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Rating Agenturen und Finanzdienstleister - Probleme und Lösungsansätze

Title: Rating Agenturen und Finanzdienstleister - Probleme und Lösungsansätze

Term Paper , 2009 , 35 Pages , Grade: 1

Autor:in: Joachim Lötscher (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Ziel der Arbeit ist es, das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Banken und Rating Agenturen zu untersuchen und dabei Lösungsansätze zur Minimierung dieser zu finden. An-hand des Principal-Agent-Ansatzes wird die Motivation der Banken zur Beeinflussung untersucht. Dadurch kann der Leser erkennen, dass die Finanzinstitute einen begründeten Anreiz haben, die Rating Agenturen unter Druck zu setzen um möglichst gute Ratingurteile zu erzielen. Zusätzlich ist in diesem Zusammenhang auch zu beachten, dass die Banken durchaus über wirksame Druckmittel verfügen, welche in dieser Arbeit erläutert werden. Diese Erkenntnisse sind bei einer Untersuchung von frei zugänglichen Daten der Rating Agentur Fitch bestätigt worden. In dieser Analyse zeigte sich, dass es in den Jahren zwischen 1990 und 2008 7% mehr „Investment Grade“ Ausfälle im „Banking & Finance“ Sektor gab, als im „Non-Banking & Finance“ Sektor. In einer abschliessenden Lösungsdiskussion erkennt man, dass es sowohl eine staatliche, wie auch eine private Möglichkeit gibt, die Abhängigkeit zu reduzieren. In beiden Fällen würden sich massive Umsetzungsschwierigkeiten ergeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 HINFÜHRUNG ZUM THEMA

1.2 ERLÄUTERUNG DER FORSCHUNGSFRAGE

1.3 AUFBAU UND STRUKTUR DER ARBEIT

2 RATING

2.1 DEFINITION EINES RATINGS

2.2 ARTEN DES RATINGS

2.2.1 Emissions- und Emittentenrating

2.2.2 Solicited und unsolicited Rating

2.2.3 Kurzfristiges Rating und langfristiges Rating

2.3 FUNKTIONEN EINES RATINGS

2.3.1 Rating als „signalling“

2.3.2 Rating als „delegated monitoring“

2.3.3 Rating in regulatorischer Funktion

2.3.4 Rating als Gestaltungsfunktion in der Emissionspolitik

2.4 RATINGSYMBOLE UND DEREN DEFINITON

3 RATING AGENTUREN

3.1 NOTWENDIGE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR EINE RATING AGENTUR

3.2 MARKTSTRUKTUR UND IHRE ENTWICKLUNG

4 DER RATINGPROZESS

4.1 ANALYSEKRITERIEN DER AGENTUREN

4.2 DER SYSTEMATISCHE RATINGPROZESS

4.3 KOSTEN EINES RATINGS

5 VERHÄLTNIS: KAPITALNEHMER – RATING AGENTUREN – KAPITALGEBER

5.1 ALLGEMEINER PRINCIPAL-AGENCY ANSATZ

5.2 ZWEISTUFIGER PRINCIPAL-AGENT-ANSATZ

5.3 AGENCY-PROBLEME DURCH RATING AGENTUREN

5.3.1 Kapitalnehmer und Ratingagentur

5.3.2 Rating Agentur und Kapitalgeber

6 DAS VERHÄLTNIS BANKEN – RATING AGENTUREN

6.1 BEDEUTUNG DES RATINGS FÜR EINE BANK

6.2 ABHÄNGIGKEIT VON RATING AGENTUREN GEGENÜBER BANKEN

6.3 FOLGEN DER ABHÄNGIGKEIT

7 REGULIERUNGSANSÄTZE - LÖSUNGSVORSCHLÄGE ZUR REDUKTION DER ABHÄNGIGKEIT

7.1 SELBSTREGULIERUNG

7.2 ANERKENNUNGSVERFAHREN

7.2.1 Nach Basel II

7.2.2 NRSRO

7.3 AUFSICHT

7.4 KRITIK DER REGULIERUNGSANSÄTZE IM BEZUG AUF DAS VERHÄLTNIS BANKEN- RATING AGENTUREN

7.5 LÖSUNGSANSATZ ZUR VERMINDERUNG DER ABHÄNGIGKEIT DER RATING AGENTUREN VON BANKEN

7.5.1 Lösungsansatz I

7.5.2 Lösungsansatz II

8 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Untersuchung des Abhängigkeitsverhältnisses zwischen Banken und Ratingagenturen, um daraus Lösungsansätze zur Minimierung dieser Problematik abzuleiten. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Motivation der Banken zur Beeinflussung von Ratings sowie auf die theoretischen und empirischen Hintergründe dieser interdependenten Beziehung.

  • Analyse der Principal-Agent-Theorie im Kontext von Ratingagenturen und Banken.
  • Untersuchung der Interessenkonflikte bei der Auftragsvergabe und Entgeltpolitik.
  • Empirische Betrachtung der Ausfallraten im "Banking & Finance" gegenüber dem "Non-Banking & Finance" Sektor.
  • Evaluation regulatorischer Ansätze wie Basel II und der NRSRO-Status.
  • Entwicklung von Lösungsmodellen zur Reduktion der gegenseitigen Abhängigkeit.

Auszug aus dem Buch

1.1 Hinführung zum Thema

In der Aufarbeitung der aktuellen Sub-Prime Krise wird immer wieder die Rolle der Rating Agenturen diskutiert. So wurde der ehemalige US-Zentralbankchef Alan Greenspan zitiert: „Das Problem ist, dass alle geglaubt haben, dass die Rating Agenturen etwas von ihrem Geschäft verstehen, dabei wussten sie offenbar gar nicht, was sie taten“ (Palan, 2008).

Auch die NZZ titelt: „Rating Agenturen als Gefangene ihrer Versäumnisse...“, „Rating Agenturen im Dilemma...“, „Eine Flut von Vorwürfen“. Dabei werden die Rating Agenturen als „Prügelknaben“ und „Hauptschuldige“ bezeichnet (2008).

In diesem Zusammenhang wurde auch immer wieder das Verhältnis der Rating Agenturen zu den Banken erwähnt und über dessen Interessenkonflikte diskutiert. Nichts desto trotz sind die Ratings ein öffentlich wahrgenommener und essentieller Bestandteil der Finanzmärkte (Erni, 2008, S. 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Problematik der Sub-Prime Krise und die Rolle der Ratingagenturen ein und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.

2 RATING: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, Arten, Funktionen sowie die verwendeten Symbolsätze von Ratings.

3 RATING AGENTUREN: Es werden die notwendigen Rahmenbedingungen für Ratingagenturen sowie die historische Entwicklung und aktuelle Marktstruktur der Ratingindustrie beleuchtet.

4 DER RATINGPROZESS: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert die Analysekriterien, den systematischen Ablauf einer Ratingerstellung sowie die Kostenstruktur für Emittenten.

5 VERHÄLTNIS: KAPITALNEHMER – RATING AGENTUREN – KAPITALGEBER: Kapitel 5 analysiert die Agentur-Beziehung mithilfe der Principal-Agent-Theorie und beleuchtet daraus resultierende Interessenkonflikte.

6 DAS VERHÄLTNIS BANKEN – RATING AGENTUREN: Hier steht die Bedeutung von Ratings für Banken im Vordergrund, inklusive einer Untersuchung der Abhängigkeitsverhältnisse und empirischen Daten zu Ausfallraten.

7 REGULIERUNGSANSÄTZE - LÖSUNGSVORSCHLÄGE ZUR REDUKTION DER ABHÄNGIGKEIT: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene Regulierungsmaßnahmen wie Selbstregulierung und Aufsicht und schlägt konkrete Ansätze zur Verminderung der Abhängigkeit vor.

8 ZUSAMMENFASSUNG: Die Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und zieht ein Fazit hinsichtlich der Notwendigkeit weiterführender Forschung.

Schlüsselwörter

Ratingagenturen, Banken, Principal-Agent-Theorie, Finanzmärkte, Sub-Prime Krise, Interessenkonflikt, Basel II, Regulatorik, Ausfallwahrscheinlichkeit, Investment Grade, Speculative Grade, Finanzstabilität, Ratingprozess, Kreditwürdigkeit, Transparenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Untersuchung des Abhängigkeitsverhältnisses zwischen Banken und Ratingagenturen im Kontext der Finanzmärkte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung durch die Principal-Agent-Theorie, der Ratingprozess, die Marktstruktur der Ratingagenturen sowie regulatorische Ansätze zur Stabilitätssicherung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das Ausmaß der Abhängigkeit zu identifizieren und Lösungsansätze zur Minimierung der hieraus resultierenden Interessenkonflikte zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert einen theoretischen Bezugsrahmen, insbesondere die Principal-Agent-Theorie, mit einer empirischen Untersuchung von Ausfallraten (Fitch-Daten) zwischen verschiedenen Finanzsektoren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Funktionsweise von Ratings, den Prozess ihrer Erstellung, die Agency-Problematik bei der Interaktion zwischen Emittenten und Agenturen sowie verschiedene Lösungsansätze der Regulierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ratingagenturen, Principal-Agent-Theorie, Interessenkonflikt, Regulatorik und Finanzstabilität.

Welchen Unterschied stellt der Autor zwischen "Banking & Finance" und "Non-Banking & Finance" fest?

Die Untersuchung zeigt, dass Unternehmen im "Banking & Finance" Sektor tendenziell bessere Ratingurteile erhalten haben als solche im "Non-Banking & Finance" Sektor.

Wie könnten künftige Lösungsansätze die Abhängigkeit reduzieren?

Der Autor diskutiert unter anderem die Einrichtung einer öffentlichen Ratingagentur oder verschärfte gesetzliche Pflichten zur Diversifikation der Kundenstruktur bei privaten Ratingagenturen.

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Details

Title
Rating Agenturen und Finanzdienstleister - Probleme und Lösungsansätze
College
University of St. Gallen
Grade
1
Author
Joachim Lötscher (Author)
Publication Year
2009
Pages
35
Catalog Number
V135930
ISBN (eBook)
9783640439591
ISBN (Book)
9783640439584
Language
German
Tags
RatingAgenturenundFinanzdienstleister ProblemeundLösungsansätze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Joachim Lötscher (Author), 2009, Rating Agenturen und Finanzdienstleister - Probleme und Lösungsansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/135930
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