Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Didaktik - Theologie, Religionspädagogik

Begleitung des kindliches Umgangs mit Tod, Trauer und Sterben in der Grundschule

Ansatz zur Behandlung im Rahmen eines außerschulischen Lernortbesuchs im Religionsunterricht der Primarstufe

Titel: Begleitung des kindliches Umgangs mit Tod, Trauer und Sterben in der Grundschule

Hausarbeit , 2019 , 22 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Hannah Hübner (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie können Tod und Sterben kindgerecht thematisiert werden? In dieser Hausarbeit finden Sie ein mögliches Modell der Thematisierung von Tod im Religionsunterricht über den Zugang des außerschulischen Lernens am Lernort "Friedhof".

Über das Thema Tod wird ungerne gesprochen. Es wird mit Verlust und negativen Emotionen verbunden. Nicht nur der Tod und der damit verbundene Verlust von geliebten Personen, sondern auch die Furcht vor dem eigenen Tod machen diese Thematik unbeliebt.

So wollen viele Menschen nicht über dieses Thema nachdenken und erst recht nicht darüber sprechen, da das Ziel der Meisten ein möglichst leichtes und unbekümmertes Leben ist, was ohne die Thematisierung und den Kontakt zum Sterben auch oft gelingt.

Als besonders unangenehm wird es empfunden, die Themen Tod, Sterben und Trauer in Verbindung mit Kindern zu bringen. Die Kindheit stellt für die meisten Menschen eine unbelastete und frohe Lebensphase dar, in der es um Wachstum, Freude, Lernen und den Blick in die Zukunft geht. Daher ist es für Erwachsene oft umso schwieriger diese Gedanken zur Kindheit mit den Gedanken zum Tod zu vereinen. Kindheit und Tod scheinen im ersten Augenblick so konträr, dass Erwachsene Kinder oft von diesen Themen fernhalten und davor schützen wollen.

Somit werden Tode im Familien- und Bekanntenkreis oft verschwiegen oder schöngeredet, Kinder werden von Beerdigungen und der Trauer ferngehalten. Doch es ist fragwürdig, ob dies Kindern wirklich hilft und sie schont. Denn auch Kinder machen sich Gedanken zu diesen Themen, sie entwickeln Fragen und Vorstellungen, beschäftigen sich mit dem Thema Tod und an irgendeinem Punkt in dem Leben eines jeden Menschen wird auch die erste Konfrontation mit dem Tod stattfinden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemkontext: Die Tabuisierung des Themas Tod

1.2 Fragestellung: Wie kann der kindliche Umgang mit dem Thema Tod, Trauer und Sterben erleichtert werden?

2 Theoretische Abhandlung

2.1 Darstellung der zentralen Begriffe und Konzepte

2.1.1 Was meint die Tabuisierung des Themas Tod?

2.1.2 Zusammenfassung der Begriffe im Sinne des Themas

2.2 Grundlagen Außerschulischen Lernens im Religionsunterricht

2.3 Außerschulisches Lernen im Kontext des Themas

3 Praktische Umsetzung

3.1 Bezug zum Kernlehrplan

3.2 Begründeter Ablauf des Lernortsbesuchs inklusive didaktischer und methodischer Hinweise

3.2.1 Didaktische und methodische Hinweise

3.2.2 Mögliche Inhalte, die bei einem Unterrichtsbesuch auf einem Friedhof thematisiert werden können

3.2.3 Begründeter Ablauf des Lernortsbesuchs

3.3 Tabellarischer Ablaufplan

4 Fazit

4.1 Kriteriengeleitete Zusammenfassung der Arbeit

4.2 Begründete Positionierung zur Durchführung

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Tabuisierung der Themen Tod, Trauer und Sterben in der Grundschule durchbrochen werden kann. Die Forschungsfrage untersucht, inwiefern ein gezielter Besuch eines außerschulischen Lernortes – spezifisch eines Friedhofs – Schülerinnen und Schülern dabei unterstützen kann, einen gesundheitsfördernden und reflektierten Umgang mit diesen existenziellen Themen zu entwickeln.

  • Tabuisierung von Tod und Sterben in der heutigen Gesellschaft
  • Bedeutung der kindlichen Auseinandersetzung mit Sterben und Trauer
  • Didaktische Potenziale außerschulischer Lernorte im Religionsunterricht
  • Entwicklung eines zielgerichteten Konzepts für einen Friedhofsbesuch

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemkontext: Die Tabuisierung des Themas Tod

Über das Thema Tod wird ungerne gesprochen. Es wird mit Verlust und negativen Emotionen verbunden. Nicht nur der Tod und der damit verbundene Verlust von geliebten Personen, sondern auch die Furcht vor dem eigenen Tod machen diese Thematik unbeliebt. Mit dem Gedanken an das Sterben wird der Mensch an seine eigene Endlichkeit erinnert. Und die mit dem Tod verbundene Ungewissheit, was danach kommen wird, ist für viele Menschen angsteinflößend und unangenehm. Mit diesen Gedanken wird dem Menschen aufgezeigt, dass er am Ende seines Lebens einen absoluten Kontrollverlust hinnehmen muss.

So wollen viele Menschen nicht über dieses Thema nachdenken und erst recht nicht darüber sprechen, da das Ziel der Meisten ein möglichst leichtes und unbekümmertes Leben ist, was ohne die Thematisierung und den Kontakt zum Sterben auch oft gelingt (vgl. Jennessen, 2014, S. 7 ff.).

Als besonders unangenehm wird es empfunden, die Themen Tod, Sterben und Trauer in Verbindung mit Kindern zu bringen. Die Kindheit stellt für die meisten Menschen eine unbelastete und frohe Lebensphase dar, in der es um Wachstum, Freude, Lernen und den Blick in die Zukunft geht. Daher ist es für Erwachsene oft umso schwieriger diese Gedanken zur Kindheit mit den Gedanken zum Tod zu vereinen. Kindheit und Tod scheinen im ersten Augenblick so konträr, dass Erwachsene Kinder oft von diesen Themen fernhalten und davor schützen wollen (vgl. Brocher, 1980, S. 9 f.).

Somit werden Tode im Familien- und Bekanntenkreis oft verschwiegen oder schöngeredet, Kinder werden von Beerdigungen und der Trauer ferngehalten (vgl. Jennessen, 2014, S. 14). Doch es ist fragwürdig, ob dies Kindern wirklich hilft und sie schont. Denn auch Kinder machen sich Gedanken zu diesen Themen, sie entwickeln Fragen und Vorstellungen, beschäftigen sich mit dem Thema Tod und an irgendeinem Punkt in dem Leben eines jeden Menschen wird auch die erste Konfrontation mit dem Tod stattfinden (vgl. Jennessen, 2014, S. 2).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Problemkontext der Tabuisierung von Tod und Sterben und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der kindlichen Begleitung.

2 Theoretische Abhandlung: Hier werden die zentralen Begriffe geklärt, die Theorie der Verdrängung analysiert sowie die didaktischen Grundlagen des außerschulischen Lernens im Kontext des Religionsunterrichts dargestellt.

3 Praktische Umsetzung: Dieser Teil enthält ein konkret entwickeltes Konzept für einen Friedhofsbesuch mit einer vierten Klasse, inklusive didaktischer Überlegungen und eines detaillierten Zeitplans.

4 Fazit: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und begründet die methodische Positionierung der Autorin zur Durchführung des Lernortbesuchs.

5 Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen für die wissenschaftliche Fundierung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Religion, Religionsunterricht, Tod, Sterben, Trauer, Tabuisierung, Friedhof, außerschulischer Lernort, Grundschule, Primarstufe, Didaktik, Lernkonzept, Anthropologie, Identitätsbildung, Enttabuisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Herausforderung, Kindern in der Grundschule altersgerecht die Themen Tod, Sterben und Trauer zu vermitteln und dabei eine offene Kommunikation zu fördern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind der Umgang mit Tabuisierung, die entwicklungspsychologische Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Endlichkeit sowie die didaktische Gestaltung von Unterrichtsgängen zu religiösen Orten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, einen Ansatz zu skizzieren, wie Lehrkräfte durch den außerschulischen Ort Friedhof Kinder beim gesunden Umgang mit Verlust und existentiellen Lebensfragen unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie die Entwicklung eines praktischen pädagogischen Konzepts, das auf dem didaktischen "Dreischritt" des Wahrnehmens, Deutens und Handelns basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Begründung, warum Friedhofsbesuche pädagogisch sinnvoll sind, und eine detaillierte Ausarbeitung des Besuchsablaufs für eine vierte Grundschulklasse.

Welche Schlüsselwörter kennzeichnen die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Enttabuisierung, Friedhofspädagogik, Religionsunterricht und kindliche Trauerbewältigung geprägt.

Warum wird gerade eine vierte Klasse für den Friedhofsbesuch gewählt?

Die Autorin argumentiert, dass Kinder in diesem Alter bereits über die nötige kognitive und emotionale Reife verfügen, um sich tiefgründiger mit komplexen Themen wie der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen.

Welche Rolle spielt der "didaktische Dreischritt" in diesem Konzept?

Dieser Dreischritt (Wahrnehmen, Deuten, Gestalten) strukturiert den gesamten Lernprozess: Zuerst werden Sinneseindrücke gesammelt, dann reflektiert und schließlich in einer kreativen Collage verarbeitet.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Begleitung des kindliches Umgangs mit Tod, Trauer und Sterben in der Grundschule
Untertitel
Ansatz zur Behandlung im Rahmen eines außerschulischen Lernortbesuchs im Religionsunterricht der Primarstufe
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,7
Autor
Hannah Hübner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
22
Katalognummer
V1379176
ISBN (PDF)
9783346918253
ISBN (Buch)
9783346918260
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tod Trauer Tabuisierung Sterben Kindlicher Umgang Religionsunterricht Außerschulisches Lernen Friedhof Ablauf Lernortbesuch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hannah Hübner (Autor:in), 2019, Begleitung des kindliches Umgangs mit Tod, Trauer und Sterben in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1379176
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  22  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum