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Eine Einführung in die Mikrofinanzierung

Eine empirische Analyse

Title: Eine Einführung in die Mikrofinanzierung

Scientific Essay , 2009 , 21 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Sebastian Groh (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Abhandlung soll einen allgemeinen Überblick über das aufstrebende Gebiet der Mikrofinanzierung geben und legt dabei ihren Schwerpunkt auf empirische Analysen. Die Arbeit führt mit einem kurzen Überblick über die Geschichte der Entwicklungshilfe in die Thematik der Mikrofinanzierung und ihrer heutigen Bedeutung ein. Hervorgehoben werden dabei die Innovationen und Abgrenzungen zu den traditionellen Kreditinstituten. Ein kurzer Literaturüberblick soll die Schwierigkeiten empirischer Studien zur Mikrofinanzierung
aufzeigen und in knapper Form ihre durchaus kontroversen Interpretationen herausarbeiten.
In der Folge wird detailliert auf eine Studie von Kaboski und Townsend aus dem Jahr 2005 eingegangen, welche die verschiedenen Formen von Mikrofinanzinstituten und Politikmaßnahmen betrachtet und deren Auswirkungen auf die Klientel untersucht.
Die Arbeit wird unter anderem auf die Bedeutung des Mikrosparens im Zuge der Mikrofinanzierung hinweisen, welches notwendig ist, um nachhaltig Wachstum in den Entwicklungsländern zu generieren und damit entscheidend dazu beizutragen, langfristig dem in den Millennium Entwicklungszielen (MDGs) formulierten Ziel der Halbierung der Armut bis 2005 gerecht zu werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Kurzer geschichtlicher Überblick der Entwicklungshilfe und einführende Aspekte der Mikrofinanzierung

2. Was ist neu an der Mikrofinanzierung?

3. Empirie in der Mikrofinanzierung

3.1 Allgemeine Auswirkungen und Ziele

3.2 Mangel an empirischen Studien und Kontroverse

3.3 Schwierigkeiten empirischer Studien

4. Auswirkungen verschiedener Politiken und Typen von Mikrofinanzinstituten anhand einer Studie von Kaboski und Townsend (2005)

4.1 Das Modell

4.2 Auswirkungen des Institutionstyps

4.3 Auswirkungen verschiedener Politiken

Schlussbemerkung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit gibt einen Überblick über das Feld der Mikrofinanzierung, wobei der Fokus auf der empirischen Analyse von deren Auswirkungen auf die Klientel liegt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern verschiedene Typen von Mikrofinanzinstituten (MFIs) und deren spezifische politische Ausgestaltung (z.B. Sparmöglichkeiten, Kreditformen) messbare ökonomische Effekte auf Haushalte in Entwicklungsländern erzielen und ob diese Programme tatsächlich zur Armutsbekämpfung beitragen können.

  • Historische Einordnung der Entwicklungshilfe und Genese der Mikrofinanzierung
  • Mechanismen zur Überwindung von Informationsproblemen (Gruppenkredite, dynamische Anreize)
  • Empirische Herausforderungen und Selektionsprobleme bei der Evaluation von MFI-Erfolgen
  • Detaillierte Analyse der Kaboski und Townsend (2005) Studie zu MFI-Institutionstypen
  • Bedeutung von Sparmöglichkeiten und Politiken für Konsumglättung und Wachstum

Auszug aus dem Buch

1. Kurzer geschichtlicher Überblick der Entwicklungshilfe und einführende Aspekte der Mikrofinanzierung

Die Interpretation des Harrod-Domer-Modells, eine der traditionellen Theorien der Entwicklungsökonomik, hat die Entwicklungshilfe ab den 50er Jahren stark geprägt. Es wurde davon ausgegangen, dass es in den armen Ländern der Welt keinen Mangel an Arbeitskräften gibt. Das nicht ausreichende zur Verfügung stehende Kapital wurde stattdessen als der bremsende Faktor ausgemacht. Folglich floss von da an sehr viel Geld in die Entwicklungsländer mit dem Ziel, die Sparquote durch Transferzahlungen zu erhöhen. Größere Ersparnisse sollten der Schlüssel für Investitionen und langfristig gesehen nachhaltiges Wirtschaftswachstum sein. Der Plan ging nicht auf, denn Transferzahlungen aus dem Ausland entpuppten sich nicht als reale Investitionen im Inland. Die Sparrate war sogar teilweise gesunken. Eine der Ursachen für dieses Paradoxon könnte die abnehmende marginale Produktivität des Kapitals gewesen sein, denn hierdurch gab es keinen Anreiz zu sparen, stattdessen wuchs lediglich der Konsum kurzzeitig stark an.

Die Erfahrungen mit subventionierten Krediten endeten allesamt bis in die achtziger Jahre hinein völlig erfolglos. Rückzahlungsquoten sanken unter 50%. Weiterhin sind viele Gelder in den Händen der politisch Mächtigen versunken und haben die beabsichtigte Zielgruppe nie erreicht. Häufig wird als einer der Gründe für die Misserfolge die so genannte Armutsfalle ins Feld geführt. So kommt es zu niedrigen Renditen bei einer niedrigen Kapitalausstattung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert den Fokus auf die empirische Analyse der Mikrofinanzierung und umreißt die behandelte Studie von Kaboski und Townsend.

1. Kurzer geschichtlicher Überblick der Entwicklungshilfe und einführende Aspekte der Mikrofinanzierung: Dieses Kapitel zeichnet das Scheitern klassischer Entwicklungshilfe durch das Harrod-Domer-Modell nach und führt in die Grundlagen der Mikrofinanzierung ein.

2. Was ist neu an der Mikrofinanzierung?: Hier werden die innovativen Mechanismen wie Gruppenkredite und dynamische Anreize thematisiert, die das Risiko von Kreditausfällen bei fehlenden Sicherheiten reduzieren.

3. Empirie in der Mikrofinanzierung: Dieses Kapitel behandelt die Ziele, die mangelnde Datenlage sowie die methodischen Hürden wie Selektionsfehler bei der wissenschaftlichen Untersuchung von Mikrofinanzprogrammen.

4. Auswirkungen verschiedener Politiken und Typen von Mikrofinanzinstituten anhand einer Studie von Kaboski und Townsend (2005): Dieser Hauptteil analysiert ein ökonometrisches Modell zur Wirkung von verschiedenen Institutionstypen und spezifischen politischen Maßnahmen auf Haushaltseinkommen und Konsum.

Schlussbemerkung und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Mikrofinanzierung zwar profitabel sein kann, jedoch die Erwartungen einer beidseitigen Gewinnsituation bisher nicht vollständig erfüllt hat und weiterführende Forschung zur Sparförderung benötigt.

Schlüsselwörter

Mikrofinanzierung, Entwicklungshilfe, Mikrokredite, Armutsbekämpfung, Gruppenkredite, Selektionsfehler, Konsumglättung, Finanzielle Nachhaltigkeit, Harrod-Domer-Modell, Kaboski und Townsend, Sparmöglichkeiten, Kapitalwachstum, Informationsasymmetrie, Institutionstypen, Thailand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen und der empirischen Evidenz der Mikrofinanzierung als Instrument zur Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Abgrenzung zu traditionellen Banken, Mechanismen zur Risikominimierung, Herausforderungen bei der Datenlage sowie die Auswirkungen unterschiedlicher Kreditinstitute und Sparpolitiken auf Haushalte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis empirischer Studien – insbesondere der Arbeit von Kaboski und Townsend – zu prüfen, ob Mikrofinanzierung effektiv zur Armutsreduktion beiträgt und welche Faktoren dabei über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt Literaturanalyse sowie eine ökonometrische Untersuchung, bei der Instrumentenvariablen und Zeitreihenanalysen angewendet werden, um Endogenität und Selektionseffekte bei der Wirkungsforschung zu korrigieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden methodische Probleme der Wirkungsanalyse erläutert und die spezifische Studie von Kaboski und Townsend vorgestellt, welche die Auswirkungen verschiedener MFI-Typen (z.B. Reisbanken, Büffelbanken) und Politiken (z.B. verpflichtende Spareinlagen) analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Mikrofinanzierung, Armutsbekämpfung, Gruppenkredite, Selektionsfehler, Konsumglättung und Finanzielle Nachhaltigkeit.

Welchen Einfluss haben verpflichtende Spareinlagen laut der Studie von Kaboski und Townsend?

Die Studie zeigt, dass verpflichtende Spareinlagen eine der positivsten Auswirkungen auf Haushalte haben, da sie das Sparen forcieren und durch Kostenreduktion für die Institute langfristig zu besseren Bedingungen für die Kunden führen können.

Warum ist die Evaluation von Mikrofinanzprogrammen methodisch schwierig?

Die Evaluation leidet unter Problemen wie Endogenität und Selektionsfehlern, da Teilnehmer von MFI-Programmen oft systematische Unterschiede zu Nicht-Teilnehmern aufweisen, die bei einfachen Vergleichen die Ergebnisse verzerren können.

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Details

Title
Eine Einführung in die Mikrofinanzierung
Subtitle
Eine empirische Analyse
College
University of Mannheim  (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insbes. Ökonometrie)
Course
Arbeitsmärkte in Entwicklungsländern
Grade
2,3
Author
Sebastian Groh (Author)
Publication Year
2009
Pages
21
Catalog Number
V136646
ISBN (eBook)
9783640451005
ISBN (Book)
9783640451098
Language
German
Tags
Eine Einführung Mikrofinanzierung Eine Analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Groh (Author), 2009, Eine Einführung in die Mikrofinanzierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/136646
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