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Faule Tricks und unfaire Taktiken beim Argumentieren

Wie Schüler lernen, sie zu erkennen und sich dagegen zu wehren

Titre: Faule Tricks und unfaire Taktiken beim Argumentieren

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2005 , 13 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Julia Leschhorn (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Pédagogie, Linguistique
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Argumentieren ist eine Handlung, die man jeden Tag – auch häufig unbewusst - vornimmt. Es handelt sich dabei um eine gewaltfreie Lösung von Konflikten. Man versucht, „durch Austausch von Argumenten eine gemeinsame Sprache und damit eine gemeinsame Sicht der Welt zu finden oder wiederherzustellen.“ Ob in der Politik, in der Schule oder einfach in der Familie und unter Freunden, überall wird argumentiert und diskutiert. Meist argumentiert man, wenn Erwartungen enttäuscht wurden oder unterschiedliche Ansichten aufeinanderprallen.
Viele Argumentationen verlaufen nicht immer ganz fair. Häufig, besonders, wenn wir keine Lust zum diskutieren haben oder wir uns in einer Diskussion in auswegslosen Lagen befinden, in denen wir nicht eingestehen wollen, dass unser Argumentationspartner doch im Recht ist, wenden wir unfaire Taktiken und Tricks an. Mit diesen unterdrücken wir eine faire Argumentation.
Jeder von uns kennt solche Situationen. Wie soll man sich verhalten, wenn der Argumentationspartner den anderen nicht zu Wort kommen lässt oder wie, wenn man persönlich angegriffen wird?
Schnell ist man sprachlos, wenn der Argumentationspartner solche unfairen Taktiken zur Anwendung bringt. Man schaut hilflos dabei zu, wie es der Gegner schafft, einen selbst in Widersprüche zu verstricken, verunsichert und schließlich dazu bringt, ihm zuzustimmen, nur weil er die bessere Taktik besitzt oder mehr Kniffs und Tricks kennt. Man glaubt, den Argumenten des anderen gewachsen zu sein und scheitert dennoch an dessen Verteidigungstricks.
Auch wenn man in der Schule einiges über das Argumentieren lernt, bekommt man doch zu selten erklärt, wie man sich gegen unfaire Taktiken und faule Tricks wehren kann, da in Schulen häufig die konsensorientierte Diskussion bevorzugt geübt wird.
Hier soll diese Arbeit ansetzen. Es sollen am Beispiel politischer Flugblätter, Zeitungen und Fernsehdebatten einige solcher fauler Tricks und unfairer Taktiken aufgezeigt werden. Zudem wird erklärt, wie man sich dagegen wehren kann. Anschließend sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie man in der Schule lehren kann, unfaire Taktiken in Argumentationen zu erkennen und sich dagegen zu wehren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Unfaire Taktiken und faule Tricks

2.1 Scheinalternativen

2.2 Persönliche Diffamierungen

2.3 Verdrehung der gegnerischen Argumentation

3. Argumentieren in der Schule

3.1 Wie man sich gegen unfaire Taktiken wehren kann

3.2 Argumentationsübungen für den Unterricht

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einsatz unfairer Taktiken und fauler Tricks in öffentlichen Diskursen und hinterfragt die aktuelle schulische Didaktik, die sich primär auf konsensorientierte Argumentation konzentriert. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schüler dazu befähigt werden können, manipulative Kommunikationsmuster in Alltag, Beruf und Politik zu erkennen und ihnen sachlich entgegenzutreten.

  • Analyse unfairer Argumentationsmuster (z. B. Scheinalternativen, Diffamierungen).
  • Kritik an der schulischen Vernachlässigung non-konsensualer Diskussionsformen.
  • Praktische Ansätze zur Identifikation von Manipulation durch Medienanalysen.
  • Methodik zur Stärkung der argumentativen Souveränität durch Rollenspiele.
  • Verbindung von theoretischer Reflexion und konkreter Anwendung im Unterricht.

Auszug aus dem Buch

2.1 Scheinalternativen

Nicht selten werden in einer Diskussion nur zwei Antworten zur Wahl gestellt, obwohl mehrere denkbar wären. Man spricht hier von Scheinalternativen, falschen Alternativen oder auch von der Entweder-Oder-Taktik.

Die Entweder-Oder-Taktik beruht auf „eine[r] grobe[n] Vereinfachung der tatsächlichen Verhältnisse“. Der Argumentierende stellt lediglich zwei Möglichkeiten vor, obwohl meist wesentlich mehr erdenklich wären. Damit will er erzwingen, dass man einem seiner beiden Lösungsvorschläge zustimmt. Eine der beiden vorgeschlagenen Möglichkeiten ist zudem meist indiskutabel, so dass damit vom Argumentierenden erreicht werden soll, dass man sich dessen Ausführungen anschließt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den Stellenwert des Argumentierens als alltägliche Konfliktlösungsmethode dar und identifiziert die Lücke in der schulischen Bildung bezüglich der Abwehr unfairer Diskussionspraktiken.

2. Unfaire Taktiken und faule Tricks: In diesem Kapitel werden manipulative Techniken wie Scheinalternativen, persönliche Diffamierungen und die Verdrehung von Argumenten theoretisch definiert und anhand von Beispielen aus der politischen Debatte illustriert.

3. Argumentieren in der Schule: Das Kapitel kritisiert die Einseitigkeit konsensorientierter Schuldiskussionen und schlägt didaktische Methoden wie Rollenspiele zur aktiven Auseinandersetzung mit Manipulationsversuchen vor.

4. Resümee: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass Schüler systematisch auf nicht-konsensuale Argumentationssituationen vorbereitet werden müssen, um im privaten wie politischen Kontext souverän agieren zu können.

Schlüsselwörter

Argumentieren, Unfaire Taktiken, Faule Tricks, Scheinalternativen, Persönliche Diffamierung, Argumentationsdidaktik, Konsensorientierung, Rhetorik, Manipulation, Politik, Debatten, Rollenspiel, Sprachdidaktik, Kommunikation, Konfliktlösung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert unfaire Taktiken und manipulative Tricks, die in Diskussionen angewendet werden, um den Partner in eine bestimmte Richtung zu drängen oder dessen Position zu schwächen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Identifikation rhetorischer Manipulationen, die Analyse realer politischer Debattenbeispiele sowie die Didaktik der Argumentation im schulischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie Lernende befähigt werden können, manipulative Kommunikationsmuster zu erkennen und diesen durch eigene sachliche Argumentation wirkungsvoll zu begegnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse von fachspezifischer Literatur zur Argumentationstheorie und kombiniert diese mit praxisnahen Fallbeispielen aus politischen Debatten und Flugblättern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Taktiken wie Scheinalternativen, persönliche Angriffe und Verdrehungen sowie deren praktische Anwendung im Schulunterricht durch Übungen und Rollenspiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Argumentationsdidaktik, unfaire Taktiken, Rhetorik, Konsensorientierung, Manipulation und politische Debatten.

Wie unterscheidet sich diese Arbeit von gängigen Lehrplänen?

Während viele Lehrpläne die ideale, konsensorientierte Diskussion fokussieren, betont diese Arbeit die Notwendigkeit, auch das Argumentieren in Konfliktsituationen ohne Konsensmöglichkeit zu trainieren.

Warum sind Rollenspiele für den Unterricht relevant?

Rollenspiele ermöglichen es den Schülern, in einer geschützten Umgebung unfaire Taktiken selbst aktiv zu erproben, deren Wirkung zu erfahren und gleichzeitig Gegenstrategien zu entwickeln.

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Résumé des informations

Titre
Faule Tricks und unfaire Taktiken beim Argumentieren
Sous-titre
Wie Schüler lernen, sie zu erkennen und sich dagegen zu wehren
Université
Justus-Liebig-University Giessen
Cours
Argumentieren
Note
2,0
Auteur
Julia Leschhorn (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
13
N° de catalogue
V135464
ISBN (ebook)
9783640437849
ISBN (Livre)
9783640438020
Langue
allemand
mots-clé
Argumentieren Tricks Taktiken Schüler Schule Unterricht Deutschunterricht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julia Leschhorn (Auteur), 2005, Faule Tricks und unfaire Taktiken beim Argumentieren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135464
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Extrait de  13  pages
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