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Analyse vom Drehbuch als Struktur bei Pier Paolo Pasolini

Title: Analyse vom Drehbuch als Struktur bei Pier Paolo Pasolini

Seminar Paper , 2005 , 8 Pages , Grade: 2

Autor:in: Vivian Gjurin (Author)

Communications - Movies and Television
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Einführung
(...)

Es ist eine Tatsache, dass das Drehbuch als Vorlage für einen Film geschrieben wird. Deshalb muss dieses eine Basis geben, wie der Film gemacht werden soll. Nach Möglichkeit sollte das verständlich und darauf ausgerichtet sein, dass es möglich ist, konkret damit zu arbeiten. Diese Verweise auf den Film, sind das, was das Drehbuch zum Drehbuch macht.

Nicht jedes Drehbuch wird verfilmt- und diese Texte kann man lesen, und wenn man technischen Anweisungen versteht, kann man sich vorstellen, wie der Film ausgesehen hätte. Somit ist das Drehbuch eine eigenständige Schreibweise.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographie und Werk

3. Empirismo Eretico

4. Das Drehbuch

5. Schlusswort

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Drehbuch als eigenständige Struktur und beleuchtet Pier Paolo Pasolinis filmsemiotische Ansätze, insbesondere die Vermittlerrolle des Drehbuchs zwischen Literatur und Film.

  • Die theoretische Einordnung des Drehbuchs als eigenständige Schreibweise.
  • Die Analyse von Pasolinis Schriften, speziell "Empirismo Eretico".
  • Die Bedeutung von Filmsemiotik und Zeichensystemen.
  • Die Untersuchung des Drehbuchs als Mediator zwischen Sprache und Film.

Auszug aus dem Buch

4. Das Drehbuch

Im 1965 verfassten Essay La sceneggiatura come ‚struttura che voul essere altra struttura‘ behandelt Pasolini die Problematik des Drehbuchs: ist das Drehbuch als Mediator zwischen zwei Zeichensystemen, Literatur und Film, als eine eigenständige Struktur?

Das Drehbuch ist einerseits eine gemachte Form und anderseits eine form à faire. Das Zeichen im Drehbuch verweist auf zwei verschiedenen, nebeneinander herlaufenden Wegen auf die Bedeutung; auf dem normalen Weg der Sprache und mit dem Verweis auf die neue Bedeutung, den herzustellenden Film. Der Leser muss auf eine besondere Weise mitarbeiten und anhand der kargen, nüchternen Sprache und der konkreten technischen Verweise kann er das herzustellende Filmwerk im Kopf entwerfen.

Nach Saussure impliziert jedes sprachliche Zeichen drei Phasen: akustisch- oral/Phonem, graphisch-verbal/Graphem, ikonisch-visuell/Kinem. Kineme sind Bilder im Urzustand, die real nicht existieren. Die Bilder des herzustellenden Films entstehen aus der Koordination der Kineme. Das ist keine literarische Technik. Somit ist das gemeinsame charakteristische Moment aller Drehbücher der ständige Verweis auf das herzustellende Filmwerk, in Form von der expressiven Hervorhebung der Kineme.

Das Kinem ist also ein Zeichen von zwei verschiedenen Strukturen, von der Sprache und vom Film. Der Film hat sein eigenes Zeichensystem, dessen Struktur willkürlichen Regeln folgt. Das Kinem in seiner Doppelnatur ist das Zeichen das die Bewegung bzw. den Willen von der einen Struktur in die andere ausdrückt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung hinterfragt die Rolle des Drehbuchs als eigenständige Struktur und führt in Pasolinis semiotische Theorie ein.

2. Biographie und Werk: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Leben, das sozialpolitische Engagement und das filmisch-literarische Schaffen von Pier Paolo Pasolini.

3. Empirismo Eretico: Das Kapitel analysiert Pasolinis kulturtheoretische Schriften, insbesondere seine Konzepte zur Sprache und die Anfänge seiner Filmsemiotik.

4. Das Drehbuch: Hier wird die Funktion des Drehbuchs als Vermittler zwischen Literatur und Film sowie dessen Struktur untersucht.

5. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert das Drehbuch als eigenständige Struktur, die den Willen zur Transformation in ein anderes Medium in sich trägt.

6. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Pier Paolo Pasolini, Drehbuch, Filmsemiotik, Empirismo Eretico, Zeichensysteme, Struktur, Kinem, Literatur, Film, Sprache, Medientheorie, Narration, Filmtheorie, Zeichen, Zeichentheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht das Drehbuch von Pier Paolo Pasolini und hinterfragt, inwiefern das Drehbuch als eigenständige Struktur und nicht nur als bloße Vorlage für einen Film betrachtet werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Filmsemiotik, die Beziehung zwischen verschiedenen Zeichensystemen, das literarische und filmische Werk von Pasolini sowie die theoretische Analyse der Drehbuchstruktur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Drehbuch als eigenständige Schreibweise zu definieren, die durch spezifische technische Verweise eine Brücke zwischen der literarischen Form und der filmischen Realisierung schlägt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literatur- und medienwissenschaftliche Analyse, gestützt auf Pasolinis eigene theoretische Schriften (insbesondere „Empirismo Eretico“) sowie semiotische Ansätze nach Saussure und Roland Barthes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Pasolinis Biographie, die Analyse seiner semiotischen Schriften sowie die Untersuchung der spezifischen Struktur des Drehbuchs.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kinem, Zeichensystem, Struktur, filmische Narration und die Dualität von Sprache und Bild geprägt.

Was versteht Pasolini laut der Autorin unter einem „Kinem“?

Ein Kinem ist nach Pasolini das „ikonisch-visuelle“ Zeichen in einem Drehbuch; es repräsentiert ein Bild im Urzustand, das die Brücke zwischen der sprachlichen Struktur und dem späteren filmischen Bild schlägt.

Inwiefern unterscheidet sich das Kino von der Literatur und Malerei nach Pasolinis Theorie?

Pasolini argumentiert, dass das Kino die Wirklichkeit nicht nur abbildet oder im Gedächtnis bewahrt, sondern sie in Bild und Ton reproduziert und somit als eine Form der „geschriebenen Wirklichkeit“ fungiert.

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Details

Title
Analyse vom Drehbuch als Struktur bei Pier Paolo Pasolini
College
University of Vienna  (Romanistik)
Course
PS Medienwissenschaft: Übersetzung
Grade
2
Author
Vivian Gjurin (Author)
Publication Year
2005
Pages
8
Catalog Number
V134616
ISBN (eBook)
9783640421343
Language
German
Tags
Empirismo Eretico Ketzererfahrungen Drehbuch Theorie Struktur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vivian Gjurin (Author), 2005, Analyse vom Drehbuch als Struktur bei Pier Paolo Pasolini, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134616
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