Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie stark der Einfluss von narzisstischem Führungsverhalten auf das Verhalten und die Absichten der Mitarbeiter ist. Aus diesem Grund wird im ersten Teil dieser Arbeit der theoretische Hintergrund von Narzissmus und den weiteren Variablen beleuchtet. Zudem wird eine kurze Erläuterung der einzelnen Begriffe gegeben. Anschließend werden die in Kapitel 2.7 formulierten Forschungshypothesen mit statistischen Verfahren untersucht. Den Abschluss der Arbeit bildet eine kritische Diskussion, in welcher die Ergebnisse und die Validitätsbedrohungen diskutiert werden.
"Jeder Mensch ist in gewisser Weise ein Narzisst. Dies ist für ein stabiles Selbstwertgefühl unumgänglich. Ein übersteigertes Selbstwertgefühl bei Führungskräften und Managern, verbunden mit Selbstüberschätzung, birgt jedoch Gefahren für eine Organisation". Jeder hat schon einmal einen Menschen kennen gelernt, von dem er gedacht hat: welch eine charismatisch und charmant Art dieser doch hat - unabhängig davon ob im beruflichen oder privaten Kontext. Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass dies im beruflichen Kontext vorkam. Es wird angenommen, dass die Zahl der Menschen mit der Tendenz zu einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung dreieinhalbmal häufiger in Führungspositionen vorkommt als im Durchschnitt der Bevölkerung. Da angenommen werden kann, dass aus narzisstisch geprägtem Führungsverhalten Belastungsfaktoren für die Mitarbeiter resultieren, ist dies eine alarmierende Zahl. Es kann davon ausgegangen werden, dass dies ein Problem ist, welches sich bei mangelnder Aufmerksamkeit und fehlender Maßnahmen weiter ausbauen kann. Einer in Österreich durchgeführten Studie von Deloitte zufolge geben 19 % der befragen Personen an, aufgrund der Unzufriedenheit mit ihrer Führungskraft den Job wechseln zu wollen.
Exposé zur Bachelorarbeit https://www.grin.com/document/1340904.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand
2.1 Führung und Führungsverhalten
2.2 Narzissmus
2.3 Fluktuation
2.4 Irritation
2.5 Selbstwert
2.6 Die soziale Austauschtheorie
2.7 Forschungshypothesen
3 Methode
3.1 Design, Durchführung und Stichprobenkonstruktion
3.2 Erhebungsinstrumente und -material
3.3 Datenanalyse
4 Ergebnisse
4.1 Die Stichprobenbeschreibung
4.2 Ergebnisse zu den einzelnen Fragestellungen und Hypothesen
4.3 Weitere Befunde
5 Diskussion
5.1 Inhaltliche Diskussion
5.2 Methodische Diskussion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von narzisstisch geprägtem Führungsverhalten auf die Mitarbeiter, wobei insbesondere die Auswirkungen auf das Verhalten und die Absichten der Mitarbeiter analysiert werden.
- Zusammenhang zwischen narzisstischem Führungsverhalten und der Fluktuation von Mitarbeitern.
- Analyse der Wirkung von Führungsverhalten auf die Irritation von Mitarbeitern.
- Rolle des Selbstwerts im Kontext organisationaler Ressourcen.
- Untersuchung der sozialen Austauschtheorie im Führungsalltag.
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
„Jeder Mensch ist in gewisser Weise ein Narzisst. Dies ist für ein stabiles Selbstwertgefühl unumgänglich. Ein übersteigertes Selbstwertgefühl bei Führungskräften und Managern, verbunden mit Selbstüberschätzung, birgt jedoch Gefahren für eine Organisation“ (Klaus & Mischkowski, 2011, S.17). Jeder hat schon einmal einen Menschen kennen gelernt, vom dem er gedacht hat: welche eine charismatisch und charmant Art dieser doch hat - unabhängig davon ob im beruflichen oder privaten Kontext. Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass dies im beruflichen Kontext vorkam. Es wird angenommen, dass die Zahl der Menschen mit der Tendenz zu einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung dreieinhalbmal häufiger in Führungspositionen vorkommt als im Durchschnitt der Bevölkerung (vgl. Groll, 2015). Da angenommen werden kann, dass aus narzisstisch geprägtem Führungsverhalten Belastungsfaktoren für Mitarbeiter resultieren, ist dies eine alarmierende Zahl (vgl. Pfeiffer, 2013). Es kann davon ausgegangen werden, dass dies ein Problem ist, welches sich bei mangelnder Aufmerksamkeit und fehlenden Maßnahmen ausbauen kann. Einer in Österreich durchgeführten Studie von Deloitte zufolge geben 19% der befragten Personen an, aufgrund der Unzufriedenheit mit ihrer Führungskraft den Job wechseln zu wollen (vgl. Brence, Nowshad, Wallner, Bauer, 2019). Die nachfolgende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage wie stark der Einfluss von narzisstischem Führungsverhalten auf das Verhalten und die Absichten der Mitarbeiter ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der narzisstisch geprägten Führung ein und erläutert die Relevanz der Forschungsfrage für eine moderne Organisation.
2 Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten wie Narzissmus, Irritation, Fluktuation und Selbstwert wissenschaftlich verortet und theoretisch begründet.
3 Methode: Der Abschnitt beschreibt das gewählte Forschungsdesign, die Stichprobenkonstruktion sowie die eingesetzten Erhebungsinstrumente für die quantitative Analyse.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel widmet sich der deskriptiven Darstellung der erhobenen Daten und prüft die zuvor aufgestellten Forschungshypothesen.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, in einen größeren organisationalen Kontext gesetzt und hinsichtlich ihrer methodischen Validität geprüft.
Schlüsselwörter
Narzissmus, Führungsverhalten, Führungskraft, Mitarbeiter, Fluktuation, Irritation, Selbstwert, soziale Austauschtheorie, organisationale Resilienz, Arbeitszufriedenheit, Personalführung, quantitative Forschung, Mitarbeiterbindung, Arbeitspsychologie, Führungserfolg.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen eines narzisstisch geprägten Führungsstils in Unternehmen auf die psychische Gesundheit und die Fluktuationsneigung der geführten Mitarbeiter.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentrale Themen sind die psychologischen Aspekte der Führung, die Auswirkungen von Persönlichkeitsstörungen in Führungspositionen sowie die daraus resultierenden organisationalen Konsequenzen.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, inwieweit narzisstisches Führungsverhalten die Irritation und die Fluktuation von Mitarbeitern statistisch signifikant beeinflusst.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird ein quantitativer Forschungsansatz verfolgt, bei dem Daten mittels einer einmaligen Online-Befragung erhoben und anschließend mittels Korrelations- und Moderator-Analyse ausgewertet werden.
Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?
Er umfasst die theoretische Fundierung der Variablen, das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung sowie die anschließende statistische Auswertung und kritische Diskussion der Ergebnisse.
Wie lässt sich die Arbeit in Schlüsselwörtern zusammenfassen?
Narzissmus, Führungsverhalten, Mitarbeiterbindung, Fluktuation, Irritation, Selbstwert und organisationale Auswirkungen sind die maßgeblichen Begriffe.
Welche Bedeutung kommt dem Selbstwert in dieser Untersuchung zu?
Der Selbstwert fungiert als Kovariable, die im Rahmen einer Moderator- oder Mediator-Analyse betrachtet wird, um zu prüfen, ob er den Zusammenhang zwischen Führung und Mitarbeiterreaktionen beeinflusst.
Warum wurde die Online-Umfrage als Methode gewählt?
Aufgrund der angestrebten statistischen Signifikanz und des Schneeballverfahrens zur Teilnehmergewinnung stellt die Online-Befragung die effizienteste Methode dar, um eine ausreichende Stichprobengröße zu gewährleisten.
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- Maximilian Aldick (Author), 2020, Die Auswirkungen von narzisstisch geprägtem Führungsverhalten auf Mitarbeiter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1340915