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Justinian und seine Innenpolitik. Wiederkehrende Schemata in seiner Politik

Título: Justinian und seine Innenpolitik. Wiederkehrende Schemata in seiner Politik

Trabajo de Investigación (Colegio) , 2021 , 20 Páginas , Calificación: 15

Autor:in: Benjamin Lenz (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Die Arbeit befasst sich mit dem Werdegang Justinians vom Hirtensohn zu einem der wichtigsten byzantinischen Kaiser. Sie geht besonders darauf ein, wie sein persönlicher Hintergrund seine Herrschaftszeit geprägt hat und befasst sich mit dem Übergang von der Antike zum frühen Mittelalter. Vereinzelt werden auch religiöse Diskussionen aufgenommen und Justinians Reaktion darauf analysiert. Ebenso wird sein juristisches Schaffen und dessen andauernde Wirkung beleuchtet. Insgesamt ist die Seminararbeit ein niedrigschwelliger und gut verständlicher Einstieg in das Thema.

Justinians Zeit ist im Vergleich zu anderen Kaisern sehr gut dokumentiert und durch seine einleitenden Konstitutionen zu Gesetzestexten wird auch das Selbstverständnis des Kaisers ersichtlich. Die aufgestellten Thesen dürfen aber nicht als unumstößlich gewertet werden, denn zum einen hat jede Regel ihre Ausnahme und zum anderen muss klar sein, dass man knapp 1500 Jahre in die Vergangenheit schaut und manche Entschlüsse, Meinungen und Personen für uns nicht mehr gänzlich greifbar sind. Das soll erreicht werden, indem man Justinian nicht an modernen Maßstäben misst (soweit dies eben möglich ist) und ihn ins 21. Jahrhundert zerrt, sondern dadurch, dass man seine Zeit und die persönlichen Umstände betrachtet, unter denen er herrscht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der aufstrebende Hirtensohn

2.1 Von der Herkunft geprägt

2.2 Der Weg zum Kaiser

2.3 Justinian als Charakter

3 Der christliche Gottesstaat

3.1 Selbstbild und Vision – der pragmatische Ordner von Gottes Gnaden

3.1.1 Vision eines Staats – Legitimation durch Gott

3.1.2 Das Ideal des Kaisers – Justinians Selbstbild

3.2 Chaos und Ordnung

3.2.1 Recht

3.2.1.1 Die Wirren des Rechts

3.2.1.2 Die Kodifikation des Rechts

3.2.2 Verwaltung

3.2.2.1 Die Kirche als politische Institution

3.2.2.2 Kampf gegen Korruption und finanzielle Sicherheit

3.2.3 Christianisierung der Gesellschaft

3.2.3.1 Christliche Fürsorge

3.2.3.2 Religiöse Einheit

3.3 Kritik an Justinians Eifer

3.3.1 Kritik aus seiner Zeit

3.3.2 Praktische Probleme und allgemeine Kritik

4 Wende und Niedergang

4.1 Wandel - vom Pragmatiker zum resignierten Theologen

4.2 Kontinuität

5 Resümee

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist es, das Wechselspiel zwischen der Innenpolitik und der Persönlichkeit Justinians zu untersuchen. Anhand dieser Analyse sollen wiederkehrende politische Schemata identifiziert und der Rückbezug zur handelnden Person hergestellt werden, um ein tieferes Verständnis für die politischen Entscheidungen des oströmischen Kaisers zu erlangen.

  • Biographische Hintergründe und Aufstieg Justinians
  • Das Konzept des christlich-totalitären Gottesstaates
  • Reformen in Rechtsprechung und Verwaltung
  • Die Instrumentalisierung der Kirche
  • Kritik und Widerstände gegen Justinians Eifer

Auszug aus dem Buch

2.1 Von der Herkunft geprägt

Wer war Justinian? Ein glorreicher Kaiser, ein unbarmherziger Herrscher, der große Eroberer, könnte man sagen. Doch dabei verliert man das Wichtigste aus den Augen: Justinian war zunächst nichts weiter als ein Hirtensohn mit dem Namen Petrus Sabbatius. Er wurde vermutlich im Jahr 481 n. Chr. in Tauresium, in der Nähe des heutigen Skopje geboren, also weit entfernt von der großen Hauptstadt. Zwischen Schweinen und Schafen ist der zukünftige Kaiser eines Weltreichs wahrscheinlich aufgewachsen und er wird diesen sozialen Hintergrund niemals verleugnen können. Das deutlichste Stigma, das ihm sein Geburtsort mitten im Balkan verleiht, ist die Sprache: „Beim Sprechen der griechischen Sprache machte er Fehler [...]“, beobachtet Malalas, ein zeitgenössischer Chronist, denn auf dem Balkan wurde Latein und nicht Griechisch wie in der Hauptstadt des Reiches gesprochen.

Wer diese Tatsache leichtfertig ausblendet, der unterschätzt die Gehässigkeit Justinians aristokratischer Zeitgenossen in Konstantinopel und macht ein klares Bild auf Entscheidungen des baldigen Kaisers fast unmöglich. Der boshafte Zeitzeuge Prokop ergötzte sich an seiner scheinbaren fehlenden Bildung, wenn er bemerkte, dass Justinian nicht ohne Schablone unterschreiben könne. Der erste Grundstein für sein späteres Handeln wurde bereits in solchen Äußerungen gelegt. Wer behandelt wird, als sei er ein Barbar, der wird die Meinung eingebildeter Gelehrter kaum achten, sondern ihnen mit Gleichgültigkeit oder Verachtung begegnen. Die Gunst alter Familien oder des Adels ist ihm deshalb wohl auch nicht zuteilgeworden; ihren Dünkel wird er auch dann noch zu spüren bekommen, wenn er Kaiser ist und bereits viele Siege errungen hat. Sein Geburtsort war darüber hinaus auch die Wiege seiner Religiosität, dem maßgeblichen Aspekt seiner gesamten späteren Politik. Denn in Illyricum, die Präfektur, zu der Tauresium gehörte, bekannte man sich zum Christentum, wie es auch in der Kapitale vorherrschte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Absicht, Justinians politisches Handeln durch eine biographische und psychologische Perspektive besser nachvollziehbar zu machen.

2 Der aufstrebende Hirtensohn: Dieses Kapitel zeichnet den ungewöhnlichen Aufstieg Justinians vom einfachen Hirtensohn zum mächtigen Kaiser unter der Förderung seines Onkels Justin nach.

3 Der christliche Gottesstaat: Das zentrale Kapitel analysiert Justinians Streben nach einer totalitären, religiösen Ordnung, die er in Reformen von Recht, Verwaltung und Kirche umzusetzen versuchte.

4 Wende und Niedergang: Hier wird der Bruch in Justinians Herrschaft thematisiert, der durch Katastrophen und eine zunehmende religiöse Resignation geprägt war.

5 Resümee: Die Zusammenfassung resümiert das monumentale, aber auch umstrittene Wirken des Kaisers, dessen Vision eines Gottesstaates untrennbar mit seiner Person verbunden blieb.

Schlüsselwörter

Justinian, Kaiser, Oströmisches Reich, Gottesstaat, Justins, Konstantinopel, Rechtskodifikation, Verwaltung, Korruption, Christentum, Petrus Sabbatius, Provinzen, Religion, Reformen, Prokop

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Wirken des oströmischen Kaisers Justinian und analysiert, wie sein persönlicher Hintergrund und sein religiöser Eifer seine weitreichende Innenpolitik beeinflussten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen der Aufstieg Justinians, sein Ziel eines christlich-totalitären Gottesstaates, die Kodifizierung des Rechts sowie die Reform der Verwaltung unter dem Aspekt christlicher Prinzipien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, das Wechselspiel zwischen Justinians Persönlichkeit und seinen politischen Entscheidungen zu klären, um zu verstehen, welche Intentionen den Handlungen dieses bedeutenden Herrschers zugrunde lagen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse von Quellen, darunter zeitgenössische Berichte wie die von Prokop, sowie weiterführende moderne Sekundärschriften.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufstiegsgeschichte des Kaisers, die Etablierung seines Gottesstaats-Gedankens durch rechtliche und administrative Maßnahmen sowie die kritische Auseinandersetzung mit dem Widerstand gegen seine Reformen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Justinian, Gottesstaat, Rechtsreform, Verwaltung, Korruptionsbekämpfung und das Spannungsfeld zwischen Kirche und Staat.

Warum war die Herkunft Justinians für seine späteren politischen Entscheidungen so relevant?

Seine Herkunft als Hirtensohn auf dem Balkan prägte ihn lebenslang und führte zu einem Spannungsverhältnis gegenüber dem aristokratischen Establishment der Hauptstadt, was sein Handeln als Reformer maßgeblich beeinflusste.

Inwiefern beeinflusste das Christentum Justinians Reformen von Recht und Verwaltung?

Justinian sah sich als Stellvertreter Gottes auf Erden und versuchte, religiöse Prinzipien in jede Sphäre des staatlichen Lebens zu integrieren, was zu einem stark zentralisierenden, teils totalitären Herrschaftsstil führte.

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Detalles

Título
Justinian und seine Innenpolitik. Wiederkehrende Schemata in seiner Politik
Curso
W-Seminar, Gymnasium
Calificación
15
Autor
Benjamin Lenz (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
20
No. de catálogo
V1379084
ISBN (PDF)
9783346917478
Idioma
Alemán
Etiqueta
Byzanz Innenpolitik oströmisches Reich Kaiser Justinian Religion Schisma
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Benjamin Lenz (Autor), 2021, Justinian und seine Innenpolitik. Wiederkehrende Schemata in seiner Politik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1379084
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