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Schwarzer Humor in E.W. Heines Erzählung "Kulu Kulu"

Title: Schwarzer Humor in E.W. Heines Erzählung "Kulu Kulu"

Term Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christoph Höbel (Author)

German Studies - Linguistics
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„Dieser Heine kann erzählen!“ , E. W. Heine sei ein Meister des Schwarzen Humors, belehrte mich eine befreundete Buchhändlerin und somit war der Grundstein für diese Arbeit gelegt. Sie versucht, die Verbindung der Heineschen Erzählkunst mit Schwarzem Humor hervorzuheben.
Anfangs wird versucht, eine Philosophie des Erzählens nach einem Zitat und eigenen Aussagen von E.W. Heine zu entwickeln. Daraufhin wird am Beispiel einzelner Textstellen aus der Erzählung ‚Kulu Kulu’ der lustige Effekt des Erzählens untersucht, also die Frage, wie der Leser zum Lachen gebracht wird. Als Abschluss der Untersuchung wird die Erzählung mit der Theorie des Schwarzen Humors nach Michael Hellenthal konfrontiert. Da Hellenthals Arbeit den Forschungsstand über den Schwarzen Humor sehr gut darstellt und sich viele andere gesichtete Artikel über dieses Thema auf Hellenthal beziehen, oder von ihm selbst verwendet werden, basiert auch diese Arbeit auf der von ihm entwickelten Theorie.
Es ist sehr interessant, Heines Erzählungen auch in einem kulturellen Blickwinkel zu betrachten, da der Autor selbst mehrere Jahre in Südafrika lebte , sind einzelne Verweise auf diesen Aspekt Heineschen Schaffens zu finden. Jedoch muss im Rahmen dieser Arbeit auf tiefer gehende interkulturelle Untersuchungen verzichtet werden. So wäre eine Untersuchung der südafrikanischen Eigennamen ein interessantes Thema für eine weitere Arbeit.
In einer literaturwissenschaftlichen Arbeit wäre auch die Frage der Bedeutung des Motivs der Zwillinge von Interesse , doch würde eine solche Erörterung den sprachwissenschaftlichen Rahmen der Arbeit, die Wirkung der verwendeten sprachlichen Mittel und die Elemente des Schwarzen Humors zu untersuchen, sprengen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. E. W. Heines Philosophie des Erzählens

3. Die Sprache in der Erzählung Kulu Kulu

4. Elemente des Schwarzen Humors in der Erzählung ‚Kulu Kulu’

4.1. Strukturelle Elemente des Schwarzen Humors

4.2. Inhaltliche Elemente des Schwarzen Humors

4.3. Sprachliche Elemente des Schwarzen Humors

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Erzählung ‚Kulu Kulu‘ von E. W. Heine im Kontext der literarischen Theorie des Schwarzen Humors. Das primäre Ziel ist es, die spezifischen Erzählmechanismen, sprachlichen Mittel und inhaltlichen Motive zu identifizieren, die Heines Werk als Vertreter des Schwarzen Humors charakterisieren, wobei insbesondere die Spannung zwischen kulturellen Differenzen und der grotesken Auflösung durch die Pointe im Fokus steht.

  • Entwicklung einer Philosophie des Erzählens basierend auf E. W. Heines eigenen Aussagen.
  • Analyse sprachlicher Stilmittel, Symbole und Kontraste in ‚Kulu Kulu‘.
  • Untersuchung der strukturellen und inhaltlichen Elemente des Schwarzen Humors gemäß der Theorie von Michael Hellenthal.
  • Betrachtung der kulturellen und ideologischen Implikationen sowie der ironischen Erzählweise.

Auszug aus dem Buch

4.1. Strukturelle Elemente des Schwarzen Humors

Nach der grundlegenden Theorie des Schwarzen Humors von Michael Hellenthal ist die „’Verdrehung’ am Anfang“25, das Entwickeln einer fantastischen Idee, die Grundlage für den sich daraus ergebenden logischen Handlungsablauf.26 In diesem Fall wird die Verdrehung der Realität in einem Dialog zwischen den Hauptfiguren Frau Neumann und Tugela entwickelt, in dessen Ablauf Tugela vom Erfolg eines Fruchtbarkeitszaubers des Medizinmanns ihres Stammes, dem sogenannten „Kulu Kulu“, berichtet (Vgl. S.110). Im Verlauf der Erzählung wird die Idee, dass es wirksame Magie in der Welt gibt, zu einer Grundhaltung der Erzählung.

Indem die Perspektive des Lesers dahingehend verschoben wird, dass Magie in der Welt als eine gegebene Tatsache akzeptiert wird, baut Heine auf diesem Fundament den weiteren Verlauf der Handlung27. Die Haltung der realen Welt steht der Welt des Schwarzen Humors gegenüber: Sie wird symbolisiert durch die Figur der Frau Neumann – die „mehr neugierig als gläubig“ (S.112) den Zauber entgegennimmt und seine Hilfe beansprucht – wohingegen Tugela als „schwarzes Mädchen“ (S.108) die Welt des Schwarzen Humors – die Akzeptanz von Übernatürlichem – verkörpert. Doch reihen sich die Ereignisse im Verlauf der Handlung logisch aneinander und die von der Grundhaltung im Leser erweckten Erwartungen werden nicht enttäuscht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Entstehungsgeschichte der Arbeit, stellt die Forschungsfrage bezüglich der Verbindung von Heines Erzählkunst mit Schwarzem Humor und definiert den theoretischen Rahmen durch den Rückgriff auf Michael Hellenthal.

2. E. W. Heines Philosophie des Erzählens: Dieses Kapitel analysiert Heines Verständnis von Literatur, in dem er die Dramatisierung und den überraschenden Effekt über die realistische Darstellung stellt, was als Grundvoraussetzung für seinen Schwarzen Humor dient.

3. Die Sprache in der Erzählung Kulu Kulu: Hier werden die sprachlichen Mittel wie Kontraste, Symbole und Metaphern untersucht, die sowohl eine heitere Erzählweise ermöglichen als auch kulturelle Differenzen thematisieren.

4. Elemente des Schwarzen Humors in der Erzählung ‚Kulu Kulu’: In diesem zentralen Teilkapitel werden die strukturellen, inhaltlichen und sprachlichen Aspekte des Werks detailliert auf ihre Übereinstimmung mit der Theorie des Schwarzen Humors geprüft.

5. Schluss: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen und würdigt Heines Fähigkeit, durch den Schwarzen Humor gesellschaftliche Konventionen und die Grenzen des menschlichen Erkenntnisstrebens kritisch zu hinterfragen.

Schlüsselwörter

E. W. Heine, Kulu Kulu, Schwarzer Humor, Michael Hellenthal, Erzähltheorie, Pointe, Ironie, kulturelle Differenz, Literaturwissenschaft, Moderne, Kurzgeschichte, Motivik, Symbole, Magie, Konventionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Erzählung ‚Kulu Kulu‘ von E. W. Heine hinsichtlich ihrer Einordnung in das Genre des Schwarzen Humors.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Philosophie des Erzählens bei Heine, die Funktion von Sprache zur Kontrastbildung sowie die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konventionen wie Religion und interkulturellen Unterschieden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Heine durch den gezielten Einsatz von Schwarzem Humor den Leser zur Reflexion über die Grenzen rationaler Erklärungsmodelle anregt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse, die den Primärtext mit der theoretischen Grundlage des Schwarzen Humors nach Michael Hellenthal konfrontiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Heines Erzählphilosophie, die sprachliche Analyse der Erzählung sowie die detaillierte Aufarbeitung der strukturellen und inhaltlichen Elemente des Schwarzen Humors.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Schwarzer Humor, Ironie, Pointe, Perspektivverschiebung und kulturelle Kontraste stehen im Zentrum der begrifflichen Untersuchung.

Wie spielt die kulturelle Herkunft der Charaktere eine Rolle?

Der Gegensatz zwischen der europäischen Sichtweise der Protagonistin und der afrikanischen Kultur, verkörpert durch das Hausmädchen Tugela, dient als strukturelles Element, um die Wirksamkeit von Magie in die Geschichte einzuführen.

Welche Bedeutung kommt der Pointe am Ende zu?

Die Pointe wirkt als Wendepunkt, der die bis dahin heitere Erzählung durch die Konfrontation von Keuschheitsgebot und magischer Schwangerschaft in den Bereich des Grotesken überführt.

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Details

Title
Schwarzer Humor in E.W. Heines Erzählung "Kulu Kulu"
College
University of Trier  (Fachbereich II Germanistik)
Course
Proseminar: Spielarten des Komischen in der Sprache
Grade
1,0
Author
Christoph Höbel (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V133956
ISBN (eBook)
9783640416226
ISBN (Book)
9783640405862
Language
German
Tags
E.W. Heine populäre Literatur Kurzprosa Erzählungen Kulu Kulu Schwarzer Humor Michael Hellenthal afrikanische und deutsche Kultur Zwillinge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Höbel (Author), 2003, Schwarzer Humor in E.W. Heines Erzählung "Kulu Kulu", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133956
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