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Theodora - Übermacht in Frauengestalt?

Title: Theodora - Übermacht in Frauengestalt?

Term Paper , 2009 , 12 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stefanie Rengel (Author)

World History - Early and Ancient History
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Die Hausarbeit behandelt die Rolle der Kaiserin in der Spätantike und geht insbesondere auf Theodora ein. Als Person, deren Darstellung fast ausschließlich auf Quellen Prokops beruhen, hatte sie einen äußerst zweifelhaften Ruf. In dieser Arbeit wird anhand der verschiedenen politischen Bereiche und Theodoras Stellung in ihnen untersucht, inwiefern sie eine Machtposition innehatte und ob diese der einer Kaiserin entsprach.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Die Rolle der Kaiserin in der Spätantike

2.2.Theodora als Kaiserin

2.2.1.Gesetzgebung

2.2.2.Personalpolitik

2.2.3.Heiratspolitik

2.2.4.Außenpolitik

2.2.5.Kirchenpolitik

3.Das Verhältnis von Theodora und Justinian

4.Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Rolle der Kaiserin Theodora im byzantinischen Reich. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und inwieweit Theodora ihre Kompetenzen als Kaiserin überschritt, wie sie ihr Handeln historisch legitimierte und wie ihr Einfluss auf den Kaiser Justinian im Vergleich zur zeitgenössischen Kritik durch den Geschichtsschreiber Prokop zu bewerten ist.

  • Analyse der gesetzgeberischen und politischen Handlungsspielräume spätantiker Kaiserinnen.
  • Untersuchung von Theodoras Einflussnahme in der Personal-, Heirats-, Außen- und Kirchenpolitik.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der historiographischen Darstellung durch die "Anekdota" des Prokop.
  • Bewertung des tatsächlichen Machtverhältnisses zwischen Theodora und Justinian.

Auszug aus dem Buch

2.2.5.Kirchenpolitik

Der wohl umstrittenste Bereich des Einflussbereiches der Kaiserin ist die Kirchenpolitik. Theodora selbst war aufgrund ihrer Vergangenheit überzeugte Monophysitin, während Justinian versuchte, das Reich auch religiös zu einen. Allerdings stand er dabei auf der Seite der Orthodoxen und versuchte, dass Wohlwollen des Papstes zu erhalten, da er zur Unifikation des Reiches auch Italien wieder eingliedern wollte. Demzufolge war er auf der Suche nach angemessenen Kompromisslösungen, was vielfach zu Kurswechseln in seiner Politik führte.

Nach dem Tod Justins erhielt Theodora den Palast des Hormisdas und konnte ihn für ihre Zwecke verwenden. Da die Monophysiten auch unter Justinian weiterhin verfolgt wurden, baute sie ihn zu einem Zentrum monophysitischer Flüchtlinge aus, in welchem zeitweise über 500 Personen Zuflucht fanden. Da der Palast im Hofkomplex eingegliedert war, muss Justinian von dem Handeln seiner Gattin unterrichtet gewesen sein. Zudem begleitete er sie von Zeit zu Zeit, um mit den Flüchtlingen zu sprechen, da er sich davon ihr Zutun ihm gegenüber erhoffte. Während seine eigenen Methoden für eine Kompromisslösung nicht zu fruchten schienen, wurde Theodora seine Ratgeberin, was für die Monophysiten nur von Vorteil war.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Einführung in die historische Ausgangslage des Kaiserpaares Justinian und Theodora sowie eine erste Einordnung der Quellenlage, insbesondere durch die Anekdota des Prokop.

2.Die Rolle der Kaiserin in der Spätantike: Erläuterung des gesellschaftlichen Rahmens für Kaiserinnen, der primär auf caritativen Aufgaben und der Förderung christlicher Werte basierte.

2.2.Theodora als Kaiserin: Übergreifende Fragestellung, ob Theodora die damals üblichen Kompetenzgrenzen einer Kaiserin tatsächlich durch ihr Handeln überschritt.

2.2.1.Gesetzgebung: Untersuchung der indirekten Einflussnahme auf sozialpolitische Reformen und die Rolle Theodoras bei Gesetzen zur Verbesserung der Lage von Frauen.

2.2.2.Personalpolitik: Analyse der Besetzung von Regierungsämtern und der Förderung von Günstlingen durch Theodora unter Berücksichtigung der Hofstrukturen.

2.2.3.Heiratspolitik: Darstellung der Vernetzung des Kaiserpaares durch die strategische Verheiratung von Familienmitgliedern mit einflussreichen Kreisen.

2.2.4.Außenpolitik: Evaluation der geringen direkten Einflussnahme auf außenpolitische Entscheidungen, die primär in die Zuständigkeit des Kaisers fielen.

2.2.5.Kirchenpolitik: Diskussion des stark politisch geprägten Engagements für die Monophysiten und die ambivalente Rolle der Kaiserin zwischen privatem Glauben und staatlicher Orthodoxie.

3.Das Verhältnis von Theodora und Justinian: Betrachtung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit und kritische Würdigung der Darstellung einer "Machtinszenierung" durch Prokop.

4.Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass Theodora keine Vormachtstellung einnahm, sondern ihre Stellung geschickt innerhalb der akzeptierten gesellschaftlichen Normen nutzte.

Schlüsselwörter

Theodora, Justinian, Byzanz, Spätantike, Prokop, Anekdota, Monophysitismus, Kaiserin, Machtpolitik, Kirchenpolitik, Gesetzgebung, Personalpolitik, Hofkultur, Historiographie, Frauenrolle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die politische Rolle und den Einfluss der Kaiserin Theodora im 6. Jahrhundert sowie ihr Zusammenspiel mit Kaiser Justinian.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Schwerpunkte sind die Gesetzgebung, Personalbesetzungen, die Heiratsstrategien, außenpolitische Handlungen sowie die komplexe Kirchenpolitik im Kontext des Monophysitismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Prüfung, ob Theodora durch ihr politisches Handeln die für Kaiserinnen ihrer Zeit geltenden Kompetenzen überschritten hat oder ob ihr Wirken den damaligen Normen entsprach.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-analytische Methode angewandt, die primär auf der Anekdota von Prokop sowie einer kritischen Auswertung moderner Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die verschiedenen politischen Handlungsfelder der Kaiserin sowie das von Zeitgenossen beschriebene Beziehungsgeflecht zwischen Theodora und Justinian detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Theodora, Justinian, Byzanz, Monophysitismus, Kaiserin, Machtpolitik und Historiographie aus.

Warum spielt die Person des Prokop eine so zentrale Rolle?

Prokop liefert die einzige ausführliche Quelle zum Leben der Kaiserin, weshalb seine Aussagen – trotz ihrer teils reißerischen und feindseligen Tendenzen – einer kritischen Prüfung unterzogen werden müssen.

Inwieweit hatte Theodora Einfluss auf die Gesetzgebung?

Ihr Einfluss war primär indirekt; sie nutzte ihre Position, um Justinians christliche Pflicht zur Milderung sozialer Notlagen, insbesondere hinsichtlich des Schutzes von Frauen, gezielt zu fördern.

Wie ist ihre kirchenpolitische Rolle zu bewerten?

Theodora agierte hier als überzeugte Monophysitin und unterstützte verfolgte Anhänger dieser Konfession, was sie teilweise in Widerspruch zur offiziellen, orthodoxen Religionspolitik Justinians brachte.

Was ist das Ergebnis bezüglich ihrer Machtstellung?

Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass Theodora keine extraordinäre Vormachtstellung einnahm, sondern als Kaiserin geschickt innerhalb eines indirekten Wirkungsrahmens agierte, der gesellschaftlich akzeptiert war.

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Details

Title
Theodora - Übermacht in Frauengestalt?
College
Free University of Berlin
Grade
1,7
Author
Stefanie Rengel (Author)
Publication Year
2009
Pages
12
Catalog Number
V137205
ISBN (eBook)
9783640457540
ISBN (Book)
9783640457328
Language
German
Tags
Theodora Frauengestalt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Rengel (Author), 2009, Theodora - Übermacht in Frauengestalt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137205
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