Die wissenschaftliche Arbeit soll einen Einblick in die Arbeit des Europarates bis 2006 zum Aufgabenfeld der europäischen Sprachenpolitik geben. Diese Thematik ist durch historische und aktuelle politische Konstellationen in den Blickpunkt geraten. Ein völkerübergreifendes Arbeiten für ein größeres gemeinsames Europa und für eine gemeinsame europäische Sprachenpolitik gewinnt immer mehr an Präsenz.
Die Inhalte vermitteln Kenntnisse über Tätigkeitsfelder und methodische Instrumente der Sprachenpolitik des Europarates. Darüber hinaus werden vergleichende Begriffserläuterungen gegeben, um ein einwandfreies Verständnis zu gewährleisten. Dies wird erwähnt, da durch die große Anzahl der europäischen Sprachen es zu unterschiedlicher Terminologisierungs- und Spracharbeit kommen kann. Des Weiteren werden die Wertigkeit und die Erhaltung von Sprachkenntnissen betrachtet, da Sprache und Politik sich auch einander bedingen.
Garantiert der Europarat eine Sicherstellung dieser Präambeln? Weitere und jene genannten Inhalte werden im Folgenden besprochen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Europarat
2.1 Die Historie des Europarates
2.2 Die Zielsetzungen des Europarates
2.3 Die Organe des Europarates
3. Der Vergleich der Sprachen- und Sprachpolitik anhand der Wortbedeutungen
3.1 Die Sprachenpolitik
3.2 Sprachenpolitik vs. Sprachpolitik
4. Die Tätigkeitsfelder des Europarates für eine Europäische Sprachenpolitik
4.1 Ein Einblick in die Tätigkeitsfelder
4.2 Die sprachenpolitische Förderung des Lehrens und Lernens von Fremdsprachen
4.2.1 Europäer und Sprachobjekte - Vergangenheit und Gegenwart
4.2.2 Historischer Überblick über die Sprachprojekte
4.2.3 Prinzipien der Spracharbeit des Europarates
4.2.4 Aufgabenerweiterung durch Beitritt neuer Mitgliedsstaaten
4.2.5 Ein Votum für ein neues Sprachenobjekt des Europarates
4.2.6 Das Sprachenprojekt "Lebende Sprachen" und dessen Bedeutung
5. Methodische Instrumente der Sprachenpolitik des Europarates
5.1 Die Schwellenniveaus
5.2 Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen
5.3 Das Europäische Portfolio der Sprachen
5.4 Der Europäische Referenzrahmen für Sprachen (Arbeitstitel)
5.5 Das Europäische Jahr der Sprachen
6. Würdigung, Bedeutung und neue Ziele der Sprachenarbeit des Europarates
6.1 Würdigung und Bedeutung
6.2 Neue Ziele für die Zukunft
7. Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Rolle und Entwicklung der Sprachenpolitik des Europarates seit 2006. Ziel ist es, einen tiefen Einblick in die historischen Hintergründe, die zentralen Tätigkeitsfelder sowie die methodischen Instrumente zu geben, die der Europarat zur Förderung von Mehrsprachigkeit und interkulturellem Verständnis in Europa entwickelt hat.
- Historische Entwicklung und Zielsetzungen des Europarates
- Terminologische Abgrenzung von Sprachen- und Sprachpolitik
- Analyse der verschiedenen "Sprachenprojekte" des Europarates
- Methodische Meilensteine wie das Sprachenportfolio und der Referenzrahmen
- Zukunftsperspektiven der europäischen Sprachförderung
Auszug aus dem Buch
4.2.3 Prinzipien der Spracharbeit des Europarates
Den genannten Projekten liegen folgende Prinzipien zu Grunde:
I: Das Vorhandensein von Sprachkenntnissen - nicht nur für eine „Elite“, sondern für alle Sprachteilnehmer
Sprachkenntnisse ermöglichen dem Einzelnen Mitwirkung und Interventionen als Bürger in internationalen und europäischen Zusammenhängen. Sie sind daher Notwendigkeit und zugleich Recht für alle. Der Europarat fordert seit langem schon, auch in Übereinstimmung mit der Europäischen Union, dass alle Europäer Kenntnisse in zwei Sprachen außer der Muttersprache erwerben. Hierbei ist nicht an muttersprachenähnliche Perfektion und nicht an identische Kompetenzen in allen Sprachen, sondern an operationale Kenntnisse gedacht. Die Sprachbeschreibungen des Europarates unter dem metaphorischen Titel „Schwelle“ und die Beschreibung von Kompetenzstufen im Rahmen der Entwicklung des „Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens: lehren, lernen, beurteilen“ stellen hierbei Planungsgrundlagen bereit. Ergänzend werden in einem derzeit laufenden Projekt modulare Einheiten für den Erwerb von Teilkompetenzen auf der Grundlage von bereits erworbenen Kenntnissen und Fertigkeiten in anderen Sprachen erarbeitet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der europäischen Sprachenpolitik und Darlegung der Zielsetzung dieser Arbeit.
2. Der Europarat: Überblick über die historische Entstehung, die institutionellen Organe und die allgemeinen Zielsetzungen des Europarates.
3. Der Vergleich der Sprachen- und Sprachpolitik anhand der Wortbedeutungen: Untersuchung der terminologischen Unterschiede und Definitionsversuche der Begriffe Sprachpolitik und Sprachenpolitik.
4. Die Tätigkeitsfelder des Europarates für eine Europäische Sprachenpolitik: Detaillierte Darstellung der Arbeitsschwerpunkte, historischen Sprachprojekte und der Prinzipien hinter der sprachpolitischen Förderung.
5. Methodische Instrumente der Sprachenpolitik des Europarates: Vorstellung konkreter Werkzeuge wie Schwellenniveaus, der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen und das Europäische Portfolio der Sprachen.
6. Würdigung, Bedeutung und neue Ziele der Sprachenarbeit des Europarates: Reflektion über die bisher erzielten Erfolge und Ausblick auf zukünftige strategische Zielsetzungen.
7. Schlusswort: Zusammenfassende Betrachtung der Bedeutung von Sprachkenntnissen als demokratisches Instrument und Aufruf an die Verantwortlichen.
Schlüsselwörter
Europarat, Sprachenpolitik, Sprachpolitik, Mehrsprachigkeit, Sprachenprojekt, Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen, Sprachportfolio, Schwellenniveau, Sprachkenntnisse, Interkulturelles Lernen, Fremdsprachen, Europäische Identität, Sprachlehre, Sprachförderung, Bildungsstandard.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Strategien und Maßnahmen des Europarates zur Förderung der europäischen Sprachenpolitik seit dem Jahr 2006.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung des Europarates, die Unterscheidung zwischen Sprach- und Sprachenpolitik sowie die konkreten methodischen Werkzeuge der Sprachvermittlung.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Publikation?
Das Ziel ist es, dem Leser einen strukturierten Überblick über die Instrumente und Prinzipien zu geben, mit denen der Europarat die Sprachenvielfalt und das Sprachenlernen in Europa stützt.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung von Dokumenten, Berichten und sprachenpolitischen Projekten des Europarates.
Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Tätigkeitsfelder, die historischen Sprachprojekte des Europarates und eine detaillierte Beschreibung methodischer Hilfsmittel wie das Sprachenportfolio.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt der Arbeit?
Besonders prägend sind Begriffe wie Mehrsprachigkeit, Sprachportfolio, Referenzrahmen, interkulturelles Lernen und die sprachpolitische Förderung durch den Europarat.
Welche Rolle spielt Winston Churchill in der Historie des Europarates?
Winston Churchill sprach sich bereits 1946 für eine Art "Vereinigte Staaten von Europa" aus, was maßgeblich zur späteren Gründung des Europarates beitrug.
Was ist das "Europäische Portfolio der Sprachen"?
Es ist ein Instrument zur Dokumentation individueller Sprachbiografien und Kompetenzen, das die Transparenz und die individuelle Mehrsprachigkeit fördern soll.
Wie definiert der Europarat das Ziel der Sprachenpolitik für den Bürger?
Sprachkenntnisse werden nicht nur als bildungstechnischer Vorteil, sondern als notwendiges Bürgerrecht für die Teilhabe am internationalen und europäischen Dialog gesehen.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2006, Die Sprachenpolitik des Europarates , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137290