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Der Anschlag auf den Berliner Breitscheidplatz aus viktimologischer Perspektive

Titre: Der Anschlag auf den Berliner Breitscheidplatz aus viktimologischer Perspektive

Dossier / Travail , 2023 , 18 Pages , Note: 12,00

Autor:in: Julian Müller (Auteur)

Droit - Procédure pénale, Criminologie, Régime pénitentiaire
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im vorliegenden Text werden die viktimologischen Aspekte des terroristischen Anschlages auf den Breitscheidplatz näher ergründet, um so zielgenau zu spezifizieren, wie die Opfer kategorisiert werden können. Dies kann dem effizienten Einsatz von Maßnahmen zur Opferhilfe dienen. Ferner sollen die damals bestehenden Probleme und die darauffolgenden Reaktionen der Behörden beleuchtet und bewertet werden. Hieraus werden Ableitungen generiert, um konkrete Handlungsempfehlungen identifizieren zu können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Viktimologische Analyse des Anschlages auf den Breitscheidplatz

1. Opferbegriff

a. Primäre Opfer

b. Sekundäre Opfer

c. Tertiäre Opfer

2. Stufen der Viktimisierung

a. Primäre Viktimisierung

b. Sekundäre Viktimisierung

c. Tertiäre Viktimisierung

III. Handlungserfordernisse

1. Fokus Verwaltung

2. Fokus Polizei

a. Einrichtung eines „Einsatzabschnitt Betreuung“ in der Ereignisfall-BAO

b. Bereitstellung zentralisierter und spezialisierter Kräfte für die Opferbetreuung

IV. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert den terroristischen Anschlag auf den Berliner Breitscheidplatz aus viktimologischer Perspektive, um Defizite in der Betreuung von Opfern und Hinterbliebenen zu identifizieren und konkrete Handlungsempfehlungen für Polizei und Verwaltung abzuleiten.

  • Systematische Einordnung von Opfern durch differenzierte Kategorien (primär, sekundär, tertiär).
  • Untersuchung der verschiedenen Stufen der Viktimisierung bei terroristischen Gewalttaten.
  • Bewertung des Umgangs staatlicher Institutionen im Nachgang des Anschlags.
  • Entwicklung optimierter Organisationsstrukturen wie den "Einsatzabschnitt Betreuung".
  • Stärkung der psychosozialen Notfallversorgung durch spezialisierte Anlaufstellen.

Auszug aus dem Buch

2. Stufen der Viktimisierung

Nachdem eine Unterteilung der Opfer in Kategorien erfolgt ist, gilt es im Nachfolgenden die Geschädigten des Anschlages auf den Breitscheidplatz in drei allgemein anerkannte Stufen der Viktimisierung zu unterscheiden. Als Viktimisierung wird hierbei der Prozess der Opferwerdung bezeichnet. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Opfer-Erleben hochgradig unterschiedlich ausgeprägt ist und sehr individuell wahrgenommen und verarbeitet wird. Diese unterschiedlichen Verhaltensweisen haben starken Einfluss auf den jeweiligen Viktimisierungsgrad.

a. Primäre Viktimisierung

Die primäre Viktimisierung beschreibt die „Opferwerdung“ durch den direkten malignen Kontakt zwischen Täter (hier: Anis Amri) und Opfer. Primär Viktimisierte können entweder direkte körperliche Schädigungen oder rein psychische Folgen einer Tat, wie etwa Angst, Panik und Schrecken erlitten haben. Bei der zu analysierenden Schadenslage ist zunächst eine primäre Viktimisierung der primären Opfer festzustellen, da diese verschiedenartige Verletzungen bis hin zum Tod erlitten haben. Jedoch ist auch eine primäre Viktimisierung der sekundären und tertiären Opfer zu verzeichnen.

Verursacher der primären Viktimisierung war alleinig der Attentäter Anis Amri.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die psychischen Auswirkungen des Anschlags auf den Breitscheidplatz und verdeutlicht den erheblichen Handlungsbedarf in der Opferunterstützung.

II. Viktimologische Analyse des Anschlages auf den Breitscheidplatz: Dieses Kapitel definiert verschiedene Opfertypen und die drei Stufen der Viktimisierung, um die psychologischen Belastungen präzise kategorisieren zu können.

III. Handlungserfordernisse: Hier werden die Mängel in der Betreuung durch Verwaltung und Polizei analysiert und konkrete strukturelle Verbesserungen wie der „Einsatzabschnitt Betreuung“ vorgeschlagen.

IV. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass zwar erste Maßnahmen ergriffen wurden, jedoch eine stetige Weiterentwicklung dieser Konzepte auf Basis polizeilicher und wissenschaftlicher Erkenntnisse notwendig bleibt.

Schlüsselwörter

Viktimologie, Terroranschlag, Breitscheidplatz, Opferbetreuung, Sekundäre Viktimisierung, Psychosoziale Notfallversorgung, PSNV, Polizeiarbeit, Einsatzkonzeption, Traumabewältigung, Sicherheitsbehörden, Opferhilfe, Krisenintervention, Stufen der Viktimisierung, Handlungsempfehlungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den terroristischen Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz im Jahr 2016 mit dem Fokus auf die viktimologischen Folgen für die betroffenen Personen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Kategorisierung von Opfern, die Prozesse der Viktimisierung und die Optimierung der staatlichen Betreuungsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aus den im Nachgang des Anschlags sichtbar gewordenen Defiziten konkrete Handlungsempfehlungen für Polizei und Verwaltung abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische viktimologische Analyse in Kombination mit der Auswertung von Behördenberichten und Medienberichten über Betroffene.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Im Hauptteil werden zunächst die viktimologischen Grundlagen erörtert und danach die organisatorischen Problematiken bei Polizei und Verwaltung detailliert aufgearbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Viktimisierung, Opferbetreuung, PSNV, Einsatzkonzeption und Terrorismus.

Warum ist die Einrichtung eines „Einsatzabschnitts Betreuung“ für die Polizei so wichtig?

Dieser Abschnitt sorgt dafür, dass die Betreuung der Opfer schon während eines laufenden Einsatzes in die polizeiliche Aufbauorganisation integriert ist, um sekundäre Viktimisierungen durch behördliche Desorganisation zu minimieren.

Welche Rolle spielt die Koordinierungsstelle PSNV?

Die KoSt PSNV fungiert als zentraler Ansprechpartner und „Single Point of Contact“, um die psychosoziale Notfallversorgung konzeptionell zu bündeln und die Qualität der Betreuung dauerhaft zu sichern.

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Résumé des informations

Titre
Der Anschlag auf den Berliner Breitscheidplatz aus viktimologischer Perspektive
Université
German Police University
Note
12,00
Auteur
Julian Müller (Auteur)
Année de publication
2023
Pages
18
N° de catalogue
V1363311
ISBN (PDF)
9783346912589
ISBN (Livre)
9783346912596
Langue
allemand
mots-clé
Kriminologie Breitscheidplatz Opferhilfe Viktimologie Anschlag Terrorismus Islamismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julian Müller (Auteur), 2023, Der Anschlag auf den Berliner Breitscheidplatz aus viktimologischer Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1363311
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Extrait de  18  pages
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