rezension geklärt, ob der von ihm in der Einleitung aufgeworfene Anspruch seines Buches erreicht wird, oder ob sein Werk diesen Anspruch verfehlt.

Die in den Schlussbemerkungen enthaltene Stellungnahme soll diese Kriterien nochmals aufwerfen und die Ergebnisse der Rezension zusammenfassen.

In seiner Einleitung macht der Autor Manfred G. Schmidt deutlich, wie sich sein Werk gliedert und welche Themen es behandelt. Dabei wird klar, dass dieses Buch den Leser „über die Grundzüge des politischen Systems in Deutschland“ (Schmidt 2007: 15) informieren soll, woraus bereits erkenntlich wird, dass es sich um ein Grundlagenwerk handelt, welches eine besonders breite Leserschaft, bestehend aus Studenten, Lehrenden und politisch Interessierten, ansprechen dürfte (vgl. Schmidt 2007: 17). Ein weiteres Indiz für einen erweiterten Adressatenkreis ist der Fakt, dass dieses Werk auch in der Schriftenreihe der

Bundeszentrale für politische Bildung, welche umfassend und möglichst allgemein bildend informieren möchte, erschienen ist.

Des Weiteren wird deutlich, dass dieses Buch, wie viele herkömmliche Einführungen, die bedeutendsten Institutionen, Strukturen und Akteure der Bundesrepublik Deutschland umfassend beschreibt und erklärt (vgl. Schmidt 2007: 15). Allerdings erhebt der Autor auch den Anspruch, dass sich sein Werk von anderen Einführungen abheben soll, indem nicht nur die Bereiche der politischen Abläufe („politics“) und der Institutionen („polity“), sondern auch der politischen Entscheidungsinhalte („policies“) untersucht werden (vgl. Schmidt 2007: 15). Besonders berücksichtigt werden dabei die Politikfelder der „Verfassungspolitik“ (Schmidt 2007: 15), der „Staatsfinanzen“ (Schmidt 2007: 15), der Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik (vgl. Schmidt 2007: 15) bis hin „zum Markenzeichen der innenpolitischen Staatstätigkeit im heutigen Deutschland: der ‚Politik des mittleren Weges’.“ (Schmidt 2007: 15). Aber auch die Außenpolitik soll berücksichtigt werden (vgl. Schmidt 2007: 15).

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zu anderen Einführungswerken soll dabei ein Vergleich aus internationalem und historischem Blickwinkel (vgl. Schmidt 2007: 16) sein, woraus deutlich wird, dass der Autor hierbei Aspekte der vergleichenden Politikwissenschaft heranziehen wird (vgl. Schmidt 2007: 16), was vermuten lässt, dass in diesen Abschnitten auf konzeptionell-typologischer Ebene gearbeitet wird.

Schlussendlich soll „das politische System Deutschlands systematisch bewertet“ (Schmidt 2007: 16) werden. Diese Bewertung des Systems stellt also eine Argumentation auf normativer Ebene dar und dürfte vor allem in jenen Kapiteln erfolgen, in denen der Autor Bilanz zieht.

Somit wird also erkennbar, dass das Buch „Das politische System Deutschlands“ sich aus drei Hauptteilen zusammensetzt. Dabei behandelt der erste Teil des Buches vordergründig den institutionellen Aufbau sowie die Staatsverfassung der Bundesrepublik Deutschland. Der zweite Part bearbeitet und erläutert hingegen politische Inhalte der bundesdeutschen Politik und „der abschließende dritte Teil erörtert Leistungen und Mängel des politischen Systems“ (Schmidt 2007: 17). Diese dreiteilige Strukturierung wird im Inhaltsverzeichnis des Buches, welches im Allgemeinen einen sehr logischen und strukturierten Aufbau offenbart, besonders deutlich zum Ausdruck gebracht. Somit ergeben sich insgesamt 19 Kapitel, welche jeweils eigene Untergliederungspunkte aufweisen können und durch ein Literaturverzeichnis, Sachregister sowie ein Tabellenverzeichnis ergänzt werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Buchrezension "Das politische System Deutschlands" von Manfred G. Schmidt
Hochschule
Universität Potsdam
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
10
Katalognummer
V133870
ISBN (eBook)
9783640399826
ISBN (Buch)
9783668087026
Dateigröße
401 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Buchrezension, System, Deutschlands, Manfred, Schmidt, Mathias Kunz, Kunz
Arbeit zitieren
Mathias Kunz (Autor), 2008, Buchrezension "Das politische System Deutschlands" von Manfred G. Schmidt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133870

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