In der vorliegenden Ausarbeitung geht es um Fragen und Antworten die innerhalb des Gebietes ,,Sozialmedizin" eine Rolle spielen. Darunter um die Themen: Suizidalität und Anti-Suizidpakt; Hygienebegehung; Aufgaben vom Kinder- und Jugendamt; Medikamenteneinnahme; Arbeitsbereiche des Gesundheitswesens; Unterschied zwischen Psychiater und Psychologe; Funktionen des LaGeSo, Versorgungsamt und Integrationsamt; Partizipation und Empowerment in Verbindung mit Behinderung und Arten von Behinderung
Inhaltsverzeichnis
1. Erster 10er Frageblock - Sozialmedizin
Zielsetzung & Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, angehenden SozialarbeiterInnen praktische Handlungskompetenzen für schwierige gesundheits- und sozialrechtliche Fragestellungen im Berufsalltag zu vermitteln und rechtliche Rahmenbedingungen sowie präventive Ansätze aufzuzeigen.
- Krisenintervention bei Suizidalität und Risikobewertung von Anti-Suizidpakten
- Hygiene- und Meldepflichten in sozialen Einrichtungen bei Infektionskrankheiten
- Umgang mit Kindswohlgefährdung und gesetzliche Interventionsmöglichkeiten
- Rechtliche Grundlagen zur Medikamentengabe und Zwangsmedikation
- Definitionen und Dimensionen von Behinderungsarten sowie die Rolle der Sozialarbeit
Auszug aus dem Buch
Frage 1: Was ist zu tun, wenn einer Ihrer KlientInnen „suizidal“ ist und warum ist ein „Anti-Suizidpakt“ sehr gefährlich?
Teilt ein*e Klient*in mit, sie/ er habe suizidale Gedanken, darf man auf keinen Fall wegschauen, sollte es viel mehr als einen Hilferuf sehen. Man muss ihm/ ihr mit Wertschätzung und Wärme entgegentreten und sie nicht alleine lassen. Suizidale Klient*innen brauchen intensive Unterstützung und Begleitung. Es ist wichtig die ausweglos scheinende Situation des/ der Betroffene*n zu verändern nicht nach Zukunftsmöglichkeiten zu forschen. Da die Einschätzung der Situation über Fachleute erfolgen sollte, muss man dringen in in einer solchen Situation einen Arzt, Psychotherapeuten oder eine Klinik aufsuchen/ dazu ziehen. Ist der Mensch nicht ansprechbar, oder die Situation erfordert es aus anderen Gründen ist ein Notarzt oder die Polizei hinzuzuziehen. (vgl. SWR 2021) Den psychiatrischen Notdienst kann man ebenfalls rufen und bis dieser eintrifft für eine ruhige, entspannte Umgebung sorgen. (vgl. Neurologen und Psychiater im Netz)
Ein Anti-Suizidpakt ist eine entweder schriftlich oder mündlich abgegebene Erklärung zwischen Arzt und Klient*in, in welchem vereinbart wird für einen bestimmten Zeitraum kein Selbstmord zu begehen. Der Pakt ist jedoch keine Versicherung für die Verhinderung von Suizid. Kommt es also dennoch zu einem Selbstmord, kann es passieren, dass der/die betroffene Arzt/ Ärztin haften muss. Bei der Anklage spielt dann die lückenfreie Behandlungsdokumentation und ob eine akute Suizidgefahr vorlag, eine große Rolle. Eine akute Suizidgefahr lässt sich jedoch nicht immer einfach erkennen. (vgl. DGVT BV) Zudem ist es einer Person, welche Absichten hat sich umzubringen, eventuell egal mit wem sie welchen Pakt schließt, die Selbsttötungsabsicht steht im Vordergrund, wenn nicht zu dem Zeitpunkt wo gerade der Pakt geschlossen wird, dann vielleicht zu einem späteren. (vgl. Tille 2015)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Erster 10er Frageblock - Sozialmedizin: In diesem Kapitel werden zehn praxisnahe Fragen aus dem Bereich der Sozialmedizin beantwortet, die rechtliche und psychosoziale Handlungsanweisungen für SozialarbeiterInnen in kritischen Situationen bieten.
Schlüsselwörter
Sozialmedizin, Suizidprävention, Kindeswohl, Hygienebelehrung, IfSG, SGB VIII, Zwangsmedikation, Behinderung, Empowerment, Partizipation, Sozialarbeit, Gesundheitswesen, Rechtssicherheit, Krisenintervention, Inklusion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt zentrale sozialmedizinische und rechtliche Fragestellungen, denen SozialarbeiterInnen in ihrem Berufsalltag begegnen können.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Themen umfassen unter anderem Suizidprävention, Kindswohlgefährdung, Infektionsschutz in Einrichtungen, Arzneimittelrecht und die Kategorisierung von Behinderungen.
Was ist das primäre Ziel der Fragen?
Das Ziel ist die Vermittlung praktischer Handlungssicherheit und das Aufzeigen der rechtlichen Absicherung sowie der Grenzen sozialarbeiterischer Tätigkeit.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung relevanter Fachliteratur, aktueller gesetzlicher Bestimmungen sowie expertengeleiteter Stellungnahmen und Leitfäden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in zehn detaillierte Fallfragen, die von akuter Krisenintervention bis hin zu verwaltungstechnischen Aufgaben im Gesundheitswesen reichen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Sozialarbeit im Gesundheitswesen, Partizipation, Empowerment, rechtliche Verantwortung, Haftungsfragen und das IfSG.
Wie sollte eine Sozialarbeiterin bei Suizidankündigung reagieren?
Es ist essenziell, den Klienten nicht allein zu lassen, wertschätzend zu agieren und umgehend professionelle medizinische Hilfe, wie Ärzte oder psychiatrische Notdienste, hinzuzuziehen.
Warum wird von sogenannten Anti-Suizidpakten abgeraten?
Sie bieten keine echte Sicherheit vor Suizid und können bei einem Unglücksfall sogar die rechtliche Haftung für die Fachkraft erschweren, da die Suizidabsicht weiterhin im Vordergrund steht.
Welche Rolle spielt das LaGeSo in Berlin?
Das Landesamt für Gesundheit und Soziales fungiert als zentrale Behörde für Aufgaben in den Bereichen Gesundheitswesen, Versorgung und Sozialdienst.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2021, Sozialmedizin. Fragen und Antworten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1358413