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Kommunikation zwischen Jung und Alt

Eine Hausarbeit über die kommunikativen Unterschiede zwischen jungen und älteren Menschen

Title: Kommunikation zwischen Jung und Alt

Term Paper , 2004 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Ingrid Haase (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Zum Thema “Der Dialog zwischen Jung und Alt” gibt es drei, einander ergänzende Forschungsrichtungen. Die erste befasst sich mit der Frage inwieweit sich ältere Menschen in Bezug auf Sprache, Sprechverhalten und nonverbale Kommunikation zu Jüngeren unterscheiden. Die zweite Forschungshypothese betont den Einfluss des negativen Altersstereotyps. Es wird untersucht welche stereotypen Annahmen bei jüngeren über ältere Menschen bestehen und wie sie sich auf das Sprachverhalten auswirken. Dadurch konnten spezifische Sprechmuster im Umgang mit älteren Menschen identifiziert werden auf die später noch eingegangen wird.
Neue Forschungsarbeiten betonen, Kommunikation sei ein dynamisches Geschehen bei dem sich beide Interaktionspartner wechselseitig beeinflussen.
Die Hausarbeit über die Kommunikation zwischen jungen und alten Menschen beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Strategien, die Junge und Alte in der Kommunikation verwenden, sowie mit auftretenden Kommunikationsproblemen zwischen den beiden Altersgruppen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Perspektiven der Erforschung des Dialogs zwischen Alt und Jung

1.1 “Communication predicament of aging Model” (Ryan, Giles, Bartolucci, Henwood, 1986)

2. Alterzeichen in der Sprachproduktion und -Rezeption

3. Wahrnehmungen älterer “echter” Sprecher

4. Gedächtnis, Wortschatz und Sprache

5. Strategien sprachlicher Anpassung von Jung und Alt

5.1 Kommunikationsverhalten jüngerer Menschen im Dialog mit Älteren

Sprachliche Anpassungen Jüngerer in experimentellen Studien

Strategien der Anpassung jüngerer an ältere Gesprächspartner

5.2 Kommunikationsmuster und Strategien älterer Menschen

6. Kommunikationsmuster innerhalb von Institutionen

6.1 Determinanten institutioneller Sprech- und Kommunikationsmuster

7. Bewertung der Effekte des Kommunikationsverhaltens jüngerer Menschen gegenüber älteren

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die dynamischen Kommunikationsprozesse zwischen jüngeren und älteren Menschen, wobei der Fokus auf den wechselseitigen sprachlichen Anpassungsstrategien und den daraus resultierenden Auswirkungen auf das Selbstbild und die Interaktionsqualität liegt.

  • Analyse theoretischer Modelle zum Kommunikationsdilemma im Alter
  • Untersuchung von Alterszeichen in der Sprachproduktion und -rezeption
  • Evaluation von Anpassungsstrategien (z.B. "Baby Talk") und deren Wahrnehmung
  • Betrachtung institutioneller Kommunikationsmuster in Pflegekontexten
  • Erforschung der Effekte von Kommunikationsstilen auf die kognitive Informationsverarbeitung

Auszug aus dem Buch

1.1 “Communication predicament of aging Model” (Ryan, Giles, Bartolucci, Henwood, 1986)

Das “Communication predicament of aging Model” ist das Model eines „altersbezogenes Kommunikationsdilemmas.“ Es versucht abzubilden, wie das Altersstereotyp und misslungene kommunikative Anpassungsversuche Jüngerer einen “Teufelskreis” in Gang setzen, der den Dialog zwischen Jung und Alt nachhaltig beeinträchtigt.

Die Basis hierfür ist die Kommunikations-Akkomodationstheorie (Giles & Coupland 1984, 1991) die besagt dass entweder Konvergenz - Angleichung der Sprache bei positiver Wertschätzung - oder Sprachdivergenz - gewünschte Distanzierung vom Gegenüber- in Gesprächssituationen eintritt.

Der Ausgangspunkt für den Teufelskreis der Kommunikation zwischen Jung und Alt ist die erste Begegnung bei der “Alterszeichen” von jüngeren wahrgenommen werden und die Zuordnung in die Kategorie “Alter Mensch” geschieht.

Dann werden stereotype Zuschreibung von Kommunikationsproblemen gemacht und es kommt zur Anpassung des Sprachverhaltens (Überanpassung) durch den jüngeren Gesprächspartner. Der jüngere Mensch kontrolliert den Gesprächsverlauf, wodurch der älteren Person wenig Raum zur Mitgestaltung der Interaktion bleibt. Es kommt zu einer negativen Beeinflussung des Selbstbildes des Älteren durch Kontrollverlust und der Empfindung von “Inkompetenz” oder “Hilfsbedürftigkeit”. Es folgt die Selbstdefinition als “Alt” und das Vertrauen in eigene Fähigkeiten geht verloren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Perspektiven der Erforschung des Dialogs zwischen Alt und Jung: Das Kapitel stellt drei zentrale Forschungsrichtungen vor, die sich mit Altersunterschieden im Sprechverhalten und dem Einfluss negativer Altersstereotype befassen.

1.1 “Communication predicament of aging Model” (Ryan, Giles, Bartolucci, Henwood, 1986): Dieses Modell erläutert einen Teufelskreis, in dem Stereotype und Überanpassung die Kommunikation behindern und das Selbstbild älterer Menschen negativ beeinflussen.

2. Alterzeichen in der Sprachproduktion und -Rezeption: Es werden nonverbale und paraverbale Veränderungen im Alter beschrieben, wie etwa Stimmveränderungen oder eine verlangsamte Sprechweise.

3. Wahrnehmungen älterer “echter” Sprecher: Dieses Kapitel thematisiert, wie das Alter eines Sprechers die Einschätzung von Kompetenz und Flexibilität durch jüngere Beobachter beeinflusst.

4. Gedächtnis, Wortschatz und Sprache: Hier wird dargelegt, dass normale Altersveränderungen nicht pauschal als kognitive Defizite missverstanden werden sollten, da ältere Menschen linguistisch kompetent bleiben.

5. Strategien sprachlicher Anpassung von Jung und Alt: Der Abschnitt analysiert die Anpassungsmechanismen beider Generationen, einschließlich experimenteller Studien zum Kommunikationsverhalten.

5.1 Kommunikationsverhalten jüngerer Menschen im Dialog mit Älteren: Dieser Teil fokussiert auf die sprachlichen Anpassungen, die Jüngere bei Interaktionen mit älteren Gesprächspartnern vornehmen.

5.2 Kommunikationsmuster und Strategien älterer Menschen: Es wird untersucht, wie ältere Menschen durch Themenwahl und Gesprächssteuerung aktiv Einfluss auf den Dialog nehmen.

6. Kommunikationsmuster innerhalb von Institutionen: Dieses Kapitel beleuchtet asymmetrische Machtverhältnisse und Sprechmuster wie "secondary baby talk" im pflegerischen Kontext.

6.1 Determinanten institutioneller Sprech- und Kommunikationsmuster: Hier werden die Faktoren untersucht, die den Einsatz von spezifischen Kommunikationsstilen durch Pflegekräfte beeinflussen.

7. Bewertung der Effekte des Kommunikationsverhaltens jüngerer Menschen gegenüber älteren: Die abschließenden Analysen bewerten die Wirkung verschiedener Anpassungsstile auf das Wohlbefinden und die Informationsaufnahme älterer Menschen.

Schlüsselwörter

Kommunikation, Alter, Altersstereotyp, Sprachliche Anpassung, Intergenerationeller Dialog, Communication Predicament of Aging Model, Baby Talk, Pflegeheim, Sprachproduktion, Kognitive Ressourcen, Soziale Interaktion, Selbstbild, Institutionelle Kommunikation, Sprechmuster, Alterungsprozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die sprachliche Kommunikation zwischen jungen und alten Menschen und beleuchtet die wechselseitigen Einflüsse, Erwartungshaltungen und Anpassungsstrategien im Dialog.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind sprachliche Alterssignale, die Wirkung von Altersstereotypen, Kommunikationsmuster in Institutionen wie Pflegeheimen sowie die Auswirkungen von Anpassung auf das Selbstbild.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Altersbilder die Kommunikation beeinflussen, warum "Überanpassung" oft negative Folgen hat und welche Dynamiken in Interaktionen zwischen Jung und Alt wirksam sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturübersicht verschiedener psychologischer und linguistischer Studien, darunter Beobachtungsstudien, experimentelle Kommunikationsaufgaben und Analysen von Interaktionsstilen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil deckt theoretische Modelle ab, beschreibt sprachliche Indikatoren des Alterns und detailliert verschiedene Anpassungsstrategien, wie z.B. die "Abhängigkeitsbezogene Überanpassung" oder "Altersgruppenbezogene Divergenz".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Intergenerationelle Kommunikation, Altersstereotype, Kommunikationsanpassung, Baby Talk und institutionelles Sprechverhalten.

Was ist der Unterschied zwischen "secondary baby talk" und "non baby talk"?

"Secondary baby talk" ist durch eine fürsorgliche, vereinfachte Sprache gekennzeichnet, während "non baby talk" komplexe Sprache verwendet, die bei den Älteren jedoch oft eine Abhängigkeit erzeugt, indem ihnen die Kontrolle über einfache Tätigkeiten entzogen wird.

Warum nehmen ältere Menschen Anpassungsangebote Jüngerer oft als negativ wahr?

Obwohl Anpassungen gut gemeint sein können, werden sie häufig als Ausdruck von Dominanz, Abwertung und fehlendem Respekt empfunden, was das Selbstbild der Älteren beeinträchtigt und zu einem Gefühl der Hilfsbedürftigkeit führen kann.

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Details

Title
Kommunikation zwischen Jung und Alt
Subtitle
Eine Hausarbeit über die kommunikativen Unterschiede zwischen jungen und älteren Menschen
College
University of Potsdam  (Psychologie)
Course
Entwicklungspsychologie des Alters
Grade
2,0
Author
Ingrid Haase (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V137960
ISBN (eBook)
9783640464838
ISBN (Book)
9783640461981
Language
German
Tags
Kommunikation Jung und Alt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ingrid Haase (Author), 2004, Kommunikation zwischen Jung und Alt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137960
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