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Hunde in der Schule. Erfahrungen zu ihren Effekten auf die Lern- und Leistungsbereitschaft

Titre: Hunde in der Schule. Erfahrungen zu ihren Effekten auf die Lern- und Leistungsbereitschaft

Thèse de Master , 2023 , 93 Pages , Note: 1.7

Autor:in: Kerstin Wollschläger (Auteur)

Pédagogie - Système scolaire, Politique d'enseignement et de l'école
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Diese Arbeit soll einen Beitrag zur kritischen Auseinandersetzung zum Thema des Einsatzes von Hunden in der Schule und den vorhandenen empirischen Studien leisten. Die meisten Studien zu den Effekten in der Mensch-Tier-Beziehung beziehen sich nicht direkt auf die beobachtbaren Effekte von Hunden in der Schule, aber es gibt einige Studien, die sich mit den generellen Effekten von Hunden auf den Menschen beschäftigt haben. Diese Effekte können jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den Einsatz von Hunden in der Schule übertragen werden. Die Vorstellungen und Diskussion der Erklärungsansätze zur Mensch-Tier-Beziehung und Studien in dieser Arbeit orientieren sich primär an der Fragestellung, ob die gegenwärtig expandierende Praxis des Einsatzes von Hunden in der Schule, die eine Heilwirkung auf die Lern- und Leistungsbereitschaft von Schülern haben soll, durch wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse von positiven Effekte unterstützt werden kann und damit der Einsatz gerechtfertigt ist oder vornehmlich die Möglichkeit der Integration von privater Leidenschaft für Tiere in den Beruf ermöglicht wird. Diese Fragestellung beinhaltet die Fragen danach, warum Hunde immer häufiger von ihren Besitzern mit in die Schule genommen werden, warum gerade Hunde die auserwählten Tiere sind, welche beobachtbaren bzw. nachgewiesenen Effekte es gibt und welche Ursachen diesen Effekten zugrunde liegen könnten sowie, ob die beobachtbaren Effekte eindeutig auf den Einsatz von Hunden in der Schule zurückzuführen ist.

Um die primäre Fragestellung zu beantworten, werden zu Beginn dieser Arbeit verschiedene Erklärungsansätze und Modelle zur Mensch-Tier-Beziehung vorgestellt und miteinander in Beziehung gesetzt, dazu zählen die Biophilie-Hypothese, das Konzept der Du-Evidenz, die Bindungstheorie und die Bedeutung des Hormons Oxytocin. Zusätzlich wird sich mit der Frage auseinandergesetzt, warum gerade der Hund und kein anderes Tier eine so bedeutsame Rolle in Tiergestützten Interventionen und dem Einsatz in der Schule spielt. Daran anschließend findet eine Klärung und Abgrenzung der Begriffe verschiedener Formen Tiergestützter Intervention statt, sowie zusätzlich eine für diese Arbeit relevante Definition für den Einsatz von Hunden in der Schule formuliert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erklärungsansätze und Modelle für die Mensch-Tier-Beziehung

2.1 Die Biophilie-Hypothese

2.2 Das Konzept der Du-Evidenz

2.3 Bindungstheorie

2.4 Oxytocin

2.5 Rolle des Hundes

3 Klärung und Abgrenzung verschiedener Formen Tiergestützter Interventionen

4 Der Forschungsstand und seine Hindernisse

4.1 Erfahrungen und Rückmeldungen von Lehrerkräften, Schülern und Eltern

4.2 Reduktion von Aggressivität

4.3 Förderung sozio-emotionaler Kompetenzen

4.4 Förderung (schulbezogener) kognitiver Kompetenzen

4.5 Gesundheitsförderung

4.6 Stressreduktion

4.7 Lernatmosphäre

4.8 Motivationsförderung

4.9 Leseförderung

5 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand zum Einsatz von Hunden in Schulen. Dabei liegt der Fokus auf der Beantwortung der Forschungsfrage, ob die zunehmende Praxis, Hunde zur Förderung der Lern- und Leistungsbereitschaft von Schülern einzusetzen, durch empirisch fundierte Erkenntnisse gestützt werden kann oder primär auf subjektiven Erfahrungsberichten beruht.

  • Theoretische Grundlagen zur Mensch-Tier-Beziehung (Bindungstheorie, Oxytocin, Biophilie).
  • Differenzierung und Definition verschiedener tiergestützter Interventionsformen im pädagogischen Setting.
  • Kritische Analyse des Forschungsstandes sowie relevanter Studien zu psychologischen und kognitiven Effekten.
  • Untersuchung von Erfahrungen und Rückmeldungen von Lehrkräften, Eltern und Schülern zum Einsatz von Schulhunden.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Biophilie-Hypothese

Die Biophilie-Hypothese ist ein Ansatz aus der humanistischen Psychologie, der Bindungs- und Lerntheorie und der sozialen Psychosomatik (Menke, Huck & Hagencord, 2018). Der Ansatz verdeutlicht ein soziales System der Entwicklungsgeschichte (Menke et al., 2018), welches einen biologischen Prozess beschreibt, der sich über die Stammesgeschichte hinweg entwickelt hat (Olbrich, 2003a). Wilson stellte die Biophilie-Hypothese 1984 auf. Biophilie bedeutet so viel wie „Die Liebe zum Leben“ oder „Die Liebe zum Lebendigen“ (Menke et al., 2018). Nach Wilson ist die Biophilie ein angeborenes, uraltes Band zwischen den Menschen und der Natur (Greiffenhagen & Buck-Werner, 2015). Die nichtmenschliche Umwelt wird für die Gesundheit des Menschen benötigt, weshalb die psychische Gesundheit des Menschen von der Entfernung zur Natur abhängig ist (Greiffenhagen & Buck-Werner, 2015). D.h., je näher ein Mensch der Natur ist, desto besser steht es um seine psychische Gesundheit. Biophilie bezeichnet die menschliche „inhärente Affinität zur Vielfalt von Lebewesen in ihrer Umgebung ebenso wie zu ökologischen Settings, welche die Entwicklung von Leben ermöglichen“ (Olbrich, 2003b, S. 69).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Präsenz von Hunden im pädagogischen Kontext trotz einer mangelnden empirischen Datenlage und skizziert die wissenschaftliche Relevanz der Untersuchung.

2 Erklärungsansätze und Modelle für die Mensch-Tier-Beziehung: Dieses Kapitel stellt theoretische Modelle wie die Biophilie-Hypothese und die Bindungstheorie vor, um die psychologischen Mechanismen hinter der Mensch-Tier-Verbindung zu ergründen.

3 Klärung und Abgrenzung verschiedener Formen Tiergestützter Interventionen: Es erfolgt eine Definition und terminologische Abgrenzung, um den speziellen Einsatz von Schulhunden klar von anderen Formen tiergestützter Tätigkeit zu unterscheiden.

4 Der Forschungsstand und seine Hindernisse: Dieses Hauptkapitel analysiert den aktuellen Stand der empirischen Forschung sowie die methodischen Herausforderungen und diskutiert spezifische Wirkungsbereiche wie Aggressionsreduktion, Stressabbau und Leseförderung.

5 Diskussion: Die Diskussion fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch, inwieweit der Einsatz von Schulbegleithunden wissenschaftlich fundiert belegt ist und welche Limitationen bei der Interpretation der Studienlage bestehen.

Schlüsselwörter

Schulbegleithund, Mensch-Tier-Beziehung, Tiergestützte Pädagogik, Lernatmosphäre, Bindungstheorie, Oxytocin, Stressreduktion, Aggressionsreduktion, Leseförderung, Schulhund, Empathieentwicklung, empirische Evidenz, Sonderpädagogik, Sozialkompetenz, Motivationsförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung des Einsatzes von Hunden als Schulbegleiter im Unterricht und untersucht deren wissenschaftlich fundierte Wirkung auf Schüler.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung, die Differenzierung tiergestützter Pädagogik und eine detaillierte Analyse vorhandener Studien zu verschiedenen Lern- und Verhaltenseffekten ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob die positive Wirkung von Schulhunden auf die Lern- und Leistungsmotivation durch wissenschaftliche Studien belegbar ist oder ob es sich eher um eine subjektive Einschätzung handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin führt eine umfassende Literaturanalyse und eine kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Forschungsstand sowie den Ergebnissen zahlreicher empirischer Studien durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Erklärungsmodelle zur Mensch-Tier-Beziehung, Begriffsdefinitionen der tiergestützten Pädagogik sowie eine systematische Durchsicht der aktuellen Studienlage zu spezifischen Feldern wie Stress, Aggression und Lesekompetenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernelemente sind Schulbegleithund, Mensch-Tier-Beziehung, tiergestützte Pädagogik, Stressreduktion und Lernatmosphäre.

Inwiefern beeinflusst der Faktor Mensch-Hund-Interaktion den Oxytocin-Spiegel?

Studien belegen, dass sanfte Interaktionen wie das Streicheln eines Hundes zu einem Anstieg der Oxytocin-Ausschüttung führen, was eine stressreduzierende und vertrauensfördernde Wirkung hat.

Gibt es auch negative Befunde zur Leseförderung durch Schulhunde?

Es wurden in keiner der untersuchten Studien explizit schädliche Auswirkungen berichtet, allerdings gibt es einige Untersuchungen, bei denen sich keine signifikanten Leistungsunterschiede zwischen den Test- und Kontrollgruppen feststellen ließen.

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Résumé des informations

Titre
Hunde in der Schule. Erfahrungen zu ihren Effekten auf die Lern- und Leistungsbereitschaft
Université
University of Wuppertal  (Institut für Bildungsforschung)
Note
1.7
Auteur
Kerstin Wollschläger (Auteur)
Année de publication
2023
Pages
93
N° de catalogue
V1369830
ISBN (PDF)
9783346910752
ISBN (Livre)
9783346910769
Langue
allemand
mots-clé
Tiergestützte Intervention Schulhund Hunde in der Schule Mensch-Tier-Beziehung Bindungstheorie Du-Evidenz Tiergestützte Pädagogik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kerstin Wollschläger (Auteur), 2023, Hunde in der Schule. Erfahrungen zu ihren Effekten auf die Lern- und Leistungsbereitschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1369830
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Extrait de  93  pages
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