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Chancen und Risiken von Castingshows für Jugendliche am Beispiel von "Deutschland sucht den Superstar"

Título: Chancen und Risiken von Castingshows für Jugendliche am Beispiel von "Deutschland sucht den Superstar"

Trabajo Escrito , 2013 , 25 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Vera Widmer (Autor)

Pedagogía - Pedagogía de los medios
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In Bezug auf junge Mediennutzer wird die Forschungsfrage aufgestellt: Welchen Einfluss haben Castingshows – am Beispiel von DSDS – auf die Entwicklung von Jugendlichen aus bildungswissenschaftlicher Sicht?

Castingshows besitzen zurzeit höchste Aktualität und sind nicht mehr wegzudenken aus der Medienwelt. Der Schwerpunkt liegt auf Musik-Castingshows wie „Deutschland sucht den Superstar“ (bekannt unter dem Akronym DSDS). Das System basiert auf der Entdeckung unbekannter Musiker. Hierfür werden junge Menschen mit dem entsprechenden Talent gesucht, geschult und ausgewählt. Dieser Auswahl- und Fortbildungsprozess hat für die Zuschauer aus verschiedenen Gründen eine hohe Attraktivität. Insbesondere junge, nicht professionell geschulte Kandidaten haben für die Medienkonsumenten hohen Gebrauchswert, bieten Kindern und Jugendlichen u. a. Entlastung, Chancen der Selbstdefinition und Orientierung, aber bringen auch einige Unklarheiten, Unsicherheiten und Gefahren mit sich. Viele Jugendliche ab 16 Jahren waren schon selbst Teilnehmer einer Castingshow oder träumen davon, eines Tages die öffentliche Aufmerksamkeit zu genießen. So haben Castingshows sich zu „einer Schule der Nation“ entwickelt und konfrontieren ständig Teilnehmer und Zuschauer mit der schnelllebigen Aufmerksamkeitsökonomie: Ich will stattfinden! – so lautet die Kurzformel der Castingshow-Gesellschaft.

Um diese Forschungsfrage beantworten zu können, wird zuerst eine Definition des Begriffs Castingshow und von DSDS vorgenommen. Die Beschreibung der potenziellen Kandidaten, der Zuschauer und die Präsenz der Juroren steht im Fokus. Danach wird die Synthese von Castingshows und jugendlicher Entwicklung hergestellt. Nach Darlegung des Einflusses der Castingshows auf Jugendliche und der Beschreibung – in Anlehnung an Maslow – verschiedene Bedürfnisse, die junge Menschen veranlassen, bei Castingshows mitzumachen oder Castingshows anzuschauen, werden nun die entstehenden Chancen und Risiken für Jugendliche ersichtlich. In diesem Zusammenhang beschäftigt sich das letzte Kapitel dieser Arbeit mit der Frage nach der Vermittlung von Medienkompetenz in der Sekundarstufe I. Es werden einige Vorschläge zur Gestaltung einer Unterrichtseinheit zum Thema „Castingshows“ (am Beispiel von DSDS) präsentiert. Abschließend folgt ein Fazit mit bildungswissenschaftlichem Ausblick.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Castingshows – Beispiel DSDS

2.1 Definition: Castingshow

2.2 Überblick: DSDS

2.3 Kandidaten, Zuschauer und Jury

3 Einfluss von Castingshows auf Jugendliche

3.1 Einfluss auf die Identitätsentwicklung

3.2 Einfluss auf die Moralentwicklung

3.3 Einfluss auf Vorstellungen, Werte- und Verhaltensorientierungen

3.4 Castingshows als Risiko

4 Castingshows und bedürfnistheoretische Analyse ihrer Bedeutung für Jugendliche in Anlehnung an Maslow

4.1 Bedürfnis nach Aufmerksamkeit

4.2 Bedürfnis nach Erfolg

4.3 Bedürfnis nach Selbstverwirklichung

4.4 Castingshows als Chance

5 Förderung von Medienkompetenz in der Sekundarstufe I

5.1 Medienkompetenz als Bildungsziel

5.2 Vorschlag für eine Unterrichtseinheit zum Thema „Castingshows“ (am Beispiel von DSDS)

6 Fazit und Zusammenhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht aus bildungswissenschaftlicher Sicht, welchen Einfluss Castingshows wie „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) auf die Entwicklung von Jugendlichen haben und wie diese Formate als Chance oder Risiko für die Identitätsbildung fungieren.

  • Analyse von Castingshows als mediale Bildungs- und Unterhaltungsangebote.
  • Untersuchung der psychologischen und moralischen Auswirkungen auf Heranwachsende.
  • Bedürfnistheoretische Analyse der Teilnahme- und Rezeptionsmotive nach Maslow.
  • Konzeption einer Unterrichtseinheit zur Förderung der Medienkompetenz in der Sekundarstufe I.

Auszug aus dem Buch

3.1 Einfluss auf die Identitätsentwicklung

Die Identitätsentwicklung beim Menschen basiert auf zwei Prozessen: Selbsterkenntnis und Selbstgestaltung. Selbsterkenntnis ist eine Art, sich selbst zu reflektieren. Dazu gehören auch Selbstkritik und Beurteilung des eigenen Ich. Wie der Mensch sich selbst objektiv sieht, so reagiert er im Leben. Das heißt, der Mensch neigt gemäß dieser Fähigkeiten (sich selbst zu sehen) entweder zur Über- oder Unterschätzung seines Selbst, was wiederum Einfluss auf die komplette Lebens- und Selbstgestaltung hat. Selbstgestaltung setzt dementsprechend die Selbstwahrnehmung und Selbsterkenntnis voraus und hat etwas mit Selbstverbesserung zu tun. Sich zu verändern und sich selbst zu gestalten ist ein ausgeprägter Wunsch junger Menschen. Dabei spielt die persönliche und soziale Identität eine bedeutende Rolle. Die persönliche Identität bildet den lebensgeschichtlichen Zusammenhang der Erfahrungen, die ein Mensch gemacht hat, und die soziale Identität entsteht aus dem Bild, das die anderen sich von einem machen (Oerter, R./Dreher, E. 2002, S. 290-291).

In Bezug auf DSDS hat die obere Definition einen Sinn, weil in der Castingshow jeder Teilnehmer aufgefordert wird aus eigener Initiative heraus sich selbst so zu formen, dass am Ende ein Einklang entsteht zwischen „wie sehe ich mich“ (persönliche Identität) und „wie sehen mich die anderen“ (soziale Identität). Anhand der Rückmeldungen von außen wird das eigene Ich-Bild konstruiert oder korrigiert. Durch diesen Prozess erlangt man ein Verständnis von der eigenen Identität: „Wer bin ich?“ „Das bin ich!“ (Theunert, H. 2009, S. 53). Deshalb wird aus der Perspektive junger Teilnehmer und Zuschauer die Castingshow oft als „Experimentschule“ bezeichnet. Abbildung 2 im Anhang verdeutlicht, wie die Identität junger Menschen hier beeinflusst wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Castingshows für Jugendliche ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach deren Einfluss aus bildungswissenschaftlicher Sicht.

2 Castingshows – Beispiel DSDS: Das Kapitel definiert Castingshows allgemein und erläutert anhand von DSDS das Prinzip der Show, die Rollen von Kandidaten, Jury und Publikum.

3 Einfluss von Castingshows auf Jugendliche: Hier werden die Auswirkungen medialer Inszenierungen auf Identität, Moral, Werteorientierung und die potenziellen Risiken für die Entwicklung Jugendlicher analysiert.

4 Castingshows und bedürfnistheoretische Analyse ihrer Bedeutung für Jugendliche in Anlehnung an Maslow: Dieses Kapitel verknüpft das Teilnehmerinteresse mit Maslows Bedürfnis-Pyramide und untersucht, wie Castingformate zur Selbstverwirklichung beitragen können.

5 Förderung von Medienkompetenz in der Sekundarstufe I: Es wird erörtert, wie Schule Medienkompetenz vermitteln kann, und ein pädagogisches Konzept für eine Unterrichtseinheit zu DSDS präsentiert.

6 Fazit und Zusammenhang: Abschließend fasst dieses Kapitel die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit zeitgemäßer pädagogischer Konzepte zum kompetenten Umgang mit Casting-Formaten.

Schlüsselwörter

Castingshows, DSDS, Medienbildung, Medienkompetenz, Identitätsentwicklung, Jugendliche, Moralentwicklung, Bedürfnispyramide, Maslow, Mediensozialisation, Unterrichtseinheit, Pädagogik, Selbsterkenntnis, Selbstverwirklichung, Aufmerksamkeitsökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die medienpädagogische Herausforderung, die Castingshows wie DSDS für die Entwicklung Jugendlicher darstellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Identitätsbildung, Moralentwicklung, bedürfnistheoretische Analyse nach Maslow und die praktische Förderung von Medienkompetenz im schulischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Hauptfrage ist, welchen Einfluss Castingshows auf die Entwicklung von Jugendlichen unter bildungswissenschaftlicher Perspektive haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich primär um eine theoretische Analyse auf Basis bildungs- und medienwissenschaftlicher Literatur sowie aktueller Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die psychologischen Effekte von Castingshows, ordnet diese wissenschaftlich ein und schlägt ein didaktisches Konzept für den Unterricht vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Medienkompetenz, Identitätsentwicklung, Casting-Gesellschaft, Jugendentwicklung und pädagogische Begleitung.

Warum ist das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit bei DSDS-Teilnehmern so präsent?

Es wird als Teil der Ich-Bedürfnisse identifiziert, wobei Castingshows eine Bühne bieten, um dieses Bedürfnis – auch durch negative Aufmerksamkeit – zu kompensieren.

Wie kann eine Unterrichtseinheit zum Thema DSDS Jugendlichen helfen?

Durch kritische Reflexion des Gezeigten lernen Schüler, zwischen Inszenierung und Realität zu unterscheiden und ihre Mediennutzung bewusster zu gestalten.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Chancen und Risiken von Castingshows für Jugendliche am Beispiel von "Deutschland sucht den Superstar"
Universidad
University of Hagen
Calificación
2,0
Autor
Vera Widmer (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
25
No. de catálogo
V1348992
ISBN (PDF)
9783346853615
ISBN (Libro)
9783346853622
Idioma
Alemán
Etiqueta
DSDS Casting Jugend Medienkompetenz Selbstverwirklichung Erfolg Moral Identität Bildung Chancen Risiken Werte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Vera Widmer (Autor), 2013, Chancen und Risiken von Castingshows für Jugendliche am Beispiel von "Deutschland sucht den Superstar", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1348992
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