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Die Metaphilosophie von Arthur Schopenhauer

Titre: Die Metaphilosophie von Arthur Schopenhauer

Dossier / Travail , 2007 , 9 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Thomas Wehrs (Auteur)

Philosophie - Théorique (Conscience, Science, Logique, Langage)
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im vierten Buch seines Hauptwerks „Die Welt als Wille und Vorstellung“ beschreibt Arthur Schopenhauer „den Idealzustand der menschlichen Existenz als Schmerzlosigkeit und Seelenruhe.“ In dem Willen, der die Menschen in Unruhe versetzt, sieht Schopenhauer allerdings eine gewichtige Hürde zu diesem Daseinszustand. „Dieser Wille will nichts Bestimmtes. Er hat kein Ziel und soll nicht mit dem Willensakt verwechselt werden. Erst durch den individuellen Willensakt wird dieser ziellose Wille im Nachhinein auf einen bestimmten Gegenstand gerichtet.“ Durch das Wollen wird der Mensch verletzbar und neigt dazu, andere zu verletzen. Nach Schopenhauers Meinung sind Ermahnungen und Vorschriften dagegen machtlos. Aus diesem Grund fordert er die Moralphilosophen auf keine Anweisungen des Handelns anzuordnen:
„Meiner Meinung nach aber ist alle Philosophie immer theoretisch, indem es ihr wesentlich ist, sich, was auch immer der nächste Gegenstand der Untersuchung sei, stets rein betrachtend zu verhalten und zu forschen, nicht vorzuschreiben. Hingegen praktisch zu werden, das Handeln zu leiten, den Charakter umzuschaffen sind alte Ansprüche, die sie bei gereifter Einsicht endlich aufgeben sollte.“ [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Ein neuer Ansatz für die Philosophie

2. Philosophie zwischen Wissenschaft und Kunst

2.1 Das Was der Erscheinungen

2.2 Der Wille als Ding an sich

2.3 Der Wille als >Wille zum Leben<

2.4 Tod und Trauer

3. Die eigentliche Aufgabe der Philosophie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit legt den Fokus auf Arthur Schopenhauers philosophischen Ansatz, der den Menschen dazu auffordert, sich von bloßen abstrakten Spekulationen zu lösen und stattdessen eine betrachtende Haltung gegenüber der Welt einzunehmen. Die Forschungsfrage widmet sich der Untersuchung, wie Schopenhauer die Philosophie zwischen Wissenschaft und Kunst verortet und welche Rolle dabei der „Wille“ für das Verständnis der menschlichen Existenz und den Umgang mit Vergänglichkeit spielt.

  • Die Abgrenzung der Philosophie von rein theoretischen Spekulationen und metaphysischen Leerformeln.
  • Die Analyse des Begriffs „Wille“ als Ding an sich und als „Wille zum Leben“.
  • Das Verhältnis zwischen dem vergänglichen Individuum und der ewig währenden Natur.
  • Die moralische und existenzielle Bedeutung der Philosophie im Angesicht des Todes.

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Was der Erscheinungen

Dieter Birnbacher zeigt in seinem Essay „Wille und Weltverneinigung“ auf, dass Schopenhauers „…Auffassung von Philosophie ist, sich nicht in abstrakte Spekulationen über Gott und die Welt zu ergehen, sondern die konkrete und höchstpersönliche Erfahrung des Menschen mit der Welt, in die er hineingeboren wird, auf den Begriff zu bringen.“

Wirklich sinnvoll ist somit die Philosophie und sogar in gewisser Weise erforderlich, wenn sie Erkenntnisse und Erfahrungen dem Menschen näher bringt, die er zum Verstehen des eigenen Daseins und dessen Eigenschaften benötigt.

Schopenhauers neuer Sinn für Philosophie legt den Schwerpunkt darauf, dem Menschen gerade die Erkenntnisse zu vermitteln, die zum Verstehen seiner eigenen Existenz und deren Form notwendig ist. Den Ausdruck „praktische Philosophie“ weist er hierfür entschieden zurück, da der Ausdruck den gleichen Widerspruch in sich enthält wie der Ausdruck „hölzernes Eisen.“

Die bis dahin bekannten Systeme der Philosophie versuchten die Welt aufgrund außerhalb der Erfahrung liegenden Prämissen zu erklären, „…aus denen sich Existenz, Struktur und Erkennbarkeit der Erscheinungswelt herleiten.“

Schopenhauer widerspricht diesem Ansatz und fordert als Gegenmodell eine Philosophie, die uns die Welt verständlich macht, wie sie uns erscheint und sie soll ihre bedeutsamsten Grundzüge beschreiben.

„Auf diese Weise wird die Philosophie zwischen Wissenschaft und Kunst angesiedelt. Von der Wissenschaft unterscheidet sie sich dadurch, dass sie nicht nach dem Warum (den Ursachen), sondern nach dem Was (dem Gehalt) der Erscheinungen fragt.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ein neuer Ansatz für die Philosophie: Dieses Kapitel führt in Schopenhauers Kritik an der traditionellen Moralphilosophie ein und plädiert für eine Philosophie, die nicht vorschreibt, sondern die Welt rein betrachtend untersucht.

2. Philosophie zwischen Wissenschaft und Kunst: Hier wird Schopenhauers Verständnis von Philosophie als Vermittlerin zwischen wissenschaftlicher Analyse und künstlerischer Erfahrung dargelegt.

2.1 Das Was der Erscheinungen: Das Kapitel erläutert, warum Philosophie nicht nach Ursachen (dem Warum), sondern nach dem inhaltlichen Gehalt (dem Was) der Welt fragen sollte.

2.2 Der Wille als Ding an sich: Der Fokus liegt auf der metaphysischen Rolle des Willens, der als zeitloser Grundsatz alles Dasein durchdringt.

2.3 Der Wille als >Wille zum Leben<: Dieses Kapitel betrachtet die Gattungserhaltung und die Unverwüstlichkeit des Willens, der trotz des Todes des Individuums fortbesteht.

2.4 Tod und Trauer: Schopenhauers Perspektive auf den Tod als notwendige Erscheinung wird hier in Beziehung zu menschlichen Gefühlen wie Trauer und der Wahrnehmung der Zeit gesetzt.

3. Die eigentliche Aufgabe der Philosophie: Das Kapitel diskutiert, wie die Philosophie dem Menschen eine moralische Gewissheit bieten kann, um dem Schrecken vor der eigenen Endlichkeit zu begegnen.

Schlüsselwörter

Arthur Schopenhauer, Philosophie, Wille, Wille zum Leben, Welt als Vorstellung, Metaphysik, Existenz, Individuum, Tod, Trauer, Gattung, Erkenntnis, Erscheinung, Natur, Sinnlosigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Arthur Schopenhauers philosophischen Ansatz, der darauf abzielt, die Welt betrachtend zu verstehen, statt abstrakte metaphysische Spekulationen zu betreiben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten gehören das Wesen des Willens, der Unterschied zwischen individueller Existenz und der Gattung sowie die philosophische Bewältigung des Leidens und des Todes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, Schopenhauers Forderung nach einem neuen Verständnis von Philosophie als Brücke zwischen Wissenschaft und Kunst sowie deren Funktion für die menschliche Existenz darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer textorientierten Analyse von Schopenhauers Hauptwerk „Die Welt als Wille und Vorstellung“ sowie der Auseinandersetzung mit einschlägiger Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Konzepte des Willens als „Ding an sich“ und „Wille zum Leben“, die Einordnung der Philosophie zwischen Wissenschaft und Kunst sowie den Umgang mit dem Tod.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wille, Welt als Vorstellung, Existenz, Individuum, Tod und das „Was“ der Erscheinungen.

Warum lehnt Schopenhauer den Begriff „praktische Philosophie“ ab?

Er hält ihn für einen logischen Widerspruch, vergleichbar mit einem „hölzernen Eisen“, da Philosophie aus seiner Sicht rein betrachtend sein sollte und nicht das Handeln vorschreiben kann.

Welche Rolle spielt die Zeit im Schopenhauer’schen Denken?

Die Zeit gilt als Rahmen für die Erscheinungsformen (Individuen), während der „Wille“ als Ding an sich selbst zeitlos und unvergänglich gedacht ist.

Wie kann Philosophie laut Autor beim Umgang mit dem Tod helfen?

Indem sie dem Menschen die Erkenntnis vermittelt, dass nicht das einzelne Individuum, sondern das „Ganze“ der Natur von bleibender Bedeutung ist.

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Résumé des informations

Titre
Die Metaphilosophie von Arthur Schopenhauer
Université
University of Duisburg-Essen
Note
1,0
Auteur
Thomas Wehrs (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
9
N° de catalogue
V135677
ISBN (ebook)
9783640437924
ISBN (Livre)
9783640437962
Langue
allemand
mots-clé
Metaphilosophie Arthur Schopenhauer
Sécurité des produits
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Citation du texte
Thomas Wehrs (Auteur), 2007, Die Metaphilosophie von Arthur Schopenhauer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135677
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