Aufgrund seiner Popularität haben wir uns für die Buchvorstellung von "Papierklavier" von Elisabeth Steinkellner entschieden. Die Autorin wurde 1981 in Niederösterreich geboren und studierte zusätzlich zu ihrer Ausbildung zur Sozialpädagogin noch Kultur- und Sozialanthropologie in Wien. Auch heute lebt sie noch mit ihrer Familie in Wien, wo sie vor allem Kurzprosa, Lyrik und Kinderbücher verfasst. Illustriert wurde "Papierklavier" von Anna Gusella, die an der Kunsthochschule Berlin Weißensee an der FH-Potsdam und in Rotterdam visuelle Kommunikation studierte. Mittlerweile arbeitet sie als freie Illustratorin.
Das Buch wurde am 19. August 2020 veröffentlicht und in der Originalausgabe von Beltz & Gelberg herausgegeben. Bereits im darauffolgenden Jahr, 2021, gewann das Buch einen der vier Hauptpreise des österreichischen Kinder- und Jugendliteraturpreises und auch die Rezensenten waren größtenteils begeistert von Steinkellners Werk.
Inhaltsverzeichnis der Buchvorstellung
1. Vorstellung
2. Analyse des Buches „Papierklavier“ – Inhalt und Form
3. Charakterisierung der Protagonistin Maia
4. Zentrale Themen und Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Roman „Papierklavier“ von Elisabeth Steinkellner auseinander. Ziel ist es, die narrative Struktur, die visuelle Gestaltung als Tagebuch sowie die komplexe Lebenssituation der Protagonistin in Bezug auf aktuelle gesellschaftliche Diskurse zu untersuchen.
- Literarische und visuelle Konzeption als Tage- bzw. Skizzenbuch.
- Authentische Darstellung der Pubertät und Identitätssuche.
- Auseinandersetzung mit Diversität, Bodyshaming und Rollenbildern.
- Analyse der sozioökonomischen Familiensituation.
- Bedeutung von Resilienz und Selbstakzeptanz im Jugendalter.
Auszug aus dem Buch
Die Konzeption als Tagebuch
„Pubertät muss nicht immer eine Tragödie sein – Ein Roman in Wort und Bild“, mit diesem Satz wurde für das Buch geworben, und es fasst den Inhalt, aber auch die Form bereits elegant zusammen. Es wurde als eine Art Tage- oder Skizzenbuch konzipiert, das das Mädchen Maia von ihrer Ersatzoma bekommen hat, und nun, nach ihrem Tod, darin festhält, was in ihrem Leben passiert. Jede Doppelseite des Buches ist individuell gestaltet. Für diese kleinen Kunstwerke werden dieselben zwei Farben verwendet, die auch auf dem Cover zu sehen sind – ein helles Graublau und Schwarz, die für Zeichnungen und Illustrationen eingesetzt werden. Dabei sind manche Seiten mit mehr Text und kleineren Illustrationen und andere mit größeren, dafür nur wenigen Zeilen Text versehen. Die Konzeption als Tagebuch zeigt sich durch viele kleine Merkmale im Buch. Es finden sich beispielsweise keine Seitenzahlen und es wird auch nicht durchgängig erzählt, sondern auf fast jeder Seite etwas erneut aufgegriffen, so als würde sich Maia immer wieder hinsetzen und was sie erlebt hat oder festhalten möchte aufschreiben. Die verwendete Schrift imitiert eine Handschrift und gelegentlich sind einzelne Sätze auch tatsächlich von Hand eingefügt. (vgl. Haller, o.D)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorstellung: Dieser Abschnitt bietet einen biografischen Überblick zur Autorin Elisabeth Steinkellner und zur Illustratorin Anna Gusella sowie eine Einordnung der fachlichen Rezeption des Werkes.
2. Analyse des Buches „Papierklavier“ – Inhalt und Form: Hier wird die spezifische Gestaltung des Werkes als Tage- oder Skizzenbuch sowie die ästhetische Verbindung von Wort und Bild thematisiert.
3. Charakterisierung der Protagonistin Maia: In diesem Kapitel wird das Leben der 16-jährigen Maia, ihre familiäre Situation und ihre persönliche Entwicklung beleuchtet.
4. Zentrale Themen und Fazit: Dieser Teil fasst zentrale Motive wie Body-Positivity und Diversität zusammen und gibt ein finales Urteil über die literarische Qualität des Jugendbuchs ab.
Schlüsselwörter
Papierklavier, Elisabeth Steinkellner, Jugendbuch, Pubertät, Tagebuchroman, Maia, Identität, Diversität, Body-Positivity, Gendergerechtigkeit, Literaturvermittlung, Skizzenbuch, Selbstakzeptanz, Sozialpädagogik, österreichische Jugendliteratur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit einer detaillierten Buchvorstellung und Analyse des Jugendromans „Papierklavier“ von Elisabeth Steinkellner.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit beleuchtet Themen wie Pubertät, familiäre Herausforderungen, Identitätsfindung, soziale Ungleichheit sowie Bodyshaming und Diversität.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, das Werk sowohl inhaltlich als auch formal zu untersuchen und aufzuzeigen, wie das Buch aktuelle gesellschaftsrelevante Themen für Jugendliche verarbeitet.
Welche methodische Herangehensweise wird verfolgt?
Die Autorin wählt eine literaturwissenschaftliche und didaktische Perspektive, die das Werk durch Rezensionen und unmittelbare Textarbeit analysiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die formale Analyse des Buches als Tagebuch sowie eine Charakterisierung der Hauptfigur Maia und ihrer Lebenswelt.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit zusammenfassen?
Die Schwerpunkte liegen auf Identität, literarischer Ästhetik, Diversität und der psychologischen Darstellung der Protagonistin.
Welche Bedeutung hat die Rolle der Ersatzoma im Buch?
Oma Sieglinde fungiert als wichtige Bezugsperson außerhalb des engsten Familienkreises und löst durch ihren Tod eine emotionale Krise innerhalb der Schwesternschaft aus.
Warum wird das Buch als „Roman in Wort und Bild“ bezeichnet?
Weil die Gestaltung als Tagebuch durch die individuelle Bebilderung und die Imitation einer Handschrift eine eigene literarästhetische Einheit zwischen Text und Illustration schafft.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2021, "Papierklavier" von Elisabeth Steinkellner. Ein Review, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1377720