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Das Brot macht die Musik?

Eine Untersuchung der Intention dreier Strophen aus dem Unmutston Walthers von der Vogelweide

Titre: Das Brot macht die Musik?

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 21 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Martina Jansen (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
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Wer kennt ihn nicht –Walther von der Vogelweide.
Wer sich mit Sangspruchdichtung auseinandersetzt, wird erst recht nicht an Walther vorbeikommen. Zwar ist er der Allgemeinheit als Minnesänger bekannt, aber er hat ebenfalls zahlreiche Sangsprüche verfasst, deren Interpretation nicht minder interessant ist. Das heißt Walther von der Vogelweide war beides zugleich: Minnesänger und Sangspruchdichter, was nicht selbstverständlich ist, für Mediävisten aber eine große Bandbreite an Kunst des Dichters bietet. Es bietet uns ebenso eine Menge an Quellen, die uns Hinweise über die Biographie Walthers und die Geschehnisse zu seiner Zeit geben. Dieser große Gehalt der Minnelieder und Sangsprüche ist das, war ihre Interpretation so interessant macht. Man kann sie deshalb in vielerlei Hinsicht auf ihre Intention und Bedeutung hinterfragen. Besonders in Walthers Strophen finden sich vielerlei Themengebiete, die auf sehr unterschiedliche Weise in Erscheinung treten und die immer wieder zu der Frage anregen, inwiefern hier bloße künstlerische Fiktion oder persönliche Reflexionen des Autors vorliegen. Gerade wenn in Walthers Strophen ein Ich spricht, was nicht selten vorkommt, möchte man nur allzu gern glauben Walther spräche von sich und seinen Lebenserfahrungen. Doch damit kommt noch eine weitere Frage ins Spiel: Inwiefern sind diese Strophen dann als Auftragsdichtung zu verstehen; konnte der Dichter mit ihnen sein Geld verdienen?
Wahrscheinlich wird man nie hinreichende Antworten auf diese Fragen finden, da wir zu wenig über die Dichter des Mittelalters wissen und nur aus ihren Liedern und Strophen lesen können. Dennoch kann die sinnvolle Analyse der Werke uns helfen ein Stück weiter in das Mittelalter und seine Sangeskunst einzutauchen.
Diese Arbeit soll deshalb versuchen anhand der näheren Betrachtungen dreier Strophen aus dem Unmutston Walthers von der Vogelweide den leitenden Fragen näher zu kommen und eine Einordnung dieser Strophen zu schaffen. Dabei soll immer der Blick auf den Autor und seine Lebensumstände gerichtet bleiben, damit der Inhalt der Strophen erschlossen werden kann. Es sollen hier deshalb zunächst Leben und Werk Walthers grob skizziert werden, bevor eine eingehende Betrachtung der Strophen stattfindet. Schließlich soll zum Schluss der Versuch gewagt werden Walthers Intentionen und die Rolle seines lyrischen Ichs zu ergründen sowie der Frage nach der Eigenschaft der Strophen als Auftragskunst nachzugehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Walther von der Vogelweide als Sangspruchdichter

2.1 Sangspruchdichtung

2.2 Walther – Person und Werk

3 Der Unmutston

3.1 Ausgewählte Strophen: L 31,13; L32,7; L 34,34

4 Interpretationsmöglichkeiten der Strophen

4.1 L 31,13 – Gut und Ehre

4.2 L 32,7 – Kunstklage II

4.3 L 34,34 – Drei-Fürsten-Preis

5 Intention Walthers

5.1 Rolle des lyrischen Ichs

5.2 Können wir die Strophen als Auftragsdichtung verstehen?

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Intention hinter drei ausgewählten Strophen aus dem sogenannten „Unmutston“ von Walther von der Vogelweide. Dabei wird analysiert, inwieweit das lyrische Ich als Ausdruck persönlicher Lebenserfahrungen des Dichters zu verstehen ist oder ob die Strophen als Auftragsdichtung im Kontext seiner ökonomischen Abhängigkeit von Mäzenen zu interpretieren sind.

  • Sangspruchdichtung als literarische Gattung
  • Biographische Hintergründe zu Walther von der Vogelweide
  • Analyse und Interpretation der Strophen L 31,13, L 32,7 und L 34,34
  • Das Verhältnis zwischen lyrischem Ich und Autor-Person
  • Die ökonomische Situation des fahrenden Sängers

Auszug aus dem Buch

L 31,13 – 1. Gut und Ehre

Ich hân gemerket: von der Seine unz an die Muore,

vón dem Pfâde unz an die Trâbe erkenne ich ir áller fuore.

diu meiste menige enruochet wie sie erwibet guot,

sol ichz alsô gewinnen, sô gâ slâfen, hôher muot!

guot was ie genæme, iedóch sô gie diu êre

vor dem guote. nû ist daz guot sô hêre,

daz ez gewalteclîche vor ir zuo dem künige sitzen gât,

mit den fürsten zuo dem künige an ir rât.

sô wê dir guot! wie rœmisch rîche stât.

dû bist niht guot. dû habest dich án die schande ein teil ze sêre.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hier wird der Autor Walther von der Vogelweide vorgestellt und die Relevanz der Untersuchung seiner Werke, insbesondere im Hinblick auf ihre Intention und den Kontext als Auftragsdichtung, erläutert.

2 Walther von der Vogelweide als Sangspruchdichter: In diesem Kapitel werden die Grundlagen der Sangspruchdichtung als Gattung sowie biographische Eckdaten und die soziale Situation Walthers als fahrender Sänger thematisiert.

3 Der Unmutston: Dieser Abschnitt bietet eine Einführung in den „Unmutston“ als Sammlung von Sangsprüchen und erläutert die Auswahl der drei spezifischen Strophen für die weitere Untersuchung.

4 Interpretationsmöglichkeiten der Strophen: Die drei ausgewählten Strophen werden hier detailliert analysiert, wobei ethische Kritik, künstlerische Selbstbehauptung und das Lob von Gönnern in den Vordergrund gestellt werden.

5 Intention Walthers: Hier wird die Rolle des lyrischen Ichs hinterfragt und diskutiert, ob die Strophen als Ausdruck persönlicher Betroffenheit oder als zweckgebundene Auftragsdichtung zu verstehen sind.

6 Fazit: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Schwierigkeit, bei fehlenden Quellen eindeutige Aussagen über die ursprüngliche Intention des Dichters zu treffen.

Schlüsselwörter

Walther von der Vogelweide, Sangspruchdichtung, Unmutston, Mittelhochdeutsche Literatur, Lyrisches Ich, Auftragsdichtung, Mäzenatentum, Fahrende Sänger, Zeitklage, Höfische Gesellschaft, Literarische Interpretation, Ethik und Moral, Besitz, Ehre, Mittelalterliche Dichtkunst

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Intention hinter drei spezifischen Strophen aus dem Unmutston des mittelalterlichen Dichters Walther von der Vogelweide.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Gattung der Sangspruchdichtung, das Leben Walthers von der Vogelweide als fahrender Sänger und die Frage nach dem Verhältnis zwischen Dichter, Werk und Mäzen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es herauszufinden, ob Walther in seinen Strophen persönliche Erfahrungen und Gefühle ausdrückt oder ob die Dichtung primär als Auftragsarbeit für Gönner entstanden ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse, die die ausgewählten Strophen in ihren historischen und sozialen Kontext des Mittelalters einordnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Interpretation der Strophen L 31,13, L 32,7 und L 34,34, der Reflexion über die Rolle des lyrischen Ichs und der Untersuchung der ökonomischen Abhängigkeit des Dichters.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Walther von der Vogelweide, Sangspruchdichtung, Auftragsdichtung, höfische Gesellschaft, lyrisches Ich und Mittelalter.

Wie unterscheidet Walther zwischen L 31,13 und L 34,34?

L 31,13 ist eine kritische Zeitklage gegen den moralischen Verfall durch das Streben nach Besitz, während L 34,34 eine Lobeshymne darstellt, in der der Dichter seine Gönner preist.

Warum wird die Strophe L 32,7 als „Kampfansage“ bezeichnet?

In L 32,7 reagiert Walther auf die Verdrängung seiner höfischen Kunst durch Konkurrenten und droht mit einer Änderung seines Gesangsstils, um seinen künstlerischen Anspruch durchzusetzen.

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Résumé des informations

Titre
Das Brot macht die Musik?
Sous-titre
Eine Untersuchung der Intention dreier Strophen aus dem Unmutston Walthers von der Vogelweide
Université
RWTH Aachen University  (Germanistisches Institut, Lehrstuhl für Ältere Deutsche Literatur)
Cours
Hauptseminarseminar: Sangspruchdichtung
Note
2,0
Auteur
Martina Jansen (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
21
N° de catalogue
V134097
ISBN (ebook)
9783640419852
ISBN (Livre)
9783640419890
Langue
allemand
mots-clé
Brot Musik Eine Untersuchung Intention Strophen Unmutston Walthers Vogelweide
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martina Jansen (Auteur), 2009, Das Brot macht die Musik? , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134097
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Extrait de  21  pages
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