WIR gegen DIE - der Leser als Teil einer Leidensgemeinschaft

Die Stadt der Blinden - von José Saramago


Hausarbeit, 2009

25 Seiten, Note: 1.8


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Kurze Inhaltsangabe

2 Betrachtung der Erzählstruktur
2.1 Der Bericht als Relief – verschiedene Perspektiven des Erzählers
2.2 Erzählform
2.3 Point of view
2.4 Sichtweisen
2.5 Erzählverhalten
2.6 Erzählhaltung und Arten der Darbietung

3 Unsere Gruppe
3.1 Die Identitätslosigkeit der Figuren
3.2 Die Vorgeschichte der Primären Gruppe
3.3 Die Sehende Frau als Hauptidentifikationsfigur
3.4 Das wirkungsästhetische Verhältnis zwischen Innen- und Aussensicht

4 Das Verhältnis des Narrators zum Leser
4.1 Wir erleben etwas
4.2 Der Narrator als moralisch-mahnende Stimme
4.3 Der Wertekonflikt zwischen Leser und Narrator

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

7 Bildnachweis

1 Kurze Inhaltsangabe

In einer Stadt ohne Namen bricht ohne Vorzeichen eine Blindheitsepidemie aus, welche ihren Anfang bei einem Mann hat, welcher an einer Verkehrsampel plötz­lich alles nur noch weiss sieht. Als sich dieser beim Augenarzt behandeln lässt, kann dieser keine Diagnose stellen: das Auge weist aus medizinischer Sicht kei­nerlei auffälligen Symptome auf. In den nächsten Tagen erblindet jedoch nicht nur der Arzt selber, sondern diese seltsame Blindheit verbreitet sich wie eine hoch an­steckende Epidemie, sodass sich die Regierung gezwungen sieht, die Infizierten unter Quarantäne zu stellen; sie weist sie zu diesem Zweck in eine leer stehende Irrenanstalt ein.

Die Frau des Augenarztes täuscht – um ihren Mann zu begleiten – ihre Blindheit vor und kommt mit diesem als eine der ersten in dieser Quarantänezone an. Mit fortgeschrittener Zeit kommen immer mehr Infizierte in der Irrenanstalt an. Unter diesen Neuankömmlingen sind just auch jene Leute dabei, welche sich am besag­ten Unglückstag in der Praxis des Arztes aufgehalten haben, als dieser den Ers­ten Blinden untersucht hatte. Von Anfang an bilden diese Blinden eine Gruppe und Schicksalsgemeinschaft.

In die Irrenanstalt werden von Tag zu Tag neue Menschen eingewiesen und das Chaos nimmt durch jede neu eingetroffene Gruppe Blinder immer mehr zu; eine Ordnung kann nicht mehr sichergestellt werden und diese anarchischen Zustände gipfeln in einer Gruppe Niederträchtiger Blinder, welche auf das Allgemeingut Essen Anspruch erheben und diese Nahrung den anderen nur gegen Wertsachen und am Ende gegen die Vergewaltigung anderer Frauen aushändigt. Es gibt keine Instanz, welche übergeordnet eingreifen könnte, zumal der Staat aus Angst sämtli­che Hilfe versagt und im Gegenteil Blinde sogar erschiessen lässt, wenn diese dem Ausgang der Anstalt zu nahe kommen.

Diese restriktive Politik der Regierung trägt jedoch keine Früchte, die Bevölkerung der gesamten Stadt erblindet letztendlich. Die Internierten erkennen dies daran, dass das Militär ihre Wachposten abgezogen hat und sie verlassen die Irrenan­stalt, um sich einem erbarmungslosen Überlebenskampf in der völlig verwüsteten Stadt zu stellen. Der grosse Vorteil der im Buch primär beschriebenen Gruppe ist die Anwesenheit der Frau des Arztes, welche über die ganze Zeit aus unerklärli­chen Gründen nicht erblindet. Innerhalb dieser Gruppe übernimmt sie die Führung dieser Gruppe in einer Stadt, welche beherrscht wird von Selbstjustiz und An­archie. So unerklärlich jedoch die Blindheit gekommen war, so plötzlich erlangen die Menschen ihre Sehkraft wieder zurück.

2 Betrachtung der Erzählstruktur

Im folgenden Kapitel soll die Grundlage gelegt werden für die eigentliche Leitfrage dieser Arbeit, wie der Erzähler es schafft, den Leser zu einem Verbündeten einer Gruppe Blinder werden zu lassen. Dabei wird auf der Basis des sehr aufschluss­reichen Textes von Jürgen H. Petersen (Erzählsysteme – eine Poetik epischer Texte, 1993) die erzählerische Perspektive beleuchtet und es werden grundsätzli­che Fragen zu den verschiedenen Erzählperspektiven des Narrators geklärt. Wenn diese Fragen beantwortet sind, wird das Fundament gelegt sein, die The­sen (siehe Einleitung) in Kapitel 3 und 4 einer Prüfung zu unterziehen und diese gegebenenfalls fundiert zu belegen.

2.1 Der Bericht als Relief – verschiedene Perspektiven des Erzählers

Eine elementare Eigenschaft des der Analyse unterzogenen Textes ist die Einset­zung verschiedenster Elemente im Erzählverhalten. Petersen beschreibt dies fol­gendermassen:

„Greift ein Narrator zu dem Darstellungsmittel, sich in Dialogen neutral, aber auch in erlebter Rede personal zu verhalten und vielleicht sogar Monologe wiederzugeben, so bereichert er das Erzähl­relief um weitere Elemente und gestaltet es umso lebhafter, je stärker er diese Positionen bzw. Mit­tel wechselt.“ (Petersen 1993, S. 83)

Dieses Wechseln der verschiedenen Darbietungsformen kommt in dem Werk Die Stadt der Blinden häufig zum Tragen. Es handelt sich zwar um einen auktorialen Erzähler (→ Kapitel 2.5), ein sehr häufig gewähltes Mittel der Darbietung ist aber auch die direkte Rede in Form von längeren Dialogen zwischen den Figuren. Auch die erlebte Rede findet Anwendung.

Interessant ist auch die Betrachtung des point of view des Erzählers. Der Erzähler begleitet während der ganzen Geschichte eine spezifische Gruppe Blinder, er nimmt sich jedoch die Freiheit, während der Zeit in der Irrenanstalt seinen Blick auch auf andere Figuren zu lenken; auf dieses Phänomen wird in Kapitel 2.3. noch näher eingegangen.

2.2 Erzählform

Beim Narrator handelt es sich eindeutig um einen Er-Erzähler. Petersen charakte­risiert den Er-Erzähler dadurch, dass bei solchen Texten „(...) eine Person oder mehrere im Mittelpunkt des Erzählens stehen (…)“ und, „dass der Erzähler von Dritten spricht, (…) also die Personalpronomina der dritten Person verwendet“ (vgl. Petersen 1993, S. 53). Dies ist bei Die Stadt der Blinden klar der Fall; der Erzähler legt den Fokus seiner Geschichte auf eine Gruppe Menschen bzw. auf deren Figuren und im ganz Besonderen auf eine einzelne Frau.

Bereits zu Beginn des Romans wird dies sichtbar:

„(...) der Mann im Auto wendet ihnen das Gesicht zu, zur einen, dann zur anderen Seite, man sieht, dass er etwas ruft (...)“ (Die Stadt der Blinden, S. 10)

Auch bei der Schilderung der Blindheitsgeschichte der Frau mit der dunklen Brille wird in dieser eher distanzierten Er-Erzählweise gesprochen:

„(...) nach zwanzig (Minuten) geriet sie ausser sich, nach einundzwanzig fühlte sie, wie ihr Körper vor Lust zerbarst, nach zweiundzwanzig schrie sie, Jetzt, jetzt, und als sie wieder zu Bewusstsein gelangte, sagte sie, erschöpft und glücklich, Ich sehe noch immer alles weiss.“ (Die Stadt der Blin­den, S. 38 f)

Das verwendete Ich-Personalpronomen gegen Ende des Zitats ist der Einschub einer direkten Rede der Figur, wenn auch an sich selbst gerichtet (bei Saramago wird die direkte Rede erstaunlicherweise nie mit Anführungszeichen angekündigt).

Eine weitere Eigenschaft des Er-Erzählers ist die Personalitätslosigkeit des Narra­tors, d. h. der Erzähler ist ein „blosses Medium“ (vgl. Petersen 1993, S. 56). Dies ist klar der Fall. Unser Erzähler stellt sich zu keiner Zeit vor. Wir können aufgrund zweier Aussagen, welche er über Frauen anstellt vermuten, dass es sich um ein Mann handelt (vgl. Die Stadt der Blinden, S. 212 und S. 331). Ferner kann aus seinen auktorialen Kommentaren herausgelesen werden, dass es eine gebildete und philosophisch bewanderte Person ist, er hat jedoch keinen Namen und auch keine näher beschriebene Identität. Dadurch grenzt sich dieser Erzähler klar von einem Ich-Narrator ab.

2.3 Point of view

Was den Standort des Erzählers betrifft, also das „raum-zeitliche Verhältnis des Narrators zu den Personen und Vorgängen“ (vgl. Petersen 1993, S. 65), ist der Er­zähler während des ganzen Textes an die Figuren der Primären Gruppe – sei es als Einzelpersonen oder als Gesamtgruppe – gebunden. Zeitlich betrachtet ist er den Figuren voraus, die Geschichte ist im Präteritum abgehandelt und der Erzäh­ler scheint den Ausgang gewisser Ereignisse schon im Voraus zu kennen, bzw. das Kürzen des Textes auf das Wesentliche (vgl. Die Stadt der Blinden, S. 211) weist klar auf eine solche Kenntnis hin.

Eine Ausnahme der engen Anbindung des point of view an die Primäre Gruppe bildet die Zeit in der Irrenanstalt, wo der Narrator die Figuren der Primären Gruppe punktuell verlässt, um andere Vorkommnisse in dieser Quarantäneumgebung zu schildern. Ein wichtiger Unterschied hierbei bildet die Tatsache, dass der Erzähler einerseits von allen Figuren ausserhalb dieser Gruppe nur Aussensicht hat und anderseits die Figuren ausserhalb der Primären Gruppe selten mittels Dialog oder direkter Rede zu Wort kommen (→ Kapitel 2.4 und 3.4).

Der Erzähler hat auch Kenntnis von den Vorgängen ausserhalb der Irrenanstalt. Er erhält bzw. vermittelt dieses Wissen jedoch über die Figuren selbst, welche in Form von Erlebnisberichten diese Vorkommnisse selbst schildern; der Narrator kürzt diese Erlebnisberichte teilweise aufs Wichtigste. Als Beispiel sei der Bericht des Mannes mit der schwarzen Augenklappe herbeizuziehen (vgl. Die Stadt der Blinden, S. 150 f).

Diese geografische Einschränkung des Narrators auf gewisse Personen darf aber unter keinen Umständen als Unwissenheit des Erzählers verstanden werden. Petersen schreibt:

„Spielt sie (die Geschichte) unter wenigen Personen und an einem Ort, benötigt der Narrator kei­nen olympischen Überblick (…) selbst wenn er allwissend wäre, könnte er (der Narrator) von sei­ner umfassenden Sach- und Ortskenntnis keinen Gebrauch machen, weil er nur von begrenzten Ereignissen berichtet. Sein olympischer point of view wäre gar nicht zu erkennen.“ (Petersen 1993, S. 66)

Der zu analysierende Text zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass er sich auf eine spezifische Gruppe bzw. eine Irrenanstalt und später auf eine Stadt bezieht. Es ist also für diese Geschichte nicht relevant, ob der Narrator allenfalls einen olympischen Überblick hat oder nicht.

2.4 Sichtweisen

Die Frage der Sichtweisen des Erzählers ist im Bezug auf die Wirkungsästhetik des Textes äusserst wichtig. Als Sichtweise bezeichnet Petersen „das Erzählver­fahren, sich auf die Beschreibung der Aussenseite aller Figuren zu beschränken oder in sie hineinzublicken“ (vgl. Petersen 1993, S. 67). Erwähnenswert hierbei ist, dass der Erzähler, was die Sichtweisen betrifft, die Figuren in zwei Kategorien ein­zuteilen scheint: Die Primäre Gruppe Blinder einerseits und die restlichen Figuren anderseits.

Während der Erzähler von der Primären Gruppe Innensicht hat, kann er die Grün­de des Verhaltens der anderen Figuren nur erahnen, weil er ihre inneren Gemüts­zustand nicht kennt. Dies ist ein entscheidendes Mittel, welches der Narrator ein­setzt, um die Sympathie des Lesers in Richtung der Primären Gruppe zu lenken (→ Kapitel 3.4).

Eine überzeugende Textstelle, welche belegt, dass der Erzähler die inneren Moti­ve gerade der Niederträchtigen Blinden nicht kennt, findet sich z. B. auf Seite 201:

„Wenn es eine mörderische Absicht gegeben hatte, dann werden wir das vielleicht später erfahren, im Augenblick sollte man im Zweifel zugunsten des Schützen annehmen, dass dieser Schuss ent­weder nur eine Warnung war, wenn auch eine ernsthafte (…)“ (Die Stadt der Blinden, S. 201)

Im Gegensatz zu dieser Schilderung der Aussensicht, wo lediglich „Äusseres auf das Innere schliessen kann“ (vgl. Petersen 1993, S. 68), steht die detaillierte Beschreibung innerer Motivation des Alten mit der schwarzen Augenklappe, weshalb er seinen Radio nicht den Niederträchtigen aushändigte:

„(...) er hatte es so verstanden, dass das Kofferradio von der Liste der Wertsachen, die als Bezah­lung für das Essen übergeben werden sollten, ausgeschlossen war, einmal, weil es nicht sonder­lich stabil war, und ausserdem, weil es, wie man wusste, kein langes Leben hatte, (…). Daher be­schloss der Alte mit der schwarzen Augenklappe, das Radio nicht mehr für alle einzuschalten (…)“ (Die Stadt der Blinden, S. 184)

In diesem Abschnitt werden also die inneren Beweggründe für seine Entscheidung beschrieben. Der Narrator hat von dieser Figur Innensicht.

Eine weitere Stelle, welche die These stützt, dass der Narrator die Gedanken der Primären Gruppe kennt:

„Sollen sich zunächst einmal die Frauen aus dem Saal des rechten Flügels erheitern, mit dem Missgeschick meiner Nachbarinnen komme ich gut zurecht, Worte, die keine von ihnen aussprach, die aber alle dachten.“ (Die Stadt der Blinden, S. 210)

2.5 Erzählverhalten

Erzählverhalten meint „das Verhalten des Narrators zum Erzählten, und zwar nicht im Sinne einer Wertung, sondern im Sinne der Präsentation der Geschichte“ (vgl Petersen 1993, S. 68).

Petersen bezeichnet einen Erzähler dann als auktorial, wenn sich der Narrator selbst ins Spiel bringt, „indem er das erzählte Geschehen keineswegs auf sich be­ruhen lässt, sondern eigene Meinungen, zusätzliche Überlegungen, Kommentare, also eine Subjektivität wirksam werden lässt“ (vgl. Petersen 1993, S. 68). Da­durch, dass sich der Erzähler als episches Medium eben gerade durch seine sehr stark moralisierende Kommentare und Bemerkungen einmischt, muss das Erzähl­verhalten als auktorial angesehen werden. Es wird eine deutlich erkennbare Di­stanz zwischen Narrator und Figuren geschaffen, es handelt sich also nicht um einen personalen Erzähler. Durch die häufigen moralischen Kommentare ist auch das neutrale Erzählen ausgeschlossen.

Die These des auktorialen Erzählwesens mit Textstellen zu belegen ist ein einfa­ches Unterfangen, verkörpert der Erzähler doch über den ganzen Text hinweg eine Art moralisches Gewissen::

(…) in Wahrheit muss noch das erste menschliche Wesen geboren werden, das jene zweite Haut nicht trägt, die wir Egoismus nennen und die viel fester ist als die andere, die bei dem kleinsten Anlass blutet.“ (Die Stadt der Blinden, S. 210 f)

Auch das kritische Kommentieren von Handlungs- und Denkweisen der Hauptfiguren kommt häufig vor:

„Ich bleibe bei dir, sagte der kleine schielende Junge, aber er fügte nicht hinzu, wenn meine Mutter nicht auftaucht, diese Bedingung stellte er nicht, seltsames Verhalten, oder vielleicht nicht so seltsam, junge Menschen fügen sich schneller, sie haben noch ein ganzes Leben vor sich.“ (Die Stadt der Blinden, S. 312 f)

Aufschlussreich auch dieser auktoriale Kommentar des Erzählers:

„(...) denn sie hatten noch Glück, denn man hätte ihnen die Versorgung für immer streichen kön­nen, was gerecht ist, wenn jemand es wagt, die Hand dessen zu beissen, der ihn ernährt.“ (Die Stadt der Blinden, S. 201)

Hier werden auch die sehr starren moralischen Wertehaltungen des Narrators sichtbar, welche mit fortgeschrittener Lektüre immer stärker mit denjenigen des Lesers divergieren; auf dieses wichtige Thema wird noch näher eingegangen wer­den müssen (→ Kapitel 4.3).

Ein wesentlicher Punkt, welcher bestätigt, dass der Erzähler als auktorial angese­hen muss, liefert Petersen:

„Ein monologisierender Erzähler ist ein auktorialer Erzähler.“ (Petersen 1993, S. 69)

Dass der Erzähler häufig den Monolog als Darbietungsart wählt, wird im nächsten Kapitel (→ Kapitel 2.6) belegt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
WIR gegen DIE - der Leser als Teil einer Leidensgemeinschaft
Untertitel
Die Stadt der Blinden - von José Saramago
Hochschule
Fachhochschule Nordwestschweiz
Note
1.8
Autor
Jahr
2009
Seiten
25
Katalognummer
V137982
ISBN (eBook)
9783640464944
ISBN (Buch)
9783640462094
Dateigröße
481 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Saramago, Blindheit
Arbeit zitieren
Jérôme Schwyzer (Autor), 2009, WIR gegen DIE - der Leser als Teil einer Leidensgemeinschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137982

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