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Ausbildungsberufe und „duales System“ in der Kritik

Möglichkeiten und Grenzen einer Modularisierung der Berufsausbildung

Titre: Ausbildungsberufe und „duales System“ in der Kritik

Dossier / Travail , 2007 , 19 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Andreas Uffelman (Auteur)

Pédagogie - Education de la profession, Formation professionnelle
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Das duale System der Berufsausbildung ist zurückzuführen auf das frühe 19te Jahrhundert, wo der Schulbesuch, ein wesentlicher Bestandteil dieses Systems, noch nicht verpflichtend war. Im Jahr 1821 forderte dann das „Allgemeine Zunftgesetz“ von den Lehrherren ihrem Gesellen „Gelegenheit zu Schaffen, sich im Schreiben und Rechnen weiter auszubilden, ihn zum Besuche der öffentlichen Zeichenschule und in der Mathematik, wenn in dem Orte dergleichen vorhanden sind und gegeben werden, so wie der Sonntags- und etwa vorhandener Handwerksschule anzuhalten“. Damit waren die beiden Grundelemente der dualen Berufsausbildung vorhanden, wobei eine gesetzliche Verankerung erst viel später stattfand. Daran konnte auch die Industrialisierung im 19ten Jahrhundert nichts ändern. Der vorwiegende Teil der Jugendliche musste ohne eine betriebliche Ausbildung auskommen und diejenigen, die eine solche genossen haben waren eher die Ausnahme. Kerschensteiner, der zu Beginn des 20ten Jahrhunderts aus der bereits existierenden Fortbildungsschule (FBS), die Berufsschule einführte und den Besuch erstmals obligatorisch machte, ist ein in diesem Zusammenhang sehr wichtiger Zeitgenosse. Der Lehrling sollte sich jedoch nicht mehr fachliche Kenntnisse aneignen, sondern die „Verbesserung der staatsbürgerlichen Erziehung“ des Jugendlichen stand dabei im Vordergrund.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Duales System – Entwicklung in Dekaden

1.1 Zeit bis zur Industrialisierung

1.2 Krisen- und Reformphasen des Dualen Systems

1.2.1 Reformmaßnahmen der 70er Jahre

1.2.2 Lehrstellenmangel und Jugendarbeitslosigkeit in den 80er Jahren

1.2.3 Die aktuelle Krise

2. Modularisierungskonzept

2.1 Definition

2.2 Umsetzungsvariationen am Beispiel europäischer Nachbarstaaten

2.2.1 Englisches NVQ-System

3. Mögliche Risiken für das deutsche Ausbildungssystem im Zuge eine Modularisierung

3.1 Modularisierung vs. Beruflichkeit

3.1.2 Ausbildung in den neuen IT-Berufen

4. Satellitenmodell

5. Schlussfolgerung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle berufspolitische Debatte um die Modularisierung des deutschen dualen Ausbildungssystems. Dabei wird analysiert, inwieweit das auf Ganzheitlichkeit basierende duale System durch modulare Konzepte flexibilisiert werden kann, ohne dabei die bewährten Qualitätsstandards und die berufliche Identität zu gefährden.

  • Historische Entwicklung des dualen Systems und seine Krisenphasen.
  • Definition und theoretische Einordnung von Modularisierungskonzepten.
  • Vergleich internationaler Ansätze, insbesondere des englischen NVQ-Systems.
  • Analyse der IT-Berufe als Praxisbeispiel für moderne Ausbildungsstrukturen.
  • Diskussion des Satellitenmodells als Lösungsansatz für mehr Flexibilität.

Auszug aus dem Buch

3.1 Modularisierung vs. Beruflichkeit

In den letzten beiden Abschnitten konnte man sehr gut erkennen, wie die Modularisierung in das alltägliche (Berufs-)Leben vieler europäischer Länder getreten ist. Einige Experten sind jedoch der Meinung, dass dieses, aufgrund des oft zitierten „Modernitätsdefizits“, notwendige Konzept, „den Kern des dualen Systems: den Beruf in seiner Ganzheit“ untergrabe. Zweifelsohne kann jedoch dem dualen System eine gewisse Stabilität bestätigt werden. Eine „grundsätzliche Modularisierung“ hätte, nach Deißinger, nicht nur „bildungspolitische, sondern auch didaktische nachteilige Konsequenzen“.

In diesem Kontext führt er vier unterschiedliche Grundvarianten von Modularisierungskonzepten in der Berufsausbildung ein, die der besseren Beschreibbarkeit dienen sollen: 1. Fragmentierungskonzept: Die Module sind so konzipiert, dass sie einzeln, d.h. ohne den Rahmen einer Gesamtqualifikation, am Arbeitsmarkt verwertbar sind. Eine regulierende Gesamtqualifikation, zu der einzelne Module beitragen, ist nicht festzustellen bzw. vorgegeben. Die Lernenden treffen die Entscheidung, wie viele und welche Module miteinander kombiniert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Duales System – Entwicklung in Dekaden: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der dualen Berufsausbildung von den Anfängen bis zur modernen Gesetzgebung nach und beleuchtet die verschiedenen Krisen- und Reformphasen.

2. Modularisierungskonzept: Hier werden theoretische Grundlagen zur Modularisierung erarbeitet und beispielhaft durch das englische NVQ-System illustriert, um den Begriff als Gestaltungsoption fassbar zu machen.

3. Mögliche Risiken für das deutsche Ausbildungssystem im Zuge eine Modularisierung: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit der Spannung zwischen Modularisierung und dem traditionellen Beruflichkeitsprinzip auseinander und stellt die Ausbildung in IT-Berufen als Fallbeispiel vor.

4. Satellitenmodell: Das Kapitel erläutert das von Industrie- und Handelskammern entwickelte Satellitenmodell als ein „Modell der 3 Freiheiten“, das Flexibilisierung innerhalb des dualen Systems ermöglichen soll.

5. Schlussfolgerung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, in der der Autor vor einer unreflektierten Übernahme ausländischer Modulsysteme warnt und für eine maßvolle Weiterentwicklung des bewährten dualen Systems plädiert.

Schlüsselwörter

Duales System, Berufsbildung, Modularisierung, Beruflichkeit, IT-Berufe, Satellitenmodell, Berufsbildungsgesetz, Fachqualifikation, Kernqualifikation, Qualifizierungsbausteine, Flexibilisierung, NVQ-System, Ausbildungsreform, Ausbildungspraxis, Kompetenzentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Debatte um die Modularisierung der beruflichen Ausbildung in Deutschland im Vergleich zum traditionellen dualen System.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Ausbildung, Konzepte der Modularisierung, die Herausforderungen der Beruflichkeit sowie innovative Modelle wie das Satellitenmodell.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Prüfung, ob eine Modularisierung nach internationalem Vorbild eine geeignete Lösung für die aktuellen Probleme des deutschen Ausbildungssystems darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich bestehender Ordnungssysteme, ergänzt durch die Untersuchung spezifischer Beispiele wie der IT-Berufe.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Definitionsansätze von Modulen, ausländische Umsetzungsvariationen (z.B. England) und die spezifischen Herausforderungen bei der Integration dieser Konzepte in das deutsche System diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie duales System, Modularisierung, Beruflichkeit und Flexibilisierung charakterisiert.

Warum wird die Ausbildung in IT-Berufen als Beispiel angeführt?

Die IT-Berufe dienen als aktuelles Fallbeispiel, da sie bereits moderne Strukturmodelle und eine stärkere Orientierung an Kern- und Fachqualifikationen in die deutsche Ausbildung integriert haben.

Was versteht man unter dem Satellitenmodell?

Das Satellitenmodell ist ein von den IHKs entwickeltes Ordnungssystem, das durch drei Freiheiten (Zeit, Inhalt, Prüfung) mehr Flexibilität im dualen System ermöglichen soll.

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Résumé des informations

Titre
Ausbildungsberufe und „duales System“ in der Kritik
Sous-titre
Möglichkeiten und Grenzen einer Modularisierung der Berufsausbildung
Université
University of Constance  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik)
Cours
Zur Genese und Neuordnung der Ausbildungsberufe
Note
1,7
Auteur
Andreas Uffelman (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
19
N° de catalogue
V136478
ISBN (ebook)
9783640447831
ISBN (Livre)
9783640447954
Langue
allemand
mots-clé
Ausbildungsberufe System“ Kritik Möglichkeiten Grenzen Modularisierung Berufsausbildung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andreas Uffelman (Auteur), 2007, Ausbildungsberufe und „duales System“ in der Kritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136478
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Extrait de  19  pages
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