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Können Jugendliche Versöhnung lernen?

Systematisch-theologische Reflexionen auf ein Praxismodell

Título: Können Jugendliche Versöhnung lernen?

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2009 , 98 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Christine Wieching (Autor)

Didáctica - Teología, pedagogía religiosa
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In dieser Examensarbeit geht es um die systematisch-theologische Reflexion des sozialen Kompetenztrainings "Identität und Wertschätzung, Achtsamkeit und Anerkennung". In der Arbeit wird zunächst das soziale Kompetenztraining ausführlich mit seinen Übungen und Zielen beschrieben. Dabei handelt es sich um acht Unterrichtseinheiten, die in jeder Stunde einen anderen Schwerpunkt behandeln, z.B. Gefühle oder Konflikte lösen. Das Kompetenztraining wurde mit Schülern durch einen Fragebogen evaluiert. Die Ergebnisse der Evaluation werden im Anschluss vorgestellt.
Im nächsten Teil der Arbeit geht es um die entwicklungspsychologische Betrachtung eines sozialen Kompetenztrainings. Dabei werden die Stufen der moralischen Entwicklung nach Lawrence Kohlberg auf das Praxismodell angewandt. Es geht insbesondere um die Frage, ob Jugendliche im Alter von 13 bzw. 14 Jahren in der Lage sind, moralische Urteile zu fällen und sich damit während eines sozialen Kompetenztrainings von einer niedrigeren moralischen Urteilsstufe nach Kohlberg auf eine höhere Stufe entwickeln können. Die moralische Entwicklung der Jugendlichen dient dabei als Indikator für versöhnendes Handeln.
Im dritten Teilbereich dieser Arbeit geht es um die ökumenische Perspektive, speziell um das Thema "in Beziehung Heil werden". Mit dem Training soll die Sozialkompetenz der Jugendlichen verbessert werden, wodurch auch ein Beitrag zur versöhnenden Einheit der Menschen geleistet werden kann. Das Kompetenztraining wird auf die fünf Akte der dramatischen Erlösungslehre nach Raymund Schwager angewendet. Es handelt sich dabei um die relationale Soteriologie, d.h. um die Beziehungen der Menschen untereinander und zu Gott. Ein Mensch wendet sich durch die Sünde von Gott ab und unterbricht die Beziehung. Der soteriologische Grundgedanke liegt in der Beziehungsfähigkeit Gottes zu den Menschen. Dies zeigt sich vor allem in der Heilsgeschichte, denn Gottes Beziehungsfähigkeit überwindet hier die Sünde und den Tod. Gott wendet sich den Sündern stets zu. Auch in der gegenwärtigen Zeit kämpfen nicht nur Jugendliche mit Ausgrenzung und Ablehnung. Nur mit der versöhnungsbereitschaft im Sinne Gottes, so wie in der Heilsgeschichte Jesus Christus, können Beziehungen in einer Gemeinschaft aufgebaut werden. Jesus Christus verurteilt die Sünder nicht, sondern verkündet stets die Gottesherrschaft als neue Gemeinschaft und Beziehung zwischen Menschen und Gott, die er durch sein Handeln sichtbar macht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitorische Abgrenzung

2.1 Definition Sünde

2.2 Definition Versöhnung

2.3 Definition dramatische Erlösung

2.4 Konflikt-, Aggressions- und Versöhnungsverständnis in der Schule

3 Praxismodell „Identität und Wertschätzung, Achtsamkeit und Anerkennung“

3.1 Versöhnung im Praxismodell

3.2 Die Grundidee des Praxismodells

3.3 Ziele des Modells

3.4 Wirkungsziele

3.4.1 Ich-Ziele

3.4.2 Gemeinschaftsziele

3.4.3 Zukunftsziele

3.5 Handlungsziele

3.6 Stundenaufbau des Modells

3.7 Auswertung des Schulprojekts

3.8 Zusammenfassung der Auswertung

3.9 Persönliche Bewertung des Modells

4 Entwicklungspsychologische Betrachtung

4.1 Der Begriff Versöhnung auf der Grundlage der Moralentwicklung

4.2 Stufen der Moralentwicklung nach Lawrence Kohlberg

4.2.1 Die präkonventionelle Stufe

4.2.2 Die konventionelle Ebene

4.2.3 Die postkonventionelle Ebene

4.3 Entwicklung der Kriterien zur Bewertung des Praxismodells

4.4 Bewertung des Praxismodells

4.5 Auswertung der Ergebnisse

5 Theologische Perspektive

5.1 Versöhnung und Beziehungsdenken

5.2 Die fünf Akte dramatischen Erlösungslehre

5.2.1 Erster Akt

5.2.1.1 Beziehungsaspekt im ersten Akt

5.2.2 Zweiter Akt

5.2.2.1 Beziehungsaspekt im zweiten Akt

5.2.3 Dritter Akt

5.2.3.1 Beziehungsaspekt im dritten Akt

5.2.4 Vierter Akt

5.2.4.1 Beziehungsaspekt im vierten Akt

5.2.5 Fünfter Akt

5.2.5.1 Beziehungsaspekt im fünften Akt

5.3 Zusammenfassung

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob und wie Jugendliche durch ein schulisches Praxismodell versöhnendes Handeln erlernen können. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern soziale Kompetenztrainings in Verbindung mit theologischen und entwicklungspsychologischen Ansätzen dazu beitragen können, das Schulklima zu verbessern und Konflikte konstruktiv zu bewältigen.

  • Systematisch-theologische Reflexion auf das Modell "Identität und Wertschätzung, Achtsamkeit und Anerkennung"
  • Analyse des Praxismodells unter entwicklungspsychologischen Gesichtspunkten (nach Lawrence Kohlberg)
  • Untersuchung der dramatischen Erlösungslehre nach Raymund Schwager und deren Beziehungsaspekt
  • Evaluation der Wirksamkeit von sozialen Kompetenztrainings im schulischen Kontext
  • Förderung der moralischen Urteilsbildung und Konfliktlösungsstrategien bei Jugendlichen

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Grundidee des Praxismodells

Besonders in der Klassengemeinschaft treffen unterschiedliche Individuen aufeinander, die andere Erwartungen, Interessen und Gewohnheiten haben. Verschiedene Persönlichkeiten beurteilen Situationen anders, was zu Konfliktsituationen im Klassenverband führen kann. Die Schüler sollen lernen ihre Konflikte verantwortungsvoll in der Klassengemeinschaft auszutragen. Das heißt, sie müssen mit Missverständnissen zurechtkommen und sich gewaltfrei in Konfliktsituationen behaupten. Dabei lernen die Jugendlichen sich und andere besser kennen und entwickeln ihre Fähigkeiten im Umgang mit vielseitigen sozialen Ansprüchen weiter. Diese Fähigkeiten sind zu beachten, da sie Bausteine der Identitätsbildung und Persönlichkeitsentwicklung sind. Die Schüler erarbeiten die Grundlagen sozialen Verhaltens, damit sie zu eigenverantwortlichen, selbstbestimmten Erwachsenen heranreifen, die ihr Leben in sozialer Verantwortung führen können.

Die Grundidee des Praxismodells stützt sich auf die Begriffe „Identität und Wertschätzung, Achtsamkeit und Anerkennung“, die ein leitendes Ziel für die Schüler werden sollen. Im Folgenden werde ich die einzelnen Begriffe kurz skizzieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz versöhnenden Handelns angesichts zunehmender Gewalt und Krisen in Schulen und führt in die Fragestellung ein, wie Jugendliche durch ein spezifisches Praxismodell solche Kompetenzen erlernen können.

2 Definitorische Abgrenzung: Dieses Kapitel klärt grundlegende Begriffe wie Sünde, Versöhnung, dramatische Erlösung sowie das schulische Verständnis von Konflikten und Aggression, um eine theologische und pädagogische Basis für die Arbeit zu schaffen.

3 Praxismodell „Identität und Wertschätzung, Achtsamkeit und Anerkennung“: Hier wird das soziale Kompetenztraining detailliert vorgestellt, seine Ziele in Ich-, Gemeinschafts- und Zukunftsziele unterteilt und der konkrete Stundenaufbau erläutert.

4 Entwicklungspsychologische Betrachtung: Dieser Teil analysiert das Praxismodell vor dem Hintergrund der Moralentwicklung nach Lawrence Kohlberg, um zu prüfen, ob und wie die Übungen die moralische Urteilsbildung fördern.

5 Theologische Perspektive: Das Kapitel verknüpft die fünf Akte der dramatischen Erlösungslehre nach Raymund Schwager mit den sozialen Herausforderungen heutiger Jugendlicher, wobei der Beziehungsaspekt als Indikator für versöhnendes Handeln dient.

6 Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse aus den psychologischen und theologischen Analysen zusammen und beantwortet die Frage, ob Jugendliche versöhnendes Handeln lernen können.

Schlüsselwörter

Versöhnung, Jugendliche, Sozialkompetenz, Moralentwicklung, Lawrence Kohlberg, Raymund Schwager, Schulklima, Identität, Achtsamkeit, Anerkennung, Konfliktlösung, Dramatische Erlösungslehre, Beziehungsdenken, Schulpraxis, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten, wie Jugendliche im Schulalltag versöhnendes Handeln lernen können und welche Rolle dabei ein soziales Kompetenztraining spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die pädagogische Praxis der Konfliktbewältigung, die entwicklungspsychologische Stufentheorie der Moralentwicklung nach Kohlberg und die theologische Erlösungslehre nach Schwager.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Hauptfrage ist, ob und unter welchen Voraussetzungen Jugendliche durch ein gezieltes Praxismodell in der Schule versöhnende Beziehungen zueinander herstellen und moralisch handeln lernen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine systematisch-theologische Reflexion, kombiniert mit einer entwicklungspsychologischen Analyse und der Auswertung empirischer Evaluationsdaten eines Schulprojekts.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung eines konkreten Praxismodells, dessen psychologische Bewertung mittels Kohlbergs Stufenmodell und eine theologische Deutung des Erlösungsdramas im Kontext jugendlicher Lebenswelten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Versöhnung, soziale Kompetenz, Moralentwicklung, Identität, Achtsamkeit, Anerkennung und die dramatische Theologie.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Ich-, Gemeinschafts- und Zukunfts-Zielen für das Modell wichtig?

Diese Differenzierung erlaubt es, den Lernprozess stufenweise zu strukturieren: von der persönlichen Selbstwahrnehmung über das soziale Handeln in der Gruppe bis hin zur langfristigen Lebensperspektive.

Inwiefern ist das Sündenverständnis für die Arbeit relevant?

Die Arbeit versteht Sünde im theologischen Sinne primär als Beziehungsbruch. Die Übertragung auf den Schulkontext hilft, Konflikte als soziale Brüche zu begreifen, die durch Versöhnung und Beziehungsarbeit geheilt werden müssen.

Was ist das zentrale Ergebnis der Auswertung?

Die Auswertung zeigt, dass soziale Kompetenztrainings zwar ein gestärktes Bewusstsein für Regeln fördern können, der Lernerfolg jedoch stark von der individuellen Ausgangslage der Schüler abhängt und eine langfristige Verhaltensänderung schwer nachzuweisen ist.

Final del extracto de 98 páginas  - subir

Detalles

Título
Können Jugendliche Versöhnung lernen?
Subtítulo
Systematisch-theologische Reflexionen auf ein Praxismodell
Universidad
University of Münster
Calificación
2,0
Autor
Christine Wieching (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
98
No. de catálogo
V137832
ISBN (Ebook)
9783640456758
ISBN (Libro)
9783640456970
Idioma
Alemán
Etiqueta
Können Jugendliche Versöhnung Systematisch-theologische Reflexionen Praxismodell
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christine Wieching (Autor), 2009, Können Jugendliche Versöhnung lernen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137832
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Extracto de  98  Páginas
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