Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › German Studies - Linguistics

Der informative Eyecatcher

Die Konvergenz von Informations- und Auffälligkeitsfunktion des idealen Anglizismus‘ in der Werbesprache

Title: Der informative Eyecatcher

Seminar Paper , 2009 , 10 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sebastian Nentwich (Author)

German Studies - Linguistics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Deutschsprachige Konsumenten im 21. Jahrhundert haben es nicht immer leicht, insbesondere jene, welche ihr Kaufverhalten bewusst oder unbewusst dem Einfluss der Werbung unterziehen. Bereits bei der Wahl des Internet- und Telefonbetreibers ergeben sich Schwierigkeiten, da die klassischen Telekommunikationsanschlüsse nur noch als Chiffren in der Werbung existieren: Statt eines Internet- oder Telefonanschlusses des 1&1- oder Telekomkonzerns, bleibt lediglich die Wahl zwischen einer „internet & telefon flat“ im „All-exclusive-Paket“ oder den „Call and Surf Comfort“ bestehen. Anglizismen sind ein beständiger Begleiter der Werbesprache, insbesondere für Slogans und Ökonyme, geworden. Sie sollen durch Auffälligkeit und Innovation den Rezipienten ansprechen - doch wie viel ist ein Anglizismus wert, welcher durch Auffälligkeit besticht, aber keine informationsrelevanten Assoziationen erzeugt?
In der vorliegenden Arbeit wird diskutiert, inwiefern sich Auffälligkeits- und Informationsfunktion von Anglizismen in der Werbesprache gegenseitig beschränken oder ergänzen. Es soll festgesellt werden, ob ein Widerspruch beider Funktionen
existiert und inwieweit dieser vermeintliche Widerspruch umgangen werden kann. Dabei soll die Frage geklärt werden, ob es einen idealtypischen Anglizismus gibt, welcher beide Funktionen in sich vereint und somit der Werbesprache höchst dienlich sein kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorbemerkungen zur Terminologie

3. Anglizismen in der Werbesprache

3.1 Motive zur Anglizismenverwendung

3.2 Funktionen von Anglizismen

3.2.1 Die Auffälligkeitsfunktion

3.2.2 Die Informationsfunktion

4. Der informative Eyecatcher

5. Schluss

6. Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Auffälligkeits- und der Informationsfunktion von Anglizismen in der deutschen Werbesprache und analysiert, wie diese gegensätzlichen Anforderungen koordiniert werden können.

  • Rolle und Integration von Anglizismen im Deutschen
  • Motivationen für den Einsatz englischsprachiger Begriffe
  • Analyse der Auffälligkeitsfunktion als Werbestrategie
  • Untersuchung der Informationsfunktion zur Produktvermittlung
  • Das Konzept des "informativen Eyecatchers"

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die Auffälligkeitsfunktion

Werbung soll „die Blicke auf sich ziehen“ oder den Rezipienten „ins Auge stechen“, bevor dieser sich mit dem geworbenen Inhalt auseinandersetzt. In dieser Art und Weise ließe sich eine Maxime für eine zu gestaltende Werbung formulieren: Werbung soll auffallen! Wie bereits im Punkt 3.1 erläutert wurde, ist es eine soziologische und psychologische Tatsache, dass Ungewohntes und Neues immer das Prädikat der Auffälligkeit besitzt. Kombiniert man diesen Sachverhalt mit dem besprochenen positiven Aspekt des breiten Assoziationsspektrums englischsprachiger Entlehnungen, so ergibt sich, dass Anglizismen gewissermaßen prädestiniert sind für die maßgebliche Erfüllung der Auffälligkeitsfunktion in der Werbesprache.

JANICH stellt fest, dass besonders in Slogans und Schlagzeilen „Anglizismen statt einer solchen Bezeichnungs- oder Darstellungsfunktion [wie in Fließtexten] eher den Zweck [haben], Modernität und Internationalität zu demonstrieren und überraschend zu wirken.“ Für diesen Überraschungseffekt kann jedoch nicht der Anglizismus garantieren. Die Integration eines Anglizismus‘ in den eigensprachlichen Wortschatz verhält sich umgekehrt proportional zu dem Sinn und Zweck des Auffallens und Überraschens: Mit der zunehmenden Integration ergibt sich eine abfallende Auffälligkeit beziehungsweise eine Unreizbarkeit und Gleichgültigkeit des Rezipienten gegenüber den Anglizismus. Der Übergang des Fremden zum Eigenen ist auch gewissermaßen der zunehmende Verlust des Auffälligkeitsmerkmals.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Anglizismenverwendung in der modernen Werbung ein und formuliert das Ziel der Arbeit, das Spannungsfeld zwischen Auffälligkeit und Information zu untersuchen.

2. Vorbemerkungen zur Terminologie: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Lehn- und Fremdwort und erläutert die Bedeutung des Integrationsgrades auf verschiedenen Sprachebenen für die Analyse.

3. Anglizismen in der Werbesprache: Es werden die zentralen Motive für den Einsatz von Anglizismen sowie deren duale Grundfunktionen in der Werbekommunikation dargestellt.

3.1 Motive zur Anglizismenverwendung: Dieser Abschnitt analysiert, warum englische Sprachelemente bevorzugt werden, um Assoziationen wie Fortschritt, Modernität und Internationalität zu wecken.

3.2 Funktionen von Anglizismen: Eine detaillierte Betrachtung der Funktionen, wobei zwischen der Aufmerksamkeitssteuerung und der inhaltlichen Informationsvermittlung unterschieden wird.

3.2.1 Die Auffälligkeitsfunktion: Hier wird der Fokus auf den Überraschungseffekt und die psychologische Wirkung von Anglizismen als Blickfang gelegt.

3.2.2 Die Informationsfunktion: Dieser Punkt beleuchtet die Kapazität von Anglizismen, minimale Produktinformationen zu vermitteln, und problematisiert den Informationsverlust bei zu hoher oder zu geringer Integration.

4. Der informative Eyecatcher: Das Kapitel diskutiert, wie durch einen mittleren Integrationsgrad ein Idealzustand erreicht werden kann, der sowohl auffällt als auch informiert.

5. Schluss: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Divergenz zwischen Auffälligkeits- und Informationsfunktion in Abhängigkeit vom Integrationsgrad.

6. Bibliografie: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Anglizismen, Werbesprache, Auffälligkeitsfunktion, Informationsfunktion, Sprachintegration, Werbewirksamkeit, Lehnwort, Fremdwort, Rezipient, Produktimage, Marketing, Sprachsoziologie, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Verwendung von englischsprachigen Begriffen (Anglizismen) in der deutschen Werbesprache und analysiert deren Wirkung auf den Konsumenten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Abgrenzung von Lehn- und Fremdwörtern, die psychologischen Motive hinter der Sprachwahl in der Werbung sowie die Funktionen der Aufmerksamkeit und Informationsvermittlung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Widerspruch zwischen der Auffälligkeitsfunktion und der Informationsfunktion von Anglizismen zu erörtern und zu prüfen, ob es einen idealtypischen Anglizismus gibt, der beide Funktionen erfolgreich vereint.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Reflexion der linguistischen Grundlagen sowie eine empirische Untersuchung anhand ausgewählter Stichproben aus der realen Werbepraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Integrationsstufen von Anglizismen, deren assoziatives Potenzial und bewertet anhand konkreter Beispiele (z. B. "Entertain", "sky", "Sale"), wie sich Auffälligkeit und Informationsgehalt gegenseitig beeinflussen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Auffälligkeitsfunktion, Informationsfunktion, Integrationsgrad, Werbewirksamkeit und das Konzept des "informativen Eyecatchers".

Wie definiert die Autorin den "informativen Eyecatcher"?

Der Begriff beschreibt einen Anglizismus, der durch einen mittleren Integrationsgrad sowohl die notwendige Auffälligkeit besitzt als auch einen für den Konsumenten verständlichen Informationswert transportiert.

Welche Rolle spielt die Integration für die Wirkung eines Anglizismus?

Die Integration ist entscheidend: Ein stark integriertes Wort verliert an auffälligem "Fremdheitscharakter", während ein kaum integriertes Wort zwar auffällt, aber oft keinen informativen Mehrwert bietet.

Excerpt out of 10 pages  - scroll top

Details

Title
Der informative Eyecatcher
Subtitle
Die Konvergenz von Informations- und Auffälligkeitsfunktion des idealen Anglizismus‘ in der Werbesprache
College
University of Erfurt
Course
Nomination & Kreativität
Grade
1,7
Author
Sebastian Nentwich (Author)
Publication Year
2009
Pages
10
Catalog Number
V134762
ISBN (eBook)
9783640428892
ISBN (Book)
9783640428762
Language
German
Tags
Werbesprache Anglizismus sprachliche Kreativität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Nentwich (Author), 2009, Der informative Eyecatcher, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134762
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  10  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint