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Tierkulte im hellenistischen Ägypten

Titel: Tierkulte im hellenistischen Ägypten

Hausarbeit , 13 Seiten

Autor:in: Jascha Gustävel (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach der Einleitung wird diese Arbeit sich zuerst mit Ausprägung und Bedeutung der Tierkulte für die ägyptische Gesellschaft beschäftigen. Auch die Rolle und Geschichte des Apis wird kurz eingeführt werden. Daran anschließend folgt eine kurze, von den Quellen gestützte Ausführung zur Blickweise der Griechen auf ägyptische Traditionen. Diese Kapitel sollen den Grundstein legen, um die Bedeutung der Tierkulte zu erfassen und somit spätere Ausführungen einordnen und begründen zu können. Konkret soll dann ein Fokus auf die Koexistenz von griechischen und ägyptischen Göttern gegeben werden, sowie kurz die Rolle des Serapis erläutert werden. Im Hauptteil wird über die Ursachen der Förderung gesprochen werden, wobei ein Fokus auf den Aspekten des Machterhalts und der Euergesie, sowie der Rolle der Priesterschaft liegen soll. Final soll, angelehnt an Stefan Pfeiffer, ein Kapitel über die Auswirkungen der Förderung des Kultes und die Bedeutung für die persönliche Frömmigkeit der Griechen verfasst werden, bevor diese Arbeit in einem zusammenfasenden Fazit mündet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Ausprägung und Bedeutung der Tierkulte und des Apiskultes

Die Konfrontation der Griechen mit Tierkulten und ägyptischen Göttern

Gründe für die Kultförderung und Rolle der Priesterschaft

Auswirkungen der Kultförderung und persönliche Frömmigkeit

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Beweggründe der ptolemäischen Herrscherelite für die gezielte Förderung indigener Tierkulte im hellenistischen Ägypten sowie die Auswirkungen dieser Politik auf die Gesellschaft und das Machtgefüge zwischen griechischen Herrschern und der einheimischen Bevölkerung.

  • Strategien zur Machtsicherung und Legitimation durch religiöse Förderung
  • Die Rolle der ägyptischen Priesterschaft als Vermittlungsinstanz
  • Kulturbegegnung und das Phänomen der interpretatio Graeca
  • Persönliche Frömmigkeit versus machtpolitische Instrumentalisierung
  • Analyse des Kanoposdekrets als authentisches Zeugnis dieser Kulturpolitik

Auszug aus dem Buch

Ausprägung und Bedeutung der Tierkulte und des Apiskultes

Die Ägyptische Gesellschaft ist schon lange mit dem Thema der Götterverehrung in Verbindung gebracht worden. Charakteristisch sind dabei nicht nur die „hochverehrten und universellen Gottheiten“, wie etwa der Sonnengott Re oder Osiris, der Gott der Unterwelt, sondern auch die tiefgreifende Verehrung von Tieren. Diese Tiere verkörperten nach ägyptischer Vorstellung Götter oder aber sie wurden aufgrund spezieller Eigenschaften einem Gott mit gleicher Eigenschaft zugerechnet. Vieles wurde in diese Tiere als göttliche Repräsentanten hineininterpretiert, so sollen sie etwa Zeichen „auf das Verhältnis von Mensch und Gott, auf Tod und Unsterblichkeit“ gewesen sein.

Bei Betrachtung der ägyptischen Religion, vor dem Beginn der Ptolemäerzeit, ist wichtig hervorzuheben, dass die ägyptische Religion von jeher eine Kultreligion war, ebenso wie ihr Geltungsanspruch ein anderer gewesen ist, als bei anderen Religionen. So war der „Geltungsbereich der Götter auf Ägypten beschränkt“. Diese Information kann dabei helfen zu verstehen, warum eine so enge Verbundenheit zwischen den Ägyptern und ihren, ideal auf sie zugeschnittenen, Göttern bestand. So erklärt sich auch, dass nicht etwa die Tiere um ihrer selbst willen verehrt wurden, sondern eben die göttlichen Eigenschaften geehrt werden sollten. Als Beispiel ist etwa das Hütende und in Freund und Feind Unterscheidende des Hundes zu nennen.

Die Tradition dieser Verehrung und Götterinkarnation lässt sich bereits in den Schriften Herodots herauslesen. So berichtet Herodot über die kultische Verehrung des Apis-Stiers, welcher von den Ägyptern Epaphos genannt wurde und den Unterweltgott Osiris verkörperte. Der Apiskult hat seine Heimat vornehmlich in Memphis und wurde dort nicht nur als Unterweltgott Osiris verehrt, stattdessen wurde er auch für gute Ernten und Fruchtbares Vieh verantwortlich gemacht. An das Aussehen des Apis wurden besondere, sehr strenge Anforderungen gestellt und bereits Herodot und Diodor beschreiben die große Pracht der Bestattung eines Apis und der strengen Regeln beim Ablauf dieser.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Thema im hellenistischen Ägypten und erläutert die Forschungsabsicht, die Rolle der Ptolemäer im Umgang mit indigenen Kulten zu beleuchten.

Ausprägung und Bedeutung der Tierkulte und des Apiskultes: Hier werden die Grundlagen der ägyptischen Tierverehrung sowie die spezifische Bedeutung des Apiskultes als Ausdruck religiöser Identität dargestellt.

Die Konfrontation der Griechen mit Tierkulten und ägyptischen Göttern: Dieses Kapitel analysiert die anfängliche Skepsis der griechischen Neusiedler gegenüber dem theriomorphen Götterbild und ihre Suche nach religiösen Anknüpfungspunkten.

Gründe für die Kultförderung und Rolle der Priesterschaft: Hier wird die machtpolitische Motivation der Herrscher analysiert, die durch Unterstützung ägyptischer Tempel und Kulte sowie die Zusammenarbeit mit der Priesterschaft Stabilität suchten.

Auswirkungen der Kultförderung und persönliche Frömmigkeit: Das Kapitel untersucht, inwieweit die Ptolemäer rein opportunistisch handelten oder ob Ansätze echter religiöser Annäherung erkennbar sind.

Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die Kultförderung eine notwendige Strategie zur Herrschaftssicherung war, ohne dabei die Komplexität persönlicher religiöser Wandlungsprozesse vollständig auszuschließen.

Schlüsselwörter

Hellenismus, Ptolemäer, Ägyptische Tierkulte, Apiskult, Herrschaftslegitimation, Priesterschaft, Kanoposdekret, Kulturbegegnung, interpretatio Graeca, Serapis, Religion, Theriomorphie, Machtpolitik, Euergesie, Religionsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Kulturpolitik der ptolemäischen Herrscher in Ägypten bezüglich der Förderung indigener Tierkulte.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Verfasser?

Im Zentrum stehen die Begegnung zwischen griechischen Traditionen und ägyptischer Religion sowie die Instrumentalisierung von Riten zur Stabilisierung der eigenen Herrschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, warum die hellenistische Herrscherelite die ägyptische Religion förderte und welche gesellschaftlichen Auswirkungen diese Entscheidung nach sich zog.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse historischer Texte, insbesondere des Dekrets von Kanopos sowie Schriften bedeutender antiker Autoren wie Herodot und Diodor.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Fokus liegt auf der Rolle der ägyptischen Priesterschaft und der Frage, ob die Förderung der Tierkulte eine bewusste Strategie der Machtsicherung darstellte.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Wichtige Begriffe hierfür sind Ptolemäerzeit, Tierkult, Herrschaftslegitimation, Kulturtransfer und ptolemäische Religionspolitik.

Welche Bedeutung kommt dem Dekret von Kanopos im Kontext der Untersuchung zu?

Das Dekret dient als authentische Primärquelle, die das Verhältnis zwischen der Herrscherdynastie und der ägyptischen Priesterschaft sowie die explizite Förderung der Tierkulte unter Ptolemaios III. belegt.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Gottes Serapis?

Der Autor ordnet Serapis als eine gezielte Schöpfung des Ptolemaios I. ein, um eine identitätsstiftende Synthese zwischen griechischen und ägyptischen Göttern zu schaffen, deren Erfolg beim einfachen Volk jedoch umstritten bleibt.

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Details

Titel
Tierkulte im hellenistischen Ägypten
Autor
Jascha Gustävel (Autor:in)
Seiten
13
Katalognummer
V1361260
ISBN (PDF)
9783346881236
ISBN (Buch)
9783346881243
Sprache
Deutsch
Schlagworte
tierkulte ägypten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jascha Gustävel (Autor:in), Tierkulte im hellenistischen Ägypten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1361260
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Leseprobe aus  13  Seiten
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