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Biblisches in den Bahā’ī-Schriften. Stellung und Funktion der Bibelzitate im Kitāb-i Īqān und ihr Bezug zum Prophetenverständnis Bahā’u’llāhs

Título: Biblisches in den Bahā’ī-Schriften. Stellung und Funktion der Bibelzitate im Kitāb-i Īqān und ihr Bezug zum Prophetenverständnis Bahā’u’llāhs

Tesis de Maestría , 2008 , 85 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Sandra Junker (Autor)

Teología - Religión comparativa
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In der vorliegenden Arbeit wird der Kitāb-i Īqān unter folgenden Fragestellungen betrachtet: Wie ist der Text aufgebaut und ist anhand des Aufbaus eine logische Struktur zu erkennen, die eine bestimmte Absicht verfolgt? An welchen Stellen sind die Bibelzitate zu finden - in allen Themenbereichen oder nur in bestimmten Themenbereichen? Welche Funktion haben die Bibelzitate im Zusammenhang mit den benannten Themenbereichen im Speziellen und mit dem logischen Aufbau des Textes im Allgemeinen? Welche Funktion erfüllen die Bibelzitate für Bahā’u’llāhs Prophetenverständnis? Warum will Bahā’u’llāh biblische Zitate für seine Argumentation benutzen können, ohne dadurch in theologische Probleme zu geraten?

Für eine Arbeit, die sich mit den biblischen Bezügen im Schrifttum der Bahā’ī Religion beschäftigen soll, gibt es unter den 15000 Schriftstücken des Stifters Bahā’u’llāh kaum eine Schrift, die bessere Ansatzpunkte bietet, als der Kitāb-i Īqān, oder in deutscher Übersetzung "Das Buch der Gewissheit". Ein Viertel dieser Schrift beschäftigt sich mit christlichem Gedankengut, das heißt Bahā’u’llāh zitiert aus dem Neuen und Alten Testament oder bezieht sich auf Figuren und Handlungen aus der Heiligen Schrift des Christentums und des Judentums.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Entstehungshintergrund des Kitáb-i Íqán

2.1 Bagdad-Periode 1853-1863

2.1.1 Krise in der Bábí Gemeinschaft

2.1.2 Bahá’u’lláhs Jahre in Kurdistan

2.1.3 Bahá’u’lláhs Rückkehr und das Ridván Ereignis

2.2 Entstehung und Verbreitung des Kitáb-i Íqán

2.3 Christentum im Iran

2.3.1 Bibelübersetzungen

2.3.2 Kontakte zwischen Missionaren und Bábís bzw. Bahá’ís

3. Die Analyse des Kitáb-i Íqán

3.1 Vier Fragen

3.2 Bedeutung des Kitáb-i Íqán

3.3 Aufbau und Inhalt

3.3.1 Mohammed als Wiederkunft Jesu

3.3.2 Deutung der Zeichen Jesu

3.3.3 Souveränität und Herrschaft der Propheten

3.3.4 „Gelangen in die Gegenwart Gottes“ und „Tag der Auferstehung“

3.3.5 Zusammenfassung der Analyse

3.4 Bahá’u’lláhs Prophetenverständnis im Licht der Bibelzitate

3.4.1 Der Prophet als Manifestation Gottes

3.4.2 Der Prophet als Einheit und als Individuum

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die biblischen Bezüge im "Kitáb-i Íqán" (Das Buch der Gewissheit) von Bahá’u’lláh, um deren Funktion für seine Argumentation und sein Prophetenverständnis zu erforschen. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, wie Bahá’u’lláh biblische Zitate verwendet, um den Prophetenstatus des Báb und seinen eigenen Anspruch als Manifestation Gottes zu legitimieren, ohne dabei in theologische Konflikte mit den bestehenden Religionen zu geraten.

  • Analyse des historischen Hintergrunds des Kitáb-i Íqán
  • Untersuchung und typologische Klassifizierung der Bibelzitate im Text
  • Erforschung der Konzepte von "Fortschreitender Offenbarung" und der Einheit aller Propheten
  • Kritische Würdigung der hermeneutischen Herangehensweise Bahá’u’lláhs an biblische Texte
  • Theologische Verankerung des Propheten als Manifestation Gottes

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Mohammed als Wiederkunft Jesu

In diesem Themenbereich geht es um die Verdeutlichung, dass Mohammed die Wiederkunft Jesu sein soll, d. h. dass er als Prophet auf Jesus folgte. Für Bah’u’llh hat Jesus selbst jemanden angekündigt, der nach ihm kommen wird und den Menschen Dinge lehrt, die er ihnen nicht gelehrt hat (Joh 14,26.28 und Joh 16,13). Aber Jesu Worte seien von den Christen falsch gedeutet worden, besonders Joh 14,28, wo er von sich selbst spricht und seine eigene Rückkehr ankündigt, während er in Joh 14,26 von einem „anderen“ spricht, der ihm folgen wird. Diesen für Bah’u’llh offensichtlichen Widerspruch kann er mit der Einheit aller Propheten erklären und auflösen. Als Manifestation des einen Gottes sollen alle Propheten eine Einheit bilden. Als Propheten mit einer individuellen Sendung und einer individuellen Herausforderung hätten sie einen eigenen Namen, eine eigene Gestalt und verkündeten eine eigene Form der einen Botschaft. Somit könnten Jesus und Mohammed zugleich eine Einheit bilden und doch zwei unterschiedliche Personen sein, und Jesus könne seine eigene Rückkehr und gleichzeitig das Kommen eines anderen ankündigen. Als Manifestationen des einen Gottes seien beide eins. Dieser „andere“, der mit Jesus eine Einheit bilde, sei Mohammed. Bah’u’llh schreibt:

"Er [Mohammed] anerkannte die Wahrheit der Zeichen, Prophezeiungen und Worte Jesu und bezeugte, dass sie alle von Gott sind. In diesem Sinn haben sich weder die Gestalt Jesu noch Seine Schrift von der Muhammads und Seinem heiligen Buche unterschieden, denn beide sind für die Sache Gottes eingetreten, haben Sein Lob verkündet und Seine Gebote offenbart."

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsintention, zentrale Fragestellungen und methodische Einordnung der Arbeit im Kontext der Bahá’í-Studien.

2. Der Entstehungshintergrund des Kitáb-i Íqán: Darstellung der historischen und soziopolitischen Situation während der Bagdad-Periode sowie der Kontakte zu religiösen Minderheiten und Missionaren im 19. Jahrhundert.

3. Die Analyse des Kitáb-i Íqán: Tiefgehende Untersuchung des Aufbaus, Inhalts und der strategischen Verwendung von Bibelzitaten zur Legitimierung des Prophetenamtes.

4. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Erkenntnisse zur apolgetischen und hermeneutischen Bedeutung des Werkes.

Schlüsselwörter

Bahá’u’lláh, Kitáb-i Íqán, Báb, Prophetologie, Manifestation Gottes, Einheits-Paradigma, Fortschreitende Offenbarung, Bibelzitate, Islam, Christentum, Hermeneutik, Religionsgeschichte, Souveränität, Prophetie, Wiederkunft Jesu.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Funktion und Stellung biblischer Zitate innerhalb des Kitáb-i Íqán, der zentralen dogmatischen Schrift Bahá’u’lláhs, und wie diese die Lehre des Religionsstifters stützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Schwerpunkte sind die Auslegung heiliger Texte, das Prophetenverständnis als Manifestation Gottes sowie das Konzept der Fortschreitenden Offenbarung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Bahá’u’lláh durch eine allegorische Exegese biblische Texte in seine Argumentationsstruktur integriert, um die Wahrheit der früheren Religionen zu bestätigen und gleichzeitig seine eigene Sendung zu legitimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Verfasserin nutzt eine religionswissenschaftliche Analyse, die den Text als Heilige Schrift im Kontext seiner Entstehungsgeschichte betrachtet, unter Einbeziehung theologischer und historischer Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einbettung des Werks in die Bagdad-Periode, eine detaillierte strukturelle Analyse der Argumentation sowie eine Untersuchung der Prophetologie anhand der biblischen Zitate.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind das Einheitsparadigma, Manifestation Gottes, die allegorische Auslegung sowie die historische Kontextualisierung der Bábí- und Bahá’í-Religion.

Wie unterscheidet sich Bahá’u’lláhs Verständnis von dem der traditionellen Geistlichen?

Bahá’u’lláh lehnt die wörtliche, "buchstabengetreue" Interpretation der Schrift ab, die er als Hauptursache für die Ablehnung neuer Propheten durch die etablierten religiösen Führer identifiziert, und plädiert stattdessen für einen tieferen, spirituellen Sinn.

Warum bezieht sich Bahá’u’lláh auf koranische und biblische Schriften gleichermaßen?

Er stützt sich auf eine "interskripturale Exegese", da er alle Heiligen Schriften als aus einer göttlichen Quelle stammend betrachtet und somit eine substanzielle Einheit der Religionen unterstreicht.

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Detalles

Título
Biblisches in den Bahā’ī-Schriften. Stellung und Funktion der Bibelzitate im Kitāb-i Īqān und ihr Bezug zum Prophetenverständnis Bahā’u’llāhs
Universidad
University of Bonn  (Institut für Orient- und Asienwissenschaften)
Calificación
1,7
Autor
Sandra Junker (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
85
No. de catálogo
V1376015
ISBN (PDF)
9783346912114
ISBN (Libro)
9783346912121
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kitāb-i Īqān, Bahā’ī Religion Prophetenverständnis
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sandra Junker (Autor), 2008, Biblisches in den Bahā’ī-Schriften. Stellung und Funktion der Bibelzitate im Kitāb-i Īqān und ihr Bezug zum Prophetenverständnis Bahā’u’llāhs, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1376015
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