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Gendern als Phänomen des soziologischen Wertewandels

Título: Gendern als Phänomen des soziologischen Wertewandels

Trabajo Escrito , 2023 , 22 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Sontje Neldner (Autor)

Estudios de género
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Zunächst soll betont werden, dass es in dieser Ausarbeitung nicht um die Sinnhaftigkeit oder Sinnlosigkeit des Genderns gehen soll. Weder wird hier ein argumentatives Für und Wider erörtert werden, noch eine persönliche Haltung eingenommen. Stattdessen soll die Frage beantwortet werden, ob das Gendern als ein Wertewandel auf sprachlicher Ebene verstanden werden kann oder zumindest einen Bestandteil eines gesellschaftlichen Wertewandels darstellt. Hierzu werden zunächst die Begrifflichkeiten soziologischer Wertewandel, philosophischer Wertewandel, Gendern, Generisches Maskulinum und FLINTA* erklärt. Im Anschluss wird auf die feministischen Bewegungen der vergangenen 60 Jahre eingegangen. Schlussendlich werden diese geschichtlichen Ereignisse in den Kontext mit der sprachlichen Entwicklung gesetzt und aufgrund der vorher getroffenen Definitionen des Wertewandels beurteilt.

Setzt man sich heutzutage mit der modernen Sprachentwicklung auseinander, kommt man an zwei Aspekten nicht vorbei; der eine Aspekt ist das Phänomen des Genderns, der andere sind die gesellschaftlichen Beziehungen zu diesem Phänomen. Gendersprache ist ein heiß diskutiertes Thema der Neuzeit, das gesellschaftlich sehr umstritten ist. Die einen setzen sich aktiv für die Gendersprache ein, um für mehr Gleichberechtigung der Geschlechter zu sorgen. Sie sehen Sprache als ein Element der manifestierten Ungerechtigkeit innerhalb der Gesellschaft. Die anderen sehen keinen Mehrwert in der veränderten Sprache als Mittel zur Gleichberechtigung der Geschlechter und sehen die Sprachästhetik und die Tauglichkeit der Sprache in Gefahr. Die Diskussion um das Gendern ist demnach nicht nur eine Diskussion um die Sprache selbst, sondern vielmehr eine gesellschaftliche Frage um Gleichberechtigung und Einfluss der Sprache auf die Gesellschaft.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserklärungen

2.1 Soziologische und philosophische Wertewandel

2.2 Das Phänomen Gendern und das Generische Maskulinum

2.3 FLINT*

3 Feministische Chronologien

3.1 Die FLINT*-Bewegung

3.2 Der zeitliche Verlauf von gendergerechter Sprache

4 Dynamiken zwischen der FLINT*-Emanzipation, gendergerechter Sprache und dem Wertewandel

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern das Phänomen des Genderns als Ausdruck oder Bestandteil eines gesamtgesellschaftlichen Wertewandels verstanden werden kann, wobei soziologische und philosophische Begriffsdefinitionen sowie die Entwicklung der feministischen Emanzipation im Kontext soziolinguistischer Dynamiken analysiert werden.

  • Soziologische und philosophische Grundlagen des Wertewandels
  • Die Entwicklung und Bedeutung von Gendern und dem Generischen Maskulinum
  • Chronologie der feministischen Emanzipation und FLINT*-Bewegung
  • Verlauf der Debatte um gendergerechte Sprache
  • Interdependenz zwischen Sprache, gesellschaftlichem Wandel und individuellem Gruppenzwang

Auszug aus dem Buch

2.1 Soziologische und philosophische Wertewandel

Um beurteilen zu können, ob und inwiefern das Phänomen Gendern im Zusammenhang mit einem gesellschaftlichen Wertewandel steht, muss der Begriff Wertewandel zunächst beschrieben und differenziert werden. Im Folgenden wird daher darauf eingegangen, um was es sich bei einem Wertewandel aus soziologischer und philosophischer Perspektive handelt und wie diese Arten zu unterscheiden sind. Die Ausgangslage hierfür bieten die Definitionen über soziologische Tatbestände und moralischen Tatsachen von Émile Durkheim.

In der Allgemeinheit wird der Begriff der Soziologie oftmals für alle Belange verwendet, die den Menschen betreffen. Dies beruht auf der Schlussfolgerung, dass der Mensch ein soziales Wesen ist und somit alle ihn betreffenden Phänomene soziologische Phänomene seien. Folglich werden durch diese Begrifflichkeit alle irdischen Phänomene beschrieben, weil letztendlich alles im Kontext mit dem Menschen steht. Diese Definition der Allgemeinheit ist jedoch nicht nur unzureichend, sondern auch falsch. Bedient man sich dieser Definition, so erscheint sie überflüssig, umfasst sie doch alles was ist. Außerdem bietet sie keinerlei Abgrenzung zu anderen Wissenschaften, wie zum Beispiel der Biologie und der Psychologie, die ebenfalls Phänomene der sozialen Interaktion umfassen. Hier kann beispielsweise das Phänomen der gegenseitigen Zuneigung zweier Menschen genannt werden. Gegenseitige Zuneigung kann sowohl durch biologische, als auch durch psychologische Prozesse erklärt werden. Zuneigung allerdings als Gegenstand der Soziologie zu verstehen, wie eine allgemeine Definition vermuten ließe, kann keine Erklärungen für menschliche Zuneigung bereitstellen und entzieht sich jeder Grundlage. Daher ist es wichtig eine Definition für die Soziologie zu präsentieren, die einen klaren Bereich umfasst, sich von anderen Wissenschaften abgrenzt und wiederkehrenden Phänomenen einen Zuordnungsbereich bietet, die anderen Wissenschaften nicht oder nur zum Teil zugesprochen werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Sprache als gesellschaftlicher Spiegel ein und stellt die Forschungsfrage, ob Gendern als Wertewandel oder als Ausdrucksform eines solchen zu verstehen ist.

2 Begriffserklärungen: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen des soziologischen und philosophischen Wertewandels nach Émile Durkheim, definiert das Generische Maskulinum sowie das Akronym FLINT*.

3 Feministische Chronologien: Hier wird der historische Verlauf der FLINT*-Bewegung und der Entwicklung der Debatte um eine gendergerechte Sprache über die letzten 60 Jahre nachgezeichnet.

4 Dynamiken zwischen der FLINT*-Emanzipation, gendergerechter Sprache und dem Wertewandel: Das Kapitel analysiert die Wechselwirkungen zwischen dem Streben nach Emanzipation, der sprachlichen Sichtbarkeit und dem gesellschaftlichen Normendruck, der oft als Gruppenzwang fungiert.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass Gendern eher ein Phänomen als ein alleiniger Wertewandel ist und dass die gesellschaftliche Transformation durch feministische Emanzipation noch nicht abgeschlossen ist.

Schlüsselwörter

Gendern, Wertewandel, FLINT*, Soziologie, Generisches Maskulinum, Feminismus, Emanzipation, Gesellschaft, Sprache, Gruppenzwang, Soziale Strömungen, Gender Pay Gap, Moralische Tatsachen, Identität, Soziolinguistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Es geht darum, die Diskussion um das Gendern aus einer soziologischen Perspektive zu beleuchten und einzuordnen, ob dieses Phänomen als eigenständiger Wertewandel oder als Ausdruck von Emanzipationsbewegungen zu verstehen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die theoretische Abgrenzung von Wertewandel, die Kritik am Generischen Maskulinum, die Historie der feministischen Bewegungen sowie die Rolle von Sprache bei der Etablierung oder Unterdrückung sozialer Identitäten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob das Gendern als soziologischer oder philosophischer Wertewandel betrachtet werden muss oder ob es lediglich ein Teilaspekt oder ein Phänomen im Kontext eines größeren gesellschaftlichen Wandels darstellt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse soziologischer und philosophischer Begriffsdefinitionen, insbesondere unter Rückgriff auf Émile Durkheim, kombiniert mit einer historischen Chronologie feministischer Entwicklungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Definitionen zum soziologischen Wertewandel geklärt als auch die chronologische Entwicklung der feministischen Emanzipation und der Debatte über geschlechtergerechte Sprache detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Schlagworte sind das FLINT*-Akronym, der soziologische Begriff des Tatbestands, die Kritik an der sprachlichen Unsichtbarkeit von Geschlechtergruppen und Dynamiken wie der Gruppenzwang.

Inwiefern spielt der Begriff FLINT* eine besondere Rolle in der Argumentation?

FLINT* dient als zentrales Instrument, um alle Personengruppen zusammenzufassen, die unter dem Patriarchat leiden, wobei die Arbeit beleuchtet, wie dieses Akronym zur Sichtbarkeit dieser Gruppen beiträgt.

Warum wird das Generische Maskulinum in dieser Arbeit kritisch hinterfragt?

Das Generische Maskulinum wird kritisch gesehen, weil Studien nahelegen, dass es bei Rezipienten primär männliche Vorstellungsbilder aktiviert und somit zur sprachlichen Unsichtbarkeit von Frauen und diversen Personen beiträgt.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Gendern als Phänomen des soziologischen Wertewandels
Universidad
University of Cologne
Curso
Wertewandel
Calificación
1,0
Autor
Sontje Neldner (Autor)
Año de publicación
2023
Páginas
22
No. de catálogo
V1351213
ISBN (PDF)
9783346861115
ISBN (Libro)
9783346861122
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wertewandel FLINT FLINTA Gendern Soziologie Moral Philosophie Feminismus Generisches Maskulinum Sprache Gesellschaftlicher Wandel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sontje Neldner (Autor), 2023, Gendern als Phänomen des soziologischen Wertewandels, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1351213
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