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Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union – Perspektiven von Tarifverhandlungen

Welche Ebene (branchenübergreifend, sektoral, interregional, betrieblich) führt zu Tarifvereinbarungen in der EU?

Título: Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union –  Perspektiven von Tarifverhandlungen

Trabajo Escrito , 1999 , 29 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Andreas Brand (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
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Das Zusammenwachsen der verschiedenen europäischen Länder zu einer Europäischen Union mit Blick auf die Globalisierung ist ein einzigartiger Vorgang in der Geschichte. Dabei werden die entwickelten Arbeitsbeziehungssysteme der EU-Staaten beeinflußt und die Gewerkschaften somit gezwungen, ihre Arbeitsbeziehungen auf die europäische Ebene auszuweiten.
Es existieren vier Ebenen der europäischen Arbeitsbeziehungen, die zentrale, sektorale, interregionale und die betriebliche Ebene, in denen Gewerkschafts- und Ar-beitgeberverbände in Beziehung treten oder treten können.
In dieser Arbeit werden zwei Fragen bezüglich der Ebenen verfolgt. Die erste Frage behandelt den Unterschied und die Sinnhaftigkeit von Sozialdialogen oder Kollektivverhandlungen. Die zweite Frage untersucht die Ebenen auf ihre Chancen, daß zukünftig Kollektivverhandlungen ausgebildet werden.
Diese Ebenen sind neu eingerichtet worden bzw. haben einen großen Impuls in den 90er Jahren bekommen. Trotzdem bestehen verschiedene Handlungsblockaden und Probleme. Aus diesem Grund werden die verschiedenen Ebenen nacheinander vorgestellt, wobei der zentralen als der wichtigsten und am weitesten entwickelten Ebene breiter Raum gewidmet wird. In diesem branchenübergreifenden Bereich werden am Anfang die europäischen Akteure mit großem Einfluß auf die europäischen Arbeitsbeziehungen dargestellt. Danach folgt die Beschreibung des Sozialdialogs mit der Darstellung seiner Probleme.
Danach werden die anderen Ebenen nach vorhandenen und möglichen Sozialdialogen und Kollektivverhandlungen sowie nach Hindernissen untersucht. Am Ende dieses Textes werden dann die oben genannten Fragen mit Bezug zu den vorigen Kapiteln beantwortet. Im Anhang werden zusätzliche Informationen zur Geschichte und Struktur der EU sowie der europäischen Verbände gegeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

DIE VIER EBENEN

DER SOZIALE DIALOG AUF DER EUROPÄISCHEN EBENE

Die Akteure auf europäischer Ebene

Die europäischen Institutionen und die Struktur der Europäischen Union (EU)

Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) oder European Trade Union Confederation (ETUC)

Die europäischen Arbeitgeberverbände UNICE und CEEP

Der Soziale Dialog

Geschichte

Die Struktur des „neuen“ Sozialdialogverfahrens

Bisherige Versuche des Sozialdialogs

Restriktionen und Perspektiven des Sozialdialogs

DER SEKTORALE SOZIALE DIALOG

INTERREGIONALE DIALOGE ZWISCHEN INTEREGIONALEN GEWERKSCHAFTSRÄTEN (IGR) UND REGIONALEN ARBEITGEBERVERBÄNDEN

DER DIALOG ZWISCHEN EUROPÄISCHEN BETRIEBSRÄTEN (EBR) UND MULTINATIONALEN UNTERNEHMEN (MNU)

DIE VIER EBENEN UND IHRE ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNGEN

WELCHE ARBEITSBEZIEHUNG IST SINNVOLLER AUF DER EUROPÄISCHEN EBENE? DER SOZIALDIALOG ODER DIE KOLLEKTIVVERHANDLUNG?

AUF WELCHER DER VIER EBENEN WERDEN ZUKÜNFTIG KOLLEKTIVVERHANDLUNGEN ENTSTEHEN?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Sinnhaftigkeit europäischer Arbeitsbeziehungen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welcher Unterschied zwischen Sozialdialogen und Kollektivverhandlungen besteht, inwiefern diese Instrumente auf verschiedenen Ebenen (branchenübergreifend, sektoral, interregional, betrieblich) Anwendung finden und welche Potenziale für zukünftige europäische Kollektivverhandlungen auf diesen Ebenen bestehen.

  • Analyse der Akteure auf europäischer Ebene (EGB, UNICE, CEEP)
  • Struktur und Funktionsweise des „neuen“ Sozialdialogverfahrens
  • Untersuchung des sektoralen und interregionalen Sozialdialogs
  • Bewertung von Europäischen Betriebsräten (EBR) in multinationalen Unternehmen
  • Diskussion über die zukünftige Entwicklung eines Mehrebenensystems für europäische Tarifverhandlungen

Auszug aus dem Buch

Die europäischen Institutionen und die Struktur der Europäischen Union (EU)

Die Europäische Union (EU) ist vom Aufbau her kein Bundesstaat oder Staatenbund, sondern sie wird als „supranationales Gebilde mit spezifischen Regulierungs- und Steuerungsfunktionen“ bezeichnet (Müller-Jentsch, 1997, S.319). Die Institutionen der EU wurden in dem Vertrag zur EG aus der Taufe gehoben. Dabei schlossen die verschiedenen europäischen Länder transnationale Verträge, d.i. das primäre Recht, ab, in denen sie die Institutionen und Verfahrensweisen festlegten. Das sekundäre Recht wird von den EU-Institutionen, speziell vom Ministerrat in Form von Verordnungen (mit unmittelbarer allgemeiner Geltung), Richtlinien (muß in nationales Recht umgesetzt werden) und Entscheidungen (verpflichtet die Adressaten) erlassen (Müller-Jentsch, 1997, S.322 ff.).

Die Leitidee in der Europäischen Union ist die politische Philosophie der Subsidiarität. „Insofern handelt es sich um eine sog. doppelte Subsidiarität, die zum einen den Vorrang regionaler vor nationaler sowie nationaler vor gemeinschaftlicher, zum anderen den von vertraglicher vor gesetzlicher Regulierung betont“ (Keller, 1997, S. 83 f.; Keller, 1999).

Die Institutionen der EU sind: Die Kommission ist die Exekutive der EU und besteht aus einem Präsidenten und 20 verschiedenen Kommissaren aus den Mitgliedsländern. Die Kommission hat das Initiativrecht, d.h. sie hat das Vorschlagsmonopol an den Ministerrat für das sekundäre Recht. Sie führt und kontrolliert das Gemeinschaftsrecht durch.

Der Ministerrat ist das oberste Rechtsetzungsorgan der EU. Er besteht aus den speziellen Fachministern der Entscheidungsbereiche der Mitgliedsregierungen, d.h., für die Sozialpolitik sind es die Arbeits- und Sozialminister. Die Minister repräsentieren dabei die nationalen Regierungen der Mitgliedsstaaten. Der Ministerrat stimmt mittels qualifizierter Mehrheitsentscheidungen, in einigen Fällen auch einstimmig, über Entwürfe der Kommission ab, die dann zu Gesetzen werden (Müller-Jentsch, 1997, S.324; Breisig, 1993, S.163).

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert den Kontext der europäischen Integration und führt in die vier Ebenen der europäischen Arbeitsbeziehungen ein.

DIE VIER EBENEN: Dieses Hauptkapitel analysiert den zentralen, sektoralen, interregionalen und betrieblichen Dialog und die beteiligten Akteure.

DIE VIER EBENEN UND IHRE ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNGEN: Hier erfolgt die Beantwortung der Forschungsfragen bezüglich der Sinnhaftigkeit von Sozialdialogen versus Kollektivverhandlungen und der Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Arbeitsbeziehungen, Europäische Union, Sozialdialog, Kollektivverhandlungen, Europäische Betriebsräte, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, EGB, UNICE, CEEP, Subsidiarität, Sozialpolitik, europäische Integration, Tarifverhandlungen, Mehrebenensystem

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Strukturen und Perspektiven der europäischen Arbeitsbeziehungen im Kontext der Europäischen Union.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen der Soziale Dialog, die Rolle der Sozialpartner, interregionale Dialoge sowie die Funktion und Entwicklung Europäischer Betriebsräte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Unterschied zwischen Sozialdialogen und Kollektivverhandlungen sowie die Chancen für die Ausbildung zukünftiger Kollektivverhandlungen auf europäischer Ebene.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor führt eine tiefgehende Literaturanalyse durch, um die rechtlichen und prozeduralen Rahmenbedingungen der verschiedenen Dialogebenen in der EU aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von vier Ebenen: der zentrale europäische Sozialdialog, der sektorale Dialog, interregionale Dialoge (IGR) und die betriebliche Ebene (EBR/MNU).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Europäische Arbeitsbeziehungen, Sozialdialog, Kollektivverhandlungen, Mehrebenensystem und Europäische Betriebsräte.

Was ist die „doppelte Subsidiarität“ im Kontext der EU?

Sie beschreibt den Vorrang regionaler vor nationaler sowie nationaler vor gemeinschaftlicher Regulierung und betont die vertragliche vor der gesetzlichen Regelung.

Warum wird die Dezentralisierung auf Ebene der Europäischen Betriebsräte als ambivalent eingestuft?

Einerseits fördert sie arbeitsplatznahe Lösungen, andererseits besteht das Risiko, dass eine totale Dezentralisierung die europäische Solidarität und Identität schwächt.

Welche Bedeutung haben die Interregionalen Gewerkschaftsräte (IGR)?

Die IGR ermöglichen es Gewerkschaften, Erfahrungen mit Arbeitsbeziehungen in anderen Ländern zu sammeln und unterstützen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Grenzregionen.

Wie schätzt der Autor die zukünftige Entwicklung der Sozialdialoge ein?

Der Autor plädiert für ein Mehrebenensystem, bei dem die zentrale Ebene Mindeststandards vorgibt, die auf unteren Ebenen durch spezifische Vereinbarungen konkretisiert werden.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union – Perspektiven von Tarifverhandlungen
Subtítulo
Welche Ebene (branchenübergreifend, sektoral, interregional, betrieblich) führt zu Tarifvereinbarungen in der EU?
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Soziologie)
Calificación
2,0
Autor
Andreas Brand (Autor)
Año de publicación
1999
Páginas
29
No. de catálogo
V134179
ISBN (Ebook)
9783640417018
ISBN (Libro)
9783640412662
Idioma
Alemán
Etiqueta
Tarifverhandlung Kollektivverhandlung Arbeitsbeziehungen Europa europäische Union Tarifvereinbarung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andreas Brand (Autor), 1999, Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union – Perspektiven von Tarifverhandlungen , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134179
Leer eBook
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