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Verschiedene Gesellschaftstheorien im Vergleich – Wie wird die zukünftige gesellschaftliche Entwicklung gesehen?

Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Erkenntniswert von Diagnosen und Typisierungen moderner Gesellschaften

Title: Verschiedene Gesellschaftstheorien im Vergleich – Wie wird die zukünftige gesellschaftliche Entwicklung gesehen?

Term Paper , 2000 , 40 Pages , Grade: 1

Autor:in: Andreas Brand (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Summary Excerpt Details

Die Zukunft bzw. Aussagen über die Zukunft haben angesichts der Jahrtausendwende Hochkonjunktur. Wissenschaftler, speziell Zukunfts- oder Trendforscher, werden zu Rate gezogen. Sie äußern verschiedene Meinungen über zukünftige Entwicklungen der Gesellschaft, die durch starke Unsicherheit gekennzeichnet sind.
Diese Arbeit versucht, Klarheit über die Meinungen und zukünftigen Entwicklungen auf der Basis eines Vergleichs an Gesellschaftstheorien zu schaffen. Der Vergleich der verschiedenen Fokusse der modernen Gesellschaftstheorien lässt die wichtigsten Entwicklungen präziser hervortreten. Die Zukunft ist zwar unvorhersagbar, wird aber durch die Vergangenheit und die Gegenwart eingeschränkt. Also sind Prognosen auf der Grundlage von gegenwärtigen Theorien möglich. Zusätzlich kann ein Theorievergleich helfen, Redundanzen zwischen Theorien abzubauen, verschiedene Theorien zu verbinden und dadurch Theorien mit höherem Abstraktions- bzw. Allgemeinheitsgrad zu schaffe

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung/Aufgabenstellung

2. Die Theorien

3. Das Raster

3.1 Vorläufer des Theorievergleichs

3.2 Die Kriterien zur Analyse

4. Die Analyse

4.1 Zu Kriterium 1: Diskussionsverlauf, Hauptvertreter und Strittigkeit

4.2 Zu Kriterium 2: Bezugspunkt der Theorie (Bezugszeit und –ort)

4.3 Zu Kriterium 3: Fokus der Theorie

4.4 Zu Kriterium 4: Die Zukunftsvorstellungen und Folgen des sozialen Wandels

5. Schlusswort

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, durch einen systematischen Vergleich verschiedener moderner Gesellschaftsmodelle Klarheit über deren unterschiedliche Deutungen zukünftiger gesellschaftlicher Entwicklungen zu schaffen. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie der soziale Wandel und die damit verbundenen Zukunftsperspektiven in den gewählten Theorien verortet und bewertet werden.

  • Vergleichende Analyse von Gesellschaftsmodellen wie Postindustrielle, Informations-, Welt-, Zivil-, Postmoderne, Individualisierte, Risiko- und Erlebnisgesellschaft.
  • Erarbeitung eines Rasters zur systematischen Untersuchung des Diskussionsverlaufs, des räumlich-zeitlichen Bezugs, des theoretischen Fokus und der Zukunftsvorstellungen.
  • Untersuchung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden sowie der erkenntnistheoretischen Relevanz der Ansätze.
  • Identifikation zentraler Treiber des sozialen Wandels und künftiger Konfliktlinien in modernen Gesellschaften.

Auszug aus dem Buch

Postindustrielle Gesellschaft

Im Mittelpunkt der Postindustriellen Gesellschaft stehen Dienstleistungen, weswegen sie auch Dienstleistungsgesellschaft genannt wird. Dienstleistungen sind Tätigkeiten, wie z.B. Heilen, Beraten, Helfen, Lehren, Erziehen, Reinigen, Forschen, etc. „Dies liegt, so die Begründung bei den meisten Theoretikern, am besonderen Charakter der Dienstleistungsarbeit: sie ist gekennzeichnet durch das ‚Uno-actu-Merkmal‘, d.h. Produktion und Verbrauch finden bei Dienstleistungen orts- und zeitgleich in derselben Handlung statt“ (Häußermann/Siebel, 1995, S.24). Die bekanntesten Vertreter dieser Theorie neben vielen anderen sind Jean Fourastié, Daniel Bell und Alain Touraine.

Fourastié beobachtete die Veränderung der Beschäftigungsstruktur vom ersten Sektor, Land- und Forstwirtschaft, über den zweiten, industriellen Sektor, zum dritten, dem Dienstleistungssektor.

„Der wissenschaftliche Fortschritt bedingt den technischen Fortschritt. Dieser steigert die Produktivität und wird dadurch zur Quelle des gesellschaftlichen Reichtums. Mit wachsendem Reichtum verschieben sich die Bedürfnisstrukturen und damit die Konsumpräferenzen zugunsten von Luxusgütern und Dienstleistungen. Die Dienstleistungsproduktion ist weitgehend resistent gegen den technischen Fortschritt und damit gegen Produktivitätssteigerungen, also muß ein immer größerer Anteil der Arbeitskräfte im Dienstleistungssektor arbeiten. Technischer Fortschritt und Wandel der Konsumpräferenzen bedingen somit einen Strukturwandel des Beschäftigtensystems in Richtung auf höher qualifizierte und weniger belastende Arbeit in Dienstleistungsberufen, einen Wandel der Lebensweise in Richtung auf eine humane Urbanisierung sowie einen Wandel der Bedürfnisstrukturen in Richtung auf ‚höhere‘ Ansprüche. Das Wachstum verbrauchsbezogener Dienstleistungen aufgrund steigender Konsumentennachfrage ist der entscheidende Motor für den Wandel“ (Häußermann/Siebel, 1995, S.36).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung/Aufgabenstellung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Zukunftsprognosen ein und begründet die Auswahl der zu vergleichenden Gesellschaftsmodelle zur Klärung gesellschaftlicher Entwicklungen.

Die Theorien: Es werden die zentralen Ansätze wie Postindustrielle, Informations-, Welt-, Zivil-, Postmoderne, Individualisierte, Risiko- und Erlebnisgesellschaft in ihren Kernmerkmalen vorgestellt.

Das Raster: Dieses Kapitel etabliert einen Vergleichsrahmen basierend auf früheren methodischen Ansätzen und eigenen Kriterien für die Analyse der Theorien.

Die Analyse: Die gewählten Theorien werden nacheinander anhand der Kriterien Diskussionsverlauf, räumlich-zeitlicher Bezug, Fokus und Zukunftsvorstellungen detailliert untersucht und miteinander in Beziehung gesetzt.

Schlusswort: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei die Trends der Individualisierung, Globalisierung und Tertiärisierung als maßgeblich für die moderne Gesellschaftsentwicklung identifiziert werden.

Literatur: Das Kapitel enthält das Verzeichnis aller verwendeten Quellen und Referenzen.

Schlüsselwörter

Gesellschaftstheorien, Sozialer Wandel, Zukunftsvorstellungen, Postindustrielle Gesellschaft, Informationsgesellschaft, Weltgesellschaft, Zivilgesellschaft, Postmoderne, Individualisierung, Risikogesellschaft, Erlebnisgesellschaft, Globalisierung, Strukturwandel, Soziologie, Prognosen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht moderne Gesellschaftstheorien, um deren unterschiedliche Diagnosen hinsichtlich der zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklung und der damit verbundenen Herausforderungen systematisch zu untersuchen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt Themen wie den Übergang zur Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft, die Auswirkungen der Globalisierung, den Wandel von Lebensstilen und Identitäten sowie neue Risikolagen in modernen Gesellschaften.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Klarheit über die Meinungen zu zukünftigen Entwicklungen zu schaffen, indem die unterschiedlichen Fokusse der Theorien herausgearbeitet und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede identifiziert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine systematische, vergleichende Analyse genutzt, die auf einem eigens entwickelten Raster basiert, um die Theorien anhand definierter Kriterien strukturiert gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Theorien einzeln erläutert und anschließend auf Basis eines Analyse-Rasters hinsichtlich ihres Diskussionsverlaufs, ihrer zeitlichen und räumlichen Bezüge, ihres theoretischen Fokus und ihrer Prognosen für die Zukunft detailliert verglichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Gesellschaftstheorien, Sozialer Wandel, Globalisierung, Individualisierung, sowie die spezifischen Gesellschaftsmodelle wie Risiko- oder Informationsgesellschaft.

Wie unterscheidet sich die "Risikogesellschaft" von der "Individualisierten Gesellschaft"?

Während die Individualisierte Gesellschaft primär auf die Auflösung klassischer Strukturen und den Zuwachs an individuellen Entscheidungsspielräumen fokussiert, stellt die Risikogesellschaft die durch den Modernisierungsprozess selbst erzeugten, globalen Gefährdungen und deren neue Reintegrationsmuster ins Zentrum.

Welche Bedeutung hat die "Zivilgesellschaft" in diesem Vergleich?

Die Zivilgesellschaft nimmt eine Sonderrolle ein, da sie als politisch-philosophische Theorie stärker den öffentlichen Diskurs und die demokratische Partizipation betont, anstatt sich primär auf sozialstrukturelle Merkmale zu stützen.

Wie bewerten die Theorien den Rückzug der Individuen ins Private?

Die verschiedenen Ansätze interpretieren diesen Rückzug unterschiedlich: Während die Zivilgesellschaft darin eine Folge der Passivität und Entfremdung sieht, deutet die Individualisierungsthese dies als Ausdruck eines vergrößerten, aber teils überfordernden Entscheidungsspielraums.

Was ist das zentrale Fazit zur Integrationsfähigkeit der Theorien?

Die Arbeit stellt fest, dass eine Integration der Theorien wünschenswert wäre, da sie sich zwar auf ähnliche gesellschaftliche Veränderungen beziehen, diese aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten betrachten und sich somit gegenseitig ergänzen könnten.

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Details

Title
Verschiedene Gesellschaftstheorien im Vergleich – Wie wird die zukünftige gesellschaftliche Entwicklung gesehen?
Subtitle
Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Erkenntniswert von Diagnosen und Typisierungen moderner Gesellschaften
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Soziologie)
Grade
1
Author
Andreas Brand (Author)
Publication Year
2000
Pages
40
Catalog Number
V134036
ISBN (eBook)
9783640416578
ISBN (Book)
9783640413188
Language
German
Tags
Gesellschaftstheorie gesellschaftliche Entwicklung Postindustrielle Gesellschaft - Informationsgesellschaft Weltgesellschaft Zivilgesellschaft Postmoderne Gesellschaft Individualisierte Gesellschaft Risikogesellschaft Erlebnisgesellschaft Gesellschaftsdiagnose
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Brand (Author), 2000, Verschiedene Gesellschaftstheorien im Vergleich – Wie wird die zukünftige gesellschaftliche Entwicklung gesehen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134036
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