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Kontaktlinsenanpassung bei Trockenem Auge

Title: Kontaktlinsenanpassung bei Trockenem Auge

Term Paper , 2009 , 30 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Diplomkaufmann (MBA) Patrick Press (Author)

Health - Miscellaneous
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Um Kontaktlinsen beschwerdefrei tragen zu können, müssen das Auge gesund und der Tränenfilm intakt sein. Jedes Jahr beenden jedoch fünf bis zehn Prozent aller Kontaktlinsenträger das Tragen von Kontaktlinsen. Begley et al. stellten anhand der Auswertung von Symptom-Fragebögen fest, dass ca. 50% der Kontaktlinsenträger unter Symptomen eines Trockenen Auges leiden. Eine weitere Versorgung dieser Risikogruppe mit Kontaktlinsen, die auf das weitere Tragen der Kontaktlinsen unter Umständen ganz verzichten könnte, war in der Vergangenheit schwierig. An eine Versorgung von Kunden, die bereits unter einem Trockenen Auge leiden, war bisher erst recht nicht zu denken. Heutzutage kann der Augenarzt bzw. Kontaktlinsenanpasser jedoch „mit einer individuellen Strategie, speziell auf das Auge und die Art der Störung abgestimmt,“ diesen Kunden helfen. Ziel dieser Arbeit ist es, zu zeigen, inwiefern eine Kontaktlinsenversorgung bei Trockenem Auge möglich ist, wie sie durchgeführt wird und welche Kontaktlinsenmaterialien geeignet sind. Außerdem wird zum besseren Verständnis das Krankheitsbild des Trockenen Auges mit seinen vielfältigen Ursachen und Symptomen beschrieben, Diagnoseverfahren genannt und Therapieansätze aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 DAS TROCKENE AUGE

2.1 Definition

2.2 Symptome

2.3 Epidemiologie

2.4 Ätiopathogene Klassifikation des Trockenen Auges

2.5 Dry Eye/CLIDE

2.6 Pathogenese des Trockenen Auges durch das Kontaktlinsentragen

2.6.1 Beeinflussung des Tränenfilms durch das Kontaktlinsentragen

2.6.2 Einflussfaktoren auf das Trockene Auge

3 DIAGNOSTIK

3.1 Anamnese

3.2 Objektive Messverfahren zur Diagnostik des Trockenen Auges

3.2.1 Untersuchung mit der Spaltlampe

3.2.2 Tränenfilmaufreißzeit (FBUT)

3.2.3 Nichtinvasive Tränenfilmaufreißzeit (NIBUT)

3.2.4 Schirmer-Test

3.2.5 Vitalfärbungen mit Fluoreszein und Lissamingrün

3.2.6 Lidkantenparalle Conjunctivalfalten (LIPCOF)

3.2.7 Farnkrauttest

4 THERAPIE

4.1 Etablierte Therapien

4.1.1 Entzündungshemmende Medikamente

4.1.2 Nachbenetzungslösungen

4.1.3 Verschluss des Tränenpünktchens

4.1.4 Therapeutische Kontaktlinsen

4.1.5 Feuchtigkeitserhaltende Brillen

4.2. Alternative und zukünftige Therapien

4.2.1 Eigenserumtherapie

4.2.2 Androgene

4.2.3 Sekretagogika

4.2.4 Cholinergika

5 KONTAKTLINSENANPASSUNG BEI TROCKENEM AUGE

5.1. Anpassung formstabiler Kontaktlinsen

5.2 Anpassung weicher Kontaktlinsen

5.3 Auswahl des Kontaktlinsenmaterials

5.4 Ablagerungen auf Kontaktlinsen

5.5 Kontaktlinsenpflegemittel bei Trockenem Auge

5.6 Tragezeiten

5.7 Lidschlagverhalten

5.8 Lidhygiene

5.9 Ernährung

5.10 Flussdiagramm für die Anpassung von Kontaktlinsen bei Trockenem Auge

6 RESÜMEE

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten einer Kontaktlinsenversorgung bei Patienten mit einem Trockenen Auge aufzuzeigen. Dabei wird analysiert, unter welchen Voraussetzungen eine solche Versorgung möglich ist, welche Materialien und Anpassungsstrategien geeignet sind und welche begleitenden Maßnahmen zur Optimierung des Tragekomforts beitragen können.

  • Pathophysiologie und Definition des Trockenen Auges (Sicca-Syndrom)
  • Diagnostische Verfahren zur Differenzierung der Augenoberflächenstörungen
  • Therapeutische Ansätze und konservative Therapiemöglichkeiten
  • Spezifische Anforderungen an Kontaktlinsenmaterialien und Pflegemittel
  • Praktische Anpassungsstrategien für formstabile und weiche Kontaktlinsen

Auszug aus dem Buch

2.6 Pathogenese des Trockenen Auges durch das Kontaktlinsentragen

Der Grund für die Trockenheitsgefühle liegt unter anderem in Veränderungen im Tränenfilm beim Kontaktlinsentragen. Guillon et al. stellten fest, dass die Verdunstungsrate des Tränenfilms bei Kontaktlinsenträgern schon unter Bedingungen mit normaler Luftfeuchtigkeit (40% rel. Luftfeuchtigkeit) größer ist im Vergleich zur Gruppe der Nichtträger bei trockener Umgebung (30% rel. Luftfeuchtigkeit). Dabei kann das Kontaktlinsentragen zu einer negativen Feedbackschleife von der Hornhaut zur Tränendrüse führen und die Symptome des Trockenen Auges hervorrufen. Es wird vermutet, dass Ablagerungen, Keime und abgestoßene Epithelzellen wegen des geringen Austauschs des Tränenfilms unter der Kontaktlinse nicht mehr ausreichend entfernt werden. Die Folge davon ist ein Anstieg der entzündlichen Zytokine im Tränenfilm.

Die Osmolarität gibt die Anzahl der osmotisch aktiven Teilchen pro Liter Lösung an und ist damit ein Maß für den osmotischen Druck. Weil die Anzahl der gelösten Teilchen im Tränenfilm sich erhöht, steigt die Osmolarität des Tränenfilms, so dass sie den normalen Grenzwert von 311 mOsm/l übersteigt. Der osmotische Druck ist für den Flüssigkeitstransport und Flüssigkeitshaushalt in den Zellen wichtig. Durch die erhöhte Konzentration des Tränenfilms und den veränderten osmotischen Druck entstehen Zellschäden. Die Verdunstungsrate steigt wie zuvor beschrieben. Diese Vorgänge führen zu einer negativen Beeinflussung des sensiblen, cornealen Nervus nasociliaris und der Hornhautsensibilität. Neben der Schmerzempfindung hat die Hornhautsensibilität die Aufgabe, trockene Stellen der Augenoberfläche zu erkennen. Aufgrund der geringeren Hornhautsensibilität erfolgt die Rückmeldung zur Tränendrüse schlechter, so dass weniger Tränenflüssigkeit ausgeschüttet wird. Außerdem verringert sich dadurch die Lidschlagfrequenz, infolge dessen eine anhaltende Verteilung der Tränenflüssigkeit über dem Auge nicht mehr sichergestellt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Arbeit beleuchtet die Problematik des Kontaktlinsentragens bei Symptomen des Trockenen Auges und definiert den Aufbau sowie das Ziel der Untersuchung.

2 DAS TROCKENE AUGE: Dieses Kapitel definiert das Krankheitsbild, beschreibt Symptome sowie Epidemiologie und analysiert die Pathogenese, insbesondere in Bezug auf Kontaktlinsenträger.

3 DIAGNOSTIK: Hier werden strukturierte anamnestische Interviews und objektive klinische Messverfahren wie die Spaltlampenuntersuchung oder der Schirmer-Test zur Diagnosefindung erläutert.

4 THERAPIE: Es werden etablierte medikamentöse Ansätze sowie alternative und zukünftige Behandlungsmöglichkeiten zur Linderung des Sicca-Syndroms aufgezeigt.

5 KONTAKTLINSENANPASSUNG BEI TROCKENEM AUGE: Das Kernkapitel beschreibt praxisorientierte Strategien zur Anpassung von formstabilen und weichen Linsen, einschließlich Materialwahl und begleitender Pflegemaßnahmen.

6 RESÜMEE: Das Abschlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass eine Kontaktlinsenversorgung bei entsprechender Berücksichtigung der Besonderheiten möglich ist.

Schlüsselwörter

Trockenes Auge, Kontaktlinsen, Tränenfilm, Sicca-Syndrom, Kontaktlinsenanpassung, Augenoberfläche, Tränenersatzmittel, Benetzung, Osmolarität, Anamnese, Diagnostik, Hydrogellinsen, Silikonhydrogel, Hornhautsensibilität, Lidhygiene.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Thematik, ob und unter welchen Bedingungen eine Kontaktlinsenversorgung bei Patienten mit einem Trockenen Auge möglich ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Pathogenese des Trockenen Auges, den diagnostischen Verfahren in der Augenoptik, therapeutischen Optionen und speziellen Anforderungen bei der Anpassung von Kontaktlinsen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kontaktlinsen bei marginalem Trockenem Auge erfolgreich angepasst werden können, um den Patienten trotz der diagnostizierten Problematik eine beschwerdefreie Versorgung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Aufarbeitung aktueller Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Publikationen, Studien und Fachinformationen der Augenoptik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Diagnostik, therapeutische Maßnahmen (medikamentös sowie unterstützend) und konkrete Anpassungsleitfäden für verschiedene Kontaktlinsentypen und Materialien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Sicca-Syndrom, Tränenfilm, Kontaktlinsenanpassung, Benetzungsstörungen, diagnostische Messverfahren und Materialeigenschaften von Kontaktlinsen.

Welche Rolle spielt das Linsenmaterial bei der Anpassung?

Das Material ist entscheidend, da Eigenschaften wie Wassergehalt, Ionizität und Wasserbindungsvermögen den Tragekomfort und die Interaktion mit dem Tränenfilm maßgeblich beeinflussen.

Wie beeinflusst der Lidschlag das Trockene Auge?

Ein gestörtes Lidschlagverhalten, etwa bei Bildschirmarbeit, führt zu einer unvollständigen Benetzung und erhöht die Verdunstungsrate des Tränenfilms, was die Symptome des Trockenen Auges verstärkt.

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Details

Title
Kontaktlinsenanpassung bei Trockenem Auge
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel; Wolfsburg
Course
Kontaktlinsenanpassung
Grade
2,3
Author
Diplomkaufmann (MBA) Patrick Press (Author)
Publication Year
2009
Pages
30
Catalog Number
V135066
ISBN (eBook)
9783640429936
ISBN (Book)
9783640430147
Language
German
Tags
Dry Eye Kontaktlinsenanpassung Trockenes Auge Symptomatik Kontaktlinsen Therapie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplomkaufmann (MBA) Patrick Press (Author), 2009, Kontaktlinsenanpassung bei Trockenem Auge , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135066
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