Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Travail Social

Die sozialen Missstände des 20. Jahrhunderts im Theater

Am Beispiel des expressionistischen Dramas 'Masse Mensch' von Ernst Toller

Titre: Die sozialen Missstände des 20. Jahrhunderts im Theater

Dossier / Travail , 2009 , 16 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Sebastian Paul (Auteur)

Travail Social
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem immer wiederkehrenden Leitbild des Neuen Menschen im expressionistischen Theater im Kontext der sozialen Probleme dieser Zeit. Hier gibt es eine ausufernde Menge an Materialien, welche zweifellos behandelnswert wären, aber den Rahmen dieser Arbeit sprengen würden. Also entschied ich mich für das Drama „Masse Mensch“ von Ernst Toller, anhand dessen ich diese Thematik erläutern möchte. Meine Auswahl beruht darauf, da es besonders die Probleme des einzelnen Menschen in Bezug auf die Gesellschaft aufzeigt. Kapitalismus, Massenproduktion, Ausbeutung der Arbeiterklasse, und die dadurch bedingten Einschnitte in der persönlichen Entwicklung werden hinterfragt und überspitzt theatralisch dargestellt, um die Menschen zu aktivieren und zu mehr Selbst- und Umweltwahrnehmung zu besinnen. Ein Werk, das gerade durch Aufzeigen und Vorführen der gesellschaftlichen Missstände wachrütteln sollte zu mehr Courage und selbst bestimmten Handeln. Bevor ich speziell auf den gewählten Autor und das Stück eingehen werde, möchte ich eine allgemeine Zusammenfassung über die expressionistische Literatur, im zeithistorischen Zusammenhang, mit ihren Merkmalen und Zielen geben. Ich werde den Begriff des Neuen Menschen definieren, seine Vorkommnisse aufzeigen und ihn dann in Tollers Revolutionsstück sichtbar machen. Im Zusammenhang der expressionistischen Revolutionsdramatik fand sich während meiner Recherchen oft auf die Aussage, die Stücke wären heute auf Theaterbühnen unspielbar. Diese Meinung teile ich nicht und werde daher am Ende meiner Arbeit aktuelle Bezüge herstellen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Expressionismus

2.1. Expressionismus in der Literatur

2.2. Historischer Hintergrund

2.3. Motive, Themen und Merkmale

3. Der Neue Mensch im expressionistischen Drama

3.1. Das Verkündigungsdrama

3.2. Der Märtyrer

4. Ernst Toller

5. Masse Mensch

5.1. Die Revolution und der Neue Mensch

6. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht das Leitbild des „Neuen Menschen“ im expressionistischen Theater anhand des Dramas „Masse Mensch“ von Ernst Toller, um die Auseinandersetzung mit sozialen Missständen und ethischen Konflikten in dieser Epoche kritisch zu beleuchten.

  • Historische Einordnung des Expressionismus und seiner Ziele.
  • Definition und Bedeutung des „Neuen Menschen“ als Leitbild der Epoche.
  • Analyse des Werks „Masse Mensch“ im Kontext von Revolution und Gewalt.
  • Gegenüberstellung von ethischen Prinzipien und politischer Notwendigkeit.
  • Diskussion über die Relevanz und Wirkung moderner versus expressionistischer Dramatik.

Auszug aus dem Buch

4. Masse Mensch

Das Drama thematisiert die Unauflösbarkeit des Konfliktes, zwischen dem ethischen Prinzip der Gewaltlosigkeit und der politischen Notwendigkeit der Gewaltanwendung, im revolutionären Kampf in 7 Bildern.

Diese sind aufgeteilt in Szenen, reale Situationen, und Traumbilder. Die Hauptperson, Sonja Irene L., ist Täter und Opfer zugleich. Sie ist eine Frau aus der bürgerlichen Gesellschaft, die ihren Ehemann verlässt, der als Repräsentant der konservativen, kapitalistischen Ordnung steht. Sie möchte sich aktiv für die Befreiung aller Menschen ein zusetzten, die sich von der Technologie ausgebeutet fühlen. Sonja stellt sich auf die Seite der revolutionären Masse, die eine kommunistische Gewaltstrategie verfolgt. Diese personifiziert sich in der Figur des Namenlosen, ihrem Gegenspieler. Mit ihm ringt sie um den Geist der Masse, und steht immer wieder im Zwiespalt zu der realen, politischen Situation und der Verfolgung ihrer Ideale. Blutigen Klassenkampf lehnt Sonja L. ab, sie möchte pazifistisch-demokratisch agieren, der Namenlose hingegen verkündet eine terroristische Heilslehre.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung des Expressionismus als politisch-künstlerische Strömung ein und begründet die Auswahl des Dramas „Masse Mensch“ als Exempel für den Diskurs über gesellschaftliche Missstände.

2. Der Expressionismus: Dieses Kapitel erläutert die stilistischen und historischen Grundlagen des Expressionismus sowie dessen zentrale Motive und radikale künstlerische Merkmale.

3. Der Neue Mensch im expressionistischen Drama: Der Begriff des „Neuen Menschen“ wird definiert und als Zielvorstellung der Epoche in den Formen des Verkündigungsdramas und der Märtyrerfigur konkretisiert.

4. Ernst Toller: Der Autor wird als politischer Humanist porträtiert, dessen Leben und Wirken eng mit den revolutionären Ereignissen nach dem Ersten Weltkrieg verknüpft war.

5. Masse Mensch: Das Werk wird detailliert analysiert, wobei besonders der Konflikt zwischen Individuum, Kollektiv und der ethischen Frage nach Gewalt im revolutionären Prozess im Fokus steht.

6. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die heutige Relevanz expressionistischer Ideale und kritisiert eine vermeintliche Kälte in der modernen Dramatik.

Schlüsselwörter

Expressionismus, Ernst Toller, Masse Mensch, Neuer Mensch, Revolution, Pazifismus, Theater, Dramatik, Klassenkampf, Ethik, Sozialkritik, Gewaltlosigkeit, Menschheitsutopie, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das expressionistische Drama unter dem Aspekt sozialer Missstände und fokussiert dabei auf das Idealbild des „Neuen Menschen“ in Ernst Tollers „Masse Mensch“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Revolution und Gewalt, die Rolle des Individuums gegenüber der Masse sowie das ethische Spannungsfeld zwischen Pazifismus und politischem Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das expressionistische Theater durch seine Radikalität und Utopien versuchte, gesellschaftliche Zustände anzuprangern und den Menschen zu einer neuen Wahrnehmung zu befähigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die historische Kontexte mit einer inhaltlichen Untersuchung des Dramas verknüpft.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Expressionismus, den Begriff des „Neuen Menschen“ sowie die detaillierte inhaltliche Auseinandersetzung mit Sonja Irene L. und dem Namenlosen in Tollers „Masse Mensch“.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Expressionismus, Neuer Mensch, Pazifismus, Gewaltlosigkeit und soziale Revolution.

Welchen Einfluss hatte der Erste Weltkrieg auf die dargestellte Literatur?

Der Krieg war ein Katalysator, der die ursprüngliche Abenteuerlust und den Enthusiasmus der jungen Intellektuellen in Ernüchterung und den Wunsch nach grundlegender gesellschaftlicher Umwälzung wandelte.

Warum hält der Autor expressionistische Stücke heute für nicht antiquiert?

Der Autor argumentiert, dass die gesellschaftlichen Postulate und die moralische Dringlichkeit der Probleme bis heute bestehen, auch wenn die dramatische Form sich stark gewandelt hat.

Fin de l'extrait de 16 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die sozialen Missstände des 20. Jahrhunderts im Theater
Sous-titre
Am Beispiel des expressionistischen Dramas 'Masse Mensch' von Ernst Toller
Université
Erfurt University of Applied Sciences
Cours
Theaterwissenschaft
Note
1,7
Auteur
Sebastian Paul (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
16
N° de catalogue
V137877
ISBN (ebook)
9783640464517
ISBN (Livre)
9783640461684
Langue
allemand
mots-clé
Missstände Jahrhunderts Theater Beispiel Dramas Masse Mensch Ernst Toller
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sebastian Paul (Auteur), 2009, Die sozialen Missstände des 20. Jahrhunderts im Theater, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137877
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  16  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint