Diese Arbeit beschäftigt sich mit aktuellen Ansätzen und Herausforderungen der Politikkommunikation und ihrer Bedeutung im Kontext der strategischen Unternehmenskommunikation. Dem Leser soll ein Überblick über die Bedeutung, Funktionen, Möglichkeiten, Grenzen und Herausforderungen der Politikkommunikation geschaffen werden.
Nachdem die Grundlagen der Politikkommunikation geklärt wurden, werden auf die vier Schritte für eine erfolgreiche Entwicklung einer Public Affairs Strategie eingegangen. Das Lobbying ist die nicht-öffentliche Form der Public Affairs. In der Literatur wird diese in zwei Teilgebiete eingeteilt, welche als verschiedene Strategien geläufig sind: Inside-Lobbying und Outside-Lobbying. Als Praxisbeispiel der Public Affairs wird hier die Siemens AG aufgeführt.
Die Politikkommunikation, auch Public Affairs genannt, ist ein wichtiges Teilgebiet der strategischen Unternehmenskommunikation. Das Ziel hierbei ist die wirtschaftliche Interessensdurchsetzung gegenüber dem politischen System. Diese erfolgt öffentlich, durch die Public Affairs oder nicht-öffentlich durch die verschiedenen Formen des Lobbyismus. Unternehmen benutzen die Politikkommunikation vor allem, um Wettbewerbsvorteile zu erlangen oder sich auf Beschneidungen durch die Politik vorzubereiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Thema und Fragestellung
2. Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Intermediäres System
2.2 Organisationsformen für Interessenvertretende
2.2.1 Verbände
2.2.2 Lose Interessenkoalition
2.2.3 Individuelle Interessenartikulation
2.3 Interne Wirkungsdimension
2.4 Externe Wirkungsdimension
2.4.1 Public Campaigning
2.4.2 Lobbying
2.4.2.1 Inside-Lobbying
2.4.2.1 Outside-Lobbying
2.5 Entwicklungsprozesse einer Public Affairs Strategie
2.6 Herausforderungen und Perspektiven
2.7 Einordnung in die strategische Unternehmenskommunikation
3. Praxisbeispiel
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktionsweise der Politikkommunikation (Public Affairs) als integralen Bestandteil der strategischen Unternehmenskommunikation, wobei der Schwerpunkt auf den Methoden der Interessenvertretung gegenüber politischen Systemen liegt.
- Grundlagen und theoretische Bezugsrahmen der Politikkommunikation
- Differenzierung zwischen internen (Bridging) und externen (Buffering) Wirkungsdimensionen
- Analyse verschiedener Organisationsformen und Instrumente der Interessenartikulation
- Untersuchung des "Responsible Lobbying" und der Einordnung in die Unternehmenskommunikation
- Praktische Anwendung der Public Affairs Strategien am Beispiel der Siemens AG
Auszug aus dem Buch
2.4.1 Public Campaigning
Das Public Campaigning ist ein öffentliches Instrument der Public Affairs. Das Unternehmen möchte dabei die Meinung der Öffentlichkeit beispielsweise durch Kampagnen beeinflussen. Das Ziel ist, dass politische Akteure die öffentliche Meinung nicht mehr ignorieren können. Somit werden die eigenen Meinungen legitimiert, was ihre Durchsetzungschancen erhöht (Hoffjann, 2015, S. 896-898). Massenmediale Verbreitungstechnologien spielen hier eine wichtige Rolle. Heutzutage wird das Public Campaigning meist online im Social Web durchgeführt und durch offline Maßnahmen ergänzt (Fähnrich & Mono, 2019, S. 12).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Thema und Fragestellung: Einführung in die Rolle der Politikkommunikation als wichtiges Teilgebiet der strategischen Unternehmenskommunikation zur Wettbewerbssicherung.
2. Theoretischer Bezugsrahmen: Darstellung des intermediären Systems zwischen Politik und Gesellschaft sowie Analyse der verschiedenen Organisationsformen und Wirkungsdimensionen der Interessenvertretung.
3. Praxisbeispiel: Anwendung der theoretischen Konzepte auf die Siemens AG, um die praktische Ausgestaltung einer Public Affairs Strategie in einem Großkonzern aufzuzeigen.
4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklung der Public Affairs, der Notwendigkeit von Licht in die Lobby-Arbeit sowie dem Einfluss von Social Media auf die demokratische Teilhabe.
Schlüsselwörter
Politikkommunikation, Public Affairs, Strategische Unternehmenskommunikation, Lobbying, Interessenvertretung, Inside-Lobbying, Outside-Lobbying, Responsible Lobbying, Public Campaigning, Bridging, Buffering, Interessenartikulation, Politische Rahmenbedingungen, Corporate Social Responsibility, Siemens AG
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Politikkommunikation von Unternehmen und deren zentraler Bedeutung bei der strategischen Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen gegenüber dem politischen System.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Hauptthemen gehören die theoretischen Grundlagen der Interessenvertretung, verschiedene Instrumente wie Lobbying und Public Campaigning, sowie die ethische Komponente des "Responsible Lobbying".
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Leser einen umfassenden Überblick über die Funktionen, Methoden, Chancen und Herausforderungen der Politikkommunikation innerhalb der Unternehmenskommunikation zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse wissenschaftlicher Publikationen zu Public Affairs und Unternehmensführung, ergänzt um eine praxisorientierte Fallstudie.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert das intermediäre System, Organisationsformen für Lobbying, die Unterscheidung zwischen internen und externen Wirkungsdimensionen sowie den konkreten Strategieentwicklungsprozess.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Politikkommunikation, Public Affairs, Lobbying, Strategische Unternehmenskommunikation, Transparenz und Interessensdurchsetzung.
Wie unterscheidet sich "Inside-Lobbying" von "Outside-Lobbying"?
Inside-Lobbying konzentriert sich auf den direkten, oft persönlichen Kontakt zu Entscheidungsträgern, während Outside-Lobbying versucht, über die öffentliche Meinung und gesellschaftlichen Druck politischen Einfluss zu nehmen.
Warum spielt die Siemens AG im Buch eine Rolle?
Siemens dient als konkretes Fallbeispiel, das zeigt, wie ein global agierender Konzern politische Interessen durch eigenes Regelwerk, Transparenzregister und gezieltes Auftreten als "Thought Leader" professionell steuert.
- Quote paper
- Felix Hermann (Author), 2022, Aktuelle Ansätze und Herausforderungen der Politikkommunikation im Kontext der strategischen Unternehmenskommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1349976