Die vorliegende Thesis untersucht die Wirksamkeit eines sechswöchigen mentalen Trainingsprogramms im Bereich Sport auf die Leistungsmotivation der Probanden. Diese Effektivität wird mittels eines Fragebogens in einer klassischen Prä-Post-Messung untersucht. Es wird analysiert, ob das mentale Training bei einer Kleingruppe im Bereich des Amateurfußballs zu einer Steigerung der Leistungsmotivation führt.
Was genau macht einen Siegertypen aus? Dass er in herausfordernden Situationen in der Lage ist, einen kühlen Kopf zu bewahren? Sich nicht von seinen Emotionen beeinflussen zu lassen? Kann der Kopf genauso trainiert werden wie der Körper? Spielt die physische oder psychische Verfassung eine größere Rolle bei der Leistungserbringung? Sammer bezeichnet Mario Götze als mental stark und sieht in dieser Stärke die Begründung für sein richtiges Handeln beim Wettkampf. Was macht einen mental starken Sportler aus? Ist mentale Stärke angeboren oder kann sie erlernt werden? Wie stehen die physischen und psychischen Fertigkeiten im Verhältnis?
Dem Kopf und den dort stattfindenden Denkweisen kommt eine essentielle Rolle bei der Ausführung sportlicher Aktivitäten zu. So ist die körperliche Verfassung nur von geringem Nutzen, wenn die mentale Stärke nicht vorhanden ist. Mentales Training (MT) im Sport hat eine hohe Relevanz und wird von vielen Athleten, Trainern und Sportpsychologen genutzt, um die sportliche Leistung zu verbessern. Es bezieht sich auf eine Vielzahl von mentalen Techniken, die darauf abzielen, mentale Fähigkeiten und Strategien zu entwickeln, um die sportliche Leistung zu optimieren. Insgesamt kann mentales Training im Sport eine wichtige Rolle spielen, um die sportliche Leistung zu verbessern und Athleten dabei zu helfen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Wie lässt sich die Motivation Leistung zu erbringen nach einem solch immensen Erfolg weiterhin hochhalten? Wie motivieren sich Sportler grundsätzlich? Ist die Leistungsmotivation bei vermeintlich stärkeren oder schwächeren Gegnern, zu Hause oder auswärts, nach einem Sieg oder einer Niederlage höher bzw. geringer?
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Beschreibung der Anforderungen der Leistungsmotivation hinsichtlich der Leistungserbringung und möglicher Probleme
3.2 Sportpsychologische Trainingsverfahren
3.3 Begriffsklärung „Mentales Training“
3.3.1 Ansätze des mentalen Trainings
3.3.2 Arten des mentalen Trainings
3.3.3 Ziele des mentalen Trainings
3.4 Begriffsklärung „Leistungsmotivation“
Exkurs: Motivation in Abgrenzung zum Motiv
3.4.1 Ausrichtung des Leistungsmotivs
3.4.2 Forschungsmodelle der Leistungsmotivationspsychologie
3.5 Begriffsklärung der Mannschaftssportart „Fußball“ in Bezug auf das mentale Training und die Leistungsmotivation
3.6 Darlegung und kritische Auseinandersetzung mit der bisherigen Befundlage zum Einsatz des Mentalen Trainings hinsichtlich der Leistungsmotivation in verschiedenen Anwendungsgebieten
3.7 Überleitung zur Problemstellung: Wie wirkt sich ein mehrwöchiges Mentales Trainingsprogramm im Sport auf die Leistungsmotivation aus?
4 METHODIK
4.1 Untersuchungsobjekte
4.2 Untersuchungsdurchführung
4.3 Datenauswertung
4.3.1 Beschreibung des Fragebogens AMS-Sport
4.3.2 Detaillierte Darstellung des durchgeführten Mentalen Trainings-programms
4.4 Formulierung der Hypothesen
4.5 Statistik
5 ERGEBNISSE
5.1 Deskriptivstatistische Analyse
5.2 Inferenzstatistische Analyse
5.2.1 Überprüfung der Hypothese 1
5.2.2 Überprüfung der Hypothese 2
5.2.3 Überprüfung der Hypothese 3
5.2.4 Überprüfung der Hypothese 4
6 DISKUSSION
6.1 Diskussion des Inhalts
6.1.1 Beantwortung und Interpretation der Forschungsfrage 1
6.1.2 Beantwortung und Interpretation der Forschungsfrage 2
6.1.3 Beantwortung und Interpretation der Forschungsfrage 3
6.1.4 Beantwortung und Interpretation der Forschungsfrage 4
6.2 Rückbezug zu bisherigen Studienergebnissen
6.3 Diskussion der Methode
7 ZUSAMMENFASSUNG
8 LITERATURVERZEICHNIS
9 ABBILDUNGS-, TABELLEN-, ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
9.1 Abbildungsverzeichnis
9.2 Tabellenverzeichnis
9.3 Abkürzungsverzeichnis
10 ANHANG
10.1 Anhangsverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Master-Thesis untersucht die Wirksamkeit eines sechswöchigen mentalen Trainingsprogramms auf die Leistungsmotivation von Fußballspielern im Amateurbereich, wobei der Fokus auf der Steigerung der Nettohoffnung und Selbstwirksamkeit durch gezielte methodische Interventionen liegt.
- Grundlagen der Leistungsmotivation und Sportpsychologie
- Methodik und Durchführung eines Mentalen Trainings (MT)
- Einsatz und Validität des AMS-Sport Fragebogens
- Analyse und Interpretation der Trainingsergebnisse (Prä-Post-Messung)
- Diskussion des Einflusses mentaler Stärke auf sportliche Wettbewerbsfähigkeit
Auszug aus dem Buch
Begriffsklärung „Mentales Training“
„Mentaltraining im engeren Sinne ist das gedankliche Durchspielen von Verhaltensweisen. …. Mentaltraining im weiteren Sinne bezeichnet die Optimierung der gesamten menschlichen Informationsverarbeitung: Wahrnehmung, Denken, Gefühle, Verhalten, Gedächtnis. Hier steht der bewusste Umgang mit Umweltreizen und eigenen Gedanken und Gefühlen im Vordergrund“ (Bender & Draksal, 2009, S. 14 & S. 15). Ob im Training oder besonders im Spiel, Sportler haben immer wieder mit mentalen Blockaden zu kämpfen. Zweifel am eigenen Können, Angst vor dem nächsten Pass oder Verletzungen, Stress durch eine überraschende Spielsituation, Frust durch mehrere vergebene Chancen und noch eine weitere Anzahl an diversen Faktoren können die Leistung der Spieler nachhaltig beeinträchtigen.
Diese Blockaden werden besonders in Wettkampfsituationen oftmals zu einem unüberwindbaren Hindernis. Häufig sind Sportler im Spiel nicht mehr in der Lage, ihr höchstes Leistungsniveau abzurufen. Ursache dafür ist die fehlende Aufmerksamkeit und die Konzentration auf die eigentliche Aufgabe.
Dies gelingt vielen Sportlern leichter im Training oder bei einfachen oder unbedeutenden Wettkämpfen. Wenn es aber darauf ankommt, werden viele Sportler durch die geänderte Situation (Medien, Erwartungen, Konsequenzen, Zuschauer) von der Konzentration auf die Aufgabe abgelenkt und beschäftigen sich mit dieser Situation. (Mayer & Hermann, 2010, S. 9)
Die Lösung dieser Problematik liegt in der Kontrolle der eigenen Psyche, um Angst, Stress und Frust zu reduzieren oder im besten Fall ganz zu beenden. Eine starke Psyche führt zu einer großen inneren Sicherheit, welche auch in Wettkampfsituationen beständig bleibt. Diese Stärke kann mit Hilfe eines MT erlangt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die Relevanz mentaler Stärke im Profi- und Amateursport sowie die wissenschaftliche Fragestellung.
2 ZIELSETZUNG: Definition des Untersuchungsziels, die Effektivität eines 6-wöchigen mentalen Trainingsprogramms bei Fußballers mittels Prä-Post-Messung zu prüfen.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Theoretische Auseinandersetzung mit Leistungsmotivation, sportpsychologischen Trainingsverfahren und den Grundlagen des mentalen Trainings.
4 METHODIK: Detaillierte Beschreibung der Stichprobe, der Datenerhebung durch den AMS-Sport Fragebogen sowie der Versuchsplanung.
5 ERGEBNISSE: Statistische Analyse und Präsentation der deskriptiven sowie inferenzstatistischen Studienergebnisse (Wilcoxon- und Mann-Whitney-U-Test).
6 DISKUSSION: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Interpretation der Forschungsfragen und Rückbezug zu existierenden Theorien.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Kompakte Darstellung der wesentlichen wissenschaftlichen Erkenntnisse dieser Abschlussarbeit.
Schlüsselwörter
Mentales Training, Leistungsmotivation, Fußball, Amateursport, Selbstwirksamkeit, Nettohoffnung, AMS-Sport, Sportpsychologie, Trainingsmethodik, Prä-Post-Messung, Leistungssteigerung, Knotenpunkte, Wettkampfvorbereitung, psychische Belastbarkeit, Zielsetzung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?
Die Arbeit untersucht den Einfluss eines mentalen Trainingsprogramms auf die Leistungsmotivation von Fußballern in der Kreisliga.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit umfasst sportpsychologische Trainingsverfahren, die theoretische Definition von Leistungsmotivation und deren praktische Anwendung im Mannschaftssport Fußball.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Es soll empirisch belegt werden, ob ein spezielles 6-wöchiges Training zur mentalen Vorbereitung die Motivationsausprägung (Nettohoffnung) der Amateursportler positiv beeinflussen kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde eine empirische Studie mit Prä-Post-Messung durchgeführt, wobei der „Achievement Motives Scale-Sport“-Fragebogen zur Erhebung genutzt und die Daten mittels verschiedener statistischer Tests (z.B. Wilcoxon- und U-Test) ausgewertet wurden.
Was umfasst der Hauptteil des Dokuments?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Literaturaufarbeitung und eine detaillierte methodische Beschreibung des durchgeführten Interventionsprotokolls.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Mentales Training, Leistungsmotivation, Fußball-Amateursport und sportpsychologische Intervention definiert.
Wie wirkt sich mentales Training gemäß der Arbeit auf die Leistungsmotivation aus?
Die Ergebnisse zeigen, dass mentales Training signifikant zur Steigerung der Nettohoffnung beiträgt und somit die Zuversicht der Sportler im Wettkampf stärkt.
Welche Bedeutung hat das AMS-Sport Instrument für diese Untersuchung?
Der AMS-Sport dient als valides und objektives Messinstrument, um die differenzierte Ausprägungsform des Leistungsmotivs vor und nach der Interventionsphase quantifizierbar zu machen.
- Citar trabajo
- Laura Schönfeld (Autor), 2023, Wirksamkeit eines sechswöchigen mentalen Trainingsprogramms auf die Leistungsmotivation im Amateurfußball, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1377349