Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Pedagogía - General

Der Bildungsprozess im Kontext medialen Wandels. Am Beispiel des Computers

Título: Der Bildungsprozess im Kontext medialen Wandels. Am Beispiel des Computers

Trabajo de Seminario , 2020 , 12 Páginas

Autor:in: Anonym (Autor)

Pedagogía - General
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Dieses Essay beschreibt die Bedeutung von Medien für den Bildungsprozess. Es soll gezeigt werden, dass Medien für den Bildungsprozess konstitutiv sind. Im Anschluss an Humboldt wird zunächst von einem formalen Bildungsbegriff ausgegangen. Darstellungs- und Kommunikationsmedien erlauben es uns, auf ihre je spezifische Weise, diese drei Verhältnisse in Bezug auf Problemlagen der Gegenwart herauszubilden, indem im medialen Vollzug Selbstreferenz und Fremdreferenz ermöglicht wird.

Der Fokus soll auf den neuen, digitalen Medien Computer und Internet liegen. Es soll die strukturelle Besonderheit dieser Medien herausgearbeitet werden, aus der sich ein pädagogischer Handlungsauftrag ableitet: weil digitale Medien unser Verhältnis zur Welt, zur Gesellschaft und zu uns selbst verändern, muss die Auseinandersetzung mit digitalen Medien ein zentraler Bestandteil pädagogischen Handelns werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Medientheoretische Betrachtung von Sprache und Schrift als kulturelle Werkzeuge

2. Mediale Übergänge

2.1. Oral – Literal: eine Strukturveränderung

2.2. Neue Medien: Eine Strukturveränderung

3. Der Computer

3.1. Neue Kulturtechnik

3.2 Revision und Ausblick

3.3 Die digitale Kultur

3.4. Referentialität, Gemeinschaftlichkeit und Algorithmizität

3.5. Potential und Risiko

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die konstitutive Bedeutung von Medien für den Bildungsprozess und beleuchtet insbesondere den Einfluss digitaler Technologien auf das menschliche Welt- und Selbstverhältnis. Die zentrale Forschungsfrage adressiert dabei, wie sich die strukturellen Eigenschaften digitaler Medien in eine pädagogische Handlungspraxis übersetzen lassen, die über rein funktionale Medienkompetenz hinausgeht.

  • Medientheoretische Grundlagen von Sprache und Schrift
  • Strukturelle Auswirkungen medialer Übergänge (oral zu literal zu digital)
  • Die Rolle des Computers und seiner spezifischen „Sprachlogik“
  • Merkmale und Bausteine einer digitalen Kultur (Referentialität, Gemeinschaftlichkeit, Algorithmizität)
  • Pädagogischer Handlungsbedarf im Kontext der Digitalität

Auszug aus dem Buch

3.3 Die digitale Kultur

Das Digitale bildet heutzutage keine virtuelle Parallelwelt mehr, sondern ist in unseren Alltag integriert (Dorsch; Kanwischer 2020). Es kann also davon ausgegangen werden, dass wir in einer digitalen Kultur leben (Stalder 2016). Im Folgenden sollen die Merkmale und Bausteine einer digitalen Kultur beschrieben werden. Als kulturelle Werkzeuge dienen uns der Computer und das Internet, weil diese die technologische Basis für eine Vielzahl hoch differenzierter technischer Anwendungen legen.

Die These, dass wir in einer Kultur der Digitalität leben, beinhaltet auch die These, dass wir in einem kulturellen Transformationsprozess leben. Das heißt, dass alte kulturelle Ordnungen und Formen sich auflösen und Neue sich ausbreiten (Stalder 2016, 9). Der Wandel hin zur digitalen Kultur soll nicht nur unter dem Paradigma einer Medienrevolution betrachtet werden, in deren Zentrum die Betrachtung einzelner technischer Innovationen steht, sondern stattdessen als komplexer evolutionärer Vorgang, mit unterschiedlichen Ursachen und Wirkungen, in kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen.

Stalder (2016, S.8) erörtert, wie „stark sich die Kultur in Europa – sowohl in Bezug auf Inhalte wie auch auf die Formen ihrer Verhandlung – in den letzten Jahren verändert“ hat. Ein Aspekt dieser Veränderung ist die „enorme Vervielfältigung kultureller Möglichkeiten“ welche die Kultur der Digitalität kennzeichnen (10). Immer mehr Menschen beteiligen sich an kulturellen Prozessen, immer weitere Dimensionen der Existenz werden zu Feldern kultureller Auseinandersetzungen und soziales Handeln wird in zunehmend komplexe Technologien eingebettet (ebd.). In der digitalen Kultur ergebe sich daher die historisch neue Möglichkeit der Konstruktion und Verknüpfung von unterschiedlichsten menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren. Dies bringe eine Veränderung der Arbeits- und Lebenswelt, die Selbstermächtigung marginalisierter Gruppen und die Auflösung der kulturellen Geografie von Zentrum und Peripherie mit sich (12). Man darf sich dir Veränderung jedoch nicht als reinen Verdrängungsprozess vorstellen. „Auch unter den Bedingungen der Digitalität verschwindet das Analoge nicht, sondern wird neu be- und teilweise sogar aufgewertet (18)“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert Bildung als ein dreifaches Verhältnis zur Welt, zur Gesellschaft und zu sich selbst, das maßgeblich durch den Einsatz von Medien geprägt ist.

1. Medientheoretische Betrachtung von Sprache und Schrift als kulturelle Werkzeuge: Dieses Kapitel erläutert, wie Sprache und Schrift als symbolisch-mediale Verweisungszusammenhänge fungieren und wie sie unsere Wahrnehmung der Welt strukturieren.

2. Mediale Übergänge: Hier wird der historische Wandel von oralen zu literalen Gesellschaften analysiert, um die strukturelle Tiefe heutiger digitaler Transformationsprozesse zu verdeutlichen.

3. Der Computer: Dieses Kapitel untersucht den Computer als „Problemlösungsmaschine“ und analysiert dessen binäre Sprachlogik sowie deren Einfluss auf die menschliche Rationalität.

3.1. Neue Kulturtechnik: Fokus auf die Veräußerung von Rationalität an Automaten und die daraus resultierenden neuen Handlungsspielräume für den Menschen.

3.2 Revision und Ausblick: Eine Reflexion darüber, inwiefern ältere Medientheorien trotz des rasanten technologischen Fortschritts weiterhin Gültigkeit für das Verständnis der digitalen Gegenwart besitzen.

3.3 Die digitale Kultur: Beschreibung des digitalen Raums als integralen Bestandteil des Alltagslebens und Analyse des damit verbundenen kulturellen Transformationsprozesses.

3.4. Referentialität, Gemeinschaftlichkeit und Algorithmizität: Vorstellung der drei zentralen Bausteine, die als dominante Praktiken die heutige digitale Kultur konstituieren.

3.5. Potential und Risiko: Eine synthetische Betrachtung der Chancen und Gefahren digitaler Räume, insbesondere anhand von Beispielen wie sozialen Netzwerken und der Verbreitung von Verschwörungstheorien.

4. Schlussbemerkung: Die Schlussbetrachtung plädiert für die Implementierung eines ganzheitlichen Medienkompetenzmodells, um den pädagogischen Herausforderungen in der digitalen Kultur zu begegnen.

Schlüsselwörter

Medienbildung, digitale Kultur, Kultur der Digitalität, Medientheorie, Bildungsprozess, Computertechnologie, Medienkompetenz, Referentialität, Gemeinschaftlichkeit, Algorithmizität, Weltverhältnis, Transformationsprozess, Pädagogik, Sprachspieler, digitale Räume.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Publikation untersucht die fundamentale Rolle von Medien – speziell des Computers und digitaler Netzwerke – für den Bildungsprozess des Menschen und beleuchtet den medialen Wandel aus einer bildungstheoretischen Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Geschichte der Medientechnik, die Analyse von Strukturveränderungen durch mediale Übergänge sowie die Beschreibung der digitalen Kultur und deren konstituierende Prinzipien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die strukturelle Besonderheit digitaler Medien herauszuarbeiten, um daraus einen notwendigen pädagogischen Handlungsauftrag zur Förderung eines emanzipatorischen Umgangs mit diesen Technologien abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein medientheoretischer Ansatz gewählt, wobei insbesondere auf klassische bildungstheoretische Positionen und moderne Ansätze zur Kultur der Digitalität (u.a. Felix Stalder) Bezug genommen wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Übergang von oralen zu literalen und digitalen Medien, die Funktionsweise des Computers als Kulturwerkzeug sowie die drei Bausteine der digitalen Kultur: Referentialität, Gemeinschaftlichkeit und Algorithmizität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Medienbildung, Kultur der Digitalität, mediale Transformation, Weltverhältnis und digitale Kompetenz.

Wie unterscheidet sich der digitale Raum laut Autor von herkömmlichen Medien?

In der Arbeit wird hervorgehoben, dass sich digitale Medien insbesondere durch Faktoren wie Algorithmizität, eine enorme Vervielfältigung kultureller Möglichkeiten und die Auflösung der Differenz zwischen Produzent und Rezipient von traditionellen Medien unterscheiden.

Welches Selbstkonzept schlägt die Arbeit für den Menschen im digitalen Zeitalter vor?

Unter Bezugnahme auf das Konzept des „Sprachspielers“ wird ein kreativer und souveräner Umgang mit der Sprache des Computers als erstrebenswertes Selbstkonzept für den postmodernen Menschen definiert.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Bildungsprozess im Kontext medialen Wandels. Am Beispiel des Computers
Universidad
University of Vienna
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
12
No. de catálogo
V1348115
ISBN (PDF)
9783346860736
ISBN (Libro)
9783346860743
Idioma
Alemán
Etiqueta
bildungsprozess kontext wandels beispiel computers
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2020, Der Bildungsprozess im Kontext medialen Wandels. Am Beispiel des Computers, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1348115
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  12  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint