In diesem Assignment werden die untersuchten Studien und Ansätze zu den bisherigen Erkenntnissen im Bereich der Kulturkonfigurationen vorgestellt. Durch die bisherigen Ergebnisse der verschiedenen Studien wie beispielsweise von Hofstede, Tropenaars oder Hall konnten andersartige Beiträge zum Verständnis von Kulturen oder Kulturmodellen geliefert werden.
Mithilfe der Revision der BIW-Theorien von Schwarz, dem Erwerb von kultureller Kompetenz durch die inkrementelle Theorie der Intelligenz oder der Global Culture Map von Inglehardt und Wenzel ist es möglich den Bereich der interkulturellen Sensibilitätstrainings vollumfänglicher und detaillierter abzubilden, sodass sich der Ausbildungsumfang für Expatriates umfassender gestaltet. Anhand der analytischen Betrachtung der Studien und der theoretischen Ansätze kann eine Beurteilung der ergiebigsten Option und Einarbeitungschancen aufgezeigt werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Globalisierung und interkulturelle Sensibilität
1.2 Problemstellung des Assignments
1.3 Aufbau und Ziel des Assignments
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Interkulturelle Kompetenz und Sensibilität
2.2 Kultur
2.3 Kulturvergleichsstudien
2.4 Gegenwärtige Studien und Theorien zur Kulturmodellen
2.4.1 Revision der BIW-Theorie sowie grundlegender individueller Werte
2.4.2 Erwerb von kultureller Kompetenz durch die inkrementelle Theorie der Intelligenz
2.4.3 Global Cultural Map
3 Konzeptioneller Teil
3.1 Vorbereitende Analyse
3.2 Analyse
4 Schlussbetrachtung
4.1 Zusammenfassung
4.2 Ergebnisse des Assignments
4.3 Kritische Reflexion des eigenen Vorgehens
4.4 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den aktuellen Forschungsstand zu Methoden und theoretischen Ansätzen im Bereich interkultureller Sensibilitätstrainings, um die Eignung und Grenzen verschiedener Konzepte für die Vorbereitung von Expatriates in einem internationalen Geschäftskontext aufzuzeigen.
- Analyse des Einflusses der Globalisierung auf interkulturelle Anforderungsprofile
- Theoretische Fundierung durch Kulturmodelle (u.a. Hofstede, Tropenaars, Schwartz)
- Reflexion über die Bedeutung von Resilienz und interkultureller Kompetenz
- Kritische Bewertung von Trainingsformaten für Auslandseinsätze
- Anwendung von Erkenntnissen zur Global Cultural Map zur Identifikation kultureller Variationen
Auszug aus dem Buch
2.1 Interkulturelle Kompetenz und Sensibilität
Der Begriff IKK wird durch Bolten (vgl. Bolten, 2007, S. 86 ff.) als ein integratives Prozessmodell beschrieben. Das Modell setzt sich aus den differenten Elementen der IKK zusammen. Diese teilen sich wiederum in eine affektive (gefühlsbetonter Zustand) (vgl. „DWDS – Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache“, 2018) und kognitive (Denken oder Wahrnehmen) (vgl. „DWDS – Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache“, 2022b) Dimension. Diese lassen sich zu einer interkulturellen Sozial-, Selbst- und Methodenkompetenz zusammenfassen. Außerdem untergliedert Bolten die Kompetenz für interkulturelles Wissen und Fähigkeiten in Teildisziplinen, wie Verhalten, Kommunikation und Verständnis.
Die zentral orientierte Perspektive des integrativen Modells der IKK wird in eigen-, fremd- und interkulturelle Prozesse eingeteilt und setzt sich aus diversen fremdsprachlichen- sowie landeskundlich-kulturellen Kenntnissen zusammen. (vgl. Lüsebrink, 2016, S. 8-10) Weiterführend ist der Begriff Intercultural Awareness – Interculturality ein fundamentaler Baustein der Kommunikation und bedeutet die Fähigkeit ein Bewusstsein zur eigenen Kultur, aber auch zu einer weiteren Kultur zu besitzen. Dieses Bewusstsein kann durch Kreativität und Sensibilität gestärkt werden. Durch diese Stärkung ist es denkbar, potenzielle Missverständnisse vorher ausräumen zu können. (vgl. 2019)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Relevanz interkultureller Sensibilität durch die voranschreitende Globalisierung und definiert das Ziel sowie die Problemstellung des Assignments.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden Definitionen zur interkulturellen Kompetenz und Sensibilität erarbeitet und maßgebliche kulturwissenschaftliche Theorien, wie das Modell von Schwartz oder Hofstede, vorgestellt.
3 Konzeptioneller Teil: Dieser Abschnitt dient der praktischen Einordnung, wobei die vorbereitende Analyse und die anschließende Analyse interkultureller Anforderungen bei Auslandseinsätzen im Fokus stehen.
4 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse strukturiert zusammen, bietet eine kritische Reflexion des Vorgehens und formuliert einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Interkulturelle Kompetenz, IKK, Interkulturelle Sensibilität, Kulturmodelle, Weltwerte-Studie, Global Cultural Map, Expatriates, Auslandseinsatz, Interkulturelles Training, Intercultural Awareness, BIW-Theorie, Kommunikationskompetenz, Werte-Theorie, Resilienz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen und methodischen Grundlagen zur Förderung interkultureller Sensibilität und deren praktischer Relevanz für die Vorbereitung von Fachkräften auf Auslandseinsätze.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert auf interkulturelle Kompetenzmodelle, die Auswirkungen der Globalisierung, Kulturvergleichsstudien sowie die Anwendung von spezifischen Erkenntnissen (z. B. Schwartz' Werten oder der Global Cultural Map) in Trainingskontexten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel besteht darin, den aktuellen Forschungsstand zu sichten und Wege aufzuzeigen, wie interkulturelle Trainings gestaltet sein müssen, um Expatriates erfolgreich auf die Anforderungen fremder Kulturen vorzubereiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorienanalyse, die existierende Modelle interkultureller Kompetenz mit aktuellen wissenschaftlichen Studien und Daten abgleicht und kritisch hinterfragt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden wesentliche kulturwissenschaftliche Theorien wie die BIW-Theorie nach Schwartz, Hofstedes Kulturdimensionen sowie die Global Cultural Map detailliert erläutert und anschließend auf den Kontext der Vorbereitung von Expatriates angewendet.
Welche Schlagworte charakterisieren das Assignment?
Interkulturelle Kompetenz (IKK), Globalisierung, Kulturmodelle, Expatriate-Management und interkulturelle Trainingsformate sind die prägenden Begriffe.
Warum ist das Verständnis von "Interdisciplinary Awareness" laut Bolten wichtig?
Es bildet die Grundlage für eine effektive Kommunikation und das Bewusstsein über die eigene kulturelle Prägung sowie die Fähigkeit, Missverständnissen durch Sensibilität proaktiv entgegenzuwirken.
Welche Rolle spielen Werte bei der Vorbereitung von Expatriates?
Werte wie Sicherheit, Tradition und individuelle Ausprägungen fungieren als Bewertungsmuster, die das Handeln in einer fremden Kultur maßgeblich beeinflussen und bei deren Verstehen entscheidend zum Erfolg beitragen.
- Citar trabajo
- Björn Ridders (Autor), 2023, Förderung von intercultural awareness. Analyse des Forschungsstands als Basis für ein Training zur interkulturellen Sensibilität, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1339238