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Die moderne Konfliktgesellschaft. Eine systemtheoretische Betrachtung der "Risikogesellschaft" nach N. Luhmann

Globale Risiken und Gefahren am Beispiel der Kernenergie

Titel: Die moderne Konfliktgesellschaft. Eine systemtheoretische Betrachtung der "Risikogesellschaft" nach N. Luhmann

Hausarbeit , 2018 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: O. Neuner (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gelingt es uns, unser eigenes Handeln in der Gegenwart und im Sinne der Verantwortlichkeiten gegenüber zukünftigen Generationen zu hinterfragen und zu reflektieren, um, um es dramatisch auszudrücken, den Fortbestand der Menschheit auf dem Planeten Erde zu sichern?
Vorliegende Arbeit versucht Antworten auf diese Fragen zu finden und stellt die moderne Gesellschaft in den Mittelpunkt der Diskussion, wobei eine Gesellschaftsskizze im Zeichen von Unsicherheit und Risiko erarbeitet werden soll. Hierzu werden gesellschaftstheoretische und systemtheoretische Betrachtungen der Soziologen Ulrich Beck und Niklas Luhmann herangezogen, um die Gesellschaft im Allgemeinen und im Besonderen in ihrem Verhältnis von Risiko und Gefahr am Beispiel der Kernenergie zu beleuchten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Die moderne Konfliktgesellschaft

3.1 Die Risikogesellschaft, eine Begriffsbestimmung

3.2 Ulrich Becks Thesen zur Risiko-Theorie: Atomenergie, ein globales Risiko, eine globale Gefahr?

4. Niklas Luhmann: Systemtheoretische Betrachtung der Risikogesellschaft

4.1 Grundzüge der Systemtheorie

4.2 Unterscheidung von Risiken und Gefahren

4.3 Atomkraft „Nein, danke“, Ausstieg aus der Kernenergie

5. Schlussbetrachtung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die moderne Gesellschaft als Risikogesellschaft durch eine systemtheoretische Brille, wobei der Fokus auf dem Spannungsfeld von globalen Risiken und Gefahren am Beispiel der Kernenergie liegt. Dabei wird analysiert, wie Risiken gesellschaftliche Konflikte provozieren und wie politische sowie soziale Institutionen darauf reagieren.

  • Systemtheoretische Analyse der Risikogesellschaft nach Ulrich Beck und Niklas Luhmann
  • Unterscheidung und Transformation der Begriffe Risiko und Gefahr
  • Die Kernenergie als globales Störfallszenario und gesellschaftliches Konfliktfeld
  • Die reflexive Modernisierung und deren Auswirkung auf das Risikobewusstsein

Auszug aus dem Buch

4.2 Unterscheidung von Risiken und Gefahren

Ebenso mehr aus Zufall, wie aus bewusster Reflexion der Ereignisse von 1986 veröffentlicht Niklas Luhmann im gleichen Jahr des Erscheinens von Becks Risikogesellschaft seine „Ökologische Kommunikation“. Man kann sagen, beide Soziologen trafen einen Nerv der Zeit, in der die Öffentlichkeit eine verunsichernde Risikoerfahrung machte und sich gleichfalls von den beruhigenden Risikobewertungen des technischen Expertentums enttäuscht sah. In diesem Zusammenhang stellt Luhmann das Risiko dem Begriff der Gefahr gegenüber.

Der Aspekt der bewussten Entscheidung ist von besonderer Bedeutung. „Als Gefahr kann man jede nicht allzu unwahrscheinliche negative Einwirkung auf den eigenen Lebenskreis bezeichnen, etwa die Gefahr, dass ein Blitz einschlägt und das Haus abbrennt. Von Risiko sollte man dagegen nur sprechen, wenn die Nachteile einer eigenen Entscheidung zugerechnet werden müssen. Risiko ist mithin anders als die Gefahr, ein Aspekt von Entscheidungen, eine einzukalkulierende Folge der eigenen Entscheidungen “25.

Risiko birgt demnach Nachteile, die als Folge einer eigenen Entscheidung erwachsen, während Gefahr, diejenigen Nachteile nach sich ziehen, die von den Betroffenen nicht verursacht oder bewirkt werden können. Risiken einzugehen, um daraus einen Nutzen zu ziehen, gehört zum alltäglichen Leben dazu. Wir treffen Entscheidungen, wie z.B. mit dem Auto in den Urlaub zu fahren, um am Zielort eine möglichst große Flexibilität und Mobilität zu erreichen und nehmen dabei in Kauf, einem Unfallrisiko während der Fahrt ausgesetzt zu sein. Im Lumannschen Sinne besteht das Risiko dabei aus der eigenen Entscheidung riskante Überholmanöver zu starten, um vielleicht schneller am gewünschten Ort zu sein. Wir selbst werden dabei zur Gefahr für die anderen Autofahrer, die durch unser Fahrverhalten bedroht werden. Andersherum sind wir natürlich auch den Gefahren ausgesetzt, die die anderen Autofahrer aufgrund ihrer Fahrweise verursachen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Dieses Kapitel führt in die kritische Gegenwartsdiagnose ein und hinterfragt die technologischen Risiken der anthropozentrischen Herrschaft anhand der Karikaturen von Horst Haitzinger.

2. Einleitung: Anhand historischer Reaktorunfälle wie Tschernobyl und Fukushima wird die Gefahr von Kernkraft als globales Phänomen und die Unzulänglichkeit bisheriger Sicherheitsvorstellungen verdeutlicht.

3. Die moderne Konfliktgesellschaft: Hier werden die theoretischen Konzepte der Risikogesellschaft vorgestellt und diskutiert, wie Identität und gesellschaftliche Spaltung im Kontext globaler Risiken entstehen.

4. Niklas Luhmann: Systemtheoretische Betrachtung der Risikogesellschaft: Dieses Kapitel erläutert die Grundzüge der Systemtheorie und die differenzierte Betrachtung von Risiko und Gefahr bei der Analyse der Atomkraftdebatte.

5. Schlussbetrachtung und Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie der Wandel im Risikobewusstsein zu einer politisch-ethischen Neubewertung der Kernenergie und zur Suche nach alternativen Energieformen geführt hat.

Schlüsselwörter

Risikogesellschaft, Niklas Luhmann, Ulrich Beck, Kernenergie, Systemtheorie, Gefahr, Risikowahrnehmung, reflexive Moderne, Atomkraftdebatte, soziale Konflikte, Individualisierung, ökologische Kommunikation, Katastrophenpotential, Energiewende, Unsicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die moderne Gesellschaft als Risikogesellschaft, wobei sie insbesondere die systemtheoretischen Ansätze nutzt, um den Umgang mit Risiken und Gefahren am Beispiel der Kernenergie zu beleuchten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die Risikotheorien von Ulrich Beck, die Systemtheorie von Niklas Luhmann sowie der gesellschaftliche Konflikt um die Atomkraft und die notwendige politische Reaktion darauf.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Verhältnis zwischen menschlichem Handeln, gesellschaftlichen Entscheidungsmöglichkeiten und den daraus resultierenden globalen Risiken theoretisch zu durchdringen und kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven kommen zum Einsatz?

Die Arbeit basiert primär auf gesellschaftstheoretischen und systemtheoretischen Modellen, namentlich der Risikogesellschaft nach Beck und der Theorie sozialer Systeme nach Niklas Luhmann.

Was wird im Hauptteil detailliert diskutiert?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Unterscheidung von Risiko und Gefahr, der Transformation von modernen Risiken und der Art und Weise, wie die Gesellschaft – insbesondere politische Systeme – auf diese komplexen Herausforderungen reagiert.

Welche Begriffe definieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Risikogesellschaft“, „Systemtheorie“, „globale Gefahren“ und „reflexive Modernisierung“ charakterisiert.

Wie unterscheidet Luhmann das Regenschirmbeispiel in der Risikoanalyse?

Das Beispiel verdeutlicht, dass technologischer Fortschritt Gefahren in Risiken transformiert, indem er Entscheidungsmöglichkeiten schafft, die den Einzelnen unter Zugzwang setzen, was das risikofreie Leben unmöglich macht.

Warum ist Fukushima laut Autor für das Risikobewusstsein entscheidend?

Fukushima wird als eine Zäsur beschrieben, weil das Ereignis durch die Echtzeit-Medienpräsenz direkt in das öffentliche Bewusstsein drang und die theoretische Vorstellung von Risiken durch eine schockhaft-reale Erfahrung ersetzte.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die moderne Konfliktgesellschaft. Eine systemtheoretische Betrachtung der "Risikogesellschaft" nach N. Luhmann
Untertitel
Globale Risiken und Gefahren am Beispiel der Kernenergie
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Abt. Mannheim  (Soziale Arbeit)
Veranstaltung
Seminar: Philosophische Grundlagen der Sozialen Arbeit
Note
1,0
Autor
O. Neuner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V1369450
ISBN (PDF)
9783346901019
ISBN (Buch)
9783346901026
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Risikogesellschaft Ulrich Beck Systemtheorie Kernenergie Niklas Luhmann
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
O. Neuner (Autor:in), 2018, Die moderne Konfliktgesellschaft. Eine systemtheoretische Betrachtung der "Risikogesellschaft" nach N. Luhmann, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1369450
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Leseprobe aus  21  Seiten
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