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Römisches Bundesgenossensystem in der mittleren Republik

Título: Römisches Bundesgenossensystem in der mittleren Republik

Presentación (Redacción) , 2017 , 8 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Jonas Martin Barczik (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Aufgrund der unterschiedlichen Konzepte zu diesem Verfahren wird im weiteren Verlauf die Frage beantwortet, ob das klassische Modell des römischen Bundesgenossensystems von Karl Julius Beloch durch Denkweisen der deutschen Großmachtansprüche des 19. Jahrhunderts verzerrt worden ist. Dazu muss die Organisationsweise umfassend analysiert werden, weswegen die Ausarbeitung zwei Themenbereiche behandelt: Der erste Teil besteht aus der umfassenden Beschreibung des klassischen und alternativen Strukturmodells, in der jeweils erläutert wird, wie sich das römische Einflussgebiet gliederte. Daraufhin thematisiert ein weiteres Kapitel die Romanisierungsabsicht bezüglich der annektierten Areale, deren Existenz in der Forschung umstritten ist. In Verbindung mit den zuvor gewonnenen Kenntnissen und den untersuchungsrelevanten Ansichten des Erschaffers des klassischen Modells schließt die Abhandlung in der Beantwortung der These ab.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das klassische und alternative Modell

3. Verzerrung des klassischen Modells

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Struktur des römischen Bundesgenossensystems in der mittleren Republik und geht dabei der zentralen Forschungsfrage nach, ob das klassische Modell von Karl Julius Beloch durch die nationalistischen Denkweisen des 19. Jahrhunderts verzerrt wurde.

  • Analyse des klassischen römischen Verwaltungsmodells nach Beloch
  • Gegenüberstellung mit dem alternativen Modell von Theodora Hantos
  • Untersuchung der historischen Romanisierungsabsicht der römischen Republik
  • Kritische Reflexion des Einflusses zeitgenössischer Ideologien auf die historische Forschung

Auszug aus dem Buch

3. Verzerrung des klassischen Modells

Zur Beantwortung der These muss zuerst Romanisierungsabsicht der Hegemonialmacht als Etappenfrage geklärt werden. Dafür müsste Romanisierung stattgefunden haben. Die Existenz der Romanisierung wird weder von Jehne, noch von Hantos angezweifelt. Außerdem wird der Militärdienst als Hauptfaktor für die Romanisierung betrachtet. Ferner behauptet Beloch in seinem Werk, dass es die Agenda der Politiker gewesen sei, nicht nur zu teilen und zu herrschen, sondern die einzelnen Elemente vereinigend an Rom zu binden. Im Bundesrecht werde zur allgemeinen Festigung des Konstruktes und des ,,Vaterlandes“ von Kollaboration der einzelnen Glieder gesprochen. Zudem bewerte er Dionysios I. als griechischen Volkshelden, weil dessen Leistungen für die Gründung des griechischen Staates mitverantwortlich gewesen seien. Somit gab es Romanisierung, die das Imperium einheitlicher werden ließ.

Allerdings ist die Absicht einer kulturellen Bekehrung der verbündeten Völker strittig. Die Intention der Römer, welche versuchten, sich rechtlich präventiv vor einem zu starken Romanisierungssog abzusichern, wird im Alternativmodell als nicht vorhanden dargestellt. Sie wollten nicht vereinheitlichend romanisieren, weil sie weder die Mittel für exorbitante Dimensionen der bürokratischen Strukturen besaßen, noch den Druck hatten, mit ihrer Ideologie „die Welt zu beglücken“.

Fraglich ist, warum die Forscher späterer Epochen auf eine abweichende Schlussfolgerung gelangen. Ausschlaggebend könnte die nationalistische deutsche Kultur des 19. Jhdt. mit den damit verbundenen Prägungen gewesen sein. Die Sozialisierung in dieser Zeit hätte Beloch zu gefärbten bzw. verzerrten Schlussfolgerungen führen können. Um die Prämisse zu erfüllen, müsste Beloch nachweislich Eigenschaften dieser Merkmale besessen haben. Dafür bedarf es fundierter Nachweise einer nationalistischen deutschen Kultur, in der Beloch aufwuchs.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das römische Bundesgenossensystem ein und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich einer möglichen zeitbedingten Verzerrung des klassischen Modells durch Karl Julius Beloch.

2. Das klassische und alternative Modell: Hier werden die vier Verwaltungskategorien nach Beloch sowie das alternative Fünf-Formen-Modell von Theodora Hantos detailliert gegenübergestellt.

3. Verzerrung des klassischen Modells: Dieses Kapitel analysiert kritisch, inwieweit Belochs nationale Sozialisierung im Deutschen Kaiserreich das Bild des römischen Imperiums beeinflusst und möglicherweise verzerrt hat.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis ab, dass das klassische Modell tatsächlich expansionistische Großmachtansprüche des 19. Jahrhunderts auf die Antike projiziert und somit eine verfälschte Retrospektive bietet.

Schlüsselwörter

Bundesgenossensystem, Römische Republik, Karl Julius Beloch, Theodora Hantos, Romanisierung, Nationalismus, Hegemonie, Antike, Staatsbürgerrecht, Kollaboration, Historische Forschung, Territoriale Expansion, Verwaltungsstruktur, Ager Romanus, Imperium.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Struktur des römischen Bundesgenossensystems während der mittleren Republik und untersucht kritisch die wissenschaftliche Bewertung dieser historischen Bündnisordnung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Organisation der römischen Herrschaft, der Analyse unterschiedlicher wissenschaftlicher Modelle sowie der kritischen Hinterfragung der Historikerpersönlichkeit des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob die Interpretation des klassischen „Bundesgenossensystems“ von Karl Julius Beloch durch dessen nationalistische Prägung im deutschen Kaiserreich verzerrt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine historisch-analytische Methode angewandt, die durch den Vergleich von Forschungsmodellen und die Kontextualisierung des Autors Beloch innerhalb seiner zeitgenössischen Kultur erfolgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine deskriptive Darstellung der Strukturmodelle (Beloch/Hantos) und eine analytische Untersuchung, die das Verhältnis zwischen römischer Romanisierungspraxis und der ideologischen Sichtweise Belochs beleuchtet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Romanisierung, Hegemonie, antikes Bundesgenossensystem und das Spannungsfeld zwischen klassischer Historie und nationalistischer Interpretation geprägt.

Warum wird Belochs Modell als verzerrt bezeichnet?

Die Autorin/der Autor argumentiert, dass Beloch als „deutscher Patriot“ Konzepte wie den „starken Staat“ aus dem wilhelminischen Zeitalter auf die römische Antike übertrug, was zu einer einseitigen Interpretation der römischen Bündnispolitik führte.

Welche Rolle spielt Theodora Hantos in dieser Analyse?

Hantos bietet ein alternatives Modell an, das als Korrektiv zu Beloch dient und aufzeigt, dass die Römer kein systematisches Interesse an einer erzwungenen kulturellen Durchdringung oder Vereinheitlichung ihrer Bundesgenossen hatten.

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Detalles

Título
Römisches Bundesgenossensystem in der mittleren Republik
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Historisches Institut)
Curso
Integriertes Proseminar Lehreinheit Antike
Calificación
2,0
Autor
Jonas Martin Barczik (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
8
No. de catálogo
V1367795
ISBN (PDF)
9783346897619
Idioma
Alemán
Etiqueta
Römische Republik Bundesgenossensystem Beloch Hantos Nationalismus Klassisches Modell Strukturmodell
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jonas Martin Barczik (Autor), 2017, Römisches Bundesgenossensystem in der mittleren Republik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1367795
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