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Mikrofinanz - Eine Alternative zu den Angeboten anderer Finanzdienstleister?

Title: Mikrofinanz - Eine Alternative zu den Angeboten anderer Finanzdienstleister?

Term Paper , 2009 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kresimir Lazeta (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Die ersten nennenswerten Mikrofinanzinstitute wurden bereits vor etwa 25 Jahren gegründet als Prof. Dr. Muhammad Yunus die „Grameen Bank“ ins Leben rief. Das Kerngeschäft bestand damals darin, sozial schwachen Dorfbewohnern in Bangladesch Kleinstkredite (sog. Mikrokredite) zu gewähren, da sie aus dem formalen Finanzsystem aufgrund ihrer fehlenden Kreditwürdigkeit ausgeschlossen wurden. Für die „Förderung wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung von unten“ erhielten Dr. Yunus und seine Grameen Bank 2006 den Friedensnobelpreis. Trotz dem heutigen Gesamtvolumen von mehreren Milliarden Euro, welches in der Mikrofinanzwelt täglich und auf verschiede Arten den Besitzer wechselt, haben diese Finanzdienstleistungen erst durch ihre kürzlich getätigten Investitions- und Finanzierungsmaßnahmen weltweites Interesse erlangt. Die Möglichkeit in Mikrofinanztitel zu investieren, lockt Kapitalgeber neben der attraktiven Rendite auch durch ihre sozialen Aspekte an. „Mikrofinanz-Fonds bündeln Kleinstkredite aus der Dritten Welt. Anleger leisten Entwicklungshilfe und können daran auch noch verdienen.“ Dank zunehmender Investitionen hat sich die Anzahl der Teilnehmer diverser Mikrofinanzprogramme seit der Jahrtausendwende bis heute auf etwa 100 Mio. verzehnfacht. Parallel dazu stieg die Anzahl der Mikrofinanzdienstleister auf das Doppelte an. Diese beidseitige Wertschöpfung im Sinne von Anlageinnovationen gekoppelt mit Entwicklungshilfen lässt die Mikrofinanz - angesichts der Tatsache, dass rund die Hälfte der Menschheit mit weniger als 2 US-$ am Tag auskommen muss – zumindest unter moralischen Gesichtspunkten zu einem unverzichtbaren Marktsegment heranwachsen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Durchführung

2. Einblick in die Mikrofinanzdienstleistungen

2.1. Microinsurance

2.2. Microassets / Microsavings

2.3. Money transfers

3. Ursprung und Entwicklung von Mikrokrediten

3.1. Ziele

3.2. Erfolgskonzept & Stärkung der Frauen

3.3. Kritik

4. Investieren in Mikrofinanzfonds

4.1. Mikrofinanzierungsprodukte der Deutschen Bank

4.1.1. Risiken

4.2. Der European Fund for Southeast Europe (EFSE)

4.3. Finanzielle und soziale Vorteile einer Investition

4.3.1. Kritik

5. Zusammenfassung, Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Mikrofinanzdienstleistungen als alternative Anlagemöglichkeit sowie deren Rolle als Instrument der Entwicklungshilfe. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwieweit Mikrofinanzprodukte eine sinnvolle Alternative zu Angeboten herkömmlicher Finanzdienstleister darstellen können, unter Berücksichtigung sowohl ökonomischer Renditeerwartungen als auch sozialer Aspekte.

  • Charakteristika und Geschäftsmodelle von Mikrofinanzdienstleistungen
  • Entstehung und Entwicklung von Mikrokrediten
  • Anlageeignung und Rendite-Risiko-Profile von Mikrofinanzfonds
  • Soziale Auswirkungen und Kritikpunkte der Mikrofinanzierung
  • Die Rolle der Mikrofinanz im Portfolio privater und institutioneller Investoren

Auszug aus dem Buch

3.2. Erfolgskonzept & Stärkung der Frauen

„Bei Frauen ist im Gegensatz zu Männern die Tendenz zu beobachten, dass mehr Geld im Haushalt und für das Wohl der Familie ausgegeben wird.“ Deshalb sind 97% der Grameen Bank - Kunden weiblich. Zur Kreditsicherheit werden keine Sachanlagen verlangt. Die Gruppe haftet gemeinsam und „sozialer Druck wird zur Durchsetzung der Rückzahlungen eingesetzt.“ Wenn der Kredit innerhalb einer maximal zweijährigen Frist nicht zurückgezahlt wird, gilt die gesamte Gruppe als nicht kreditwürdig. Dies ist nur selten der Fall, denn 97% der herausgegebenen Kredite werden auch wieder zurückgezahlt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass Frauen durch die Kreditgewährung unabhängiger werden, da besonders in Regionen wie Bangladesch, Gleichberechtigung und Autarkie unter Frauen noch nicht sehr weit verbreitet sind. Bemerkenswert ist, dass die Rückzahlungsquote von 97% so viel höher liegt, als es bei vergleichbaren staatlichen Agrarkreditinstitutionen in Bangladesch der Fall ist. Diese haben nämlich eine Rückzahlungsquote von unter 20 Prozent. „Die Banken stolpern über ihr eigenes Geschäft - aber diejenigen, die sie vorher als nicht kreditwürdig eingestuft haben, zahlen ihre Verbindlichkeiten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Entstehung der Mikrofinanzinstitute und Skizzierung der Zielsetzung der Arbeit unter Berücksichtigung des wachsenden globalen Marktes.

2. Einblick in die Mikrofinanzdienstleistungen: Erläuterung der verschiedenen Geschäftsfelder wie Mikroversicherungen, Sparbücher und Überweisungen sowie deren Bedeutung für finanziell schwache Haushalte.

3. Ursprung und Entwicklung von Mikrokrediten: Historischer Rückblick auf die Gründung der Grameen Bank und Analyse des Erfolgsmodells sowie der damit verbundenen Kritikpunkte.

4. Investieren in Mikrofinanzfonds: Untersuchung von Mikrofinanz als Anlageklasse, inklusive konkreter Beispiele wie dem Fonds der Deutschen Bank und dem EFSE sowie einer Risikobewertung.

5. Zusammenfassung, Fazit: Kritische Reflexion der Mikrofinanz-Investitionen im Spannungsfeld zwischen Renditestreben und sozialem Engagement.

Schlüsselwörter

Mikrofinanz, Mikrokredite, Grameen Bank, Mikrofinanzfonds, Entwicklungshilfe, finanzielle Inklusion, soziale Rendite, Risikodiversifikation, Armutsbekämpfung, Investitionen, Schuldverschreibungen, Finanzkrise, EFSE, Empowerment, Kleinstkredite.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Feld der Mikrofinanz, angefangen bei den historischen Wurzeln bis hin zur modernen Rolle als Anlageprodukt für Investoren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die verschiedenen Mikrofinanzprodukte, die Entwicklung von Mikrokrediten, die Rolle von Frauen in diesem System sowie die Investitionsmöglichkeiten in Mikrofinanzfonds.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob Mikrofinanz als "echte" Alternative zu herkömmlichen Finanzdienstleistern gelten kann, insbesondere unter dem Aspekt der "sozialen Rendite" bei gleichzeitiger Rentabilität.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse, die auf aktuellen Forschungsberichten, Fachpublikationen und Daten von Mikrofinanzinstituten sowie Investmentfonds basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Dienstleistungen, die historische Entwicklung der Mikrokredite, eine detaillierte Betrachtung von Investitionsmöglichkeiten und eine kritische Auseinandersetzung mit den Risiken und sozialen Effekten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Mikrofinanzfonds, soziale Rendite, Armutsbekämpfung, finanzielle Inklusion und Risikodiversifikation.

Warum spielt die Stärkung von Frauen eine so große Rolle für den Erfolg der Mikrokredite?

Die Arbeit erläutert, dass Frauen erwiesenermaßen verantwortungsbewusster mit Geld im Haushalt umgehen, was zu einer sehr hohen Rückzahlungsquote von 97 % bei der Grameen Bank führt.

Wie bewertet der Autor die Kritik an hohen Zinssätzen im Mikrofinanzsektor?

Der Autor führt an, dass hohe Zinsen oft notwendig sind, um die Betriebskosten der Mikrofinanzinstitute und die intensive Betreuung (inklusive Schulungen) der Mikrokreditnehmer zu decken.

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Details

Title
Mikrofinanz - Eine Alternative zu den Angeboten anderer Finanzdienstleister?
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main
Grade
1,3
Author
Kresimir Lazeta (Author)
Publication Year
2009
Pages
24
Catalog Number
V137424
ISBN (eBook)
9783640463848
ISBN (Book)
9783640461011
Language
German
Tags
Mikrofinanz Grameen Bank Bangladesh Microfinance Muhammad Yunus Fonds Mikrofinanzfonds
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kresimir Lazeta (Author), 2009, Mikrofinanz - Eine Alternative zu den Angeboten anderer Finanzdienstleister?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137424
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