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Psychisch Kranke als soziale Randgruppe

Titre: Psychisch Kranke als soziale Randgruppe

Dossier / Travail , 2006 , 26 Pages , Note: 1,9

Autor:in: Natallia Prykhozhka (Auteur)

Sociologie - Politique, Majorités, Minorités
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die hier vorliegende Hausarbeit entstand im Rahmen des Hauptseminars „Soziale Randgruppen“ im Sommersemester 2006 und fasst die Ergebnisse einer mehrmonatigen Beschäftigung mit dem Thema sozialer Randgruppen und der Stigmatisierung psychisch Kranker zusammen.
Der Titel der Arbeit „Psychisch Kranke als soziale Randgruppe“ beinhaltet schon den Schwerpunkt, welcher im weiteren Verlauf näher beleuchtet werden soll. Zum einen wird im ersten Kapitel den Begriffen der sozialen Randgruppe und der Stigmatisierung eine Definition gegeben. Dabei wird besonders auf negative Auswirkungen der Diskriminierung von stigmatisierten Personen hingewiesen.
Des Weiteren wird es im zweiten Kapitel auf soziale Randgruppe von psychisch Erkrankten eingegangen. Fürs Erste wird ein Versuch unternommen, das Erscheinungsbild von psychisch kranken Menschen in der Vergangenheit und in den modernen Gesellschaften zu differenzieren. Es wird ferner, teilweise mit Hilfe von Abbildungen, eine Übersicht über die Arten psychischer Störungen, Behandlungsmethoden, psychiatrische Versorgungstype in Deutschland und damit verbundene Probleme gegeben.
Abschließend werden Antistigmakampagnen vorgestellt, die sich weltweit mithilfe der Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit gegen die Diskriminierung von psychisch Erkrankten einsetzen. Es wird unter anderem für eine erfolgreichere Zusammenarbeit zwischen psychiatrischen Einrichtungen, Medien und Vereinigungen plädiert, die für die Entstigmatisierung psychischer Krankheiten kämpfen.
Das Ziel der vorliegenden Hausarbeit besteht vor allem darin, den Gesamtüberblick über die durch Stigmatisierung entstehenden Probleme mit dem Schwerpunkt auf der sozialen Randgruppe psychisch Kranker zu vermitteln.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Soziale Randgruppen im Überblick

1.1 Stigma und Stigmatisierung

2. Psychisch Kranke als soziale Randgruppe

2.1 Der historisch-gesellschaftliche Hintergrund

2.2 Das Erscheinungsbild vom psychisch Kranken in den modernen Gesellschaften

2.3 Der Weg zum Psychiater

2.4 Die Versorgung psychisch Kranker in Deutschland

2.4.1 Psychiatrische Versorgungstypen

2.5 Die Entstigmatisierung psychischer Krankheiten

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die durch Stigmatisierung entstehenden Probleme zu vermitteln, wobei der Fokus gezielt auf der sozialen Randgruppe der psychisch Kranken liegt. Dabei wird analysiert, wie gesellschaftliche Normen zur Ausgrenzung beitragen und welche Auswirkungen dies auf die Lebenssituation Betroffener hat.

  • Definition und theoretische Einordnung sozialer Randgruppen
  • Historische Entwicklung des Bildes von psychisch Kranken
  • Analyse der psychiatrischen Versorgungsstrukturen in Deutschland
  • Einfluss von Medien und Vorurteilen auf die Stigmatisierung
  • Wirksamkeit und Ansätze internationaler Antistigmakampagnen

Auszug aus dem Buch

1. Soziale Randgruppen im Überblick

Den Begriff „soziale Randgruppen“ wurde von Fürstenberg (1965) eingeführt. Er sah die Entstehung von Randgruppen in den misslungenen Sozialisations- und Integrationsprozessen Einzelner. Von Fürstenberg stammt auch die erste Konzeption der sozialen Randgruppe: „Derartige lose oder fester organisierte Zusammenschlüsse von Personen, die durch ein niedriges Niveau der Anerkennung allgemein-verbindlicher soziokultureller Werte und Normen und der Teilhabe an ihren Verwirklichungen sowie am Sozialleben überhaupt gekennzeichnet sind […]“ Es werden dementsprechend folgende soziale Randgruppen genannt:

Es soll von Anfang an darauf hingewiesen werden, dass Randgruppen nicht von selbst entstehen. Ganz im Gegenteil werden sie von der „herrschenden Mehrheit“ produziert. Jede Gesellschaft verfügt über ein System sozialer Normen. Dieses Normensystem besteht aus einer Sammlung von „Anweisungen“, die das Verhalten des Mitglieds einer Gesellschaft in verschiedensten Bereichen seiner alltäglichen Tätigkeit koordinieren. Einige Normen sind dabei gesetzlich festgelegt, andere gehen auf Sitten und Bräuche, die als kulturelle Güter bezeichnet werden, zurück. Die „herrschende Mehrheit“ sorgt einerseits dafür, sich selbst an die „Regeln“ zu halten, andererseits kontrolliert sie, ob das Verhalten ihrer Mitbürger von diesen Normen abweicht. Die durch sein atypisches Verhalten stark auffallenden Individuen werden distanziert und aus der Gesellschaft „normaler Bürger“ ausgeschlossen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Soziale Randgruppen im Überblick: Dieses Kapitel führt den Begriff der sozialen Randgruppe ein und erläutert deren Entstehung durch gesellschaftliche Normensysteme und Ausstoßprozesse.

1.1 Stigma und Stigmatisierung: Hier wird der Prozess der Stigmatisierung als Folge eines Ausstoßprozesses definiert und die damit verbundenen schwerwiegenden negativen sozialen Folgen für das Individuum aufgezeigt.

2. Psychisch Kranke als soziale Randgruppe: Dieser Teil betrachtet spezifisch die Personengruppe der psychisch Kranken und ihre Rolle als soziale Randgruppe innerhalb der Gesellschaft.

2.1 Der historisch-gesellschaftliche Hintergrund: Das Kapitel zeichnet den Wandel im Umgang mit psychischen Störungen von der Dämonisierung in der frühen Geschichte bis hin zu modernen Ansätzen nach.

2.2 Das Erscheinungsbild vom psychisch Kranken in den modernen Gesellschaften: Es wird analysiert, wie Vorurteile und das negative Image psychiatrischer Einrichtungen weiterhin zur sozialen Distanzierung führen.

2.3 Der Weg zum Psychiater: Dieser Abschnitt beschreibt die Hindernisse und sozialen Stationen, die ein Betroffener durchläuft, bevor er professionelle psychiatrische Hilfe in Anspruch nimmt.

2.4 Die Versorgung psychisch Kranker in Deutschland: Hier wird das System der psychiatrischen Versorgung in Deutschland, einschließlich der rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen, beleuchtet.

2.4.1 Psychiatrische Versorgungstypen: Es erfolgt eine detaillierte Differenzierung in ambulante, stationäre und komplementäre Versorgungsformen sowie deren jeweilige Problempunkte.

2.5 Die Entstigmatisierung psychischer Krankheiten: Das Abschlusskapitel stellt weltweite Programme zur Entstigmatisierung vor und diskutiert die Schwierigkeit der Veränderung tief verwurzelter gesellschaftlicher Stereotype.

Schlüsselwörter

Soziale Randgruppe, Stigmatisierung, Psychiatrie, Psychische Störung, Diskriminierung, Soziale Normen, Vorurteile, Ausgrenzung, Gesundheitsversorgung, Antistigmakampagnen, Psychiatrieerfahrene, Integration, Mediale Darstellung, Soziale Identität, Versorgungsstrukturen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse sozialer Randgruppen und konzentriert sich dabei speziell auf die Stigmatisierung und soziale Ausgrenzung psychisch erkrankter Menschen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die soziologische Definition von Randgruppen, die historische Entwicklung psychiatrischer Behandlungen, die Versorgungslandschaft in Deutschland sowie globale Antistigmabestrebungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen fundierten Gesamtüberblick über die durch Stigmatisierung entstehenden gesellschaftlichen Probleme bei psychisch kranken Menschen zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die theoretische Konzepte und empirische Studien zur Stigmatisierung zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung von Randgruppen, die Analyse der stigmatisierten Identität des psychisch Kranken sowie die praktische Auseinandersetzung mit Versorgungsstrukturen und Aufklärungsmaßnahmen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Stigmatisierung, soziale Randgruppe, psychische Gesundheit, gesellschaftliche Normen und psychiatrische Versorgung.

Wie beeinflussen Medien die Wahrnehmung psychisch Kranker?

Laut der Arbeit tragen Medien durch Sensationsberichte und die Verknüpfung psychischer Störungen mit Gewalt oft zur Verstärkung von Stereotypen und damit zur weiteren Ausgrenzung bei.

Warum ist die Entstigmatisierung psychisch Kranker so schwierig?

Die Arbeit weist darauf hin, dass negative Stereotype tief in den menschlichen Bedürfnissen nach Abgrenzung und Selbstschutz verwurzelt sind und sich daher nur äußerst langsam verändern lassen.

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Résumé des informations

Titre
Psychisch Kranke als soziale Randgruppe
Université
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Note
1,9
Auteur
Natallia Prykhozhka (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
26
N° de catalogue
V134024
ISBN (ebook)
9783640416516
ISBN (Livre)
9783640412037
Langue
allemand
mots-clé
soziale Randgruppen Stigma Stigmatisierung Entstigmatisierung psychisch Kranke Psychiatrische Versorgungstypen Antistigmakampagnen psychische Störungen stigmatisierte Personen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Natallia Prykhozhka (Auteur), 2006, Psychisch Kranke als soziale Randgruppe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134024
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Extrait de  26  pages
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