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"Die Freudlose Gasse" von Georg Wilhelm Pabst. Einer der größten Zensurfälle der Filmgeschichte

Titre: "Die Freudlose Gasse" von Georg Wilhelm Pabst. Einer der größten Zensurfälle der Filmgeschichte

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 34 Pages

Autor:in: Michelle Eickmeier (Auteur)

Médias / Communication - Film et Télévision
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Résumé Extrait Résumé des informations

Schnell wurde klar, dass Pabsts Stummfilm-Melodram wieder in die Archive kommen wird und damit sollte auch Recht behalten werden, denn "Die Freudlose Gasse" konnte, bedingt durch die Zensur, in ihrem Originalzustand nicht viele Augen erfreuen.

Es stellt sich hier die Frage, die den Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit bilden soll, was diese Verfilmung von Georg Wilhelm Pabst zu einem der größten Zensurfälle der Filmgeschichte machte. Was provozierte an diesem Film, wem konnte dies missfallen und gab es hier eventuell politisch einwirkende Kräfte, begründet durch die Gegebenheiten der Weimarer Republik?

Wer und was hier am Rad des Schicksals drehte und auch wie die Zensur aus rechtlicher Sicht zu sehen ist, soll im Folgenden aufgedeckt werden. Auch auf den heutigen Versuch, dieses verloren gegangene Kulturgut zu retten, wird eingegangen. Schließlich wird beleuchtet werden, wie sich die Zensur damals und noch heute auf die Presse auswirkt. Hierzu folgt im Anschluss der Inhaltsangabe ein umfangreicher, interessanter Blick auf die zeitgenössische Presseresonanz zu diesem Film.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.1 Einführung

1.2 Inhaltsangabe

1.3 Zeitgenössische Presseresonanz

1.4 Die Freudlose Gasse – Vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit

2. Die Zensur und ihre Folgen

2.1 Die Freudlose Gasse – Ein Film mit Folgen

2.2 Zensur konkret

2.3 Die Rekonstruktion – Ein Rettungsversuch

2.4 Film-Oberprüfstelle Berlin – Das Gutachten

3. Die Hintergründe der Zensur

3.1 Was alarmierte die Sittenwächter?

3.2 Diskurs zur Weimarer Republik im Kontext zum Film

3.3 Zensierung, Kürzung, Entstellung eines Kulturguts – Wer dahinter steckt

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe und Auswirkungen der massiven Zensierung des Films Die Freudlose Gasse von G.W. Pabst und analysiert, inwiefern politische, moralische und soziale Faktoren der Weimarer Republik zu diesem beispielhaften Zensurfall sowie zur Entstellung des filmischen Originals führten.

  • Analyse des Zensurverfahrens und der rechtlichen Grundlagen des Reichslichtspielgesetzes.
  • Untersuchung der gesellschaftlichen Hintergründe und politischer Interessen der Zensurbehörden.
  • Bewertung der zeitgenössischen Filmkritik und der filmhistorischen Folgen.
  • Dokumentation der Rekonstruktionsversuche des zerstörten Kulturguts.

Auszug aus dem Buch

Die Zensur und ihre Folgen

Selten fiel ein Werk der internationalen Filmgeschichte in solchem Ausmaße der Zensur zum Opfer und wurde derart zerstückelt wie Die Freudlose Gasse.

Zensiert, verfälscht, gekürzt – vor allem politisch und moralisch motivierte Argumente sollten es sein, die diese Entstellung zu rechtfertigen meinten. Während einige Länder das Stummfilm-Melodram in den 20er Jahren zeigten, wenn auch in erheblichem Maße manipuliert, so verboten ihn andere Länder, darunter England, ganz. Auch die in der Nacht vor der Uraufführung in Berlin am 18. Mai 1925 von Pabst eigens durchgeführte Kürzung und die Abänderung in ein Happy End, entgegen Hugo Bettauers Romanvorlage, konnten den Streifen nicht vor der überaus harten Zensur bewahren.

Zusammenfassung der Kapitel

1.1 Einführung: Hinführung zur Fragestellung, warum Pabsts Film zu einem der bedeutendsten Zensurfälle der Filmgeschichte wurde.

1.2 Inhaltsangabe: Detaillierte Schilderung der Handlung und Milieustudie des Wiens der 1920er Jahre.

1.3 Zeitgenössische Presseresonanz: Analyse der Reaktionen der zeitgenössischen Kritik auf das Werk vor und nach den Zensurschnitten.

1.4 Die Freudlose Gasse – Vom Expressionismus zur Neuen Sachlichkeit: Einordnung des Films als stilistischer Wendepunkt zwischen expressionistischer Tradition und neuem Realismus.

2. Die Zensur und ihre Folgen: Kapitelkomplex zur institutionellen Zensur, den Rekonstruktionsversuchen und dem Gutachten der Oberprüfstelle.

2.1 Die Freudlose Gasse – Ein Film mit Folgen: Erörterung der Zensurmaßnahmen und des politischen Kontextes um den Autor Hugo Bettauer.

2.2 Zensur konkret: Untersuchung der verschiedenen Zensurstufen und der Kürzungshistorie durch die Film-Oberprüfstelle.

2.3 Die Rekonstruktion – Ein Rettungsversuch: Darlegung der Schwierigkeiten bei der digitalen und analogen Wiederherstellung des beschädigten Filmmaterials.

2.4 Film-Oberprüfstelle Berlin – Das Gutachten: Beleuchtung der Behördenstruktur und der rechtlichen Praxis der Filmzensurbehörden.

3. Die Hintergründe der Zensur: Analyse der gesellschaftlichen Moralvorstellungen und machtpolitischen Interessen hinter dem Zensurversuch.

3.1 Was alarmierte die Sittenwächter?: Auseinandersetzung mit der Furcht vor Sittenverfall und der staatlichen Überwachung des Kinos.

3.2 Diskurs zur Weimarer Republik im Kontext zum Film: Einordnung der politischen Instabilität und der wirtschaftlichen Krisenjahre als Resonanzboden für staatliche Restriktionen.

3.3 Zensierung, Kürzung, Entstellung eines Kulturguts – Wer dahinter steckt: Porträt der Entscheidungsträger innerhalb der Prüfstellen und deren konservativer Prägung.

4. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Zensur als Instrument der politischen Diskreditierung sozialkritischer Werke.

Schlüsselwörter

Die Freudlose Gasse, G.W. Pabst, Filmzensur, Weimarer Republik, Reichslichtspielgesetz, Filmmuseum München, Filmrestaurierung, Neue Sachlichkeit, Hugo Bettauer, Prostitution, Filmkritik, Film-Oberprüfstelle, Zensurfall, Stummfilm, Sozialkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den Zensurfall des Stummfilms Die Freudlose Gasse und beleuchtet die gesellschaftlichen und politischen Hintergründe seiner Entstellung.

Welche zentralen Themenbereiche werden untersucht?

Schwerpunkte bilden das Reichslichtspielgesetz, die Rolle der Zensurbehörden in der Weimarer Republik sowie die stilistische Einordnung des Films zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzudecken, warum dieser spezifische Film Ziel obrigkeitlicher Zensurmaßnahmen wurde und wie diese die filmische Aussage verfälschten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine filmhistorische Recherche, die zeitgenössische Quellen, Gutachten und filmwissenschaftliche Literatur vergleichend auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei große Blöcke, die die unmittelbaren Zensurfolgen, die institutionelle Struktur der Behörden und die gesamtgesellschaftlichen Ursachen – wie Inflationsfolgen und Moralvorstellungen – behandeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Wesentliche Begriffe sind Filmzensur, Zensurfall, Weimarer Republik, G.W. Pabst und Filmrekonstruktion.

Welche Rolle spielt Hugo Bettauer im Kontext der Zensur?

Bettauer, der Autor der Romanvorlage, war ein politisch umstrittener und sozialistischer Schriftsteller, dessen Ermordung und Einstellung zur Sittenlosigkeit den Nährboden für die Zensur seines Stoffes bildeten.

Warum war die Badische Regierung maßgeblich an der Zensur beteiligt?

Die Badische Regierung stellte Widerrufsanträge gegen die ursprüngliche Zulassung des Films, da sie die Darstellung von sozialen Missständen, Armut und moralischem Verfall als den Ruf Deutschlands schädigend ansah.

Wie schwierig gestaltete sich die Rekonstruktion des Films?

Die Rekonstruktion war äußerst komplex, da durch die systematische Zensur kein vollständiges Original existierte und das Team auf unterschiedliche Kopien aus verschiedenen internationalen Archiven angewiesen war.

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Résumé des informations

Titre
"Die Freudlose Gasse" von Georg Wilhelm Pabst. Einer der größten Zensurfälle der Filmgeschichte
Université
University of Bonn  (Institut für Kommunikationswissenschaften, Abteilung Medienwissenschaft)
Cours
Aspekte der Kultur des Stummfilm
Auteur
Michelle Eickmeier (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
34
N° de catalogue
V1348240
ISBN (PDF)
9783346858740
ISBN (Livre)
9783346858757
Langue
allemand
mots-clé
Pabst Zensurfälle Filmgeschichte Kultur Stummfilm Freudlose Gasse Gasse Medienwissenschaft Filmwissenschaft Film Die Freudlose Gasse The Joyless Street Greta Garbo Garbo Melodram Zensurfall Zensur Joyless Street Weimarer Republik Georg Wilhelm Pabst Nachkriegszeit Inflation Hugo Bettauer Neue Sachlichkeit Expressionismus Lewis Milestone Bettauer Milestone Wilhelm Pabst
Sécurité des produits
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Citation du texte
Michelle Eickmeier (Auteur), 2008, "Die Freudlose Gasse" von Georg Wilhelm Pabst. Einer der größten Zensurfälle der Filmgeschichte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1348240
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Extrait de  34  pages
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