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Erosion des Flächentarifvertrages in Deutschland

Titre: Erosion des Flächentarifvertrages in Deutschland

Dossier / Travail , 2015 , 12 Pages

Autor:in: Johannes Löhr (Auteur)

Politique - Fondements et Généralités
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Résumé Extrait Résumé des informations

Immer wieder wird eine Reform oder sogar die Abschaffung des Flächentarifvertrages in Deutschland gefordert. Man spricht seit den 90er Jahren von einer „Erosion“ des Flächentarifvertrages. Der Flächentarifvertrag sei zu unflexibel und bewirke Verbandsflucht und Tarifabweichungen. Die Hausarbeit befasst sich mit dem Erosionsprozess des Flächentarifvertrages in Deutschland. Hierbei besteht die Frage, warum das derzeitige Flächentarifvertragssystem erodiert und wie der Erosionsprozess
aufgehalten werden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Flächentarifvertragssystem in Deutschland

3. Tendenzen der Erosion

3.1 Sinkende Akzeptanz der Tarifpolitik

3.2 Erosion durch Tarifabweichungen

3.3 Dezentralisierung

3.4 Verbandswechsel umgeht den Tarifvertrag

4. Zukunft des Flächentarifvertrages

4.1 Sanierung des Flächentarifvertrags durch Absenkung von materiellen Standards

4.2 Erosion oder Weiterentwicklung

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Erosionsprozess des deutschen Flächentarifvertragssystems, analysiert die Ursachen für die sinkende Akzeptanz dieser zentralen Regelungsebene und erörtert, welche Sanierungsansätze sowie Entwicklungstendenzen zur Sicherung der Tarifpolitik beitragen können.

  • Grundlagen des Flächentarifvertragssystems in Deutschland
  • Analyse der Erosionserscheinungen (Tarifflucht, Dezentralisierung, Verbandswechsel)
  • Bedeutung von Tarifabweichungen und Öffnungsklauseln
  • Reformoptionen durch Absenkung materieller Standards
  • Zukunftsperspektiven zwischen Systemerhalt und Transformation

Auszug aus dem Buch

3.2 Erosion durch Tarifabweichungen

Bei der Tarifflucht unterläuft der Arbeitgeber die Vereinbarungen des Tarifvertrages und erkennt keine anderen Vereinbarungen eines anderen Tarifvertrages als Ersatz an. Dieses Vorgehen ist gesetzlich nicht erlaubt und verursacht z.B. Lohndumping. Während die Tarifflucht eindeutig zur Erosion des deutschen Tarifsystem beiträgt, ist die Wirkung von Tarifabweichung nicht so einfach zu deuten. Die Tarifabweichung schafft neue „Kontrollpraktiken, [...] die von den Gewerkschaften entwickelt und auch durchaus erfolgreich umgesetzt wurden (Haipeter 2010, S.307). Die Tarifabweichung ist im Gegensatz zum Tarifsystem eine dezentrale Form und ermöglicht betriebsbezogene Unterschreitungen von Flächentarifnormen (Haipeter 2010, S.307). Das heißt, es werden Vorschriften im Rahmen eines Flächentarifvertrages unterwandert und betriebsbezogen abgeändert. Die Tarifabweichung wird anhand von Öffnungsklauseln in einem späteren Kapitel näher behandelt.

Durch diese neue Flexibilität könnte „ein Flächenbrand entfacht [werden,] der dazu führt, dass abweichende Vereinbarungen zur Regel werden und die umfassende Geltung der Flächentarifverträge zur Ausnahme wird“ (Haipeter 2010, S.308). Auch wenn dieser Flächenbrand bisher nicht eingetroffen ist, so zeigt doch die Einführung der Tarifabweichung, dass der Flächentarifvertrag nicht genug Flexibilität zulässt und damit die Notwendigkeit besteht, dezentrale Formen in das zentrale Tarifsystem einzubinden. Diese Maßnahmen offenbaren, dass Reformen nötig sind, um das erodierende Tarifsystem vor der Auflösung zu schützen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Erosion des Flächentarifvertrages seit den 90er Jahren ein und definiert das Ziel, die Ursachen sowie mögliche Sanierungswege zu untersuchen.

2. Flächentarifvertragssystem in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die Grundfunktionen des Flächentarifvertrages als zentrales Instrument für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, um Arbeitsbedingungen einheitlich zu regeln.

3. Tendenzen der Erosion: Hier werden die wesentlichen Faktoren der Erosion wie sinkende Akzeptanz, Tarifabweichungen, unternehmensinterne Dezentralisierung und Verbandswechsel systematisch analysiert.

4. Zukunft des Flächentarifvertrages: Dieses Kapitel diskutiert Reformoptionen, insbesondere durch die Absenkung materieller Standards, und stellt die Frage, ob das System erodiert oder sich weiterentwickeln kann.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Erhöhung der Flexibilität notwendig ist, um auf betriebliche Realitäten und globale Entwicklungen reagieren zu können, ohne das Tarifsystem vollständig aufzulösen.

6. Literaturverzeichnis: Hier werden alle verwendeten Quellen und Monographien aufgeführt, die zur wissenschaftlichen Untermauerung der Arbeit herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Flächentarifvertrag, Erosion, Tarifpolitik, Tarifabweichung, Tarifflucht, Dezentralisierung, Arbeitsbedingungen, Gewerkschaften, Öffnungsklausel, Flexibilisierung, Mitbestimmung, Lohnfindung, Tarifwettbewerb, Strukturwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit dem Erosionsprozess des deutschen Flächentarifvertragssystems, bei dem das System zunehmend an Akzeptanz und Geltungsbereich verliert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die Gründe für die Tarifflucht, die Rolle von Tarifabweichungen, betriebliche Dezentralisierungstendenzen sowie die Auswirkungen von Verbandswechseln.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, warum das Tarifsystem unter Druck steht und wie durch gezielte Reformen und eine Flexibilisierung des Systems der Prozess der Erosion gestoppt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Hausarbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse von Monographien und wissenschaftlichen Sammelbänden, die den erosiven Prozess seit den 1990er Jahren dokumentieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verankerung des Tarifsystems, die Identifizierung spezifischer Erosionsfaktoren und die Diskussion über die Zukunftsperspektiven und Sanierungsoptionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Flächentarifvertrag, Erosion, Tarifabweichung, Flexibilisierung, Dezentralisierung und Mitbestimmung.

Warum fungieren Öffnungsklauseln als zweischneidiges Schwert?

Sie ermöglichen zwar die notwendige betriebsspezifische Flexibilität gegenüber starren Normen, bergen jedoch die Gefahr, dass abweichende Regelungen zur Regel werden und den Zusammenhalt des Flächentarifvertrags gefährden.

Inwiefern beeinflusst der wirtschaftliche Strukturwandel das Tarifsystem?

Der Wandel vom industriellen zum Dienstleistungssektor schwächt traditionelle Strukturen, da Gewerkschaften im tertiären Sektor häufig weniger präsent sind, was die Flächentarifpolitik unter Druck setzt.

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Résumé des informations

Titre
Erosion des Flächentarifvertrages in Deutschland
Université
University of Kassel
Auteur
Johannes Löhr (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
12
N° de catalogue
V1369862
ISBN (PDF)
9783346901576
ISBN (Livre)
9783346901583
Langue
allemand
mots-clé
Flächentarifvertrag in Deutschland Tarifvertrag
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Johannes Löhr (Auteur), 2015, Erosion des Flächentarifvertrages in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1369862
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Extrait de  12  pages
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